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Für und Wider zur Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid in Deutschland auf Bundesebene

Titre: Für und Wider zur Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid in Deutschland auf Bundesebene

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 25 Pages , Note: gut

Autor:in: Ricardo Westphal (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Debatten in Politik und Wissenschaft, ob es sinnvoll oder überflüssig sei, Volksbegehren auf Bundesebene einzuführen, werden seit Bestehen der Bundesrepbublik geführt.
Die Liste der Argumente, die für oder gegen Volksentscheide sprechen ist lang und wird in dieser Arbeit anhand rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Aspekte diskutiert.
Eingangs wird die Geschichte der Volksabstimmung behandelt, die, ebenso wie die Erfahrungen in anderen Ländern, für Zustimmung oder Ablehnung direktdemokratischer Elemente Argumente liefert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Geschichte der Volksabstimmung in Deutschland

1. Weimarer Republik

2. Volksabstimmungen bei den Nationalsozialisten

3. Nachkriegsdeutschland

III. Direkte Demokratie in anderen Staaten

1. Schweiz

2. USA

IV. Diskussion über die Einführung direktdemokratischer Elemente auf Bundesebene

1. Rechtliche Aspekte

2. Parteiliche, parlamentarische und politische Aspekte

3. Gesellschaftliche Aspekte

V. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kontroverse um die Einführung von direktdemokratischen Instrumenten wie Volksbegehren und Volksentscheid auf Bundesebene in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob das Grundgesetz eine solche Einführung tatsächlich untersagt und welche politischen, rechtlichen sowie gesellschaftlichen Vor- und Nachteile mit einer Stärkung direkter Demokratie verbunden wären.

  • Historische Analyse direktdemokratischer Verfahren in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.
  • Internationaler Vergleich der praktischen Erfahrungen mit direkter Demokratie in der Schweiz und den USA.
  • Untersuchung der rechtlichen Zulässigkeit und der verfassungstheoretischen Argumente im Grundgesetz.
  • Bewertung der Auswirkungen auf das parlamentarische System und die Rolle der politischen Parteien.
  • Diskussion gesellschaftlicher Aspekte wie Partizipation, Kompetenz der Bürger und politische Kultur.

Auszug aus dem Buch

1. Weimarer Republik

1919 wurde in der deutschen Nationalversammlung die Einführung der sogenannten Volksrechte beschlossen. Diese direktdemokratischen Verfahren waren verfassungsrechtliches Neuland: Befürwortern und Gegnern erschienen Volksentscheid und Volksbegehren „als eine Größe, mit der man noch gar nicht rechnen konnte“ (Schiffers, 43). Diese Unsicherheit der Parteien drückte sich darin aus, daß verschiedene Vorstellungen darüber existierten, in welchen Bereichen Volksbegehren und -entscheid zur Anwendung gebracht werden könnten. Das Hauptargument war, die Beteiligung des Volkes als „Korrektiv des Parlaments einzusetzen“ (ebd.). Daneben wollte man mit ihr die Exekutive stärken, „ihren erzieherischen Wert und ihre besondere demokratische Substanz“ (ebd.) nutzen sowie eine sich ausweitende radikaldemokratische Strömung auffangen. Die Nationalversammlung sah die Volksrechte als vereinbar mit dem parlamentarischen System an und baute sie als Korrekturmechanismus in die Verfassung ein. Das erste Volksbegehren auf Reichsebene ließ man 1922 zu.

Weder die 1919 konstituierte Reichsverfassung noch das Gesetz über den Volksbeschluß sagten etwas über das Rangverhältnis zwischen parlaments- und volksbeschlossenen Gesetzen aus. Die Volksgesetzgebung war „ein Verfahren zweiter Wahl mit unverkennbarem Protestcharakter“ (a.a.O., 44). Volksbegehren und -entscheide spielten eine untergeordnete Rolle in der politischen Auseinandersetzung. Lediglich vier von acht beantragten Volksbegehren auf Reichsebene wurden zugelassen. Wesentlich größere Agitations- und Mobilisierungschancen boten Präsidenten-, Reichstags- oder Landtagswahlen. Lediglich die Volksabstimmungen über die Fürstenenteignung (1926) und den Youngplan (1929) erwiesen sich als „ein dramatischer Akt des Verfassungskampfs“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Debatte um die Einführung direktdemokratischer Elemente in Deutschland ein, die besonders durch Diskussionen um die EU-Verfassung an Aktualität gewonnen hat.

II. Geschichte der Volksabstimmung in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Erfahrungen mit Volksrechten in der Weimarer Republik, den Missbrauch durch die Nationalsozialisten und die ablehnende Haltung bei der Entstehung des Grundgesetzes.

III. Direkte Demokratie in anderen Staaten: Ein Vergleich der Systeme in der Schweiz und den USA verdeutlicht die unterschiedlichen Ausprägungen und Auswirkungen direktdemokratischer Praxis.

IV. Diskussion über die Einführung direktdemokratischer Elemente auf Bundesebene: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, der Einfluss auf das Parteiensystem sowie die gesellschaftliche Bedeutung direkter Demokratie kritisch erörtert.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Argumente zusammen und kommt zu dem Schluss, dass auf Basis des repräsentativen Systems gegen eine moderate Einführung direktdemokratischer Elemente wenig einzuwenden ist.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Volksbegehren, Volksentscheid, Grundgesetz, Parlamentarismus, Parteiendemokratie, Volksgesetzgebung, Weimarer Republik, Schweiz, USA, Politische Beteiligung, Verfassungsänderung, Plebiszit, Bürgerinitiativen, Rechtsstaatlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Für und Wider einer möglichen Einführung von Volksentscheiden und Volksbegehren auf Bundesebene in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit umfasst historische Entwicklungen, internationale Vergleiche (Schweiz, USA), verfassungsrechtliche Zulässigkeitsfragen sowie politische und gesellschaftliche Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Einführung direktdemokratischer Elemente das Grundgesetz ergänzen oder gefährden würde und ob die Einwände gegen diese Instrumente haltbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis vorhandener Fachliteratur und verfassungsrechtlicher Debatten.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Belastung durch die Weimarer Zeit und den Nationalsozialismus, vergleicht internationale Modelle und diskutiert Pro- und Contra-Argumente bezüglich der modernen Anwendung in Deutschland.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die zentralen Schlagworte sind Direkte Demokratie, Volksgesetzgebung, parlamentarisches System und Bürgerbeteiligung.

Warum wird die Weimarer Republik als Argument angeführt?

Die Weimarer Republik wird oft als mahnendes Beispiel herangezogen, da ihre plebiszitären Verfahren in der Forschung teilweise als problematisch für die Stabilität der damaligen Demokratie bewertet werden.

Welche Rolle spielt das Bundesverfassungsgericht laut der Arbeit?

Das Gericht wird als wahrende Instanz der Grundrechte gesehen, die auch bei der Einführung direktdemokratischer Elemente eine wichtige Kontrollfunktion ausüben würde.

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Résumé des informations

Titre
Für und Wider zur Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid in Deutschland auf Bundesebene
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Note
gut
Auteur
Ricardo Westphal (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
25
N° de catalogue
V39993
ISBN (ebook)
9783638386258
ISBN (Livre)
9783638719674
Langue
allemand
mots-clé
Wider Einführung Volksbegehren Volksentscheid Deutschland Bundesebene Vorteile Nachteile Debatte Argumente Diskussion Volksabstimmung direkte Demokratie Geschichte Schweiz USA Pro Kontra Für
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ricardo Westphal (Auteur), 2005, Für und Wider zur Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid in Deutschland auf Bundesebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39993
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Extrait de  25  pages
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