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Technische Innovation - Kommunikationszerstörung versus Electronic Community - Folgen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation

Title: Technische Innovation - Kommunikationszerstörung versus Electronic Community - Folgen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Petra Flaischlen (Author)

Communications - Media History
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Die Kommunikationswissenschaft konzentriert sich in erster Linie auf die Massenkommunikationsforschung. Interpersonale Kommunikation taucht allenfalls als Teilaspekt einzelner Theorien in die Forschung auf. Im Folgenden werden die Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation sowie ihre Einbindung in den Alltag beschrieben. Es soll dabei erörtert werden, ob technische Kommunikations-Innovationen eher zu einer Isolierung in der Gesellschaft beitragen, oder als Integrations- und Verbindungselemente fungieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation

2.1 Interaktivität

2.2 Restriktionshypothese

2.3 Theoretische Ansätze zur technisch vermittelten Kommunikation

a) Soziale Präsenz

b) „Cuelessness“-Modell

c) „Theorie der elektronischen Nähe“

d) Vermittlungskraft der Medien

e) Zusammenfassung

3. Technisch vermittelte interpersonale Kommunikation im Alltag

3.1 Das Telefon

3.2 Mobilfunk und Textmessages

3.3 The Social Construction of Mobile Telephony

4. Elektronische Gemeinschaften konstruieren soziale Welten

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation auf die Gesellschaft. Dabei wird analysiert, ob technische Kommunikationsinnovationen eher als isolierende Faktoren wirken oder als Werkzeuge der Integration und Verbindung fungieren, wobei der soziale Kontext der Mediennutzung im Zentrum der Betrachtung steht.

  • Merkmale und theoretische Ansätze zur technisch vermittelten Kommunikation.
  • Die Rolle des sozialen Kontextes bei der Mediennutzung.
  • Integration technischer Medien in den Alltag am Beispiel von Telefon und Mobilfunk.
  • Konstruktion sozialer Welten durch elektronische Gemeinschaften.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Hypothese der Kommunikationszerstörung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Restriktionshypothese

Bei unvermittelter Face-to-Face-Kommunikation befinden sich die Kommunikationspartner in einer gemeinsamen räumlichen Umgebung. Sie sind also weder zeitlich, wie im Falle asynchroner Kommunikation, noch geographisch getrennt. Alle Kanäle der menschlichen Sinneswahrnehmung werden angesprochen: Selbst wenn die Personen sich nicht unterhalten, so können sie doch durch nonverbale Kommunikationsmittel wie Gestik, Mimik oder sogar Kleidung miteinander kommunizieren (vgl. Höflich 1996, S. 67). Rammert beschreibt Face-to-Face-Kommunikation als „authentisch, gleichzeitig und sozial unentrinnbar“ (vgl. Rammert 1990, S. 20).

Werden diese Faktoren miteinbezogen, so wird klar, dass „Interaktivität eines Mediums eine notwendige, wenn auch keine hinreichende Bedingung technisch vermittelter Kommunikation ist“ (Höflich 1996, S. 66). Zur ihrer Beschreibung wird häufig eine „Restriktionshypothese“ herangezogen, derzufolge jedes Medium die Möglichkeiten der interpersonalen Kommunikation einschränkt. Sie muss also an das jeweilige Medium angepasst werden, was letztendlich zu Kommunikationsdefiziten führt (vgl. Höflich 1996, S. 68). Short et al. beschreiben technisch vermittelte interpersonale Kommunikation in diesem Zusammenhang als ein „System von Zwängen“ (vgl. Short et al. 1976, S. 43). Die Restriktionshypothese bezieht sich darauf, dass verbale- und vor allem nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten ausgeblendet oder beschränkt werden. Technik-pessimistische Vermutungen gehen sogar so weit, von einem Verfall der nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten mit einer zunehmenden Gewöhnung an den Gebrauch technischer Kommunikationsmittel zu sprechen (vgl. Höflich 1996, S. 69).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Gegenstand der technisch vermittelten interpersonalen Kommunikation und stellt die Notwendigkeit ihrer Untersuchung im Rahmen der Kommunikationswissenschaft dar.

2. Merkmale technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert definitorische Merkmale wie Interaktivität sowie verschiedene theoretische Ansätze, die sich mit der Mediennutzung und deren Einflüssen auf die Kommunikation befassen.

3. Technisch vermittelte interpersonale Kommunikation im Alltag: Hier wird die Integration technischer Medien wie Telefon und Mobilfunk in den privaten Alltag analysiert und anhand von Studien kontextualisiert.

4. Elektronische Gemeinschaften konstruieren soziale Welten: Das Kapitel beschreibt, wie durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten neue, von räumlichen Zwängen losgelöste soziale Gemeinschaften und Identitäten entstehen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass technische Medien keine deterministische Kommunikationszerstörung bewirken, sondern neue Interaktionsmöglichkeiten eröffnen, deren Erfolg maßgeblich vom sozialen Kontext abhängt.

Schlüsselwörter

Technisch vermittelte Kommunikation, Interaktivität, Restriktionshypothese, Soziale Präsenz, Mediennutzung, Alltagskommunikation, Mobilfunk, Elektronische Gemeinschaften, Soziale Welten, Kommunikationszerstörung, Medienkompetenz, Soziale Interaktion, Medientheorie, Technischer Determinismus, Kontext.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Folgen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation und untersucht das Spannungsfeld zwischen der Annahme einer Kommunikationszerstörung und der Entstehung neuer Formen elektronischer Gemeinschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Medieneigenschaften (Interaktivität, Restriktionen), die Einbindung technischer Medien in den Alltag sowie die soziale Konstruktion von Interaktionsräumen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob technische Innovationen eher zu einer sozialen Isolierung beitragen oder ob sie als Integrations- und Verbindungselemente fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen kommunikationswissenschaftlichen Modellen (z.B. Soziale Präsenz, Cuelessness-Modell, Media Richness) und bezieht empirische Studien ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Medienwirkung und untersucht die praktische Anwendung technischer Medien wie Telefon und Mobilfunk sowie deren Rolle bei der Entstehung virtueller Gemeinschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interaktivität, Restriktionshypothese, soziale Präsenz, Mediatisierung des Alltags und elektronische Gemeinschaften.

Wie bewerten die Autoren die „Restriktionshypothese“?

Die Autoren kritisieren die Hypothese als zu technik-zentriert und betonen, dass der soziale Kontext und die individuellen Kompetenzen der Nutzer die Kommunikation stärker beeinflussen als das Medium selbst.

Was zeigt die Studie von Campbell und Russo in Bezug auf den technischen Determinismus?

Die Studie widerlegt die Idee eines technischen Determinismus, indem sie aufzeigt, dass nicht das Medium allein, sondern das soziale Umfeld zentral bestimmt, wie technische Kommunikation genutzt und wahrgenommen wird.

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Details

Title
Technische Innovation - Kommunikationszerstörung versus Electronic Community - Folgen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation
College
LMU Munich
Grade
1,7
Author
Petra Flaischlen (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V40002
ISBN (eBook)
9783638386340
ISBN (Book)
9783638747301
Language
German
Tags
Technische Innovation Kommunikationszerstörung Electronic Community Folgen Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Flaischlen (Author), 2004, Technische Innovation - Kommunikationszerstörung versus Electronic Community - Folgen technisch vermittelter interpersonaler Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40002
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