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Von Dracula bis zu dem Ding aus dem Sumpf - Eine medienwissenschaftliche Betrachtung des Genre: Horrorfilm

Titel: Von Dracula bis zu dem Ding aus dem Sumpf - Eine medienwissenschaftliche Betrachtung des Genre: Horrorfilm

Hausarbeit , 2005 , 19 Seiten

Autor:in: Dirk Kuntze (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“Whenever you make a Horror Movie you have a great deal of fun. [...] It’s like a picnic.” John Carpenter

Das oben stehende Zitat John Carpenters lässt die Janusköpfigkeit des Genres erkennen. So spiegelt der Horrorfilm einerseits den unter den Zuschauern meist als einfachen Gruselstreifen konsumierten Unterhaltungsfilm, andererseits doch ebenso eine äußerst kunstvolle, spielerische Umgangsform mit existentiellen Themen des Menschen: Tod , Angst, Einsamkeit, Verwandlung, Glaube.

Diese Publikation untersucht das Genre Horrorfilm unter dem Licht einer “dialektischen Symbolik”.
Durch diese “Lichtsetzung“ zielt sie auf die kritische Hinterfragung vorherrschender Deutungsmuster und Assoziationen .Werden denn durch die filmische Darstellung der Teufelsaustreibung in “The Exorcist”(1973, William Friedkin) die Zuschauer dem teuflisch Schlechten näher gebracht? Oder stellt dieses Ritual nicht unmissverständlich den christlichen Wertekanon als Grundfeste der westlichen Zivilisation dar?

Können und werden nicht Symbole wie auch symbolische Handlungen immer unter dem vertrauten und legitimen Wissensstand entschlüsselt, um später in das Alltagswissen der Gesellschaft aufgenommen zu werden? Klassisch filmwissenschaftlich wird anhand des Einstellungsprotokolls nebst Einstellungsgrafik die filmtechnische Umsetzung der Spannungserzeugung untersucht und allgemein verständlich visualisiert.

Ein weiteres Ziel dieser Arbeit stellt die Suche nach den historischen Quellen dem Genre dar. Wie entstand der klassische Horrorfilm? Woher bezogen die ersten Regisseure ihre Ideen? Welche Themen wurden aufgegriffen und durch das neue Medium abgelichtet?

Da diese Fragen nur an einem fein differenzierten Untersuchungsgegenstand zu klären seien werden, ist eine vorangestellte Definition, oder realistischer, ein Definitionsversuch unerlässlich. Was ist Horrorfilm? Was sind die Kennzeichen des Genres? Gibt es einen zeitlich bedingten Wandlungsprozess innerhalb des Genres? Noch eine Anmerkung zur Verwendung von Filmtiteln. Sämtliche Filme werden nur in den Originaltiteln erwähnt. Dies soll zur Überschaubarkeit der Arbeit beitragen und Fehleinschätzungen auf Grund der oft unzutreffenden deutschen Titelübersetzungen vorbeugen.

[c] Dirk Kuntze

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. GESCHICHTLICHER ABRISS

1.1 Literarische Wurzeln

1.2 Europäische Mythen als Ursprung

2. DEFINITIONSANSÄTZE

2.1 Das Genre Horrorfilm

2.2 Die Subgenres

3. DIE BEDROHUNG AUS DEM OFF

3.1 Warum wir uns fürchten

3.2 Wie erzeugt man Spannung

4. HORRORFILM ALS GESELLSCHAFTLICHER LEGITIMATOR

4.1 Konstruktion oder Dekonstruktion

RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Genre Horrorfilm unter dem Gesichtspunkt der dialektischen Symbolik zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie filmische Mittel, historische Quellen und gesellschaftliche Deutungsmuster dazu beitragen, das Genre sowohl als Unterhaltungsform als auch als Reflexionsfläche für existenzielle menschliche Ängste zu legitimieren.

  • Historische Herleitung des Horrorfilms aus literarischen und mythischen Quellen
  • Kritische Analyse von Definitionsansätzen und Subgenre-Segmentierungen
  • Untersuchung der filmtechnischen Spannungserzeugung („Bedrohung aus dem Off“)
  • Reflexion des Horrorfilms als Medium zur Aushandlung gesellschaftlicher Werte

Auszug aus dem Buch

3.1 Warum wir uns fürchten (die filmischen Mittel )

Wie werden durch filmische Mittel Gefühle, in diesem Fall. Entsetzen, Schrecken, Abscheu ausgelöst? Wieso empfinden wir eben diese Gefühle während wir einen Horrorfilm sehen ?

Eine der menschlichen Urängste ist die Angst vor dem Unbekannten, der Dunkelheit, dem Unsichtbaren. Durch das bewusste Aufzeigen eben dieser unbekannten Räume entfalten die Filme des Genres ihre Wirkung auf den Zuschauer.

Entsetzen empfinden wir gegenüber dem Bedrohlichen dem Unnatürlichen. So wird das “Böse” allein durch seine Darstellung aus unnatürlichen und dadurch bedrohlich wirkenden Kameraperspektiven als grusellich inszeniert. Beispielhaft der Kamerablick durch die Augen des sich anschleichenden “Monsters”, in Froschperspektive und mit entfesselter Kamera, oder der Blick des am Boden liegenden Opfers hinauf zu dem “Monster“. Diese Charakterisierung wird durch die Lichtsetzung weitergeführt. Figuren erscheinen durch Unterlicht unheimliche und bedrohlich.

Schrecken kann nur durch das Erscheinen etwas zuvor abwesenden entstehen. Indem die Bedrohung erst im Laufe des Film zu erkennen gegeben wird, erhält der Film das Unbekannte/Unsichtbare als Quell der Angst. Aus eben diesem Unsichtbarem, zwischen abgebildeter Realität im Kader (Bildschirm) und dem angedeuteten, durch außerhalb des Kaders motivierten akustischen Reizen, erschaffenen auditiven Raum heraus “lauert” das Gefürchtete, der Horror, das Gruselige.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Janusköpfigkeit des Horrorfilms zwischen einfachem Unterhaltungsstreifen und kunstvoller Auseinandersetzung mit existenziellen Themen wie Tod und Angst.

1. GESCHICHTLICHER ABRISS: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge des Horrorfilms von der literarischen Gothic Novel über das Theater bis hin zu den expressionistischen deutschen Stummfilmen nach.

2. DEFINITIONSANSÄTZE: Hier werden Schwierigkeiten bei der Definition des Genres diskutiert und verschiedene Segmentierungsmodelle in Subgenres vorgestellt.

3. DIE BEDROHUNG AUS DEM OFF: Dieses Kapitel analysiert filmische Strategien zur Erzeugung von Furcht und Spannung, insbesondere die Wirkung des Unsichtbaren und auditiver Reize.

4. HORRORFILM ALS GESELLSCHAFTLICHER LEGITIMATOR: Der Autor untersucht, inwiefern der Horrorfilm christliche Werte und gesellschaftliche Grundfesten durch die Inszenierung des Kampfes zwischen Gut und Böse konstruiert oder legitimiert.

RESÜMEE: Das Resümee fasst die Vielseitigkeit des Genres zusammen und betont dessen Bedeutung als Medium zur Bewältigung verdrängter gesellschaftlicher Themen.

Schlüsselwörter

Horrorfilm, dialektische Symbolik, Filmgeschichte, Gothic Novel, Spannungserzeugung, Bedrohung aus dem Off, gesellschaftliche Werte, Definition, Subgenres, Exorzismus, Identifikation, medienwissenschaftliche Analyse, Genrekino.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Genre Horrorfilm hinsichtlich seiner filmischen Mittel, seiner historischen Wurzeln und seiner Funktion als Spiegel gesellschaftlicher Werte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die literarische Herkunft des Horrors, die Klassifizierung in Subgenres sowie die psychologische Wirkung auf den Zuschauer.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das Genre Horrorfilm trotz des Vorwurfs der Zweitklassigkeit existenzielle menschliche Themen bearbeitet und gesellschaftliche Wertesysteme legitimiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt filmwissenschaftliche Instrumente, darunter die Frequenzanalyse von Einstellungsprotokollen sowie hermeneutische Interpretationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Diskussion von Definitionsschwierigkeiten, die Technik der Spannungserzeugung und die Untersuchung der moralischen Dimension des Horrors.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die dialektische Symbolik, die Bedrohung aus dem Off, die Bedeutung der Gothic Novel und die Rolle des Monsters als "Quell des Horrors".

Wie unterscheidet der Autor zwischen den "klassischen" und "modernen" Variationen des Horrors?

Der Autor ordnet klassische Urtypen wie den Vampirfilm oder Frankenstein den frühen Wurzeln zu, während moderne Variationen wie Slasher-Filme oder das "Gross-out"-Konzept stärker auf die direkte Wirkung und das Publikum abzielen.

Welche Rolle spielt der Film „The Exorcist“ in der Argumentation des Autors?

Der Autor verwendet „The Exorcist“ als Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie der Horrorfilm christliche Symbole und Werte im Kampf gegen das Böse als zivilisatorisches Bollwerk legitimieren kann.

Warum betont der Autor die Bedeutung der „Bedrohung aus dem Off“?

Die Bedrohung aus dem Off nutzt die menschliche Urangst vor dem Unbekannten und Unsichtbaren, was laut Autor effektiver ist als eine direkte visuelle Konfrontation mit dem Monster.

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Details

Titel
Von Dracula bis zu dem Ding aus dem Sumpf - Eine medienwissenschaftliche Betrachtung des Genre: Horrorfilm
Hochschule
Universität Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Einf. in die Film und Fehrnsehanalyse
Autor
Dirk Kuntze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V40055
ISBN (eBook)
9783638386692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dracula Ding Sumpf Eine Betrachtung Genre Horrorfilm Einf Film Fehrnsehanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Kuntze (Autor:in), 2005, Von Dracula bis zu dem Ding aus dem Sumpf - Eine medienwissenschaftliche Betrachtung des Genre: Horrorfilm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40055
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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