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Zeitbewusstsein bei Grundschulkindern

Projektskizze "Kinder, wie die Zeit vergeht"

Title: Zeitbewusstsein bei Grundschulkindern

Term Paper , 2003 , 57 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susan Grüßner (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Summary Excerpt Details

Was ist Zeit?, Welches Verständnis über die „Zeit“ können wir bei Grundschulkindern voraussetzen?, Wie entwickelt sich das Zeitverständnis? Welche Anforderungen können wir stellen? Diese Frage nach dem Wesen der Zeit beschäftigt den Menschen immer wieder. Schon lange vor der Erfindung der mechanischen Uhr (14. Jh.) gab es in der Menschheit ein fortwährendes Bemühen, die Zeit zu messen und ein Zeitbewusstsein zu entwickeln. Zeit spielt in der Natur und in der Gesellschaft eine große Rolle, da sie die Lebensrhythmen von Pflanzen und Tieren sowie das tägliche Handeln und Planen der Menschen von je her bestimmt. Durch die starke Verzeitlichung des modernen Alltags leben die meisten Kinder und Erwachsenen heute losgelöst von den natürlichen Zeitgebern Sonne und Mond und ihr Verhältnis zur Natur ist eher gestört als entwickelt. Das Leben der Kinder ist zunehmend vom Zeitraster der Schule am Morgen und von eigenen Terminen am Nachmittag abhängig. Viele Stadtkinder erfahren heute den Wechsel der Jahreszeiten nicht durch eigene sinnliche Wahrnehmung, sondern zum Teil grotesk verzerrt durch den Wechsel der Auslagen in den Geschäften. Aus diesen Gründen halte ich es für sehr sinnvoll und notwendig, Kinder für dieses Thema, in Form eines Projektes zu sensibilisieren und ihr Interesse dafür zu wecken. „Zentrales Ziel ist (es), ein mehrdimensionales Zeitbewusstsein anzubahnen, das Grundlage für zeitliche Autonomie und ökologisch verträgliches Handeln in der natürlichen und sozialen Mitwelt ist.“ (Schaub, H. 1998 b; S. 4). Die Kinder sollen also die Fähigkeit erlangen, Zeit in ihren verschiedenen Dimensionen wahrzunehmen und zu strukturieren. Der Unterricht bzw. das Projekt orientiert sich dabei an der Lebenswirklichkeit der Kinder. Die Kinder sollen sowohl ein numerisches als auch ein abstraktes Zeitbewusstsein entwickeln, denn es ist für Kinder nicht nur wichtig, einen Zeitbegriff zu erwerben und die offiziellen Zeiteinteilungen nachzuvollziehen, sondern auch zu lernen, private Zeiterfahrungen darzustellen und einzubringen sowie eigenverantwortlich mit der persönlichen Zeit umzugehen. Die erlebnishafte Dimension soll dabei im Vordergrund stehen. Zeitorientierung, Zeiteinteilung sowie Zeitplanung auf der Grundlage des Zeitwissens, der Zeiterfahrung, der Zeitschätzung und der Zukunftsorientierung sind wichtige Lernziele.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeine Einführung ins Thema

2 Umsetzungsvorschläge

2.1 Problemfelder

2.2 Ideen für den Sachunterricht und andere Fächer

3 Rahmenbedingungen

3.1 Lehrplananforderungen

3.2 Klassenstufe

3.3 Ziele

3.4 Zeitumfang

3.5 Organisatorisches

4 Kurzbeschreibung

5 Ausführliche Projektbeschreibung

5.1 1. Projekttag (Einführung, Das Jahr, Die Jahreszeiten)

5.2 2. Projekttag (Der Kalender, Die Monate)

5.3 3. Projekttag (Die Woche)

5.4 4. Projekttag (Die Uhr, Der Tag)

5.5 5. Projekttag (Rund um die Uhr)

5.6 6. Projekttag (Präsentation, Märchen „Die zwölf Monate“)

6 Evaluationsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Grundschulkindern im Rahmen eines mehrdimensionalen Projekts ein Zeitbewusstsein zu vermitteln, das sowohl das Verständnis für objektive Zeiteinteilungen wie Uhr und Kalender schult als auch Raum für subjektive Zeiterfahrungen lässt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Kinder für natürliche Rhythmen sensibilisiert und zu zeitlicher Autonomie befähigt werden können, um sich in einer stark verzeitlichten Umwelt besser zurechtzufinden.

  • Entwicklung eines mehrdimensionalen Zeitbewusstseins (Uhr- und Kalenderzeit)
  • Fächerübergreifende Ansätze im Sachunterricht, Mathematik, Deutsch und Kunst
  • Einsatz von aktiv-entdeckenden Lernformen wie Stationenlernen
  • Sensibilisierung für natürliche Rhythmen im Kontrast zum modernen Zeitraster
  • Anbahnung von Geschichtsbewusstsein durch Rekonstruktion vergangener Zeit

Auszug aus dem Buch

1 Allgemeine Einführung ins Thema

Was ist Zeit?, Welches Verständnis über die „Zeit“ können wir bei Grundschulkindern voraussetzen?, Wie entwickelt sich das Zeitverständnis? Welche Anforderungen können wir stellen?

Diese Frage nach dem Wesen der Zeit beschäftigt den Menschen immer wieder. Schon lange vor der Erfindung der mechanischen Uhr (14. Jh.) gab es in der Menschheit ein fortwährendes Bemühen, die Zeit zu messen und ein Zeitbewusstsein zu entwickeln. Zeit spielt in der Natur und in der Gesellschaft eine große Rolle, da sie die Lebensrhythmen von Pflanzen und Tieren sowie das tägliche Handeln und Planen der Menschen von je her bestimmt.

Zeit ist ein „physikalischer Grundbegriff, der als physikalische Größe zur Charakterisierung des Nacheinanders aller in der Natur ablaufenden Vorgänge dient. Jeder Vorgang nimmt im Ablauf der Z. einen ganz bestimmten Abschnitt ein. Nichts, was in der Natur existiert, ist zeitlos. Die Z. gliedert sich in drei Abschnitte Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. (...) Zur Zeitmessung kann jeder gleichförmig ablaufende Vorgang verwendet werden, wie z.B. die Schwingung eines Pendels.“ (Preuss, S. 566).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeine Einführung ins Thema: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Zeitbegriffs sowie die unterschiedlichen Zeitmodelle und deren Relevanz für den Grundschulunterricht.

2 Umsetzungsvorschläge: Analysiert die fünf Perspektiven des Sachunterrichts in Bezug auf das Thema Zeit und gibt fächerübergreifende Anregungen für die praktische Umsetzung.

3 Rahmenbedingungen: Beleuchtet die Anforderungen der Lehrpläne und die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Kinder für das Thema Zeit.

4 Kurzbeschreibung: Bietet einen tabellarischen Überblick über den Ablauf der sechs Projekttage.

5 Ausführliche Projektbeschreibung: Detailliert die methodische Planung und die konkreten Lerninhalte jedes einzelnen Projekttages inklusive der verschiedenen Stationen.

6 Evaluationsmöglichkeiten: Beschreibt Methoden und Strategien zur Reflexion des Lernprozesses und zur Bewertung der Schülerleistungen.

Schlüsselwörter

Zeitbewusstsein, Grundschule, Sachunterricht, Jahreszeiten, Kalender, Uhr, Zeitwahrnehmung, fächerübergreifender Unterricht, Projektarbeit, Stationenlernen, Zeitrhythmen, Geschichtsbewusstsein, Naturbegegnung, Zeitdidaktik, Kindliche Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektskizze grundsätzlich?

Die Arbeit konzipiert ein sechstägiges fächerübergreifendes Projekt für die zweite Grundschulklasse, das den Kindern den bewussten Umgang mit Zeit, Kalender und Uhr näherbringen soll.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Zeit, dem Kennenlernen von Zeitmessern und der Einbindung natürlicher Rhythmen in den Alltag der Kinder.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Anbahnung eines mehrdimensionalen Zeitbewusstseins, das den Schülern ermöglicht, ihre Zeit eigenverantwortlich zu strukturieren und in der heutigen Industriegesellschaft zu bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse (u.a. von Heinrich Roth) und didaktische Prinzipien des fächerübergreifenden Sachunterrichts, um ein offenes, aktiv-entdeckendes Lehrkonzept zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Planung der sechs Projekttage, die von der Einführung in Jahreszeiten und Kalender über die Arbeit mit Wochentagen und Uhrzeiten bis hin zur abschließenden Präsentation reichen.

Welche Rolle spielen die Perspektiven des Sachunterrichts?

Die Arbeit nutzt die fünf Perspektiven (sozial-/kulturwissenschaftlich, raumbezogen, naturbezogen, technisch, historisch), um das Thema Zeit aus allen relevanten Richtungen zu durchdringen.

Welche Bedeutung hat das "Märchen von den zwölf Monaten" im Projekt?

Das Märchen dient als verbindendes, musikalisch-szenisches Element, das den Kindern in spielerischer Form die zyklische Abfolge der Jahreszeiten und Monate veranschaulicht.

Wie wird der Lernfortschritt der Kinder evaluiert?

Die Evaluation erfolgt prozessbegleitend durch Beobachtung, Selbstkontrolle an den Stationen sowie durch die Reflexion der Schüler im Sitzkreis und die Erstellung persönlicher Zeitbücher.

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Details

Title
Zeitbewusstsein bei Grundschulkindern
Subtitle
Projektskizze "Kinder, wie die Zeit vergeht"
College
Dresden Technical University  (Institut für Grundschulpädagogik)
Course
Integrativer Sachunterricht
Grade
1,0
Author
Susan Grüßner (Author)
Publication Year
2003
Pages
57
Catalog Number
V40668
ISBN (eBook)
9783638391313
ISBN (Book)
9783638724197
Language
German
Tags
Projektskizze Kinder Zeit Zeitbewusstsein Grundschulkindern Integrativer Sachunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susan Grüßner (Author), 2003, Zeitbewusstsein bei Grundschulkindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40668
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