Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der LKW auch in Zukunft im nationalen Transport unersetzlich ist. Insbesondere die hohe Flächenleistungsfähigkeit und die schnelle Transportdisponierbarkeit sind starke Argumente für den LKW. Für die meisten Firmen sind Haus-Haus-Verkehre durch die fehlenden Anschlüsse an die Verkehrswege der anderen Verkehrsträger nur durch den LKW realisierbar. Durch die Schnelligkeit und die Möglichkeit von Direktverkehren ist er, zumindest für kurze Strecken, meist auch der günstigste Verkehrsträger von allen. Da können Bahn sowie Binnenschiff nur durch den kombinierten bzw. gebrochenen Verkehr mit dem LKW mithalten. Wobei insbesondere der gebrochene Verkehr das Risiko von Beschädigungen beim Transportgut erhöht und die Beförderungsdauer insgesamt verlängert.
Im weltweiten Transport stehen Seeschiff und Flugzeug in unmittelbarer Konkurrenz zueinander. Wobei sie sich von den Leistungsmerkmalen her deutlich unterscheiden. Das Seeschiff ist prädestiniert für Massenguttransporte und besonders große Güter. Das Flugzeug hingegen besticht durch seine Schnelligkeit und eignet sich daher stark für verderbliche und kapitalintensive Ware. Es wird geschätzt, dass nach Gewicht zwei Prozent aller Güter im deutschen Außenhandel per Luftfracht befördert werden, diese aber wertmäßig betrachtet über 30 Prozent ausmachen.131 Die weltweite Tendenz weiterhin Lagerkapazitäten abzubauen und eher „Just in Time“ in kleinen Stückzahlen die Ware zu ordern, fordert aber geradezu einen schnell disponierbaren Verkehrsträger wie das Flugzeug. Für schwere Massengüter wie z.B. Öl oder Kohle gibt es aber im interkontinentalen Transport keine Alternative zum Seeschiff, dessen Kapazität sowohl im Volumen, als auch in der Tragfähigkeit Maßstäbe setzt. Ein weiterer wichtiger Grund für die Wahl des Seeschiffs sind die, insbesondere im Vergleich zum Flugzeug, deutlich niedrigeren Frachtkosten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Wahl des Verkehrträgers nach Kosten
1.1.1 Festlegung der Transportstrecke
1.1.2 Bestimmung des Transportgutes
1.1.3 Kostenermittlung
1.2 Wahl des Verkehrsträgers nach alternativen Gesichtspunkten.
2 Der Güterkraftverkehr
2.1 Beurteilung nach Leistungsfähigkeit
2.1.1 Zuverlässigkeit
2.1.2 Kapazität
2.1.3 Flexibilität
2.1.4 Schadenshäufigkeit
2.1.5 Schnelligkeit
2.1.6 Netzdichte
2.1.7 Umweltbeeinflussung
2.1.8 Frequenz
2.1.9 Informationsverarbeitung
2.2 Beurteilung nach Kosten
2.2.1 Abrechnungsgrundlage beim Kraftverkehr
2.2.1.1 Das System „KURT“
2.2.1.1.1 Allgemeines zum Abrechnungssystem „KURT“
2.2.1.1.2 Praxisbeispiel zum System „KURT“
2.2.1.2 Das System „GVE“
3 Die Eisenbahn
3.1 Beurteilung nach Leistungsfähigkeit
3.1.1 Zuverlässigkeit
3.1.2 Kapazität
3.1.3 Flexibilität
3.1.4 Schadenshäufigkeit
3.1.5 Schnelligkeit
3.1.6 Netzdichte
3.1.7 Umweltbeeinflussung
3.1.8 Frequenz
3.1.9 Informationsverarbeitung
3.2 Beurteilung nach Kosten
3.2.1 Abrechnungssystem bei der Bahn.
3.2.1.1 Das Trassenpreissystem
3.2.1.1.1 Aufbau des TPS
3.2.1.1.2 Beispiel zum Trassenpreissystem
3.2.1.2 Die Abwicklung über Railion Deutschland
3.2.1.3 Beispiel für Versand über Railion Deutschland
4 Das Binnenschiff
4.1 Beurteilung nach Leistungsfähigkeit
4.1.1 Zuverlässigkeit
4.1.2 Kapazität
4.1.3 Flexibilität
4.1.4 Schadenshäufigkeit
4.1.5 Schnelligkeit
4.1.6 Netzdichte
4.1.7 Umweltbeeinflussung
4.1.8 Frequenz
4.1.9 Informationsverarbeitung
4.2 Beurteilung nach Kosten
4.2.1 Allgemeines zu den Kosten eines Binnenschifftransportes
4.2.2 Beispiel für den Transport mit dem Binnenschiff
5 Das Seeschiff
5.1 Beurteilung der Leistungsfähigkeit
5.1.1 Zuverlässigkeit
5.1.2 Kapazität
5.1.3 Flexibilität
5.1.4 Schadenshäufigkeit
5.1.5 Schnelligkeit
5.1.6 Netzdichte
5.1.7 Umweltbeeinflussung
5.1.8 Frequenz
5.1.9 Informationsverarbeitung
5.2 Beurteilung nach Kosten
5.2.1 Allgemeines zu den Kosten bei der Seeschifffahrt
5.2.2 Beispiel für die Berechnung der Seefracht
6 Das Flugzeug
6.1 Beurteilung nach Leistungsfähigkeit
6.1.1 Zuverlässigkeit
6.1.2 Kapazität
6.1.3 Flexibilität
6.1.4 Schadenshäufigkeit
6.1.5 Schnelligkeit
6.1.6 Netzdichte
6.1.7 Umweltbeeinflussung
6.1.8 Frequenz
6.1.9 Informationsverarbeitung
6.2 Beurteilung nach Kosten
6.2.1 Allgemeines zu den Kosten beim Flugzeug
6.2.2 Beispiel für das Luftfrachtrechnen nach TACT
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die gängigsten Güterverkehrsträger – Lastkraftwagen, Eisenbahn, Flugzeug, Binnenschiff und Seeschiff – in einer vergleichenden Analyse bezüglich ihrer Leistungsmerkmale und Kosten zu untersuchen, um der verladenden Wirtschaft eine Entscheidungsgrundlage für die Wahl des optimalen Verkehrsmittels zu bieten.
- Vergleichende Untersuchung der Leistungsfähigkeit verschiedener Güterverkehrsträger
- Analyse der Kostenstrukturen und Abrechnungsmodelle (z.B. KURT, TPS, TACT)
- Bewertung anhand technischer, ökonomischer und ökologischer Kriterien
- Praxisnahe Erläuterung durch Anwendungsbeispiele und Berechnungen
- Identifikation von Entscheidungsparametern für Logistikentscheidungen
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Bestimmung des Transportgutes
Als zweiten Schritt ist es erforderlich die Transportgüter pro Ladung genau zu definieren. Hier sind insbesondere die genauen Abmaße in Länge, Höhe und Breite und das Gewicht bzw. das Volumengewicht des Transportgutes festzulegen.
Die Gewichts- und Volumenverhältnisse differieren zwischen den einzelnen Güterarten. Um diese Differenz auszugleichen werden im Allgemeinen folgende Umrechnungen angewandt:
Güterkraft- und Eisenbahnverkehr: 1000 kg = 3 Kubikmeter
Luftverkehr: 1000 kg = 6 Kubikmeter
Binnenschifffahrt: 1000 kg = 2 Kubikmeter
Seeschifffahrt: 1000 kg = 1 Kubikmeter
Hieraus kann man schon entnehmen, dass sich der Luftverkehr eher zur Beförderung von leichten Gütern eignet z.B. Styropor und die Seeschifffahrt prädestiniert ist, um besonders schwere Güter zu transportieren z.B. Rohöl.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage steigenden Wettbewerbsdrucks und definiert das Ziel, Verkehrsträger anhand ihrer Leistungsfähigkeit und Kosten für die verladende Wirtschaft vergleichbar zu machen.
2 Der Güterkraftverkehr: Analysiert den LKW als bedeutendsten Verkehrsträger in Deutschland hinsichtlich seiner Leistungsmerkmale sowie der Abrechnungssysteme KURT und GVE.
3 Die Eisenbahn: Untersucht die Rolle der Bahn im Güterfernverkehr, deren Leistungsfähigkeit, das Trassenpreissystem (TPS) und die Abwicklung über Railion Deutschland.
4 Das Binnenschiff: Erläutert die Eignung der Binnenschifffahrt für Massengüter, die Besonderheiten bei der Leistungsbewertung und die Kostenstrukturen inklusive FTB-Tarifen.
5 Das Seeschiff: Betrachtet den Seeverkehr als Transportmittel für Massen- und Stückgüter sowie die komplexen Tarifstrukturen der Konferenzen.
6 Das Flugzeug: Bewertet die Schnelligkeit und Eignung des Flugzeugs für zeitkritische Güter sowie die Abrechnung nach TACT-Tarifen und Zusatzkosten.
7 Fazit: Fasst zusammen, dass der LKW im nationalen Transport unersetzlich bleibt, während im internationalen Bereich eine gezielte Auswahl zwischen Schiff und Flugzeug nach Gutart und Dringlichkeit erfolgt.
Schlüsselwörter
Güterverkehr, Logistik, Transportkosten, LKW, Eisenbahn, Binnenschifffahrt, Seeschifffahrt, Luftfracht, Leistungsfähigkeit, Frachtraten, KURT, TPS, TACT, Transportoptimierung, Supply Chain
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die fünf wichtigsten Güterverkehrsträger (LKW, Eisenbahn, Binnenschiff, Seeschiff und Flugzeug) hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Kosten, um der verladenden Wirtschaft eine Entscheidungshilfe zu bieten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Leistungsbewertung nach Kriterien wie Zuverlässigkeit, Kapazität und Schnelligkeit sowie die Darstellung komplexer Abrechnungs- und Tarifmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Rückschlüsse darüber zu ziehen, welcher Verkehrsträger für welches Transportgut am besten geeignet ist, und dies durch theoretische Grundlagen sowie Praxisbeispiele zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die jeden Verkehrsträger anhand einer einheitlichen Kriterienmatrix bewertet und durch reale Rechenbeispiele aus der Speditionspraxis konkretisiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der einzelnen Verkehrsträger, wobei jeweils die Leistungsfähigkeit analysiert und die Kostenabrechnung (z.B. mittels Systemen wie KURT, TPS oder TACT) erläutert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Güterverkehr, Logistik, Transportkosten, Frachtraten, Verkehrsträgervergleich und Supply Chain Management.
Wie werden die Kosten beim LKW-Transport berechnet?
Seit 1994 sind die Tarife frei vereinbar; als Grundlage dienen jedoch häufig unverbindliche Richtpreis-Tabellen wie das "KURT"-System.
Warum ist das Seeschiff besonders für Massengüter geeignet?
Das Seeschiff bietet durch seine enorme Ladekapazität und die verhältnismäßig niedrigen Kosten pro Tonnenkilometer bei langen Transportstrecken eine kaum schlagbare Wirtschaftlichkeit für Schütt- und Massengüter.
Was ist die Besonderheit bei der Luftfrachtberechnung?
Die Luftfracht wird oft nach dem TACT-Tarif abgerechnet, wobei die Wahl zwischen Normal- und Mengenraten sowie die Berücksichtigung von sperrigen Gütern durch das Volumengewicht eine entscheidende Rolle spielen.
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- Andreas Franke (Autor), 2005, Leistungsmerkmale und Kosten der Güterverkehrsträger LKW, Bahn, Schiff, Flugzeug, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40597