Die vorliegende, gemeinsame Hausarbeit vergleicht im Rahmen des Proseminars „empirische Demokratieforschung und -messung“ unter der Leitung von Susanne Pickel die demokratische Transition zu freiheitlich demokratischen Regimen im südlichen Afrika,1 anhand dreier, nach dem most different system design, ausgesuchter Fallbeispiele- Mosambik, Namibia und Südafrika. Ziel dieser Untersuchung soll es sein, die Gemeinsamkeiten, die zu Transitionen geführt haben herauszuarbeiten und die unterschiedlichen Konsolidierungsvorgänge in den jeweiligen Ländern, anhand des, von uns selbst operationalisierten, Humanentwicklungskonstrukts von Christian Welzel aufzuschlüsseln, um auf die Besonderheiten der Demokratiewerdung in Afrika eingehen zu können und letztendlich Prognosen für weitere Entwicklungen abzuleiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Analyseeinheit 1
2.1 Fallauswahl
2.2 zeitliche Eingrenzung
2.3 allgemeine Problembearbeitung
3. Analyseeinheit 2
3.1 Humanentwicklungskonstrukt von Christian Welzel und die nach Datenlage bestmögliche Operationalisierung speziell für diesen Sachverhalt
4. Analyseeinheit 3
4.1 Darstellung der kulturellen, historischen und sozio-ökonomischen Eigenarten der Länder der vierten Demokratisierungswelle allgemein
4.2 Spezifizierung Mosambik
4.2.1 Historische Einordnung
4.2.2 Liberalisierungsphase
4.2.3 Transitionsphase
4.3 Spezifizierung Namibia
4.3.1 Historische Einordnung
4.3.2 Liberalisierungsphase
4.3.3 Transitionsphase
4.4 Spezifizierung Südafrika
4.4.1 Historische Einordnung
4.4.2 Liberalisierungsphase
4.4.3 Transitionsphase
4.5 Empirischer Vergleich der Konsolidierung anhand des HDI, den Zusatzindices des HDI zur Geschlechterdiversifikation, den Auswertungen des Index von Freedom House
5. Erarbeitung begünstigender Demokratiefaktoren, sowie Prognosen zur weiteren Entwicklung
Zielsetzung & Forschungsthemen
Die vorliegende Arbeit untersucht die demokratischen Transitionsprozesse in Südafrika, Namibia und Mosambik. Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten bei der Transition herauszuarbeiten und die unterschiedlichen Konsolidierungsvorgänge anhand des Humanentwicklungskonstrukts von Christian Welzel zu analysieren, um Besonderheiten der Demokratiewerdung in Afrika aufzuzeigen und Prognosen abzuleiten.
- Vergleichende Demokratieforschung im südlichen Afrika
- Operationalisierung des Humanentwicklungskonstrukts von Christian Welzel
- Analyse der Liberalisierungs- und Konsolidierungsphasen
- Empirische Untersuchung mittels HDI und Freedom House Index
- Identifikation begünstigender Faktoren für demokratische Stabilität
Auszug aus dem Buch
Einleitung
Die vorliegende, gemeinsame Hausarbeit vergleicht im Rahmen des Proseminars „empirische Demokratieforschung und -messung“ unter der Leitung von Susanne Pickel die demokratische Transition zu freiheitlich demokratischen Regimen im südlichen Afrika, anhand dreier, nach dem most different system design, ausgesuchter Fallbeispiele- Mosambik, Namibia und Südafrika. Ziel dieser Untersuchung soll es sein, die Gemeinsamkeiten, die zu Transitionen geführt haben herauszuarbeiten und die unterschiedlichen Konsolidierungsvorgänge in den jeweiligen Ländern, anhand des, von uns selbst operationalisierten, Humanentwicklungskonstrukts von Christian Welzel aufzuschlüsseln, um auf die Besonderheiten der Demokratiewerdung in Afrika eingehen zu können und letztendlich Prognosen für weitere Entwicklungen abzuleiten.
Die Transitionstheorie beruht dabei auf der Idee der dreistufigen, idealtypischen Sequenz von Liberalisierung, Transitionsphase und Konsolidierung (Nohlen 1988: 310). Demokratische Transition wird hierbei als ein Prozess begriffen, der sich durch das anfängliche Ereignis einer kompetetiven Gründerwahl mit Massenstimmrecht für die wichtigsten politischen Ämter im Land definiert und somit eine Umwälzung von antidemokratischen Regeln, in demokratische einleitet (Merkel/ Sandschneider/ Segert1996:131).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, die Transitionsprozesse im südlichen Afrika anhand des Welzel-Konstrukts zu vergleichen.
Analyseeinheit 1: Dieser Abschnitt begründet die Auswahl der Fallbeispiele Mosambik, Namibia und Südafrika sowie die zeitliche Eingrenzung.
Analyseeinheit 2: Hier wird das theoretische Humanentwicklungskonstrukt von Christian Welzel zur Messung von Demokratiequalität erläutert.
Analyseeinheit 3: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die historischen und politischen Entwicklungen der drei Länder und vergleicht diese empirisch.
Erarbeitung begünstigender Demokratiefaktoren, sowie Prognosen zur weiteren Entwicklung: Dieser Abschnitt fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur künftigen demokratischen Stabilität der Region.
Schlüsselwörter
Demokratische Transition, Konsolidierung, Humanentwicklung, Christian Welzel, Südafrika, Namibia, Mosambik, Liberalisierung, Neopatrimonialismus, Demokratisierungswelle, HDI, Freedom House Index, Politische Stabilität, Afrika, Regimetypus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit vergleicht die Transition zu demokratischen Regimen in den drei Ländern Südafrika, Namibia und Mosambik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Demokratisierungsprozess, die Konsolidierung demokratischer Strukturen und die Anwendung des Humanentwicklungskonstrukts auf den afrikanischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten der Transition aufzudecken, Konsolidierungsvorgänge zu analysieren und Prognosen für die demokratische Entwicklung zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine vergleichende Analyse auf Basis des Humanentwicklungskonstrukts von Christian Welzel durchgeführt, opertionalisiert durch HDI-Indizes und Freedom House Daten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Konzeptionalisierung und eine spezifische deskriptive sowie empirische Analyse der drei Beispielländer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind u.a. Demokratische Transition, Konsolidierung, Humanentwicklung, Neopatrimonialismus und Demokratisierungswelle.
Welche Rolle spielt der Neopatrimonialismus für das Verständnis der Region?
Der Neopatrimonialismus dient als Erklärung für die Entstehung von Hybridsystemen, in denen formale demokratische Regeln durch informelle, persönliche Machtstrukturen unterhöhlt werden.
Warum wird für Südafrika, Namibia und Mosambik ein "most different system design" gewählt?
Dieser Forschungsansatz dient dazu, trotz unterschiedlicher Ausgangslagen der drei Länder eine Vergleichbarkeit bezüglich ihrer demokratischen Transition und Konsolidierung herzustellen.
- Quote paper
- Silke Lachnit (Author), Marcus Schaumburg-Müller (Author), 2004, Vergleich der Transition zwischen Südafrika, Namibia und Mosambik, anhand des theoretischen Konstrukts der Humanentwicklung von Christian Welzel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40322