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Die Offene Ganztagsschule - eine adäquate Reaktion auf die PISA-"Misere"?

Title: Die Offene Ganztagsschule - eine adäquate Reaktion auf die PISA-"Misere"?

Diploma Thesis , 2005 , 97 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Spatz (Author)

Social Work
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Seit Beginn des Schuljahres 2003 / 2004 findet an vielen Schulen in Deutschland, eine von den Landesregierungen der Bundesländer initiierte, begleitete und finanzierte Umstrukturierung zur offenen Ganztagsschule statt. Im Rahmen dieser Diplomarbeit möchte ich nun der Frage nachgehen, inwiefern diese Umstrukturierung als Reaktion auf die Ergebnisse der PISA-Studie zu verstehen ist und ob eine solche als angemessen bezeichnet werden kann. Zu diesem Zweck werde ich mich im ersten Teil mit der PISA-Studie selbst beschäftigen, indem ich diese zunächst in ihrem Aufbau darstelle und erläutere. Des weiteren werde ich auf Sinn und Zweck der Studie eingehen, klären, welche Ziele sie verfolgt und schließlich die wichtigsten Ergebnisse aus den Jahren 2000 und 2003 aufzeigen und kommentieren. Da bei der Umstrukturierung zur offenen Ganztagsschule gerade die Grundschulen eine große Rolle spielen, wird neben der PISA-, auch noch die IGLU-Studie Gegenstand der Betrachtung sein. In dieser werden SchülerInnen der vierten Jahrgangsstufe untersucht. Somit erscheinen die, in dieser Untersuchung erzielten Ergebnisse, ebenfalls als geeignet, zur Klärung der im Titel formulierten Leitfrage beizutragen. Im zweiten Teil werde ich auf die Umsetzung der offenen Ganztagsschule im Primarbereich eingehen und sie von der Grundidee, über die Planung, bis hin zur konkreten Umsetzung „vor Ort“ darstellen und erläutern. Aus Gründen der Überschaubarkeit werde ich mich im Hinblick auf Konzeptionierungen, Rahmenvereinbarungen und Erlässe, vornehmlich auf Beschlüsse der nordrhein-westfälischen Landesregierung beziehen. Der abschließende Teil dieser Arbeit stellt gewissermaßen ein Fazit dar, in dem ich mich durch Zusammentragung, der in Teil I und II gewonnenen Erkenntnisse, der Beantwortung der Leitfrage zuwenden werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die PISA-Studie 2000

1.1 Was ist PISA?

1.2 Durchführung und Untersuchungsgegenstand

1.2.1 Teilnehmer der Studie

1.2.2 Maßnahmen zur Qualitätssicherung

1.2.3 Die Verantwortlichen

1.2.4 Die internationale Testkonzeption

1.2.5 Die PISA-Untersuchung in Deutschland

1.3 Ergebnisse des internationalen Vergleichs

1.4 Die soziale Herkunft

1.5 Der Migrationshintergrund

1.6 Leistungsbezogene Geschlechterunterschiede

1.7 Leistungsergebnisse im nationalen Vergleich

2. Die PISA-Studie 2003

2.1 Vergleich der Testergebnisse

2.2 Zusatzuntersuchungen

3. Zusammenfassung

4. Die PIRLS / IGLU-Studie

4.1 Die Testergebnisse

4.2 Zusatzuntersuchungen

5. Fazit I

6. Die Offene Ganztagsgrundschule

6.1 Was bedeutet offene Ganztagsschule?

6.2 Rahmenvereinbarungen

6.2.1 Wohlfahrtspflege

6.2.2 Sport

6.2.3 Musik

6.2.4 Kultur

6.2.5 Kirche

6.2.6 Bibliotheken

6.3 Strukturmerkmale der OGS in NRW

6.3.1 Leitvorstellungen und Konzepte

6.3.2 Der Tagesablauf

6.3.3 Angebotsprofil

6.3.4 Handlungsfelder

6.3.5 Die Zeitstruktur

6.3.6 Die Gruppenstruktur

6.3.7 Die Personalstruktur

6.3.8 Die Personalausstattung

6.3.9 Anforderungsprofil / Tätigkeitsfeld

6.3.10 Kooperation

6.3.11 Kosten / Finanzierung

6.4 Fazit II

6.5 Praxisbeispiel: Die OGS Günnigfeld

6.5.1 Die Schule

6.5.2 Der offene Ganztag

6.5.3 Fazit III

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, inwiefern die flächendeckende Umstrukturierung zur offenen Ganztagsschule als eine pädagogisch angemessene Reaktion auf die durch die PISA- und IGLU-Studien aufgedeckten Leistungsdefizite im deutschen Bildungssystem zu verstehen ist.

  • Analyse der PISA-Studien (2000 und 2003) und ihrer bildungspolitischen Implikationen.
  • Evaluation der IGLU-Studie und deren Bedeutung für den Primarbereich.
  • Untersuchung der strukturellen Merkmale und Rahmenbedingungen offener Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen.
  • Praxisnahe Fallstudie zur Umsetzung des Ganztagskonzepts an der OGS Günnigfeld.
  • Diskussion von Handlungsfeldern wie Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgestaltung und Qualitätssicherung.

Auszug aus dem Buch

1.2 Durchführung und Untersuchungsgegenstand

Die Studie sollte gewährleisten, dass die teilnehmenden Staaten in regelmäßigen Abständen einen Überblick darüber gewinnen, inwiefern es ihr jeweiliges Bildungssystem vermag, seine SchülerInnen auf ihre zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten. Dabei wurde weniger ihre Fähigkeit, Faktenwissen abzurufen, untersucht, als vielmehr ihre Basiskompetenzen, die nach allgemeinem Dafürhalten notwendig sind, um am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben aktiv und produktiv teilhaben zu können. Die Studie sollte zum einen Aufschluss darüber geben, inwieweit diese Kompetenzen bereits vorhanden sind, zum anderen sollte sie aufzeigen, inwiefern sich soziale Ungleichheiten auf den Bildungserfolg auswirken.

Dazu wurden verschiedene Aspekte schulischer und außerschulischer Lebens- und Lernbedingungen untersucht und analysiert. Als langfristig angelegte Studie umfasst PISA zunächst drei Zyklen der Datenerhebung ( in den Jahren 2000, 2003 und 2006 ), in denen die drei Bereiche: Lesekompetenz, mathematische und naturwissenschaftliche Grundbildung, mit, jeweils in dieser Reihenfolge wechselndem Schwerpunkt, untersucht worden sind, bzw. noch untersucht werden. Dem jeweiligen Schwerpunktbereich sind zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Testzeit gewidmet, um eine differenziertere Untersuchung in diesem Bereich gewährleisten zu können. Die gesamte Testzeit beläuft sich auf jeweils drei Zeitstunden, an zwei aufeinander folgenden Tagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die PISA-Studie 2000: Darstellung des internationalen Assessments, seiner methodischen Grundlagen und der alarmierenden Ergebnisse bezüglich Lesekompetenz und Leistungsstreuung in Deutschland.

2. Die PISA-Studie 2003: Analyse der zweiten Erhebungsrunde mit Fokus auf mathematische Grundbildung und dem Vergleich zur ersten Studie.

3. Zusammenfassung: Zusammenfassung der identifizierten Defizite, wie mangelnde Lesemotivation und soziale Bildungsbenachteiligung.

4. Die PIRLS / IGLU-Studie: Untersuchung der Leseleistung von Grundschülern und deren Relevanz für den deutschen Primarbereich.

5. Fazit I: Kritische Reflexion der Ergebnisse von PISA und IGLU sowie Diskussion um deren Vergleichbarkeit.

6. Die Offene Ganztagsgrundschule: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung der OGS in NRW, inklusive einer Fallstudie.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfrage zur Angemessenheit der Ganztagsschule als Reaktion auf PISA-Defizite.

Schlüsselwörter

PISA-Studie, IGLU, Offene Ganztagsschule, Bildungssystem, Lesekompetenz, mathematische Grundbildung, Chancengleichheit, Bildungsbenachteiligung, Schulentwicklung, Förderbedarf, Ganztagsbetreuung, Lehrerstellen, Nordrhein-Westfalen, OGS Günnigfeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?

Die Arbeit untersucht, ob die Einführung der offenen Ganztagsschule in Deutschland eine adäquate Antwort auf die in internationalen Schulleistungsstudien festgestellten Defizite ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Ergebnisse der PISA- und IGLU-Studien, die strukturelle Organisation offener Ganztagsschulen sowie die bildungspolitische Zielsetzung in NRW.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Leitfrage lautet, inwiefern die Umstrukturierung zur offenen Ganztagsschule als angemessene Reaktion auf die PISA-Ergebnisse zu bewerten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine qualitative Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung offizieller Studienberichte sowie einer Fallstudie eines spezifischen Praxisbeispiels basiert.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der PISA- und IGLU-Studien sowie eine tiefgehende Analyse der Strukturmerkmale und Finanzierungsmodelle der offenen Ganztagsschule.

Was charakterisiert die in der Arbeit genannten Schlüsselwörter?

Die Begriffe spiegeln den Zusammenhang zwischen internationaler Vergleichsforschung, pädagogischer Schulentwicklung und der sozio-ökonomischen Situation im deutschen Bildungssystem wider.

Wie bewertet der Autor den Vergleich zwischen PISA und IGLU?

Der Autor äußert sich skeptisch gegenüber einem direkten Vergleich, da unterschiedliche Rahmenbedingungen und Teilnehmerstrukturen die Vergleichbarkeit erschweren.

Welches Praxisbeispiel wird zur Illustration herangezogen?

Das Beispiel der OGS Günnigfeld dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse der Strukturmerkmale an einem konkreten Schulstandort zu verdeutlichen und auf die Realität vor Ort zu beziehen.

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Details

Title
Die Offene Ganztagsschule - eine adäquate Reaktion auf die PISA-"Misere"?
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe
Grade
1,3
Author
Sebastian Spatz (Author)
Publication Year
2005
Pages
97
Catalog Number
V40254
ISBN (eBook)
9783638388122
Language
German
Tags
Offene Ganztagsschule Reaktion PISA- Misere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Spatz (Author), 2005, Die Offene Ganztagsschule - eine adäquate Reaktion auf die PISA-"Misere"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40254
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