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Gestern und heute: Teilhabechancen und -bedingungen von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung

Title: Gestern und heute: Teilhabechancen und -bedingungen von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas C. Lazar (Author)

Gender Studies
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Renate Schmidt, die derzeitige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, stellt zu Anfang der neuesten Ausgabe der regelmäßig erscheinenden Broschüre „Frauen in Deutschland“ so lapidar wie richtig fest: „Entscheidungspositionen zu erobern, gleichen Lohn wie Männer für gleichwertige Arbeit zu bekommen, die Balance zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit zu halten oder geschlechtsspezifisch gesundheitlich versorgt zu werden, sind Ziele von Frauen- und Gleichstellungspolitik, die trotz des Gleichberechtigungsgebots im Grundgesetz bisher noch nicht verwirklicht werden konnten. Gerade beim Thema Gleichstellung bildet sich erst ein Problembewusstsein, das zu Veränderungen führt, wenn Fakten und Zahlen Ausmaß und Tiefe der Ungleichheit belegen.“

Diese Arbeit soll die Bildung eines Problembewußtseins zum Thema Gleichstellung unterstützen und so Veränderung fördern, indem sie durch „Fakten und Zahlen Ausmaß und Tiefe der Ungleichheit“ der Geschlechter in Wissenschaft und Forschung belegt. Sie soll ferner durch einen geschichtlichen und gesellschaftlichen Überblick Erklärungsmöglichkeiten zur Entstehung dieser Ungleichheit liefern, um so eine breitere Perspektive für Lösungsansätze zu eröffnen, von denen einige im Abschluß vorgestellt werden. Die Darstellung beschränkt sich hierbei hauptsächlich auf die Situation in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Frauen und Männer an der Universität

4. Geschichte der Universität

4. 1. Die Universität im Mittelalter

4. 2. Die Universität in der Aufklärung

4. 3. Die Universität in der Neuzeit

5. Sozialisation an der Universität

6. Gleichstellung an der Universität

7. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die aktuellen sozialen Bedingungen von Frauen in der Wissenschaft und Forschung in Deutschland, um Ursachen für die nach wie vor existierende Unterrepräsentation von Frauen in akademischen Führungspositionen zu identifizieren. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den historischen und sozialen Barrieren, die den akademischen Aufstieg von Frauen erschweren, sowie mit möglichen Lösungsansätzen zur Förderung der Chancengleichheit.

  • Historische Genese der Universität als männlich geprägte Institution.
  • Analyse geschlechtsspezifischer Sozialisationsprozesse in Schule und Hochschule.
  • Strukturelle Hürden bei der Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie.
  • Bedeutung von informellen Netzwerken und Kooptationsmechanismen im akademischen Lehrkörper.
  • Politische Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung im deutschen Wissenschaftssystem.

Auszug aus dem Buch

4. 3. Die Universität in der Neuzeit

Verschiedene Forscher des 19. Jahrhunderts versuchten, die körperliche und geistige Unfähigkeit der Frau zum Studium und damit ihren Ausschluß von der Hochschule naturwissenschaftlich zu begründen. So stellte beispielsweise der im In- und Ausland anerkannte Wissenschaftler Theodor Bischoff anhand vergleichender Gehirn- und Schädelanatomie die intellektuelle Unzulänglichkeit von Frauen für ein Studium fest. In seiner Schrift über „Das Studium und die Ausübung der Medicin durch die Frauen“ aus dem Jahr 1872 vertrat er folgende Ansicht: „Es fehlt dem weiblichen Geschlecht nach göttlicher und natürlicher Anordnung die Befähigung zur Pflege und Ausübung der Wissenschaften und vor allem der Naturwissenschaften und der Medicin. Die Beschäftigung mit dem Studium und die Ausübung der Medicin widerstreitet und verletzt die besten und edelsten Seiten der weiblichen Natur, die Sittsamkeit, die Schamhaftigkeit, Mitgefühl und Barmherzigkeit, durch welche sich dieselbe vor der männlichen auszeichnet.“

Weiter stellte er fest, daß Frauen auch von körperlicher Seite nicht zur Ausübung des Arztberufes geeignet seien und ordnete den Geschlechtern unterschiedliche Charaktereigenschaften zu: Der Mann sei mutig, heftig, rauh, verschlossen und fest, Vernunft beherrsche sein Gefühl, sein Geist sei tiefer und weiter, er erforsche gründlicher und genauer, sein Prinzip sei schaffend; die Frau aber sei furchtsam, nachgiebig, sanft, geschwätzig, wandelbar, Gefühl beherrsche ihre Vernunft, sie sei oberflächlich und schwachen Willens, ihr Handeln sei unbestimmt und ihr Prinzip erhaltend.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der geschlechtsspezifischen Ungleichheit in der Wissenschaft ein und legt das Ziel der Arbeit fest, Problembewusstsein durch Fakten und einen historischen Überblick zu schaffen.

3. Frauen und Männer an der Universität: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle Daten zur Beteiligung von Frauen in verschiedenen akademischen Qualifikationsstufen und zeigt die Diskrepanz zwischen Studienerfolg und tatsächlicher Karrierebeteiligung auf.

4. Geschichte der Universität: Die historischen Abschnitte untersuchen die Entstehung der Universität als exklusive Männerwelt vom Mittelalter über die Aufklärung bis in die Neuzeit und dokumentieren die explizite Ausgrenzung von Frauen.

5. Sozialisation an der Universität: Hier wird analysiert, wie traditionelle Strukturen, informelle Netzwerke und die mangelnde Vereinbarkeit von Karriere und Familie die akademische Laufbahn von Frauen nachhaltig erschweren.

6. Gleichstellung an der Universität: Dieses Kapitel diskutiert Strategien und staatliche Maßnahmen wie das Gender Mainstreaming, die darauf abzielen, Chancengleichheit in Forschung und Lehre zu etablieren.

7. Schluß: Das abschließende Kapitel resümiert, dass trotz des errungenen Zugangs zur Hochschule weiterhin strukturelle Hindernisse bestehen und fordert einen aktiven Abbau von Barrieren.

Schlüsselwörter

Gleichstellung, Wissenschaft, Forschung, Universität, Geschlechtsspezifische Differenzen, Karrierebeteiligung, Sozialisation, Akademische Laufbahn, Gender Mainstreaming, Frauenförderung, Bildungsgeschichte, Kooptation, Chancengleichheit, Familienarbeit, Wissenschaftspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Chancen und Bedingungen für Frauen und Männer im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Universität als Institution, den sozialen Sozialisationsinstanzen und den gegenwärtigen politischen Ansätzen zur Gleichstellung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für die bestehende Ungleichheit zu schaffen und durch einen historischen und sozialen Überblick Perspektiven für Lösungsansätze zu eröffnen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie die Auswertung von Statistiken und historischer Fachliteratur, um die strukturellen Barrieren für Frauen zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die quantitative Analyse des aktuellen Frauenanteils, eine historische Analyse der Ausschlussmechanismen sowie die Untersuchung soziologischer Barrieren im universitären Umfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind Chancengleichheit, Frauenanteil, wissenschaftliche Karriere, Gender Mainstreaming und strukturelle Barrieren.

Welche Rolle spielt die historische Perspektive für heutige Probleme?

Der Autor argumentiert, dass die Universität als historisch gewachsene Institution der männlichen Sozialisation noch heute Strukturen aufweist, die Frauen benachteiligen.

Warum wird das Modell der Kooptation in der Arbeit kritisiert?

Kooptation wird als vordringliches Mittel der Selbstergänzung des Lehrkörpers beschrieben, welches durch rein männlich besetzte Gremien dazu führt, dass Frauen bei Stellenbesetzungen systematisch unterrepräsentiert bleiben.

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Details

Title
Gestern und heute: Teilhabechancen und -bedingungen von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung
College
University of Stuttgart  (Berufs-, Wirtschafts- und Technikpädagogik)
Grade
1,0
Author
Andreas C. Lazar (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V40381
ISBN (eBook)
9783638389068
ISBN (Book)
9783640856787
Language
German
Tags
Gestern Teilhabechancen Frauen Männern Wissenschaft Forschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas C. Lazar (Author), 2005, Gestern und heute: Teilhabechancen und -bedingungen von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40381
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