Employee Relationship Management (ERM) ist die Pflege von Mitarbeiterbeziehungen und beinhaltet die Führung von Mitarbeitern, sowie alle verwandten Aspekte, welche die Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter betreffen. Heute wird ERM zumeist mit den Softwareprodukten verbunden, die diesen Namen tragen. Versteht man ERM jedoch als allgemeine Umschreibung für den Umgang mit Mitarbeitern, so ist dieses wesentlich älter und grundlegender, als das Wort zunächst suggeriert und sollte von daher nicht vollständig auf den Anteil der IT-Unterstützung eingeschränkt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist ERM?
1.1. Begriffe
1.2. Abgrenzung zu anderen Managementansätzen
2. Mitarbeiterführung
2.1. Historische Entwicklung der Führungsansätze
2.1.1. Taylorismus
2.1.2. Human-Relations-Bewegung
2.1.3. Humanistische Ansätze
2.2. Führungsstile und Auswirkungen
2.2.1. Autoritärer Stil
2.2.2. Kooperativer Stil
2.2.3. Laissez-faire Stil
3. Möglichkeit und Notwendigkeit der IT-Unterstützung
3.1. Warum IT-Unterstützung sinnvoll ist
3.2. Vorteile und ROI von IT-Unterstützung
4. Funktionale Architektur des IT-Unterstützten ERM
4.1. Mitarbeiter Portal
4.2. Personalwesen
4.3. Verwaltungsprozesse
4.4. Betriebliche Kommunikation
5. ERM-Lösungen in der Praxis
5.1. Siebel Systems
5.2. SAP
5.3. Best-of-Breed Anbieter
6. Grenzen der IT-Unterstützung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Employee Relationship Management (ERM) als Konzept zur Mitarbeiterbindung und analysiert, wie moderne Informationstechnologien zur effizienten Gestaltung dieser Beziehungen beitragen können, ohne dabei den menschlichen Faktor zu vernachlässigen.
- Historische Entwicklung betrieblicher Führungsansätze (vom Taylorismus bis zur humanistischen Psychologie)
- Notwendigkeit und ökonomischer Nutzen (ROI) der IT-Unterstützung im Personalbereich
- Funktionale Architektur und Implementierungsmöglichkeiten von ERM-Lösungen
- Vergleich verschiedener Marktanbieter (Siebel, SAP, Best-of-Breed)
- Kritische Reflexion der Grenzen IT-gestützter Managementansätze
Auszug aus dem Buch
1.1. Begriffe
Employee Relationship Management (nachfolgend ERM) ist die Pflege von Mitarbeiterbeziehung und beinhaltet die Führung von Mitarbeitern, sowie alle verwandten Aspekte, welche die Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter betreffen. Heute wird ERM zumeist mit den Softwareprodukten verbunden, die diesen Namen tragen. Versteht man ERM jedoch als allgemeine Umschreibung für den Umgang mit Mitarbeitern, so ist dieses wesentlich älter und grundlegender, als das Wort zunächst suggeriert und sollte von daher nicht auf den Anteil der IT-Unterstützung eingeschränkt werden. Die Beziehungen zu Mitarbeitern und der Umgang damit sind so alt wie die Idee eines Mitarbeiters selbst. Aus diesem Grund soll auch im folgenden Kapitel die historische Entwicklung von Mitarbeiterbeziehungen (vor der Einführung von IT-Unterstützung) näher betrachtet werden, um diesem Umstand gerecht zu werden.
Der tatsächliche Begriff ERM taucht jedoch vermutlich zum ersten Mal Ende der 1990er Jahre auf, als die „Edify Corporation“ den Ausdruck benutzt, um ihre Plattform zur Mitarbeiterselbstbedienung zu beschreiben (die Plattform wurde dann 1999 an Workscape verkauft). Erst Anfang 2001 wurde ERM dann zu einem festen Begriff in der Softwareindustrie. Als dann schließlich im April 2001 die Firma Siebel ihr ERM-Produkt ankündigt, konkretisiert sich auch das Konzept hinter dem Wort, das zum ersten Mal von einem großen Anbieter aufgegriffen wird. Bis dahin wurden Softwareprodukte mit dem Thema Mitarbeiter zum Inhalt dem eher schwammigen Sammelbegriff B2E (Business-to-Employee) zugeordnet, hinter dem sich allerdings kein durchgängiger Gedanke oder ein Konzept erkennen ließ.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was ist ERM?: Einführung in den Begriff ERM, seine historische Einordnung und Abgrenzung zu anderen Managementansätzen wie CRM.
2. Mitarbeiterführung: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung von Führungsstilen vom Taylorismus über die Human-Relations-Bewegung bis hin zu humanistischen Ansätzen.
3. Möglichkeit und Notwendigkeit der IT-Unterstützung: Analyse der Gründe für den Einsatz von IT im Personalwesen sowie Diskussion über Nutzen und ROI von ERM-Investitionen.
4. Funktionale Architektur des IT-Unterstützten ERM: Vorstellung der technischen Komponenten eines ERM-Systems, von Portalen und Selbstbedienungstools bis hin zur Systemintegration.
5. ERM-Lösungen in der Praxis: Gegenüberstellung der Lösungsansätze großer Anbieter wie Siebel und SAP sowie der Methodik spezialisierter "Best-of-Breed"-Anbieter.
6. Grenzen der IT-Unterstützung: Kritische Auseinandersetzung mit der Reichweite technologischer Lösungen und der Bedeutung zwischenmenschlicher Faktoren bei der Mitarbeiterbindung.
Schlüsselwörter
Employee Relationship Management, ERM, Mitarbeiterführung, IT-Unterstützung, Mitarbeiterportal, Personalwesen, ROI, Human Resources, Selbstbedienung, Taylorismus, Human-Relations-Bewegung, Strategieumsetzung, Best-of-Breed, Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Employee Relationship Management (ERM) als Managementansatz zur Pflege von Mitarbeiterbeziehungen und untersucht die Rolle der IT-Unterstützung dabei.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Führungsstilen, der funktionalen Architektur von IT-gestützten Mitarbeiterportalen, der ökonomischen Bewertung dieser Investitionen sowie den Marktansätzen von Softwareanbietern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für ERM als strategisches Konzept zu schaffen, das über die reine Software-Implementierung hinausgeht, und die Potenziale sowie Grenzen technischer Lösungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf Literaturrecherche, der Analyse existierender Managementkonzepte und dem Vergleich aktueller Softwarelösungen in der Praxis basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Führung, die Begründung für IT-Investitionen, den Aufbau funktionaler Architekturen und die Vorstellung spezifischer Marktlösungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Employee Relationship Management, Mitarbeiterbindung, ROI, IT-gestützte Personalwirtschaft und die Abgrenzung von CRM-Systemen.
Was besagt die "Maslow’sche Pyramide" im Kontext der Arbeit?
Sie dient als humanistische Grundlage, um Mitarbeiterbedürfnisse zu verstehen und zu kategorisieren, damit das Management diese gezielt durch ERM-Maßnahmen fördern kann.
Warum betont der Autor die Grenzen der IT-Unterstützung?
Der Autor möchte verdeutlichen, dass Technologie zwar Prozesse effizienter macht, aber keine zwischenmenschlichen Beziehungen oder Führungsgeschick ersetzen kann, insbesondere wenn es um das komplexe Phänomen der "inneren Kündigung" geht.
Welche Rolle spielt der ROPI-Ansatz?
Der ROPI (Return on Portal Investment) ist ein Verfahren, das speziell für Mitarbeiterportale entwickelt wurde, um neben quantitativen auch qualitative Aspekte wie Mitarbeiterzufriedenheit in die Rentabilitätsrechnung einzubeziehen.
- Quote paper
- Sebastian Rüll (Author), 2005, Employee Relationship Management - eine kurze Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40160