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NS-Propaganda in bezug auf Menschen mit Behinderung - Eine Analyse anhand von Schulbüchern aus den Jahren 1933 - 1945

Title: NS-Propaganda in bezug auf Menschen mit Behinderung - Eine Analyse anhand von Schulbüchern aus den Jahren 1933 - 1945

Diploma Thesis , 2003 , 155 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Michaela Kollmann (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

[...] Wie war es für Jugendliche in dieser Zeit, aufzuwachsen? Wer waren ihre Ansprechpartner? Wer war für die Erziehung zuständig? Welche Stellung hatte die Schule im „Dritten Reich“? Welche Vorgaben wurden durch die neuen Machthaber gemacht? Was waren die pädagogischen Ziele? Schließlich veränderte die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten nicht nur die Inhalte des Unterrichts, sondern auch der Stand der Schule als alleinige Erziehungsanstalt wurde abgeändert. Der zweite Abschnitt behandelt die Rassenhygiene. Nach einem kurzen Einblick in die geschichtliche Entwicklung der rassenhygienischen Wissenschaft geht es um die Motive und Hintergründe der Nationalsozialisten und schließlich um die Auswirkungen dieser Ideen und Vorstellungen. Der Weg von einer Idee über das Wegsperren und die Zwangssterilisierung bis hin zur „Euthanasie“ wird nachgezeichnet, ebenso wie die Bedeutung der Rassenhygiene für das Volk und die Wege zur Vermehrung des „guten Erbmaterials“. Der letzte theoretische Teil beschäftigt sich mit der Propaganda. Hier folgt nach einem kurzen allgemeinen Überblick zu diesem Thema eine genauere Betrachtung der angewandten Propaganda im Nationalsozialismus, der Organisationen, der Gesetze, und natürlich wird auch ein besonderes Augenmerk auf den Propagandaminister Goebbels gelegt. Schließlich gilt dieser noch heute als Vorreiter in der politischen Propaganda. Wie allumfassend war diese Manipulation wirklich? In welchen Bereichen des Lebens konnten Schüler auch mit anderen Meinungen in Kontakt kommen? Der vierte Teil dieser Arbeit ist die Untersuchung einiger Schulbücher durch eine qualitative Inhaltsanalyse. Hier sollen die Wege und Arten der Propaganda in Schulbüchern beleuchtet werden. Auf welche Weise gingen die Propagandisten vor? Gab es entscheidende Unterschiede zwischen den einzelnen Fächern? Wie deutlich wurde das Problem der Rassenhygiene behandelt? Im Rahmen dieser Arbeit soll auf all diese Fragen eingegangen werden, in der Hoffnung, dass es dadurch zu einem größeren Verständnis für die Bevölkerung und speziell die Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus kommt. Wirklich verstehen wird man wahrscheinlich ihren Glauben und ihr Verhalten nie können, aber vielleicht stellt diese Arbeit einen kleinen Beitrag dazu da, die Wege und Gründe unserer Vorfahren ein wenig besser begreifen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das nationalsozialistische Schulsystem

2.1 Die Jugend

2.2 Die Organisation des Schulsystems

2.2.1 Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung u. Volksbildung

2.2.2 Das Schulsystem in Österreich nach dem „Anschluss“

2.2.3 Der nationalsozialistische Lehrerbund (NSLB)

2.2.4 Die Pädagogen

2.3 Die Aufgabe der Schule im Nationalsozialismus

2.3.1 Die Stellung der Schule

2.3.2 Allgemeine Erziehungsgrundsätze

2.3.3 Die Erziehungsgrundsätze bezüglich der Rassenhygiene

2.3.4 Erziehungsgrundsätze in Hilfs- und Sonderschulen

2.4 Die Schulbücher in der Zeit des Nationalsozialismus

3. Die Rassenhygiene

3.1 Die geschichtliche Entwicklung der Rassenhygiene

3.2 Die Rassenhygiene im „Dritten Reich“

3.2.1 Motive und Hintergründe der Rassenhygiene

3.2.2 Die Bedeutung der Rassenhygiene für das Volk

3.2.3 Die Bedeutung der Rassenhygiene für die Jugend

3.3 Gesetze zur Rassenhygiene

3.4 Wege zur Vermehrung „guten Erbmaterials“

3.4.1 Der „Lebensborn e.V.“

3.5 Die Ausmerze des „schlechten Erbmaterials“

3.5.1 Die Sterilisation

3.5.2 Die „Euthanasie“

3.5.2.1 Beginn der „Euthanasie“ – die T4-Aktion

3.5.2.2 Widerstand – Beginn der „wilden Euthanasie“

4. Die Propaganda

4.1 Propaganda – ein Überblick

4.2 Propaganda im Nationalsozialismus

4.2.1 NS-Propaganda bei Kindern und Jugendlichen

4.2.2 „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“

4.2.3 Joseph Goebbels – Propagandist und Massenverführer

5. Die Schulbuchanalyse

5.1 Einleitung

5.2 Analyse

5.2.1 Biologiebücher

5.2.2 Deutschbücher

5.2.3 Mathematikbücher

5.3 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen nationalsozialistischer Propaganda, insbesondere deren gezielte Implementierung in Schulbüchern zwischen 1933 und 1945. Dabei wird analysiert, wie durch die Manipulation von Inhalten, insbesondere im Kontext der Rassenhygiene, das Denken und Verhalten der Jugend im „Dritten Reich“ ideologisch geformt und auf die Ziele des NS-Regimes ausgerichtet wurde.

  • Manipulation der Jugend durch das Schulsystem
  • Rassenhygiene als ideologisches Zentrum der nationalsozialistischen Erziehung
  • Methoden der nationalsozialistischen Propaganda und Indoktrination
  • Qualitative Inhaltsanalyse von Biologie-, Deutsch- und Mathematikbüchern
  • Einfluss von Organisationen wie HJ und NSLB auf die Schulerziehung

Auszug aus dem Buch

Die Schulbücher in der Zeit des Nationalsozialismus

Um die Meinungsbeeinflussung in den Schulen möglichst effektiv zu gestalten, mussten sämtliche Unterrichtsmittel an die vorherrschende Meinung angepasst werden. Anschauungsfilme, Landkarten und im Speziellen Schulbücher wurden verändert oder überhaupt neu gestaltet. In allen Fächern war es vorgegeben, mit den unterschiedlichen Möglichkeiten und Bezügen zu dem einzelnen Fach politische Bildung zu betreiben. So war es Pflicht in jedem Gegenstand die Wichtigkeit der Rassenhygiene darzulegen, den Führerkult zu pflegen und individualistisches Denken zugunsten der Gemeinschaft aufzugeben. Um dies zu gewährleisten, mussten alle Schulbücher vor ihrer Benutzung mit einem Bericht, in dem unter anderem angegeben wurde, für welches Gebiet dieses Lehrbuch zugelassen werden sollte, beim RMfWEV eingereicht werden. Fand ein Lehrbuch die Zustimmung des Reichserziehungsministers, wurden noch politische Gutachten von der zuständigen Stelle eingeholt. Zugelassene Bücher bekamen auf die Innen-Titelseite einen Stempel auf dem stand: „Genehmigt durch Erlaß des Reichserziehungsministers vom ..., E II a ...“. Demnach entwickelten sich staatliche Kontrollinstanzen zu einer Art heimliche Erzieher.

Auch auf dem Gebiet der Unterrichtsmaterialien sollte alles einheitlich sein und so zu der geplanten Gleichschaltung beitragen. Darum veröffentlichten die Nationalsozialisten am 17. September 1934 etwa „Richtlinien zur Schaffung neuer Lesebücher.“ Doch gerade bei Lesebüchern musste häufig nicht viel geändert werden, da die früheren Machthaber auch schon die Absicht hatten, die deutsche volkstümliche Dichtung zu pflegen. Da die Nationalsozialisten sich jedoch um die verwendete Sprache in Lesebüchern nur soweit bemühten, solange sie damit einen politischen Effekt erzielen konnten, kam es zu einem weitverbreiteten sprachlichen Verfall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die allgegenwärtige Propaganda im Nationalsozialismus und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, wie Kinder durch Schulbücher als Teil einer Manipulationskette instrumentalisiert wurden.

2. Das nationalsozialistische Schulsystem: Dieses Kapitel beschreibt die Umgestaltung des Schulwesens zur Gleichschaltung der Jugend, die Rolle des Staates und der Partei sowie die Entmachtung der Familie bei der Erziehung.

3. Die Rassenhygiene: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Entwicklung der Rassenhygiene, den rassistischen Gesetzen und den Methoden zur Eliminierung von "schlechtem Erbmaterial".

4. Die Propaganda: Hier werden die Mechanismen und Techniken der nationalsozialistischen Propaganda analysiert, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Joseph Goebbels und der Indoktrination der Massen.

5. Die Schulbuchanalyse: Der praktische Teil der Arbeit untersucht mittels qualitativer Inhaltsanalyse, wie Propaganda, Rassenhygiene und Weltanschauung konkret in Biologie-, Deutsch- und Mathematikbüchern vermittelt wurden.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Propaganda, Schulbuchanalyse, Rassenhygiene, Erziehung, Indoktrination, Antisemitismus, Eugenik, Lebensborn, Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, Euthanasie, Hitlerjugend, Schulsystem, Erbgesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die nationalsozialistische Propaganda und deren gezielte Anwendung in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen durch Schulbücher zwischen 1933 und 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das nationalsozialistische Schulsystem, die Ideologie der Rassenhygiene sowie die Mechanismen und Techniken der nationalsozialistischen Propaganda.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie es dem NS-Regime gelang, die Jugend von der nationalsozialistischen Weltanschauung zu überzeugen und wie Schulbücher als Instrument der Indoktrination und Manipulation funktionierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse von Schulbüchern, um die Arten und Wege der nationalsozialistischen Propaganda in verschiedenen Schulfächern zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen des Schulsystems, der rassenhygienischen Ideologie und Propaganda-Mechanismen sowie eine praktische qualitative Inhaltsanalyse von Biologie-, Deutsch- und Mathematikbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Propaganda, Rassenhygiene, Indoktrination, Schulbuchanalyse und Erziehung charakterisiert.

Wie wurde die Rolle der Lehrer und der Schule im "Dritten Reich" verändert?

Die Schule wurde zu einer staatlichen Erziehungsanstalt umfunktioniert, wobei Lehrer politisch gefiltert, geschult und in das nationalsozialistische System integriert wurden, um die NS-Weltanschauung konsequent zu vermitteln.

Welche Funktion hatten Mathematikaufgaben in der Propaganda?

Mathematikaufgaben wurden genutzt, um durch die emotionale Aufbereitung von Daten (z.B. Kosten von Menschen mit Behinderungen vs. Kosten für gesunde Schüler) ideologische Feindbilder zu festigen und das Denken in rassenhygienischen Kategorien zu fördern.

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Details

Title
NS-Propaganda in bezug auf Menschen mit Behinderung - Eine Analyse anhand von Schulbüchern aus den Jahren 1933 - 1945
College
University of Vienna
Grade
sehr gut
Author
Michaela Kollmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
155
Catalog Number
V40348
ISBN (eBook)
9783638388825
Language
German
Tags
NS-Propaganda Menschen Behinderung Eine Analyse Schulbüchern Jahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Kollmann (Author), 2003, NS-Propaganda in bezug auf Menschen mit Behinderung - Eine Analyse anhand von Schulbüchern aus den Jahren 1933 - 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40348
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