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Kriegsberichterstattung und der Embedded Journalist

Title: Kriegsberichterstattung und der Embedded Journalist

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Diplom Journalistin Univ. Ariane Schleipfer (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Summary Excerpt Details

Die Berichterstattung aus einem Krisengebiet ist zumeist eine sehr heikle Aufgabe, da der Journalismus in einem Krieg nicht selten der Zensur der jeweiligen Kriegspartei unterworfen ist. Lediglich die Daten und Fakten dürfen an die Öffentlichkeit gelangen, welche zuvor einer Kontrolle und Genehmigung der jeweiligen Kriegsseite, unterzogen worden sind. Allgemein wird dies auch mit dem Begriff „Kriegspropaganda“ umschrieben. Aufgrund ihrer negativen Assoziation vermeiden selbstverständlich beide Kriegsparteien diese Bezeichnung tunlichst. Die Kriegsberichterstattung dient auf der einen Seite dazu, die eigene Bevölkerung mit zensierten Informationen gezielt zu beeinflussen, auf der anderen Seite soll aber auch die Weltöffentlichkeit informiert werden. Die Schwierigkeit für den Journalisten liegt darin, abzuwägen, welche Informationen er veröffentlicht und welche er für sich behält. Die Kriegsberichterstattung hat aber nicht nur eine große Verantwortung der Öffentlichkeit gegenüber, sondern hat auch zur Aufgaben, dem Leser beziehungsweise dem Zuschauer ein genaues Bild über die Lage in einem Konfliktgebiet zu geben. Die Berichterstattung aus einem Kriegsgebiet soll ein möglichst objektives Bild des Geschehens aufzeigen, da die Öffentlichkeit über den genauen Verlauf des Krieges mit allen Truppenbewegungen, Zielen der Kriegsparteien, Strategien und natürlich auch Folgen des Krieges aufgeklärt werden will. Die Aufgabe der Kriegsberichterstattung erstreckt sich aber auch auf Hintergrundinformationen zu einer Krise. Dabei sollen Analysen zu Ursachen und Auslösern eines Krieges aufgezeigt, Probleme und Problemlösungen diskutiert werden. Des Weiteren sind aber auch die Folgen eines Konfliktes in der Berichterstattung zu erörtern, sowie die Abwägungen der Verhältnismäßigkeit des Krieges. All diese genanten Punkte sollten immer auf einer objektiven Basis der Berichterstattung stehen. Den Medien kommt aufgrund ihrer Berichterstattung aber auch die Aufgabe zuteil, die Verständigung zwischen den Konfliktparteien anzutreiben. Nicht nur Abwägungen bezüglich der Notwendigkeit eines Krieges sind von Bedeutung, sondern auch die gegensätzlichen Interessen und möglichen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Entwicklung

2.1 Peloponnesischer Krieg

2.2 Vietnam Krieg

2.3 Irak Krieg 1991

2.4 Irak Krieg 2003 und die „embedded Journalists“

3. Irak Krieg 2003 - Veränderte Rahmenbedingungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die ethischen sowie journalistischen Auswirkungen der Kriegsberichterstattung, wobei ein besonderer Fokus auf dem Phänomen der sogenannten „embedded Journalists“ im Irak-Krieg 2003 liegt. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich mit der Herausforderung, objektive Berichterstattung in einem Umfeld zu leisten, das durch militärische Kontrolle, Zensur und die emotionale Bindung zwischen Journalisten und den von ihnen begleiteten Truppen geprägt ist.

  • Historische Entwicklung der Kriegsberichterstattung von der Antike bis zum 21. Jahrhundert
  • Die Rolle der Massenmedien und die Macht der Fernsehbilder in Konfliktsituationen
  • Mechanismen der militärischen Medienkontrolle und die Einführung von „Embedded Journalism“
  • Veränderte Rahmenbedingungen und globale Wettbewerbssituationen in der Berichterstattung
  • Ethische Dilemmata und das Spannungsfeld zwischen militärischem Schutz und journalistischer Distanz

Auszug aus dem Buch

2.4 Irak Krieg 2003 und die „embedded Journalists“

Um die schlechte Kritik des letzten Golfkrieges von sich zu weisen und eine scheinbar objektive Berichterstattung möglich zu machen, ließ die amerikanische Regierung im Irak Krieg 2003 die so genannten „embedded Journalists“ zu. Der „embedded Journalist“ ist ein ausgewählter Medienberichterstatter, der in den Fronteinheiten einer Armee integriert ist und unter deren Schutz direkt von den Kampfhandlungen berichtet.

”Embedded journalists are reporters who accompany a specific military unit during their wartime assignment and report on what they see and observe while with that unit. This type of news reporting is an exciting change for war journalism, as it provides unprecedented access to actual battles, successes, failures, and soldiers and often, the enemy. But at the same time, the practice of embedding journalists in the troops spawns a new set of ethical problems and dilemmas that will plague reporters, editors, and networks.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle und Verantwortung von Journalisten in Kriegsgebieten, die häufig Zensur und propagandistischen Zwängen unterworfen sind.

2. Geschichtliche Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Evolution der Kriegsberichterstattung nach, von den frühen Augenzeugenberichten des Thukydides bis hin zur Live-Berichterstattung moderner Kriege wie Vietnam und dem Golfkrieg 1991.

3. Irak Krieg 2003 - Veränderte Rahmenbedingungen: Der Abschnitt analysiert, wie der Wegfall internationaler Koalitionen und der Wettbewerb mit arabischen Sendern die Informationsstrategien der USA veränderten.

4. Fazit: Das Fazit zieht eine kritische Bilanz über das „Embedding“ und fragt, ob dieser journalistische Ansatz ein notwendiger Kompromiss oder eine Gefahr für die Objektivität bleibt.

Schlüsselwörter

Kriegsberichterstattung, Embedded Journalist, Journalismus, Zensur, Golfkrieg, Vietnamkrieg, Massenmedien, Propaganda, Irak-Krieg 2003, Objektivität, Medienethik, militärische Kontrolle, Fernsehbilder, Feindbilder, Informationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Kriegsberichterstattung und der Rolle von Medien in Konflikten, wobei die Praktiken der US-Regierung bei der Medienlenkung analysiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die historische Entwicklung der Kriegsberichterstattung, die Instrumentalisierung der Medien durch Regierungen und die spezifischen Herausforderungen des „Embedded Journalism“.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie eingebettete Journalisten zwischen dem Anspruch auf Objektivität und der Realität militärischer Kontrolle sowie persönlicher Gefahren agieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literatur- und Quellenrecherche, die historische Ereignisse und journalistische Prinzipien gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Kriegsberichterstattung vom Peloponnesischen Krieg bis zum Irak-Krieg sowie eine detaillierte Untersuchung der „Embedded“-Strategie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kriegsberichterstattung, Embedded Journalist, Zensur, Medienethik und militärische Medienkontrolle sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Welche Rolle spielt der 50-Punkte-Plan laut der Arbeit?

Der 50-Punkte-Plan diente als striktes Regelwerk der US-Regierung, das eingebettete Journalisten unter anderem zur ärztlichen Untersuchung verpflichtete und die Berichterstattung über sensible militärische Aktionen massiv einschränkte.

Warum wird das "Embedding" als kontrovers diskutiert?

Es wird kontrovers debattiert, da einerseits ein Zugang zu Kampfzonen ermöglicht wird, andererseits jedoch eine Gefahr der emotionalen Bindung an die Truppe und der unbewussten Übernahme propagandistischer Sichtweisen besteht.

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Details

Title
Kriegsberichterstattung und der Embedded Journalist
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Pathologie des Journalismus
Grade
1
Author
Diplom Journalistin Univ. Ariane Schleipfer (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V40061
ISBN (eBook)
9783638386722
ISBN (Book)
9783638789646
Language
German
Tags
Kriegsberichterstattung Embedded Journalist Pathologie Journalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Journalistin Univ. Ariane Schleipfer (Author), 2004, Kriegsberichterstattung und der Embedded Journalist, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40061
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