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Methoden der Stichprobenkonstruktion II

Title: Methoden der Stichprobenkonstruktion II

Term Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Vitalij Baisel (Author)

Politics - Methods, Research
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Um die Eigenschaften einer Gesamtheit feststellen und analysieren zu können, wird bei einer bestimmten Anzahl von Untersuchungseinheiten eine Vollerhebung oder aber bei einer anderen zugrunde liegenden Anzahl von Untersuchungseinheiten eine Teilerhebung durchgeführt. Von einer Auswahl oder einer Stichprobe wird gesprochen, wenn bei der Datenerhebung einer empirischen Untersuchung nicht die Gesamtheit aller möglichen Fälle herangezogen und analysiert wird. Stichproben können in zwei verschiedenen Absichten durchgeführt werden: „1.) Man kann anhand der Ergebnisse der Teilerhebung Verallgemeinerungen von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit vornehmen, also beispielsweise von den empirischen Stichprobendaten ausgehend generelle Hypothesen entwickeln oder deskriptive Aussagen für die Grundgesamtheit formulieren (man nennt dies den Repräsentationsschluß). 2.)Der Ausgangspunkt kann aber auch – umgekehrt – eine vorhandene generelle Theorie oder Hypothese sein, die getestet werden soll, und zwar anhand der Resultate einer Stichprobe (diese Argumentationsrichtung nennt man den Inklusionsschluß).“1 Im weiteren Verlauf der vorliegenden Hausarbeit werden verschiedene Methoden des Stichprobenverfahrens dargestellt. 1 siehe: Kromrey, Helmut, „Empirische Sozialforschung: Modelle und Methoden der Datenerhebung und Datenauswertung.“, 3. Auflage, Opladen, 1986, S. 130.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klumpenstichproben

2.1. Mehrstufige Auswahlverfahren

2.2.Flächenstichprobe

3. Geschichtete Stichproben

3.1. Proportional geschichtete Stichproben

3.2. Disproportional geschichtete Stichproben

3.3. Stichproben mit optimaler Aufteilung

4. Quota-Verfahren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über verschiedene wissenschaftliche Methoden der Stichprobenkonstruktion in der empirischen Sozialforschung. Ziel ist es, die Funktionsweisen, Anwendungsbereiche sowie spezifische Vor- und Nachteile von Auswahlverfahren wie Klumpenstichproben, geschichteten Stichproben und dem Quota-Verfahren darzulegen und voneinander abzugrenzen.

  • Methoden der Stichprobenziehung und Datenerhebung
  • Klumpenstichproben und mehrstufige Auswahlverfahren
  • Geschichtete Stichproben (proportional und disproportional)
  • Das Quota-Verfahren in der Markt- und Auftragsforschung
  • Analyse von Vor- und Nachteilen einzelner Auswahlmethoden

Auszug aus dem Buch

2. Klumpenstichproben

Häufig ist die Erhebung von Daten über vereinzelte Untersuchungseinheiten nicht geeignet, Informationen für ein angemessenes theoretisches Modell der sozialen Wirklichkeit zu liefern, da die einzelnen Untersuchungseinheiten bzw. –objekte (z.B. Haushalte) in einem sozialen, räumlichen u.a. Kontext mit anderen Einheiten stehen. Es müssen zusätzlich also die Bedingungen erfasst werden, die sich für den Einzelnen aus seiner Einbindung in das jeweilige Umfeld ergeben. Dazu wird die sog. Klumpenstichprobe verwendet. Die Klumpenstichprobe erfordert, dass die Gesamtheit aus vielen Gruppen von Unter-suchungseinheiten besteht, die im Unterschied zur geschichteten Stichprobe, auf die später eingegangen wird, erheblich kleiner sind und von denen deshalb eine zufällige Stichprobe vollständig erhoben werden kann.

„Als Klumpenstichprobe wird eine einfache Zufallsstichprobe dann bezeichnet, wenn die Auswahlregeln nicht auf die Elemente der Grundgesamtheit, sondern auf zusammengefasste Elemente („Klumpen“) angewendet werden und jeweils die Daten aller Elemente eines Klumpens erhoben werden. “

Zum Beispiel würde man bei einer Untersuchung von Schülern die Stichprobe aus den Schülern mehrerer zufällig ausgewählten Schulklassen zusammensetzen oder bei einer Untersuchung von Betriebsangehörigen einzelne Betriebe oder Abteilungen vollständig erheben. Grundsätzlich spricht man nur dann von einer Klumpenstichprobe, wenn nicht die Klumpen selbst (z.B. die Schulklassen) die Untersuchungseinheiten sind, sondern die Bestandteile der Klumpen (z.B. die einzelnen Schüler). Probleme gibt es bei der Klumpenstichprobe in der Hinsicht, dass es zu einem so genannten „Klumpeneffekt“ kommen kann. Dies bedeutet, dass ein Genauigkeitsverlust der Schätzungen auf der Basis einer Klumpenstichprobe eintritt, wenn sich die Elemente eines Klumpens sehr stark ähneln, also fast homogen sind, und die einzelnen Klumpen sich stark voneinander unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert grundlegende Begriffe wie Vollerhebung und Teilerhebung und erläutert die zwei zentralen Absichten der Stichprobenziehung: den Repräsentationsschluß und den Inklusionsschluß.

2. Klumpenstichproben: Das Kapitel erläutert das Verfahren der Klumpenstichprobe, bei dem zusammengefasste Einheiten statt einzelner Untersuchungsobjekte erhoben werden, und diskutiert den sogenannten Klumpeneffekt.

2.1. Mehrstufige Auswahlverfahren: Hier wird erklärt, wie bei sehr großen oder räumlich gestreuten Gesamtheiten durch eine Kombination von Stichprobenmethoden in mehreren Stufen der Kosten- und Zeitaufwand reduziert wird.

2.2.Flächenstichprobe: Dieses Kapitel behandelt die Flächenstichprobe als räumliche Unterart der Zufallsstichprobe, die häufig in Verbindung mit dem Random-Route-Verfahren zum Einsatz kommt.

3. Geschichtete Stichproben: Dieses Kapitel führt in das Verfahren ein, bei dem die Grundgesamtheit in Untergruppen (Schichten) unterteilt wird, um die Präzision der Schätzungen zu erhöhen.

3.1. Proportional geschichtete Stichproben: Es wird dargelegt, wie bei diesem Verfahren die Anteile der Schichten in der Stichprobe exakt den Anteilen in der Grundgesamtheit entsprechen.

3.2. Disproportional geschichtete Stichproben: Das Kapitel beschreibt ein Verfahren, bei dem Schichten ungleich verteilt werden, etwa um unterrepräsentierte Gruppen gezielt stärker zu erfassen oder Kosten zu senken.

3.3. Stichproben mit optimaler Aufteilung: Hier wird eine Sonderform der disproportionalen Schichtung beschrieben, die darauf abzielt, den Standardfehler durch Orientierung an der Streuung innerhalb der Schichten zu minimieren.

4. Quota-Verfahren: Das Kapitel erläutert das am häufigsten in der kommerziellen Forschung genutzte Auswahlverfahren, das auf bewusster Auswahl basiert, und diskutiert dessen Vorteile sowie die Problematik der Interviewer-Subjektivität.

Schlüsselwörter

Stichprobenkonstruktion, Empirische Sozialforschung, Klumpenstichprobe, Flächenstichprobe, Geschichtete Stichprobe, Quota-Verfahren, Repräsentationsschluß, Inklusionsschluß, Mehrstufiges Auswahlverfahren, Klumpeneffekt, Random-Route-Verfahren, Stichprobenfehler, Sozialforschungsmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine wissenschaftliche Einführung in verschiedene Methoden der Stichprobenkonstruktion, die in der empirischen Sozialforschung angewendet werden, um Daten über eine Grundgesamtheit zu gewinnen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen Klumpenstichproben, mehrstufige Auswahlverfahren, verschiedene Arten der Schichtung (proportional, disproportional, optimal) sowie das in der Marktforschung verbreitete Quota-Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Darstellung und Erklärung der unterschiedlichen Auswahlmethoden, um deren Eignung und Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Forschungsdesigns zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse methodischer Grundlagen der empirischen Sozialforschung, gestützt durch Fachliteratur von Autoren wie Kromrey, Schnell und Diekmann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die technischen Abläufe der Stichprobenziehung, die mathematischen Voraussetzungen für Schichtungen sowie die praktischen Herausforderungen, wie etwa der Klumpeneffekt oder die Subjektivität beim Quotenverfahren, detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselwörter sind Stichprobenkonstruktion, Klumpenstichprobe, geschichtete Stichprobe, Quota-Verfahren und Repräsentativität.

Was genau ist der „Klumpeneffekt“?

Der Klumpeneffekt beschreibt einen Genauigkeitsverlust bei Schätzungen, der auftritt, wenn die Elemente innerhalb eines Klumpens sehr homogen sind, sich aber stark von anderen Klumpen unterscheiden.

Worin liegt der Hauptkritikpunkt am Quota-Verfahren?

Der schwerwiegendste Nachteil liegt in der Subjektivität des Interviewers, da dieser die Zielpersonen eigenständig auswählt, was das Ergebnis verzerren kann, wenn das „soziale Umfeld“ des Interviewers überrepräsentiert wird.

Warum wird die disproportionale Schichtung gegenüber der proportionalen bevorzugt?

Sie wird dann bevorzugt, wenn man gezielt unterrepräsentierte Gruppen stärker untersuchen möchte oder wenn bei exakter proportionaler Aufteilung der Stichprobenumfang zu groß und damit zu kostspielig würde.

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Details

Title
Methoden der Stichprobenkonstruktion II
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Politische Wissenschaften)
Course
Empirische Sozialforshung
Grade
2,1
Author
Vitalij Baisel (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V40425
ISBN (eBook)
9783638389402
Language
German
Tags
Methoden Stichprobenkonstruktion Empirische Sozialforshung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vitalij Baisel (Author), 2005, Methoden der Stichprobenkonstruktion II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40425
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