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Der Internationale Währungsfonds (I W F)

Title: Der Internationale Währungsfonds (I W F)

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: gut

Autor:in: Dipl.-Betriebswirt Volker Kleensang (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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1 Einleitung

Die Globalisierung hat das Leben und die Lebensverhältnisse der Weltbevölkerung in den letzten Jahren verändert. Jeder Erdenbewohner ist mehr oder minder Betroffener und Akteur dieses Vorganges. In der globalisierten Welt sind die Grenzen verschwommen. Haben vor einigen Jahren Meldungen, Bilder, Kontakte mit fernen Ländern noch für Aufsehen gesorgt, gehören sie heute zu den alltäglichen Dingen des Lebens. Urlaubsreisen in ferne Länder haben längst nicht mehr den Attraktionswert wie vor einigen Jahrzehnten, Vermögen oder Vermögenswerte werden auf die entlegendsten Winkel dieser Erde verteilt, um sie vor den unliebsamen fiskalen Belastungen der heimischen Regierungen zu schützen.

Es sind multinationale Konzerne entstanden, die ihre Produkte lange nicht mehr nur auf den heimischen Märkten anbieten, sie schicken ihr Personal in wenigen Stunden rund um die Erde, zu Meetings1 oder zur Unterstützung der Auslandshäuser. Was hat jedoch diese Entwicklung erst ermöglicht ?

Warum haben große, kleine oder mittelständische Betriebe und Dienstleister Vertrauen in fremde Märkte und Länder, mit den verschiedensten spezifischen Besonderheiten ? Es handelt sich hier um das Vertrauen in eines der wichtigsten Elemente eines Handelsgeschäftes: um das Vertrauen in die Währungen, um das Vertrauen in die Bankensysteme, um das Vertrauen in internationale Handelsbedingungen und in das Vertrauen in eine befriedete Welt, das durch internationale Institutionen geschaffen wurde. Wer sind diese internationalen Institutionen ?

Als wohl wichtigste Institution können hier die Vereinten Nationen genannt werden. Die Vereinten Nationen, engl. United Nations (UN,UNO), „ist eine Staatenverbindung mit internationaler Rechtspersönlichkeit“2, gegründet 1945 mit Hauptsitz in New York, in ihnen sind (Stand 1999) 188 Mitgliedsstaaten vertreten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Internationale Währungsfonds (IWF)

2.1 Was ist der Internationale Währungsfonds (IWF) ?

2.2 Die Rolle des IWF in der Globalisierung

2.2.1 Die Quote

2.2.2 Das Paritätensystem

2.2.3 Die Sonderziehungsrechte (SZR)

2.2.4 Die Finanzhilfen

2.2.5 Überwachung und technische Hilfen

2.3 Kritik an den IWF

3 Epilog

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in die Ziele, die Arbeitsweise sowie die kritischen Aspekte des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu geben und dessen Rolle im Kontext der Globalisierung zu beleuchten.

  • Ursprung und Gründungsgeschichte des IWF
  • Mechanismen der Finanzhilfe und Kreditvergabe
  • Die Funktion des IWF bei der Überwachung nationaler Wirtschaftspolitiken
  • Kritische Auseinandersetzung mit den neoliberalen Auflagen des Fonds
  • Bedeutung der Sonderziehungsrechte und des Paritätensystems

Auszug aus dem Buch

2.1 Was ist der Internationale Währungsfonds (IWF) ?

Die Ursprünge des Fonds sind auf die große Depression der Weltwirtschaft in den dreißiger Jahren zurückzuführen. Es grassierte eine Massenarbeitslosigkeit, unzählige Banken gingen in Konkurs, die Sparguthaben wurden entwertet, ein Preisverfall von Gütern aller Art entstand aufgrund der stark rückläufigen Weltnachfrage.

Die Verwüstung beschränkte sich nicht nur auf die sichtbare Wirtschaft, sondern wirkte sich ebenso zerstörerisch in der unsichtbaren Welt des internationalen Finanz- und Währungssystems aus. Das Vertrauen in Geldwerte sank und man flüchtete sich in Goldwerte, was Länder wie Großbritannien (das seine Geldwährung an der Goldmenge definierte) in arge Schwierigkeiten brachte.

Es wurde Geld in Gold umgetauscht und Gold gehortet, wodurch die Währungsgeschäfte unter den Staaten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Weiter wurden Tauschgeschäfte (Ware gegen Ware, z.B. eine Lokomotive für 100 Tonnen Zucker) getätigt, und Staaten verkauften ihre Landeswährung unter dem realen Wert, um die heimischen Waren als besonders günstig darzustellen.

In dieser Zeit wurden mehrere internationale Konferenzen einberufen, zur Bekämpfung der Krise auf internationalem Parkett - sie alle endeten ergebnislos. Bis der britische Volkswirtschaftler John Maynard Keynes und der Amerikaner Harry Dexter White (amerikanischer Hauptbeauftragter für die Planung der Neuordnung der Weltwirtschaft und Berater des amerikanischen Finanzministers Henry Morgenthau) fast zur gleichen Zeit Vorschläge zur Einrichtung eines Systems bzw. einer Institution unterbreiteten (...), das nicht von gelegentlichen internationalen Tagungen, sondern von einer ständigen, auf Zusammenarbeit ausgerichteten Organisation überwacht werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen der Globalisierung auf die Weltbevölkerung und führt den IWF als eine der zentralen Institutionen zur Sicherung des internationalen Handels und Finanzsystems ein.

2 Der Internationale Währungsfonds (IWF): Dieses Kapitel erläutert die historische Entstehung, die genossenschaftsähnliche Struktur und die vielfältigen Instrumente des IWF zur Stabilisierung der Weltwirtschaft.

2.1 Was ist der Internationale Währungsfonds (IWF) ?: Der Abschnitt beschreibt die Ursprünge des Fonds in der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre und den Prozess der institutionellen Gründung durch Keynes und White.

2.2 Die Rolle des IWF in der Globalisierung: Hier wird die Bedeutung des IWF für die Förderung internationaler Zusammenarbeit, das Wachstum des Welthandels und die Stabilisierung von Wechselkursen dargelegt.

2.2.1 Die Quote: Dieses Unterkapitel erklärt die Festlegung der Quoten, die als Basis für die Einzahlungen, Stimmrechte und Kreditabrufmöglichkeiten der Mitgliedsländer dienen.

2.2.2 Das Paritätensystem: Der Abschnitt behandelt das historische System der Wechselkursfixierung und dessen Übergang zur freien Gestaltung der Kurse unter Aufsicht des IWF.

2.2.3 Die Sonderziehungsrechte (SZR): Hier wird die Einführung der künstlichen Werteinheit SZR als Reaktion auf den weltweiten Mangel an Währungsreserven erläutert.

2.2.4 Die Finanzhilfen: Dieser Teil beschreibt die verschiedenen Kreditfazilitäten und wirtschaftspolitischen Auflagen, an die der IWF seine Unterstützung bindet.

2.2.5 Überwachung und technische Hilfen: Der Abschnitt beleuchtet die Rolle des IWF bei der Beratung von Staaten beim Aufbau ihrer Finanzsysteme sowie die regelmäßige Überprüfung nationaler Wirtschaftspolitiken.

2.3 Kritik an den IWF: Das Kapitel adressiert die Kritik an mangelnder Rechenschaftspflicht, ideologischer Befangenheit und den problematischen Auswirkungen neoliberaler Standardlösungen auf Schwellenländer.

3 Epilog: Der Epilog resümiert die Notwendigkeit einer Reform des IWF, um der Globalisierung in Zukunft ein menschlicheres Antlitz zu verleihen.

Schlüsselwörter

Internationaler Währungsfonds, Globalisierung, Weltwirtschaft, Finanzhilfen, Sonderziehungsrechte, IWF, Währungspolitik, Wechselkurse, Wirtschaftsreformen, Entwicklungszusammenarbeit, Zahlungsbilanz, Weltbank, Neoliberalismus, Stabilität, Kapitalmärkte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) als zentrale Akteurin bei der Gestaltung und Überwachung der globalen Wirtschafts- und Währungspolitik.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die zentralen Themen sind die Entstehungsgeschichte des IWF, seine Finanzierungsinstrumente, die Überwachungsmechanismen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den wirtschaftspolitischen Auflagen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Einblicke in die Arbeitsweisen der IWF zu geben und kritisch zu hinterfragen, wie die Institution die globale Stabilität beeinflusst und welche Auswirkungen ihre Maßnahmen auf die Mitgliedsländer haben.

Welche methodische Herangehensweise wird verwendet?

Der Autor nutzt eine strukturierte Literaturanalyse, um die Rolle und die Kritik am IWF anhand theoretischer Grundlagen und praktischer Beispiele zu untersuchen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente (Quote, Paritätensystem, Sonderziehungsrechte, Finanzhilfen) und die anschließende kritische Analyse der Arbeitsweise.

Welche Keywords charakterisieren den Text am besten?

Wesentliche Begriffe sind Globalisierung, IWF, Finanzfazilitäten, neoliberale Politik, wirtschaftliche Stabilität und internationale Institutionen.

Warum spielt das System der "Quote" eine so wichtige Rolle im IWF?

Die Quote bestimmt die finanzielle Beteiligung eines Landes, das Stimmgewicht bei Entscheidungen sowie das Volumen an Mitteln, das ein Land in Krisenzeiten abrufen kann.

Welche Kritik übt der Autor an der Umsetzung der "Standardlösungen" durch den IWF?

Der Autor argumentiert – unter Berufung auf Joseph Stieglitz –, dass der IWF oft ungeeignete und ideologisch geprägte Konzepte verfolgt, ohne ausreichend auf die spezifischen Bedürfnisse und sozialen Folgen in den betroffenen Ländern Rücksicht zu nehmen.

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Details

Title
Der Internationale Währungsfonds (I W F)
College
University of Hamburg
Course
Grundkurs
Grade
gut
Author
Dipl.-Betriebswirt Volker Kleensang (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V40025
ISBN (eBook)
9783638386487
ISBN (Book)
9783638938303
Language
German
Tags
Internationale Währungsfonds Grundkurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Betriebswirt Volker Kleensang (Author), 2003, Der Internationale Währungsfonds (I W F), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40025
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