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Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Il Gattopardo - Die Frauen in "Il Gattopardo"

Title: Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Il Gattopardo - Die Frauen in "Il Gattopardo"

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susann Karstädt (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Summary Excerpt Details

In einem Roman, der zu einer Zeit spielt, in der die Gesellschaft durch die Männer geprägt wird, liegt die Vermutung nahe, dass der Autor sich bei seinen Beschreibungen auch hauptsächlich auf die Männer konzentriert. Wenn der Autor des Romans versucht, die Lebensverhältnisse im Italien des 19. Jahrhunderts wiederzuspiegeln und dann auch noch aus dem Blickwinkel der sozialen Schicht, der er selbst entstammt, zeigt das vor allem wie ausführlich er sich mit der Gesellschaft, all ihren sozialen Klassen und ihrem Miteinander auseinander gesetzt hat. Giuseppe Tomasi di Lampedusa ist es geglückt, mit seinem Roman „Il Gattopardo“ einen sozial kritischen Roman zu schreiben, der sich nicht nur mit den Männern beschäftigt, sondern sich auch mit dem Schicksal der Frauen zu der damaligen Zeit auseinander setzt. Ich werde zunächst die Frauen, wie sie in „Il Gattopardo“ beschrieben werden, im Allgemeinen charakterisieren. Anschließend werde ich versuchen, den Kontrast zwischen Angelica und Concetta und dem, was diese beiden Frauen verkörpern sollen, herauszuarbeiten. Danach werde ich auf die Mütter der beiden, Maria Stella und Donna Bastiana, genauer eingehen, um ihre Stellung in der sizilianischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zu diskutieren. Anschließend werde ich auch die Frauenfiguren im Umfeld Pater Pirrones bearbeiten. Ziel meiner Hausarbeit ist es, die hier dargestellten Schicksale einzelner Frauen mit Blick auf ihre unterschiedliche soziale und gesellschaftliche Position zu untersuchen und ansatzweise darzustellen, in wie fern Giuseppe Tomasi di Lampedusa hier eigene Ansichten und Meinungen mit einfließen lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemein

3. Angelica

4. Concetta

5. Maria Stella

6. Donna Bastiana

7. Die Familie des Paters Pirrone

8. Der Tod als Frau

9. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Schicksal und die gesellschaftliche Stellung einzelner Frauenfiguren in Giuseppe Tomasi di Lampedusas Roman „Il Gattopardo“ vor dem Hintergrund der sizilianischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und analysiert, inwiefern der Autor dabei eigene Ansichten einfließen lässt.

  • Analyse der Eva-Maria-Konstellation in der Darstellung weiblicher Figuren
  • Untersuchung der Unterdrückung und Abhängigkeit von Frauen in verschiedenen sozialen Schichten
  • Kontrastierung von Charakteren wie Angelica und Concetta
  • Darstellung der Ehe als patriachales Instrument und finanzielles Geschäft
  • Literarische und symbolische Bedeutung des Todes als weibliche Figur

Auszug aus dem Buch

3. Angelica

Sie ist eine der beiden wichtigen Frauenfiguren in „Il Gattopardo“ und verkörpert die sinnliche und verführerische, gleichzeitig aber auch jungfräuliche Seite einer jungen Frau. Sie wird als groß und gut gewachsen bezeichnet und hat dunkle, leicht gewellte Haare. Sie hat zarte milchweiße Haut, einen kindlichen Mund und grüne Augen: „[...] gli occhi verdi albeggiavano, immoti come quelli delle statue e, com’essi, un po’ crudeli.“

An dieser Beschreibung ihrer Person wird bereits die Vielschichtigkeit Angelicas deutlich. Sie ist fast noch ein Kind, Männer sehen sie aber schon als Frau und erkennen ihre sexuellen Reize. Auch sie ist sich ihrer Reize schon bewusst und weiß, sie für ihre Zwecke zu nutzen. Wohl deshalb wird sie vom Autor als ein wenig grausam beschrieben. Angelica beflügelt erotische Männerphantasien, und auf sie werden männliche Begierden projiziert. Sie ist die Verkörperung sizilianischer Sinnlichkeit und wird deshalb von Don Ciccio wie folgt beschrieben: „[...] le sue lenzuola devono avere il profumo del paradiso!“

Immer wieder benutzt der Autor jedoch die mehrdeutige Darstellungsweise und setzt als Gegensatz zu Angelicas lieblichem Aussehen ihre Gefährlichkeit und Bedrohlichkeit. Er vergleicht sie beispielsweise mit einem jungen Wolf: „Angelica, ancora appogiata, rideva, mostrando tutti i suoi denti di lupatta.“ Sie ist pericolosamente gradevole da guardare und besitzt eine bedrohliche Schönheit, eine minacciosa bellezza.

Angelica erkennt ihre Chance für den sozialen Aufstieg und nutzt diese sofort. Als Alleinerbin von Don Calogeros Vermögen, das er sich unter anderem durch verzinste Darlehen verdient hat, setzt sie sich als Ziel, in den Adel einzuheiraten. Sie ist sich dabei durchaus bewusst, dass ihr ihr Aussehen, vor allem aber ihr Geld von großem Nutzen sein werden. Für sie zählt besonders die Herkunft eines Mannes, erst danach kommt die Liebe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die weiblichen Schicksale in „Il Gattopardo“ unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen sozialen Position zu untersuchen.

2. Allgemein: Es wird die patriarchale Struktur der sizilianischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert beschrieben, in der Frauen nahezu aller Schichten den Männern unterworfen waren.

3. Angelica: Die Figur Angelica wird als ambivalente Verkörperung von Sinnlichkeit und Gefährlichkeit analysiert, die ihren sozialen Aufstieg gezielt vorantreibt.

4. Concetta: Dieses Kapitel beleuchtet die unterwürfige, aber stolze Concetta, die an den gesellschaftlichen Konventionen und ihrem unglücklichen Wunsch, Tancredi zu heiraten, scheitert.

5. Maria Stella: Die Ehefrau des Fürsten wird als Beispiel für die durch Geburten und patriarchale Unterdrückung gezeichnete Adelsfrau dargestellt.

6. Donna Bastiana: Hier wird das Leben von Donna Bastiana analysiert, die als bloßes „Objekt“ ihres Ehemannes Don Calogero beschrieben wird.

7. Die Familie des Paters Pirrone: Anhand der Familie Pirrone werden die eingeschränkten Lebensbedingungen und die Witwentrauer in den unteren sozialen Schichten verdeutlicht.

8. Der Tod als Frau: Die Interpretation des Todes als weibliche Figur in den Halluzinationen des sterbenden Fürsten wird thematisiert.

9. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Lampedusa ein realistisches Bild der Unterdrückung von Frauen zeichnet und das patriarchale System kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Il Gattopardo, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Frauenbild, Sizilien, 19. Jahrhundert, Patriarchat, Angelica, Concetta, Maria Stella, Donna Bastiana, soziale Schichten, Unterdrückung, Ehe, Eva-Maria-Konstellation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und das Schicksal weiblicher Figuren im Roman „Il Gattopardo“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die patriarchale Unterdrückung, der soziale Status von Frauen, arrangierte Ehen und das traditionelle Frauenbild im Sizilien des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Schicksale einzelner Frauenfiguren hinsichtlich ihrer sozialen Position zu untersuchen und darzustellen, wie der Autor seine eigene Haltung dazu einfließen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text auf Basis der Charakterisierungen und der sozio-historischen Kontexte des Romans untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Frauenfiguren wie Angelica, Concetta, Maria Stella und Donna Bastiana sowie die Verhältnisse in der Familie von Pater Pirrone.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Patriarchat, Unterdrückung, soziale Schichten und die Eva-Maria-Konstellation sind zentral für die Arbeit.

Welche Rolle spielt die „Eva-Maria-Konstellation“ für die Autorin?

Sie dient als Analyseinstrument, um die Einstufung der Frauenfiguren in bestimmte Konzepte wie Verführerin (Eva) oder religiös-tugendhafte Ehefrau (Maria) zu verdeutlichen.

Warum endet Concetta als alte Jungfer?

Ihr Stolz und ihr Eigensinn führen dazu, dass sie Heiratskandidaten ablehnt und sich schließlich in religiöse Fanatik flüchtet, nachdem sie ihre Chance auf eine erfüllte Ehe verpasst hat.

Wie wird der Tod im Roman symbolisiert?

Der Tod erscheint dem sterbenden Fürsten als junge Frau, was einerseits mit seinen Wünschen nach Jugend und Sexualität und andererseits mit der psychologischen Nähe von Liebe und Tod verknüpft wird.

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Details

Title
Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Il Gattopardo - Die Frauen in "Il Gattopardo"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Romanisches Seminar)
Course
Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Il Gattopardo
Grade
1,0
Author
Susann Karstädt (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V40074
ISBN (eBook)
9783638386784
Language
German
Tags
Giuseppe Tomasi Lampedusa Gattopardo Frauen Gattopardo Giuseppe Tomasi Lampedusa Gattopardo
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Karstädt (Author), 2004, Giuseppe Tomasi di Lampedusa: Il Gattopardo - Die Frauen in "Il Gattopardo", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40074
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