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Die Entstehung der Europäischen Gemeinschaften und ihre Reform durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza

Title: Die Entstehung der Europäischen Gemeinschaften und ihre Reform durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza

Seminar Paper , 2002 , 26 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Jürgen Isernhagen (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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In der Arbeit werden die Entstehung der Europäischen Gemeinschaften und ihre historische Entwicklung skizziert. Angesichts der mehr als 50-jährigen Geschichte beleuchtet die Darstellung einzelne Aspekte, die eine Antwort auf die Frage ermöglichen, ob durch das Primäre Gemeinschaftsrecht, also die Römischen Verträge und insbesondere ihre Reformen durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza ein institutioneller Rahmen geschaffen wurde, der eine tragfähige Basis für die Osterweiterung der Europäischen Union bietet und einen erfolgreichen Abschluss des Weges der Europäischen Integration ermöglicht.
Eingeleitet wurde der Prozess der Europäischen Integration insbesondere durch den Schuman-Plan. Die Ereignisse, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gründung der EG stehen, werden vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Interessenlagen verständlich, als da sind
1. Volkswirtschaftliche Bedürfnisse
2. Globale Sicherheitsinteressen
3. Furcht vor den Deutschen
4. Psychologische Interioritätsgefühle

Gemeinsame Ziele der Europäer erforderten jedoch von Beginn an nicht, dass sich die potenziellen Mitgliedsstaaten auf ein einheitliches Konzept einigten, um die Ziele zu erreichen. Zwei Organisationsprinzipien konkurrierten bereits bei der Gründung des Europarates, des ersten nationenübergreifenden Forums zur Umsetzung des Integrationsgedankens, am 5. Mai 1949 miteinander. Für die Gestaltung der europäischen Einheit: kamen die Organisation als Staatenbund und als Bundesstaat in Betracht. Aber wie in der Folgezeit häufiger feststellbar, hat dieser europäische Gegensatz auch eine fruchtbare Seite. Da es keine starre Festlegung auf ein einziges Modell für Europa gibt, kann der Einigungsprozess äußerst pragmatisch oder auch funktionalistisch , je nach gegebener Situation an völlig unterschiedlichen Materien der Politik ansetzen und von dort aus versuchen, Fortschritte zu erzielen.
An die Darstellung des historischen Hintergrundes, schließt sich die Beschreibung der Entstehung und der Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften bis zur Einheitlichen Europäische Akte an. Mit einem Überblick über die Reformen der Europäischen Union durch die Verträge Maastricht, Amsterdam und Nizza und einem ausführlichen Fazit schließt die Seminararbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und historischer Hintergrund

2 Entstehung der Europäischen Gemeinschaften

2.1 Schuman-Plan und EGKS

2.2 EVG und EPG

2.3 EWG und Euratom (Römische Verträge)

2.4 Fusionsvertrag

2.5 Krisen der EWG

3 Die Einheitliche Europäische Akte

4 Reformen der Europäischen Union

4.1 Exkurs: Umbruch im Osten und deutscher Einigungsprozess

4.2 Vertrag von Maastricht

4.3 Vertrag von Amsterdam

4.4 Vertrag von Nizza

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften sowie deren institutionelle Reformen durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza, um zu untersuchen, ob dieser Rahmen eine tragfähige Basis für die EU-Osterweiterung darstellt.

  • Historische Grundlagen der europäischen Integration
  • Die Entstehung und Krisen der Europäischen Gemeinschaften
  • Die Rolle der Einheitlichen Europäischen Akte für den Binnenmarkt
  • Vertragliche Reformschritte: Maastricht, Amsterdam und Nizza
  • Herausforderungen der Osterweiterung und institutionelle Anpassung

Auszug aus dem Buch

2.5 Krisen der EWG

Verschleppte oder versäumte Reformen tragen wesentlich zu den Krisenerfahrungen bei, mit denen sich die Gemeinschaft in ihrer Geschichte immer wieder konfrontiert sieht. Diese Krisenerfahrungen und Berge komplexer Probleme bringen jedoch früher oder später immer Reformanstrengungen der europäischen Partner in Gang, die der Europäischen Union schließlich ihre heutige Gestalt verleihen.

Eine erste zentrale Krisenerfahrung ist der Luxemburger Kompromiss des Jahres 1966. In der vertraglich vorgesehenen Übergangszeit sollen ab 1. Januar 1966 im Ministerrat Abstimmungen mit qualifizierter Mehrheit zu wichtigen Sachgebieten möglich werden. Diesen Übergang sucht Frankreich mit seiner »Politik des leeren Stuhles« zu verhindern, indem es an den Sitzungen der EWG-Gremien vom 1. Juli 1965 an nicht mehr teilnimmt. Im Luxemburger Kompromiss wird daraufhin am 27. Januar 1966 festgehalten, dass man in kontroversen Angelegenheiten den Konsens suchen soll. Falls es nicht gelingt, diesen Konsens herzustellen, geht Frankreich davon aus, dass das einzelne Mitglied eine Veto-Position besitzt, falls vitale Interessen berührt sind. In der Interpretationsgeschichte des Luxemburger Kompromisses gelingt es Frankreich, seine Sicht durchzusetzen, sodass danach faktisch für jedes EWG-Mitglied die Möglichkeit des Vetos besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und historischer Hintergrund: Dieses Kapitel skizziert die Motive für die europäische Einigung, wie wirtschaftliche Bedürfnisse und Sicherheitsinteressen, und führt in den Integrationsprozess ein.

2 Entstehung der Europäischen Gemeinschaften: Hier wird die Gründung der Montanunion sowie die weitere Entwicklung über Euratom, EWG und die Fusionsverträge beschrieben.

3 Die Einheitliche Europäische Akte: Das Kapitel behandelt den Versuch, durch eine neue Akte effizientere Entscheidungsstrukturen zu schaffen und den Binnenmarkt voranzutreiben.

4 Reformen der Europäischen Union: Dieses Kapitel analysiert die großen Vertragswerke (Maastricht, Amsterdam, Nizza) im Kontext der deutschen Einheit und der notwendigen Erweiterung der Union.

5 Fazit: Das Fazit bewertet die erzielten Fortschritte und diskutiert die Herausforderungen eines erweiterten Europas hinsichtlich institutioneller Handlungsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, EGKS, EWG, Vertrag von Maastricht, Vertrag von Amsterdam, Vertrag von Nizza, Europäische Union, Binnenmarkt, Währungsunion, Osterweiterung, Institutionelle Reformen, Supranationalität, Gemeinsame Außenpolitik, Integrationsprozess, Subsidiarität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung der Europäischen Gemeinschaften und die anschließenden Reformschritte, die zur heutigen Europäischen Union führten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören der Integrationsprozess, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Verträge sowie die Anpassung der Institutionen an Erweiterungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob der durch die Verträge geschaffene institutionelle Rahmen eine stabile Basis für die Osterweiterung der Union bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Primärquellen (Vertragstexten) und einschlägiger Fachliteratur.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Chronologie der europäischen Verträge und die spezifischen Krisenbewältigungen innerhalb der Gemeinschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Europäische Integration, Binnenmarkt, Währungsunion und die genannten Vertragswerke stehen im Mittelpunkt.

Was war der Kerninhalt des Luxemburger Kompromisses?

Der Kompromiss sicherte den Mitgliedstaaten faktisch eine Veto-Position bei vitale Interessen berührenden Fragen, wenn kein Konsens im Ministerrat erzielt werden konnte.

Welche Bedeutung kommt dem Vertrag von Nizza zu?

Der Vertrag von Nizza zielte darauf ab, die EU erweiterungsfähig zu machen, indem er die Größe der Kommission begrenzte und die Stimmgewichtung im Rat neu definierte.

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Details

Title
Die Entstehung der Europäischen Gemeinschaften und ihre Reform durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza
College
University of Applied Sciences Osnabrück
Course
Seminar Europäische Integration
Grade
bestanden
Author
Jürgen Isernhagen (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V40044
ISBN (eBook)
9783638386623
ISBN (Book)
9783638729437
Language
German
Tags
Entstehung Europäischen Gemeinschaften Reform Verträge Maastricht Amsterdam Nizza Seminar Europäische Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jürgen Isernhagen (Author), 2002, Die Entstehung der Europäischen Gemeinschaften und ihre Reform durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40044
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