Die Intentionen in dieser Unterrichtsstunde lassen sich wie folgt unterscheiden: Kognitiv
•Die Kinder sollen zu Beginn der Stunde die Geschichte des Indianerjungen konzentriert verfolgen und wiedergeben können.
•Sie soll ihnen im gemeinsamen Gespräch ermöglicht werden, Eindrücke und Gefühle einzubringen.
•Die Kinder sollen den Traumfänger als ein Beispiel für eine skurrile Erfindung der Indianer kennen lernen.
•Sie sollen in der Herstellung einfacher Gegenstände und Erfindungen geschult werden.
•Sie sollen die Bedeutung des Traumfängers verinnerlichen und wiedergeben können.
•Sie sollen den Umgang mit vielfältigen Materialien und Naturmaterialien kennen lernen.
•Die Kinder sollen in ihrer Kreativität und Gestaltungsfreude gefördert werden.
•Sie sollen eigene Ideen und Vorstellungen entwickeln und diese gestalterisch umsetzen können.
•Die Kinder sollen mit Hilfe der Materialien in ihrer Handlungsfähigkeit und ihrem selbstständigen Arbeiten ausgebildet werden.
•Sie sollen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kennen, vergleichen, umsetzen und eigene variieren können.
•Den Kindern soll ermöglicht werden, den Vorgang des Knotens und Einfädelns nachzuahmen.
•Sie sollen versuchen, einen Traumfänger gemäß einer Vorlage fachgerecht herzustellen.
•Sie sollen beim Einfädeln, Knoten und Flechten der Materialien in ihrer Feinmotorik geschult werden.
Affektiv
•Die Kinder sollen befähigt werden, sich gegenseitig aufmerksam zuzuhören und sich ausreden zu lassen.
•Die Kinder sollen im taktilen Wahrnehmen und Empfinden ausgebildet werden.
•Sie sollen lernen Gegenstände, Formen und Materialien nur durch Tasten zu erkennen und zu beschreiben.
•Sie sollen darin geschult werden, sich gegenseitig zu helfen.
•Die Kinder sollen versuchen, ihre Vorstellungen und Ideen anderen Kindern verständlich zu machen und zu begründen.
•Die Kinder sollen befähigt werden, einen Arbeitsauftrag diszipliniert und ruhig zu erledigen.
Erzieherisch
•Die Kinder sollen bereit sein, anderen Kindern bei ihrer Arbeit zu helfen und sich selbst helfen zu lassen.
•Sie sollen im Umgang mit den Materialien und Naturmaterialien eine sorgsame Handhabung an den Tag legen.
•Die schnelleren Kinder sollen lernen, auf langsamere Kinder zu warten.
Inhaltsverzeichnis
1 Thema der Unterrichtseinheit
1.1 Thema der Unterrichtssequenz
2. Intentionen/Lehrziele
3. Die Lernstruktur
3.1 Geplante Methodenkonzeption
3.2 Lernarrangement
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Kindern der zweiten Klasse durch die praktische Herstellung eines indianischen Traumfängers einen handlungsorientierten Zugang zu fremden Kulturen zu ermöglichen und dabei ihre kreative Ausdrucksfähigkeit sowie feinmotorische Kompetenzen zu fördern.
- Vermittlung von Wissen über indianische Sitten und Bräuche
- Förderung der ästhetischen Wahrnehmung und Fantasie
- Schulung feinmotorischer Fertigkeiten durch Flecht- und Knotenübungen
- Entwicklung von Selbstständigkeit und kooperativem Arbeitsverhalten
- Auseinandersetzung mit der Thematik von Träumen, Wünschen und Sehnsüchten
Auszug aus dem Buch
3.2 Lernarrangement
Nach der Begrüßung bitte ich die Kinder ihre Arme zu verschränken, ihren Kopf hineinzulegen und ihren Oberkörper nach vorne auf den Tisch abzulegen. Dies erscheint mir eine geeignete Position zu sein, in der die Kinder entspannt, aber trotzdem aufmerksam zuhören können. Zusätzlich biete ich den Kindern an, während der Geschichte die Augen zu verschließen, auf diese Weise soll eine geringere Ablenkbarkeit und Störanfälligkeit der Kindern während dem Lesen erzielt werden. Das Verschließen der Augen soll aber keine Pflicht sein, da es sich um eine spannende Geschichte handelt. Während die Kinder sich ruhig ablegen, schalte ich im Hintergrund leise Musik mit indianischen Rhythmen und Gesang ein, welche die Traumphase hervorheben soll.
Ich beginne mit dem Lesen der Geschichte erst, wenn alle Kinder bereit sind. Ich lese langsam und deutlich die Geschichte „Die erste Jagd“ von Falk Scheithauer vor, in der ein siebenjähriger Indianerjunge namens Wolke zum ersten Mal alleine auf die Jagd gehen darf. Auf Grund seiner Unerfahrenheit und der enormen Aufregung bringt er sich in große Gefahr, ohne es zu merken. Da diese Geschichte als Traum eines kleinen Jungen namens Phillip erzählt werden soll, werde ich ihr ein eigenes Ende geben. Bevor ich dieses vorlese, stelle ich die Musik ab, um den Wechsel zwischen Traum und Realität zu verdeutlichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Thema der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel verortet das Vorhaben im Bildungsplan für die Grundschule und begründet die inhaltliche Relevanz im Kompetenzfeld für Erfindungen und Kunstwerke.
1.1 Thema der Unterrichtssequenz: Hier wird die didaktische Einordnung erläutert, wobei das Ziel der Weltoffenheit und die Vermittlung fremder Kulturen durch das Objekt des Traumfängers hervorgehoben werden.
2. Intentionen/Lehrziele: Es werden kognitive, affektive und erzieherische Lernziele detailliert aufgelistet, die von der Feinmotorik bis hin zur sozialen Kompetenz reichen.
3. Die Lernstruktur: Dieses Kapitel erläutert den konzeptionellen Aufbau des Unterrichts mit Fokus auf selbstständiges und kreatives Arbeiten.
3.1 Geplante Methodenkonzeption: Hier wird der methodische Ansatz dargelegt, der die Vielfalt der Lernwege und die Präsenz von Kunst im Alltag der Kinder betont.
3.2 Lernarrangement: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Ablauf der Unterrichtsstunde, inklusive der Einführung durch eine Geschichte und die praktische Arbeitsphase.
Schlüsselwörter
Traumfänger, Indianer, Grundschule, Kunstunterricht, Handlungsfähigkeit, Kreativität, Feinmotorik, Kulturbewusstsein, Erfindungen, Unterrichtsentwurf, Gestaltung, pädagogische Praxis, handlungsorientiertes Lernen, soziale Kompetenz, Ästhetik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt einen Unterrichtsentwurf für die Grundschule, in dem Kinder lernen, einen indianischen Traumfänger als eine Art Glücksbringer selbst herzustellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind Kunst und Kultur, die Auseinandersetzung mit fremden Bräuchen, die Förderung von Kreativität sowie die Arbeit mit verschiedenen Materialien.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, die Neugier der Kinder an fremden Kulturen zu wecken und sie durch die handwerkliche Tätigkeit in ihrer Kreativität, Selbstständigkeit und Feinmotorik zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen praxisorientierten Unterrichtsentwurf, der auf den Vorgaben des Bildungsplans für die Grundschule (2004) basiert und aktiv-entdeckende Lernmethoden priorisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption und das konkrete Lernarrangement, welches den Ablauf von der Einführung durch eine Traumgeschichte bis zur praktischen Bastelphase umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Traumfänger, Kunstunterricht, Kreativität, Feinmotorik, indianische Kultur, Handlungsorientierung und Grundschule.
Warum wird im Unterrichtsverlauf eine Geschichte vorgelesen?
Das Vorlesen dient als atmosphärischer Einstieg, um das Thema Träume und die indianische Lebenswelt emotional greifbar zu machen und die Kinder auf die Bastelarbeit einzustimmen.
Welche Rolle spielt das "Kreisgespräch" in der Stunde?
Das Kreisgespräch soll den sozialen Austausch fördern, den Kindern Raum geben, ihre eigenen Erfahrungen mit Träumen zu teilen und die Bedeutung des Traumfängers als Glücksbringer gemeinsam zu reflektieren.
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- Katja Biersch (Author), 2005, Unterrichtsstunde: Einen indianischen Traumfänger selbst herstellen (2. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40590