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Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen in Transformationsländern

Eine Fallstudie: die Volkswagen AG in Polen

Title: Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen in Transformationsländern

Diploma Thesis , 2004 , 43 Pages , Grade: 2

Autor:in: Michael A. Braun (Author)

Economics - Case Scenarios
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Summary Excerpt Details

Der Zusammenbruch des Kommunismus hat eine dramatische Veränderung in den Gesellschaften
Mittel- und Osteuropas1 eingeleitet. So hat die Transformation von einem
ehemals planwirtschaftlich zu einem nun marktwirtschaftlich orientieren System die
Öffnung früher stark abgeschotteter Märkte herbeigeführt.
Westeuropäische Unternehmen haben damit ebenso die Möglichkeit einer günstigen
Produktion ‚vor der Haustüre’, wie z.B. die USA oder auch Japan. Allerdings bedeutet
die Integration Mittel- und Osteuropas nicht nur lediglich die Erweiterung des bisherigen
Markts. Stattdessen wurde durch den ‚Fall des Eisernen Vorhangs’ in vielen Unternehmen
eine komplette Umstrukturierung des Produktionsprozess’ angestoßen. Man
könnte auch sagen, es wurde eine doppelte Veränderung eingeleitet: Im Osten die
Transformation und im Westen konkurrenzbedingte strukturelle Veränderungen.
Aus diesem Grund stehen die Unternehmen nun vor der Frage, wie sie reagieren sollen
bzw. wie man von den Veränderungen am besten profitiert. Zur Nutzung der neuen
Märkte2 gibt es verschiedene Möglichkeiten: So können Exporte oder Lizenzvereinbarungen
mit lokalen Herstellern neue Absatzmärkte erschließen. Ferner ist es möglich,
strategische Allianzen zu ‚schmieden’. Aber aus verschiedenen Gründen stellen gerade
Direktinvestitionen einen gangbaren Weg nach Mittel- und Osteuropa dar. Diese Hausarbeit befasst wesentlich mit den Gründen für Direktinvestitionen. Dabei
wird versucht, das Thema durch drei Eingrenzungen klarer darzustellen: Zum einen
werden nur Transformationsländer betrachtet, ferner konzentriert sich die Arbeit speziell
auf den EU-Beitrittskandidaten Polen und letztlich wird versucht, die Investitionsentscheidung
der Volkswagen AG auf Basis eines bekannten Erklärungsansatzes nachzuvollziehen.
Demzufolge werden Fragen wie z.B. (1) Warum investieren Unternehmen
grundsätzlich im Ausland? bzw. (2) Warum hat gerade Polen Direktinvestitionen angezogen?
oder (3) In welchem Ausmaß bewegen sich die Investitionen? gestellt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Gegenstand und Gang der Untersuchung

2 Grundlagen

2.1 Transformation

2.2 Direktinvestitionen und multinationale Unternehmen

2.3 Ownership, location and internalisation (Eklektisches Paradigma)

2.4 Moderne Ansätze zu Direktinvestitionen

2.5 Zusammenfassung des theoretischen Teils

3 Investitionsland Polen

3.1 Hintergrund

3.2 Motivation für Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa

3.3 Direktinvestitionsklima seit Beginn der Transformation

3.4 Zusammenfassung der Investitionsbedingungen

4 Eine Fallstudie: Engagement der Volkswagen AG in Polen

4.1 Weltweit aufgestelltes Unternehmen

4.2 Die Automobilindustrie als Vorreiter

4.3 Grundzüge der allgemeinen Standortbewertung

4.4 Bestimmungsgründe für Polen - Anwendung des eklektischen Paradigmas

5 Volkswagens Direktinvestitionen im Transformationsland Polen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe für ausländische Direktinvestitionen in Transformationsländern am Beispiel des Engagements der Volkswagen AG in Polen, um die Investitionsentscheidung vor dem Hintergrund theoretischer Erklärungsansätze nachzuvollziehen.

  • Grundlagen des Transformationsprozesses von der Plan- zur Marktwirtschaft
  • Theoretische Erklärungsmodelle für Direktinvestitionen (insb. das eklektische Paradigma)
  • Analyse der Standortfaktoren und Investitionsbedingungen in Polen
  • Fallstudie zur Strategie der Volkswagen AG in der polnischen Automobilindustrie

Auszug aus dem Buch

2.3 Ownership, location and internalisation (Eklektisches Paradigma)

Ergänzend zu den zahlreichen traditionellen Ansätzen hat Dunning versucht, das Phänomen multinationaler Unternehmen und eine Direktinvestitionserklärung zu einer allgemeingültigen Theorie zusammenzufassen. Das daraus entstandene eklektische Paradigma bzw. das Paradigm of ownership, location and internalisation (OLI-Ansatz) zur Begründung von Direktinvestitionen setzt drei Bedingungen voraus: Zum einen (1) muss das direkt investierende Unternehmen über spezifische Wettbewerbsvorteile verfügen. Darüber hinaus (2) bietet der ausländische Standort besondere regionale Vorteile und letztlich (3) liegen Vorteile durch Internalisierung vor. Eine bzw. zwei erfüllte Bedingungen sind Dunning zufolge jedoch nicht hinreichend, Direktinvestitionen und somit letztlich das Entstehen von multinationalen Unternehmen zu begründen. Erst alle drei erfüllten Bedingungen machen Direktinvestition möglich und sinnvoll.

Obgleich auch die anderen Möglichkeiten zur Erschließung eines Auslandsmarkts denkbar wären, kann laut OLI-Ansatz jedoch zu einem Zeitpunkt immer nur eine dieser Strategien pro Land eingesetzt werden. Es ist deshalb nur möglich, entweder zu exportieren, vor Ort Lizenzen zu vergeben oder eine Direktinvestition zu tätigen. Somit kann das Paradigma nicht erklären, warum heutzutage manche Unternehmen – durchaus erfolgreich – mehrere dieser Methoden gleichzeitig anwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gegenstand und Gang der Untersuchung: Einführung in die Thematik der Transformation in Mittel- und Osteuropa und Festlegung der Forschungsfrage bezüglich der Direktinvestitionen der Volkswagen AG in Polen.

2 Grundlagen: Theoretische Darstellung des Transformationsprozesses sowie verschiedener Modelle zur Erklärung von Direktinvestitionen, wobei das OLI-Paradigma von Dunning im Fokus steht.

3 Investitionsland Polen: Detaillierte Betrachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Polens sowie Analyse der Motive und Hindernisse für Investoren seit Beginn der Transformation.

4 Eine Fallstudie: Engagement der Volkswagen AG in Polen: Untersuchung der Unternehmensstrategie von Volkswagen in Polen, inklusive einer allgemeinen Standortbewertung und der Anwendung des eklektischen Paradigmas auf den Automobilsektor.

5 Volkswagens Direktinvestitionen im Transformationsland Polen: Abschließende Synthese der Ergebnisse, welche die Investitionsentscheidung von Volkswagen als konsequente Anwendung des theoretischen Rahmens auf die spezifischen Standortvorteile Polens bestätigt.

Schlüsselwörter

Direktinvestitionen, Transformationsländer, Polen, Volkswagen AG, eklektisches Paradigma, OLI-Ansatz, Standortfaktoren, Automobilindustrie, Transformation, Markteintritt, Wettbewerbsvorteile, Internalisierung, Osteuropa, Standortbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gründe, warum Unternehmen Direktinvestitionen in Transformationsländern tätigen, und nutzt hierfür als konkretes Beispiel die Investitionsentscheidungen der Volkswagen AG in Polen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Transformationsprozess von der Plan- zur Marktwirtschaft, die theoretische Fundierung internationaler Investitionen sowie die spezifische Standortbewertung Polens für Automobilhersteller.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Investitionsentscheidung der Volkswagen AG in Polen auf Basis anerkannter Erklärungsansätze für Direktinvestitionen nachzuvollziehen und die Bestimmungsgründe für diesen Standort zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Fallstudie, die mikroökonomische Erklärungsmuster (insbesondere Dunning's eklektisches Paradigma) auf das praktische Beispiel von Volkswagen in Polen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Transformation, eine Analyse von Polen als Investitionsstandort sowie eine detaillierte Fallstudie zur Volkswagen AG, inklusive einer Standortbewertung nach sechs Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Direktinvestitionen, Transformationsländer, eklektisches Paradigma, Volkswagen AG, Standortfaktoren und Automobilindustrie.

Warum spielt die Volkswagen AG eine zentrale Rolle in der Untersuchung?

Volkswagen dient als prominentes Beispiel eines Global Players, dessen Investitionsentscheidungen in Polen beispielhaft die strategische Nutzung von Standort- und Internalisierungsvorteilen in Transformationsländern verdeutlichen.

Wie bewertet der Autor die Zukunft der Investitionen in Polen?

Der Autor zeigt sich trotz festgestellter Hindernisse, wie bürokratischen Hürden oder infrastrukturellen Defiziten, optimistisch, da Polen durch die EU-Integration und die Qualifikation der Arbeitskräfte weiterhin attraktive Standortvorteile bietet.

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Details

Title
Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen in Transformationsländern
Subtitle
Eine Fallstudie: die Volkswagen AG in Polen
College
University of Hamburg
Course
Diplomarbeit
Grade
2
Author
Michael A. Braun (Author)
Publication Year
2004
Pages
43
Catalog Number
V40212
ISBN (eBook)
9783638387835
ISBN (Book)
9783640277490
Language
German
Tags
Bestimmungsgründe Direktinvestitionen Transformationsländern Diplomarbeit FDI Poland Polen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael A. Braun (Author), 2004, Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen in Transformationsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40212
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