Der Speerwurf


Hausarbeit, 2002

12 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltesverzeichnis

SPEERWURF
Ziel:

Physikalische Grundlagen des Speerwurfs
Abfluggeschwindigkeit
Abflughöhe
Abflugwinkel
Luftwiderstandskraft
Erdbeschleunigung

Biomechanische Prinzipien
Ausnutzen der Muskelvorspannung
Maximierung der Wurfweite

Bewegungsbeschreibung der Speerwurftechnik unter besonderer Berücksichtigung biomechanischer Aspekte
Anlauf
Bewegungsbeschreibung:
Biomechanische Aspekte:
Fünf-Schritt-Rhythmus
Bewegungsbeschreibung:
Biomechanische Aspekte:
Vorschläge metaphorischer Handlungsanweisungen:
Abwurf
Bewegungsbeschreibung:
Biomechanische Aspekte:
Vorschläge metaphorischer Handlungsanweisungen:
Abfangen
Bewegungsbeschreibung:

Literatur

Speerwurf

Ziel:

Bewegungsbeschreibung für das Speerwerfen unter besonderer Berücksichtigung biomechanischer Gegebenheiten. Weiters soll speziell auf metaphorische Handlungsanweisungen Wert gelegt werden und es ist zu beachten, welche Voraussetzungen von Teilbewegungen für welche nachfolgende Teilbewegungen benötigt werden.

Physikalische Grundlagen des Speerwurfs

Ziel bei allen leichtathletischen Wurfbewerben ist das Erzielen einer größtmöglichen Weite mit dem jeweiligen Gerät, in diesem Fall einem Speer. Folgende physikalische Größen beeinflussen dabei die Wurfweite (vgl. Lindner 1976, Jonath et al. 1995):

- Abfluggeschwindigkeit v0
- Abflughöhe h0
- Abflugwinkel a0
- Luftwiderstandskraft K
- Erdbeschleunigung g

Für die Wurfweite W gilt ohne Berücksichtigung der Luftkräfte folgende mathematische Beziehung (Bauersfeld, Schröter 1998):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es ist zu beachten, dass die Flugbahn des Speers aufgrund der aerodynamischen Eigenschaften dieses Gerätes von der Bahn eines schiefen Wurfes abweicht.

Im folgenden soll kurz auf jeden einzelnen dieser Faktoren näher eingegangen werden.

Abfluggeschwindigkeit

Die Abfluggeschwindigkeit ist der herausragende Faktor der Wurfleistung. Betrachtet man die mathematischen Beziehungen zwischen Wurfweite und den einzelnen Faktoren, so erkennt man, dass die Wurfweite vom Quadrat der Abfluggeschwindigkeit abhängt, während alle übrigen Faktoren nur linear in dieser Beziehung stehen.

Abflughöhe

Bei gegebener Körpergröße ist die Abflughöhe nur in geringem Maße beeinflussbar.

Abflugwinkel

Der Abflugwinkel gehört neben der Abfluggeschwindigkeit zu den entscheidenden Parametern. Dabei ist zu beachten, dass es den allgemein gültigen idealen Abwurfwinkel nicht gibt. Dieser ist vielmehr individuell optimal zu bestimmen, da er von der Abwurfhöhe und von der Abwurfgeschwindigkeit abhängig ist (vgl. Lindner 1967).

Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass die optimalen Abflugwinkel unter 40° liegen und mit zunehmender Abfluggeschwindigkeit kleiner werden (vgl. Jonath et al. 1995)

Der Abflugwinkel beeinflusst gemeinsam mit dem Anstellwinkel (der Winkel zwischen Horizontalen und der Speerlängsachse) wesentlich das Flugverhalten des Speers. Je nach den äußeren Verhältnissen (Rücken- oder Gegenwind) sind hier unterschiedliche Winkel günstig.

Luftwiderstandskraft

Auf diesen Parameter kann vor allem durch Veränderung des Abflug- und des Anstellwinkels Einfluss genommen werden.

Erdbeschleunigung

Diese wird als konstant mit g = 9,81 m/s2 angenommen

Biomechanische Prinzipien

Hochmuth (1982) beschreibt folgende biomechanische Prinzipien, welche auch für den Speerwurf Gültigkeit haben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ausnutzen der Muskelvorspannung

Der Muskel besteht biomechanisch gesehen aus drei Komponenten: das kontraktile Element (der Aktin-Myosin-Komplex) entwickelt die willkürlich aktive Muskelkraft, die parallelelastischen (Bindegewebe, Faszien) und serienelastischen Elemente (elastisches Material in Sehnen) wirken bei Dehnung wie eine elastische Feder und entwickeln passive Kräfte (Elastizitätskräfte).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Gesamtkraft des Muskels, die nach aussen abgegeben wird, ist immer die Summe aus aktiver Kraft und passiver Kraft. Die höchste Gesamtktraft wird aus der Länge der optimalen Vordehnung (etwa 120% der Ruhelänge) entwickelt. Die optimale Vordehnung wird häufig in Sportbewegungen durch Auftakt- und Ausholbewegungen genutzt (vgl. Ehlenz, Grosser, Zintl (1997).

Maximierung der Wurfweite

Aus den oben genannten Tatsachen ergibt sich für die Maximierung der Wurfweite die Notwendigkeit einer möglichst hohen Abfluggeschwindigkeit des Speeres. Um diese zu gewährleisten muss eine möglichst lange Dauer der Krafteinwirkung des Athleten auf den Speer durch einen optimal langen Beschleunigungsweg sichergestellt sein.

Dies wird beim Speerwurf in drei aufeinanderfolgenden Beschleunigungsetappen sichergestellt:

1. Beschleunigung des Gesamtsystems Athlet – Gerät
2. Beschleunigung des Oberkörpers mit Wurfarm und Gerät
3. Beschleunigung der Körperteile, die unmittelbar auf das Gerät wirken (Arm und Hand)

(vgl. Bauersfeld, Schröter 1998)

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Der Speerwurf
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Sportwissenschaft)
Note
2
Autor
Jahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V40569
ISBN (eBook)
9783638390606
ISBN (Buch)
9783656201960
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bewegungsbeschreibung des Speerwurfs unter besonderer Berücksichtigung der biomechanischen Gegebenheiten. Weiters wird der Versuch von metaphorischen Handlungsanweisungen zum Erlernen der Wurfbewegung gemacht.
Schlagworte
Speerwurf
Arbeit zitieren
Martin Plessl (Autor), 2002, Der Speerwurf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40569

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