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Textoptimierung. Ein Versuch zur Verbesserung geschriebener Texte

Title: Textoptimierung. Ein Versuch zur Verbesserung geschriebener Texte

Seminar Paper , 2002 , 39 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Magdalena Mayer (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In meinem Teil dieser Seminararbeit habe ich mit einer Analyse des Originaltextes begonnen, bin danach auf meine Optimierung eingegangen, und habe schließlich die Reaktionen der Versuchspersonen auf die Texte analysiert. Die Analyse des Originaltextes erfolgte nach den Grundzügen des „Zürcher Textanalyserasters“, denn dieses bietet meiner Ansicht nach eine gute Möglichkeit einen Text objektiv und übersichtlich zu untersuchen. Ich bin nicht auf alle Punkte des Zürcher Textanalyserasters gle ich stark eingegangen, sondern habe nur die für den Text relevanten Punkte ausführlich behandelt. Ich benutzte zur Analyse des Originaltextes das „Zürcher Textanalyseraster“ weil es sehr gut strukturiert und übersichtlich ist, und deshalb besser zur eigentlichen „Themenbestimmung“ besser geeignet ist. Durch die Anwendung dieses Rasters habe ich nicht nur die Stärken und Schwächen des Originaltextes klargemacht, sondern auch schon einen großen Schritt in Richtung Erklärung meiner Optimierung getan. Durch die gründliche Analyse des Originaltexts werden die Gründe für meine Veränderungen schon zum größten Teil erklärt. Im zweiten Teil meiner Arbeit beschäftigte ich mich mit meiner Optimierung, und zwar versuchte ich erst ganz allgemein herauszufinden, was man am Originaltext verbessern könnte, und legte dann Stück für Stück dar, wie ich vorgegangen bin. Die allgemeine Erklärung zu den Optimierungen machte ich hauptsächlich mit Hilfe des „Minimalmodells zu Verständlichkeitsanalyse und –optimierung“ von Christoph Sauer. Denn dieses Minimalmodell ist im Gegensatz zum Textanalyseraster stärker optimierungsbezogen, und zudem habe ich mit der Analyse des Originaltextes meiner Ansicht nach dieses Textanalyseraster bereits voll ausgenutzt. Zudem ergänzen sich das Minimalmodell Sauers und das Zürcher Textanalyserasters in mehreren Punkten, und somit habe ich Aspekte beider Modelle zum Teil „zusammengewürfelt“, um ein breiteres Bild der beiden Texte entwerfen zu können. Der Schlussteil beschäftigt sich schließlich mit der Frage inwieweit meine Optimierung sinnvoll oder nützlich war, und ob dies an der Auswertung Fragebögen, die ich gestaltete, abzulesen wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. SEMINARARBEIT

2. EINLEITUNG

3. ANALYSE DES ORIGINALTEXTES

3.1 TEXTLÄNGE

3.2 WORTSCHATZ

3.3 SATZBAU

3.4 GESAMTIDEE, THEMA, ABSICHT

3.5 GLIEDERUNG

3.5.1 Inhaltlich

3.5.2 Formal

3.6 THEMATISCHE ENTFALTUNG

3.7 GRAD AN IMPLIZITHEIT / EXPLIZITHEIT

3.8 KOHÄSIONSMITTEL

3.8.1 Verweismittel

3.8.2 Verknüpfungsmittel

3.8.3 Fokus – Hintergrund Gliederung

4. OPTIMIERUNG DES ORIGINALTEXTES

4.1 LESBARKEIT

4.2 VERSTEHBARKEIT

4.3 BRAUCHBARKEIT

4.4 ANWENDBARKEIT

4.5 WAS VERÄNDERT WURDE

5. BEFRAGUNG

6. AUSWERTUNG

6.1 REAKTIONEN AUF DAS QUIZ – LESEAUFGABE

6.2 HAUPTTEIL DES FRAGEBOGENS

7. LITERATUR

8. ANHANG

8.1 ORIGINALTEXT

8.2 OPTIMIERTER TEXT

8.3 FRAGEBÖGEN

Zielsetzung und Themen

Die Seminararbeit untersucht, inwiefern ein komplexer literaturwissenschaftlicher Fachtext durch gezielte sprachliche und strukturelle Modifikationen für eine breitere Zielgruppe, insbesondere Studenten und Schüler, optimiert werden kann, ohne dabei seinen wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren.

  • Analyse von Textqualität anhand des "Zürcher Textanalyserasters".
  • Optimierung von Lesbarkeit, Verständlichkeit und Struktur nach dem "Minimalmodell" von Christoph Sauer.
  • Empirische Untersuchung der Akzeptanz und Verständlichkeit durch eine Befragung mit Testgruppen.
  • Vergleich von Originaltext und optimierter Fassung hinsichtlich Struktur und Kohärenz.
  • Reflexion über die Anforderungen an wissenschaftliche Vermittlungstexte.

Auszug aus dem Buch

Satzbau

Dadurch, dass die Sätze ausgesprochen lang sind, ergibt sich zwingend ein charakteristischer Satzbau. (Man könnte natürlich auch sagen, dass sich durch den charakteristischen Satzbau überlange Sätze ergeben.) Dieser Satzbau ist gekennzeichnet durch lange Sätze, die aus vielen kompliziert ineinandergreifenden Teilsätzen bestehen. Diese Teilsätze sind im eigentlichen Satz wiederum durch Semikolons in Satzeinheiten geteilt. Als Beispiel für diesen komplexen Satzbau könnte man eigentlich jeden Satz im Text verwende, aber bereits der erste Satz hat sehr charakteristische Eigenheiten.

„Die strukturelle Ästhetik gehört den objektivistischen Richtungen an, d.h. denen, die zum Ausgangspunkt (nicht jedoch zum ausschließlichen Ziel) ihrer Erforschung das ästhetische Objekt bestimmen, d.h. das Kunstwerk, ein Objekt freilich, das nicht im materiellen Sinne verstanden werden darf, sondern als das äußere Erscheinungsbild einer immateriellen Struktur, d.h. eines dynamischen Gleichgewichts der Kräfte, die durch die einzelnen Elemente dargestellt werden.“7

Dieser Satz ist an sich schon sehr lang, doch der längste Satz im Text umfasst 118 Wörter, und 4 Strichpunkte, was natürlich absolute Überlänge ist. Es scheint beim Autor generell ein „Unwille zum Punkt“ zu existieren, möglicherweise wurde die Verwendung von Strichpunkten als Möglichkeit angesehen, den starken inhaltlichen Zusammenhang der Aussagen zu zeigen.

Auffällig bei diesem Beispiel ist die häufige Verwendung von Attributsätzen, die durch die Konjunktion „d.h.“ eingeleitet werden. Ungewöhnlich ist dabei, dass immer weiter spezifiziert wird. Der Satz „zoomt“ sozusagen immer näher an einen bestimmten Inhalt heran.

Zusammenfassung der Kapitel

SEMINARARBEIT: Einführung in das Thema der Textoptimierung und Vorstellung des gewählten Ausgangstextes über den Strukturalismus.

EINLEITUNG: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, basierend auf dem Zürcher Textanalyseraster und dem Minimalmodell von Christoph Sauer.

ANALYSE DES ORIGINALTEXTES: Detaillierte Untersuchung des Ausgangstextes hinsichtlich Länge, Wortschatz, Satzbau, Gliederung und Kohäsionsmitteln.

OPTIMIERUNG DES ORIGINALTEXTES: Beschreibung der vorgenommenen Anpassungen zur Verbesserung der Lesbarkeit, Verstehbarkeit und Brauchbarkeit des Textes.

BEFRAGUNG: Erläuterung des methodischen Designs der Befragung zur Evaluation der Optimierungsmaßnahmen mittels Fragebögen.

AUSWERTUNG: Analyse der empirischen Ergebnisse aus den Testgruppen, unter Einbezug der Reaktionen auf das Quiz und den Fragebogen.

Schlüsselwörter

Textoptimierung, Strukturalismus, Zürcher Textanalyseraster, Minimalmodell, Verständlichkeit, Lesbarkeit, Brauchbarkeit, Kohäsionsmittel, literaturwissenschaftliche Texte, Textanalyse, Zielgruppenanalyse, Satzbau, Kohärenz, Wissenschaftssprache, Evaluation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung eines als schwer verständlich empfundenen, fachwissenschaftlichen Textes aus dem Bereich des Strukturalismus, um ihn für ein studentisches und schulisches Publikum zugänglicher zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die sprachliche Komplexität, die mangelnde graphische Gliederung des Originaltextes und die Herausforderung, komplexe theoretische Konzepte in verständlichere Satzstrukturen zu überführen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob und wie ein wissenschaftlicher Text durch gezielte Vereinfachung von Syntax und Struktur verständlicher gestaltet werden kann, ohne dabei inhaltlich an Präzision zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt das Zürcher Textanalyseraster zur objektiven Bestandsaufnahme des Originaltextes sowie das "Minimalmodell zur Verständlichkeitsanalyse und –optimierung" von Christoph Sauer für die praktische Umsetzung der Änderungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der sprachlichen Schwachstellen des Originals und eine systematische Dokumentation der vorgenommenen Optimierungen (z. B. Satzverkürzungen, Gliederung durch Absätze).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Textoptimierung, Lesbarkeit, Verständlichkeit, Strukturalismus, Textanalyse und Evaluation.

Wie beeinflusste das Vorwissen der Leser die Ergebnisse der Befragung?

Die Ergebnisse zeigen, dass der Text, der als zweites gelesen wurde, in der Regel besser verstanden wurde, was auf einen Lerneffekt und das "schon-einmal-gelesen-Problem" hindeutet.

Warum wurde eine empirische Befragung durchgeführt?

Die Befragung sollte Aufschluss darüber geben, ob die vorgenommenen Optimierungen tatsächlich von den Zielgruppen als angenehmer und verständlicher wahrgenommen werden als der Originaltext.

Welche Schwierigkeiten ergaben sich bei der Optimierung des wissenschaftlichen Stils?

Die Autorin stand vor dem Dilemma, dass zu starke Vereinfachungen den wissenschaftlichen Charakter des Textes gefährden könnten, während der beibehaltene hohe Abstraktionsgrad für Laien eine Barriere darstellt.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Textoptimierung. Ein Versuch zur Verbesserung geschriebener Texte
College
University of Graz
Course
Projektseminar: Textoptimierung
Grade
Sehr Gut
Author
Magdalena Mayer (Author)
Publication Year
2002
Pages
39
Catalog Number
V40640
ISBN (eBook)
9783638391115
Language
German
Tags
Textoptimierung Versuch Verbesserung Texte Projektseminar Textoptimierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magdalena Mayer (Author), 2002, Textoptimierung. Ein Versuch zur Verbesserung geschriebener Texte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40640
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