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Die Ursachen aggressiven Verhaltens. Theorien und Hypothesen

Title: Die Ursachen aggressiven Verhaltens. Theorien und Hypothesen

Term Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Eberlein (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Herkunft von aggressivem Verhalten beim Menschen. Parallelen finden sich im Tierreich; dort lässt sich anhand von Beobachtungen feststellen, wozu aggressives Verhalten innerhalb der eigenen Art nützlich sein kann.
Es wird vor allem auf Untersuchungen von Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt eingegangen.
Des Weiteren werden verschiedene Aggressionstheorien und -hypothesen diskutiert (z.B.
die Aggressions-Frustrations-Hypothese oder die Lerntheorie). Durch die gesammelten Informationen lassen sich Rückschlüsse auf die Ursprünge der Aggression beim Menschen ziehen. Diese Informationen bilden die Grundlage für Lösungsansätze zur Vermeidung von aggressivem Verhalten, die am Ende der Arbeit diskutiert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Aggression Definition Universallexikon

2. Intraspezifische Aggression: im Tierreich und beim Menschen

3. Theorien und Hypothesen

3.1 Die Aggressions-Frustrations-Hypothese

3.2 Die Lerntheorie

3.3 Arten der Aggression

3.4 Ethologische Aggressionstheorie

4. Motivierende Mechanismen

5. Sozialisation aggressiven Verhaltens

6. Hemmungsmechanismus

7. Spontaneität der Aggression

8. Hypertrophie der Aggression

9. Ratten

10. Kulturelle Unterschiede und Scheinartenbildung

11. Vernunftwesen Mensch

12. Krieg und Frieden

12.1 Die Gefahr der Begeisterung

12.2 Zwischengruppen-Aggression und Krieg

12.3 Funktionen des Krieges

12.4 Frieden

12.5 Erziehung zum Frieden

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursprünge menschlicher Aggression durch eine verhaltensbiologische und friedenspädagogische Linse. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern aggressive Tendenzen biologisch determiniert sind und welche Rolle Erziehung sowie gesellschaftliche Strukturen bei der Transformation dieser Impulse in friedfertiges Handeln spielen.

  • Evolutionäre Grundlagen der intraspezifischen Aggression
  • Psychologische Theorien zur Entstehung von Aggression
  • Die Dialektik von Krieg und Friedenssehnsucht
  • Methoden der Aggressionssozialisation und Friedenserziehung

Auszug aus dem Buch

2. Intraspezifische Aggression im Tierreich und beim Menschen

Um die Aggression des Menschen zu analysieren und zu verstehen, woher ein solcher Trieb kommt, versuche ich erst einmal die Verhaltensweisen von Tieren zu betrachten. Ich beziehe mich hier auf die Literatur von Konrad Lorenz: Das so genannte Böse. In seinen jahrelangen Beobachtungen und Studien der Natur beobachtete er den „lebens- und arterhaltenden Instinkt“ Aggression bei verschiedenen Tieren.

Am Beispiel des Korallenfisches lässt sich ein erster Grund aggressiven Verhaltens gegenüber Artgenossen erkennen, nämlich die Verteidigung des Territoriums. Hierbei lässt sich feststellen, dass die Aggression eines Korallenfisches sich grundsätzlich gegen Artgenossen oder unter Umständen gegen ähnlich aussehende Fischarten richtet. Seine Artgenossen haben die gleichen Lebensinteressen. Gäbe es diese intraspezifische Aggression nicht, dann würden sich diese Lebewesen nicht gleichmäßig auf der Erde verteilen und sich gegenseitig der Nahrung und des Lebensraumes berauben, das würde wiederum zum Tod aller Lebewesen einer Art führen. Damit sich die Korallenfische auch möglichst schnell untereinander erkennen, sind sie mit so genannten Plakatfarben ausgestattet, die ihnen erlauben möglichst schnell auf den Feind, also den Artgenossen aufmerksam zu werden und ihn in die Flucht zu schlagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aggression Definition Universallexikon: Definiert Aggression als feindselige Haltung oder affektbedingen Angriff, wobei zwischen positiven und negativen sowie zwischen- und innerartlichen Formen unterschieden wird.

2. Intraspezifische Aggression: im Tierreich und beim Menschen: Untersucht anhand von Verhaltensbeispielen (z.B. Korallenfische), wie Aggression zur Revierverteidigung und Überlebenssicherung innerhalb einer Art dient.

3. Theorien und Hypothesen: Erläutert verschiedene Erklärungsmodelle wie die Aggressions-Frustrations-Hypothese, lerntheoretische Ansätze sowie die ethologische Sichtweise auf aggressive Impulse.

4. Motivierende Mechanismen: Beleuchtet physiologische und hormonelle Faktoren, die die Bereitschaft zu aggressivem Verhalten beeinflussen, sowie das Entladen gestauter Aggressionen.

5. Sozialisation aggressiven Verhaltens: Betont die Notwendigkeit der erzieherischen Kontrolle von Trieben durch Vorbilder und gezielte Sozialisation.

6. Hemmungsmechanismus: Analysiert angeborene Tötungshemmungen, die in der Natur den Selbstmord einer Art verhindern sollen, und wie technische Waffen diesen Schutz aushebeln.

7. Spontaneität der Aggression: Diskutiert, wie mangelnde Abreaktionsmöglichkeiten zur Schwellenerniedrigung und damit zu spontaner Gereiztheit führen.

8. Hypertrophie der Aggression: Hinterfragt kritisch Thesen zur genetischen Anzüchtung von Aggression, unter anderem am Beispiel der Ute-Indianer.

9. Ratten: Illustriert das kollektive aggressive Verhalten von Ratten bei Revierkonflikten und die damit einhergehende Gefährdung der eigenen Art.

10. Kulturelle Unterschiede und Scheinartenbildung: Erklärt, wie kulturelle Normen Gruppen bilden, aber durch Scheinartenbildung zu Diskriminierung und Konflikten führen können.

11. Vernunftwesen Mensch: Reflektiert über die Diskrepanz zwischen biologischen Aggressionsneigungen und der kulturellen Notwendigkeit der zivilisierten Gemeinschaft.

12. Krieg und Frieden: Untersucht die Funktion von Krieg und Begeisterung, die Notwendigkeit der Friedenserziehung und internationale Ansätze zur Konfliktlösung.

Schlüsselwörter

Aggression, Intraspezifische Aggression, Verhaltensbiologie, Friedenspädagogik, Konrad Lorenz, Eibl-Eibesfeldt, Tötungshemmung, Friedenserziehung, Sozialisation, Konfliktlösung, Humanethologie, Evolution, Revierverhalten, Destruktivität, Gewalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der verhaltensbiologischen Herkunft menschlicher Aggression und analysiert, wie diese natürlichen Impulse durch gesellschaftliche und erzieherische Faktoren kontrolliert oder fehlgeleitet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die biologischen Ursprünge von Aggression, den Vergleich zwischen Tierreich und Mensch, sowie die friedenspädagogische Reflexion über Krieg und soziale Koexistenz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung fragt nach dem Ursprung aggressiver Triebe und erforscht, ob und wie der Mensch als Kulturwesen fähig ist, diese Triebkraft positiv zu sozialisieren oder zu sublimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse ethologischer (verhaltensbiologischer) Ansätze, insbesondere durch die Rezeption von Forschern wie Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Theorien), die Untersuchung der Aggressionsmechanismen (Hemmungen, Spontaneität) und eine umfassende Diskussion über Krieg, Frieden und die Rolle der Erziehung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Aggression, Intraspezifische Selektion, Tötungshemmung, Friedenserziehung, humanethologische Perspektiven und die soziale Kontrolle von Triebverzicht.

Was bedeutet das Konzept der „Scheinartenbildung“?

Dieser Begriff beschreibt den Prozess, bei dem sich soziale Gruppen durch Riten und Normen so stark abgrenzen, dass sie fremde Gruppen als „andersartig“ diskriminieren, was in extremen Fällen zu kriegerischen Konflikten führt.

Warum unterscheidet der Autor zwischen „guter“ und „böser“ Aggression?

Es wird auf Erich Fromm verwiesen, der zwischen instrumenteller, biologisch notwendiger Aggression (gutartig) und destruktiver, sadistischer Aggression, die nur beim Menschen vorkommt (bösartig), unterscheidet.

Welche Rolle spielt die „Tötungshemmung“ bei modernen Konflikten?

Der Autor argumentiert, dass natürliche Tötungshemmungen durch den Einsatz von Fernwaffen und die psychologische Distanz zum Opfer im modernen Krieg weitgehend außer Kraft gesetzt werden.

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Details

Title
Die Ursachen aggressiven Verhaltens. Theorien und Hypothesen
College
Dresden Technical University  (Erziehungswissenschaft)
Grade
1,7
Author
Martin Eberlein (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V40277
ISBN (eBook)
9783638388290
ISBN (Book)
9783638655408
Language
German
Tags
Ursachen Verhaltens Theorien Hypothesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Eberlein (Author), 2005, Die Ursachen aggressiven Verhaltens. Theorien und Hypothesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40277
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