Einleitung
Die vorliegende Seminararbeit widmet sich dem Thema „Optionswert in einem einfachen Zweiperiodenmodell“; hierbei wird besonders Bezug genommen auf das Kapitel 7.2 „Option Value in a Simple Two-Period Model“ aus dem Buch „Resource Economics“ von Jon M. Conrad.(1)
Es erfolgt zu Beginn eine Einführung des Optionswerts, des weiteren ein kurzer Einblick in die Historie mit besonderem Augenmerk auf ein Beispiel des „Begründers“ des Optionswert-Konzepts Weisbrod, wie es bei Richard C. Ready beschrieben wird, und einem kurzen Anschneiden einer damaligen konfusen Diskussion um den Optionswert.(2) Hernach folgt dann der Übergang zu Conrad inklusive eines kleinen Simulationsbeispiels.
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(1) Conrad, Jon M.: “Resource Economics” (1999), S. 148-150.
(2) Ready, Richard C.: “Environmental Valuation under Uncertainty” in Bromley, Daniel W. (Hrsg.): “Handbook of Environmental Economics” (1995), S. 568ff.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Abgrenzung
- Konzept
- Diskussion
- Der Optionswert in einem Zweiperiodenmodell bei Conrad
- Abgrenzung
- Beispiel
- Interpretation
- Erläuterung der Beispielaufgabe aus Anhang 1
- Der Quasi-Optionswert
- Konklusion mit Exkurs über die Bedeutung des Optionswerts bezüglich der biologischen
Vielfalt
- Optionswert und Biodiversität
- Fazit
- Literatur
- Webressourcen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Optionswert in einem einfachen Zweiperiodenmodell, insbesondere im Kontext des Kapitels 7.2 „Option Value in a Simple Two-Period Model“ aus dem Buch „Resource Economics“ von Jon M. Conrad. Die Arbeit bietet eine Einführung in das Optionswertkonzept, beleuchtet die Historie des Konzepts und diskutiert die Entwicklung des Optionswertkonzepts mit einem Beispiel von Weisbrod und anschließendem Übergang zu Conrad.
- Definition und Abgrenzung des Optionswerts
- Historische Entwicklung und Diskussion des Optionswertkonzepts
- Das Zweiperiodenmodell von Conrad und dessen Bedeutung
- Der Quasi-Optionswert und seine Anwendung
- Der Optionswert in Bezug auf die biologische Vielfalt
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Seminararbeit vor und definiert den Optionswert als zusätzlichen Wert, der Personen einer natürlichen Ressource beimessen, die sie eventuell in der Zukunft nutzen möchten. Es wird die Wichtigkeit des Konzepts für Entscheidungen unter Unsicherheit betont und die Bedeutung des Optionswerts für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen hervorgehoben.
- Konzept: Dieses Kapitel erläutert das Optionswertkonzept anhand des Beispiels von Weisbrod, der die Bedeutung des Optionswerts für die Bewertung von Nationalparks verdeutlichte. Es wird auf die Unsicherheit in der zukünftigen Verfügbarkeit von Umweltgütern hingewiesen und die Notwendigkeit, den Optionswert in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, betont.
- Der Optionswert in einem Zweiperiodenmodell bei Conrad: Dieses Kapitel stellt das Zweiperiodenmodell von Conrad vor und erläutert, wie der Optionswert in diesem Modell berechnet und interpretiert wird. Anhand eines Beispiels wird gezeigt, wie der Optionswert die Entscheidungsfindung beeinflussen kann.
- Der Quasi-Optionswert: Dieses Kapitel definiert den Quasi-Optionswert als einen Wert, der einer Investition zugeschrieben wird, die in Zukunft zusätzliche Optionen eröffnet. Es werden verschiedene Anwendungsbeispiele für den Quasi-Optionswert erläutert.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit konzentriert sich auf die Schlüsselbegriffe Optionswert, Zweiperiodenmodell, Unsicherheit, Umweltgüter, Biodiversität, nachhaltige Nutzung, Kosten-Nutzen-Analyse und Weisbrod.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Optionswert in der Umweltökonomie?
Der Optionswert ist der Wert, den Menschen einer Ressource beimessen, um sich die Möglichkeit (Option) offen zu halten, diese Ressource in der Zukunft zu nutzen, auch wenn sie es aktuell nicht tun.
Wofür wird das Zweiperiodenmodell von Conrad verwendet?
Es dient dazu, Entscheidungen unter Unsicherheit mathematisch abzubilden. Dabei wird analysiert, wie sich der heutige Schutz einer Ressource auf deren Verfügbarkeit und Wert in einer zukünftigen Periode auswirkt.
Was ist der Unterschied zwischen Optionswert und Quasi-Optionswert?
Der Optionswert bezieht sich auf die Bereitschaft, für künftige Nutzungsmöglichkeiten zu zahlen. Der Quasi-Optionswert hingegen beschreibt den Nutzen, eine unwiederbringliche Entscheidung aufzuschieben, um in der Zwischenzeit mehr Informationen zu sammeln.
Welche Rolle spielt der Optionswert für die Biodiversität?
Er ist ein zentrales Argument für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Da wir heute noch nicht wissen, welche genetischen Ressourcen wir morgen benötigen (z.B. für Medizin), hat deren Erhalt einen hohen Optionswert.
Wer begründete das Konzept des Optionswerts?
Das Konzept geht maßgeblich auf Burton A. Weisbrod (1964) zurück, der es am Beispiel der Bewertung von Nationalparks erläuterte.
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- Stefan Enderlein (Autor), 2005, Optionswert in einem einfachen Zweiperiodenmodell, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40244