Pyramus und Thisbe


Hausarbeit, 2003

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Vorwort

II Pyramus und Thisbe
2.1 Inhalt
2.2 Gliederung
2.3 Analyse
2.4 Rezeption: Poussins` „Landschaft mit Pyramus und Thisbe“

III Literaturverzeichnis
3.1 Quellen
3.2 Darstellungen

I Vorwort

Die Metamorphosen des Publius Ovidius Naso zählen mit Sicherheit zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Die etwa dreihundert Erzählungen der insgesamt fünfzehn Bücher sind untereinander thematisch verknüpft, so dass am Ende ein kunstvolles Gesamtwerk entsteht.

Walther Ludwig beschreibt dies in seinem Werk „Struktur und Einheit der Metamorphosen Ovids“ von 1965 mit folgenden Worten:

„ Es ist gleichsam eine große kreisförmige Bewegung (von den Göttern zu den Menschen und wieder hinauf zu den Göttern), die das Werk als Ganzes durchzieht und die sich schließlich in Augustus erfüllt. (...) Ovid war der Erste, der die Metamorphosendichtung mit der Konzeption eines Weltgedichts verband.(...) Sein Ziel war gewissermaßen ein Überepos, das die gesamte Mythologie und Geschichte zur Darstellung bringen sollte“

Jede Metamorphose zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch die Schilderung einer Verwandlung aus, die sich als Folge der Erzählung ergibt. Ein Beispiel hierfür ist sowohl der Götterzorn, der oft Eingang in die Erzählungen findet, als auch die Liebe, die in den Metamorphosen oft Anlass zu einer Verwandlung bietet. So auch in der Geschichte Pyramus und Thisbe, die dieser Arbeit zugrunde liegt.

Zunächst gilt die Betrachtung der Geschichte selbst. Nach Darlegung des Inhalts und Anfertigen einer Gliederung, gilt es den Mythos um Pyramus und Thisbe zu analysieren.

Den Abschluss bildet schließlich ein Beispiel aus der Rezeptionsgeschichte der Metamorphose. Der normannische Künstler Nicolas Poussin setzte sich mit der Metamorphose auseinander und nannte sein 1651 entstandenes Werk „ Landschaft mit Pyramus und Thisbe.

II Pyramus und Thisbe

2.1 Inhalt

Die Geschichte von Pyramus und Thisbe wird, der Verknüpfung wegen, in einen bestimmten inhaltlichen Rahmen eingebettet. Alcithoe, eine der drei Töchter des thebanischen Königs Minyas, erzählt ihren Schwestern bei der Webarbeit die Geschichte von Pyramus und Thisbe, um die Zeit ein wenig zu verkürzen.

Pyramus und Thisbe leben in Babylon und ihre Häuser stehen so dicht beieinander, dass sie sich eine Hauswand teilen. Tragisch ist, dass sie sich, gegen den Willen der Väter[1], ineinander verliebt haben und daher durch den Spalt dieser Hauswand kommunizieren.

Aufgrund dieses Verbotes sieht sich das Liebespaar genötigt, ihr geplantes Treffen heimlich abzuhalten und sie beschließen, sich nachts heimlich außerhalb der Stadt unter einem Maulbeerbaum zu treffen.

Thisbe erscheint dort etwas früher als ihr Geliebter und wird von einer Löwin überrascht, die an einer Quelle in der Nähe des Maulbeerbaumes ihren Durst löschen will. Bei ihrer Flucht vor der Löwin verliert Thisbe ihren Mantel, der von der blutverschmierten Löwin, die offensichtlich kurz zuvor auf der Jagd war, mit Blut befleckt wird.

Die Tragik der Geschichte will es, dass Pyramus den blutverschmierten Mantel findet und daraus voreilig schließt, dass seine geliebte Thisbe tot sei. Pyramus begeht daraufhin voller Vorwürfe, er sei zu spät zur Verabredung erschienen, mit seinem Schwert Selbstmord. Dieser wird in aller Ausführlichkeit geschildert. Es wird vor allem betont, dass sich die Früchte des Maulbeerbaumes von Pyramus’ Blut dunkel färben.

Thisbe, die sich zwischenzeitlich in einer Grotte vor der Löwin versteckt hielt, findet ihren in ihren Geliebten, der bereits im Sterben liegt. Ihre Blicke vereinigen sich ein letztes Mal, als Thisbe seinen Namen ruft woraufhin Pyramus schließlich stirbt. Da Thisbe sich ein Leben ohne Pyramus nicht vorstellen kann, tötet auch sie sich selbst.

Die von Pyramus’ Blut dunkel gefärbten Früchte bleiben als Erinnerung an ihre durch unglückliche Liebe begangenen Selbstmorde.

[...]


[1] Eigentlich der Eltern , vgl. Anderson William: P.Ovidius Naso- Metamorphoses. Bibliotheca Teubneriana .Monachii 2001.V. 61 parentes

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Pyramus und Thisbe
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Klassische Philologie)
Veranstaltung
Ovids Metamorphosen
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
12
Katalognummer
V39998
ISBN (eBook)
9783638386302
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pyramus, Thisbe, Ovids, Metamorphosen
Arbeit zitieren
Steffi Rothmund (Autor), 2003, Pyramus und Thisbe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39998

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