Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes 'Nathan der Weise'


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
35 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff Toleranz zu Lessings Zeiten

3 Nathan der Weise
3.1 Verständigung - Sprache der Toleranz
3.1.1 Der widerspenstigen Zähmung des Tempelherrn
3.1.2 Saladin und die Frage nach der wahren Religion
3.1.3 Recha und der Glaube an wahre Wunder
3.1.4 Teilzusammenfassung
3.1.5 Der Patriarch – Intoleranz in Person
3.1.6 Die „gute böse Daja“
3.1.7 Teilzusammenfassung
3.2 Wahrheitsbesitz vs. Wahrheitssuche

4 Lessings Toleranzbegriff

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Frage, was unter Toleranz zu verstehen ist und bis zu welchen Grenzen sie reicht, hat bis zum heutigen Zeitpunkt an Aktualität nicht verloren. Eine Toleranz­diskussion ist in Deutschland besonders seit der durch Luther 1517 ausgelösten Reformation, die zur religiösen Spaltung Deutschlands führte, immer wieder aufgekommen: Der Kampf – erst um religiöse Neugestaltung, dann auch um nationale Interessen – erreichte im Dreißigjährigen Krieg, der in Deutschland Formen eines Bürgerkrieges annahm, seinen Höhepunkt. Erst mit Beendigung dieses Krieges kam es durch die Vereinbarungen im Westfälischen Frieden zur Rechtsgleichheit der verschiedenen Religionen (Katholiken, Lutheraner und Reformierte). Eine rechtliche Gleichstellung nichtchristlicher Religionen – von sozialer Gleichstellung ganz zu schweigen - war ein Jahrhundert später zu Lessings Zeit nicht vorgesehen, wie es in dem Drama Die Juden zum Ausdruck kommt.

Immer noch, besonders aber seit den Terroranschlägen in den USA spielt der Gegensatz zwischen einer „fundamentalistischen“ und einer „toleranten“ Religion oder Kultur in der öffentlichen Diskussion wieder eine große Rolle. Doch schon in den vergangenen Jahren ist der Begriff der Toleranz allgegenwärtig gewesen. Man denke nur an die Auseinandersetzungen über das Kruzifix, das Kopftuch einer Lehramtsanwärterin, die Homo-Ehe, den Begriff der „Leitkultur“, die Fragen von Integration und Einwanderung oder das beantragte NPD-Verbot im Kontext der Reaktionen auf rechtsextreme Gewalttaten. So gegensätzlich die dabei vertretenen Positionen auch sein mögen, so einhellig bekunden doch alle Beteiligten, dass es ihnen um die Schaffung einer politischen „Kultur der Toleranz“ gehe.

In der vorliegenden Arbeit soll es um die Toleranzauffassung Gotthold Ephraim Lessings gehen, welche an seinem dramatischen Gedicht Nathan der Weise explizit gemacht werden soll. Anhand Lessings Nathan der Weise und sein Verständnis von Wahrheit sowie seine Einstellung zur Religion möchte ich Lessings Toleranzidee herausarbeiten. Dabei soll Lessings Umgang mit Sprache zeigen, inwieweit diese zu Toleranz und Humanität erziehen kann. „In der Tat ist Nathan der Weise, es zählt dies zur einhelligen communis opinio der Forschung, jenes Werk Lessings, in dem dieser wie in keinem anderen seiner Dramen konsequent die Grenzen und Möglichkeiten von Bildung und Umbildung des Individuums unter dem Aspekt der Befriedung von Gewalt und der Erzeugbarkeit von Toleranz reflektiert.“[1]

Letztendlich geht es mir darum, deutlich zu machen, dass sich das Toleranzverständnis Lessings nicht mit dem des 18. Jahrhunderts deckt.

2 Der Begriff Toleranz zu Lessings Zeiten

Der Begriff Toleranz wird aus dem lateinischen Wort „tolerare“, was mit Ertragen, Erdulden, Geduld oder Duldsamkeit übersetzt werden kann, entlehnt.[2] Es hat zunächst und ursprünglich den Sinn der religiösen Duldsamkeit, des Duldens andersartiger Glaubensbekenntnisse, Gottesdienste und Glaubensbezeugungen durch die Herrschenden. Im Laufe der Geschichte taucht das Wort zuerst bei den antiken Philosophen, namentlich den Stoikern, dann in der ausgehenden Antike im Toleranzedikt von 313 n. Chr. von Mailand auf, in dem „eine Gleichstellung der christl. Religion im Sinne einer der Einheit des Röm. Reiches nachgeordneten Duldungsbereitschaft gegenüber Fremdreligionen erreicht und damit zugleich eine formale Intoleranz [Position, die den Glauben und die Religion anderer nicht respektiert, S. G.] , wie sie in der Christenverfolgung ihren Ausdruck fand, beendet“ wurde.[3]

In der Mitte des 18. Jahrhunderts verstand man unter dem Begriff Toleranz das Zulassen anderer Religionen neben der christlichen Religion. Das Zusammenleben realisierte sich im Alltag durch ein friedliches Nebeneinander. Aus der Sicht des Christen bleibt aber ihr Glaube, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, unangefochten, der Andersgläubige dagegen irrt in seinem Glauben. Trotzdem gebieten Liebe und Erbarmen, also Karitas friedlich miteinander umzugehen und nicht durch Konfrontation, sondern durch ein Aufeinanderzugehen, mit „Sanftmut und Bescheidenheit“ den Andersgläubigen von seinem Irrtum zu überzeugen.[4] Besonders das Grosse vollständige Universal-Lexikon (1745) von Johann Heinrich ZEDLER gibt darüber Auskunft:

‚Wir verstehen aber allhier durch die Tole­rantz nichts anderes, als dass man äußerlich im gemeinen Leben friedlich miteinander umzugehen suchet, einander die Pflichten des Rechts der Natur nicht versaget, und auf den Cantzeln und in den Schriften die vorgegebene irrige Meynung mit aller Sanfftmuth widerleget, und also einander, mit Vernunfft und Bescheidenheit eines besseren zu belehren bemüht ist. [...] Der Grund der Tolerantz, so man den Irr-Gläubigen angedeyhen lässet, muß in der allge­meinen Liebe und Erbarmung liegen, und der Zweck derselben bloß dieser seyn, dass sie den irrenden Nächsten von dem Irrthum seines Weges nach und nach unter dem Segen Gottes zu überzeugen suchet, wozu sie theils alle Evangelische Mittel, doch ohne Zwang anwendet, theils die Hindernisse aus dem Wege räumet, und der Wahrheit Platz machet.’[5]

Dieses Verständnis von Toleranz wird von Immanuel KANT (1724 – 1804) in seinem Aufsatz Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung (1784) abgelehnt. Er weist darauf hin, dass das Verhalten eines Fürsten, der den Menschen in Bezug auf ihre Religion keinerlei Vorschriften macht, weit mehr beinhaltet - und dieses „mehr“ wird im Folgenden zu spezifizieren sein - als man im 18. Jahrhundert im Allgemeinen unter dem Begriff Toleranz verstand:

„Ein Fürst, der es seiner nicht unwürdig findet, zu sagen: dass er es für ’Pflicht’ halte, in Religionsdingen den Menschen nichts vorzuschreiben, sondern ihnen darin volle Freiheit zu lassen, der also selbst den hochmütigen Namen der ’Toleranz’ von sich ablehnt, ist selbst aufgeklärt [...].“[6]

Auf der Grundlage dieser beiden ausgewählten Beispiele lässt sich der Toleranz­begriff im 18. Jahrhundert wie folgt beschreiben:

Die Handlungsweise, die durch den Begriff Toleranz bezeichnet wird, kann mit einem anderen Wort bezeichnet werden, und zwar mit dem Begriff Duldung. D. h., die Religion des Andersgläubigen wird geduldet, obwohl der christliche Missions­auftrag weiterhin Gültigkeit hat. Wie aus dem Lexikoneintrag von ZEDLER hervorgeht, geht der Christ davon aus, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, was ihm das Gefühl verleiht, auf einer höheren Stufe zu stehen. Das gleichberechtigte Miteinander einer religiös gemischten Gesellschaft ist damit von vornherein ausgeschlossen. Mit anderen Worten: Der Duldende lässt sich zu einem Andersgläubigen herab und behandelt ihn, den Irrenden, herablassend. Die Toleranz basiert somit auf einer Hierarchiestruktur, die so lange bestehen bleibt, solange beide Seiten aus dieser Struktur einen Vorteil ziehen können. Toleranz erscheint hierbei als ein Gewährenlassen:

„Duldung in der Überzeugung, daß, was immer der Glaube des anderen sein mag, er doch keine Relevanz hat für den, der Toleranz übt, weder für den Staatsmann noch für den Gläubigen. Beide können Toleranz üben, weil ihre eigene Position nicht in Frage steht, und es geht beiden um nur äußerliche Anerkennung, nicht um eine innere Auseinandersetzung, die das Infragestellen der eigenen Position einschließen müßte.“[7]

D.h., der Duldende lässt zwar das Andere gelten, weiß es aber selbst besser. Dabei ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die Duldung nur solange stattfindet, solange der Machtbereich des Duldenden nicht eingeschränkt wird und solange andere Interessen keinen Vorrang haben.[8] Joachim DESCH spricht hierbei von taktischer Toleranz, politisch zur Erhaltung des Friedens nach der Periode der Religions- und Bürgerkriege; gesellschaftlich zur Sicherung des Eigeninteresses des selbstbewusst gewordenen Bürgers; wirtschaftlich als Notwendigkeit für den rapide sich ausdehnenden Welthandel.[9] Sie beruht einzig und allein auf der eigenen Wahrheit als die letztlich allein gültige. Dem Wort Duldung haftet dabei eine durchaus passive, wenn nicht negative Bedeutung an, im 18. Jahrhundert ebenso wie heute.

Hier klare und bessere Verhältnisse herbeizuführen war ein Ziel fast aller Aufklärer. „Warum sollten religiöse Minderheiten wie die Juden oder einige christliche Sekten nicht dieselbe gesellschaftliche Anerkennung finden und denselben staatlichen Schutz genießen wie die großen Konfessionen?“[10]

An dieser Toleranzdiskussion beteiligte sich auch Lessing zwischen 1749 und 1781 mit zahlreichen Schriften (z.B. Der Freigeist, Die Juden, Nathan der Weise, etc.).

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, deckt sich Lessings Toleranzbegriff nicht mit dem Toleranzbegriff seiner Zeit. Anhand Lessings dramatischen Gedichts Nathan der Weise (1779) möchte ich dies im Folgenden zeigen.

3 Nathan der Weise

3.1 Verständigung - Sprache der Toleranz

Nathan der Weise ist ein Erziehungsdrama. Erzogen werden Einzelmenschen zum Denken „gute[r] Menschen.“[11] Alle Hauptfiguren haben sich zum Schluss des dramatischen Gedichtes in Bezug auf den Anfang verändert. Saladin und Sittah, der Tempelherr und Recha haben eine „Wandlung zum Besseren“ vollzogen, nur Nathan hat keine Wandlung mehr durchgemacht. Nicht, dass er sich nicht entwickelt hätte, aber sein wesentlicher Entwicklungsschritt liegt bereits in der Vergangenheit, ist Teil der Vorgeschichte. Als seine Familie von Christen ermordet wird und er – gleich Hiob – an Gott zweifelt, sich dann aber ganz wieder Gott zuwendet („Ich stand! und rief zu Gott: Ich will! / Willst du nur, daß ich will?“ (IV, 680f.)), hat er jene Identitätskrise bereits durchlitten, die in mehr oder weniger gravierender Form auch von Recha, Saladin und dem Tempelherrn durchschritten wird. Nathan aber ist es, der sie vor allem durch das aufklärende Gespräch wieder zu sich finden lässt und heilt. Dabei erzieht Nathan sie nicht, indem er ihnen seine Ansichten aufdrängt, sondern er ist Pädagoge in dem Sinne, dass er den Menschen seiner Umgebung bewusst werden lässt, was sie ihrer Anlage nach schon sind.

Dies gelingt ihm im Gespräch, im Dialog.[12] Er hat immer ein Gegenüber, einen Gesprächspartner. Dabei ist der Dialog nicht irgendeine Form von Gespräch unter anderen, sondern beinhaltet bereits eine „positive Wertung“, in dem Sinne, dass vor allem die „positive Einstellung der Partner“ hervorgehoben wird, „die besondere Formung sowie die Gemeinsamkeiten des gemeinsamen Weges“ auf der Suche nach Wahrheit.[13] „Es wird der Prozesscharakter, [vor allem der Lernprozess, S. G.] unterstrichen“.[14]

René Spitz betont, dass es sich dabei nicht nur um ein „Hinundher“ handelt, sondern dass der Dialog als ein „dynamischer Rückkopplungskreis von Tun und Reagieren“ angelegt ist, „wobei die wechselseitige Natur des Geschehens stimulierend wirkt.“[15]

Im aufklärenden Dialog lässt Nathan die Hauptfiguren zu sich selbst finden, indem er ihnen bewusst macht, was sie in ihrer Anlage schon sind.

Lessing ist demnach, wie es Karl EIBL nennt, ein „Verständigungsregisseur“.[16]

Im Folgenden soll dies an speziellen Charakteren und bestimmten Dialogszenen gezeigt werden. Dabei ist der Tempelherr die ausgeprägteste Figur, deren gesamte persönliche Entwicklung im Zeichen von Erziehung steht. Hieraus begründet sich auch der folgende Entscheid in der sprachlichen Analyse, vorrangig jenen beiden Figuren das Augenmerk zu schenken, die am ausgeprägtesten mit Nathans ganz spezifischer Weise der Erziehung in Kontakt kommen: dem jungen Tempelherrn und dem Sultan Saladin.

3.1.1 Der widerspenstigen Zähmung des Tempelherrn

In der Mitte des zweiten Aufzuges treffen Nathan und der Tempelherr das erste Mal aufeinander. Schon aus dem Äußeren des Tempelherrn liest Nathan Widersprüchliches, denn der „gute“ Blick erscheint ihm „trotzig“. Er interpretiert es in der Metapher von Schale und Kern: „der Kern/ Ist’s sicher nicht. – Wo sah’ ich doch dergleichen?“ (II, 410f.).

Der Tempelherr, wie er zu Beginn eingeführt wird, stellt sich zunächst dar als die personifizierte Intoleranz und Ignoranz. Trotzig verweigert er jegliche menschliche Annäherung, überheblich lehnt er jede angebotene Hilfeleistung, jeden Dank aus dem Hause Nathans für die Rettung Rechas vor dem Feuertod ab. Durch des Tempelherrn gute Tat wird sein guter Kern sichtbar, im Widerspruch jedoch zu seinen Worten und Gesten, die von Unbelehrbarkeit, jugendlichem Leichtsinn und religiösem und nationalem Hochmut zeugen. Sein Hass und seine Verachtung, sein vorurteilbehaftetes Denken und sein offensichtlich cholerischer Charakter lassen die Figur des Tempelherrn eher als „potentielle Quelle von Gewalt, eine durchaus bedrohliche Mischung aus abgehärtetem Berufskrieger, fanatischem Rassisten und unberechenbarem jugendlichen Wirrkopf“[17] erscheinen. Er befinde sich in einer „Identitätskrise“, so Thomas KOEBNER.[18]

Genau hier findet nun die Erziehungskunst Nathans ihre Bewährungsprobe schlechthin: „In der Überwindung der Renitenz, der dümmlichen Wertvorstellungen und der Bereitschaft zu physischer Gewalt erweist sich die Wirkungsmacht des Wortes, die gemeinschaftsstiftende Kraft der Sprache der Toleranz.“[19]

Dabei muss die „Wendung zum Besseren“ zwei wesentliche Bedingungen erfüllen, um nicht den Anschein eines Gewaltaktes zu haben: Zum einen darf dem Tempelherrn nicht etwas gegen seinen Willen auferlegt werden. Vielmehr muss Erziehung beweisen, dass ihr Ziel mit dem Willen des Erziehenden identisch ist. Zweitens muss durch Erziehung zwar eine Veränderung vonstatten gehen, zugleich darf aber der Tempelherr zum Schluss kein generell anderer Mensch sein. Vielmehr hat Erziehung den Kern, also das wahre Wesen dessen freizusetzen, das, was er eigentlich ist und immer schon war.[20] Erziehung darf demnach nichts erschaffen, sondern, nach Lessings eigener Formulierung, nur Vorhandenes sichtbar machen: „Erziehung“, heißt es in Die Erziehung des Menschengeschlechts, „gibt dem Menschen nichts, was er nicht auch aus sich selbst haben könnte: sie gibt ihm das, was er aus sich selber haben könnte, nur geschwinder und leichter.“[21]

Genauso handelt Nathan, indem er sich dem Tempelherrn als einen Menschen nähert, der durch sein Handeln bewiesen hat, dass sein Kern gut ist. Nathan glaubt also an einen guten Kern des Menschen und damit an die Möglichkeit eines moralischen Fortschritts, wenn dieser Kern sich entfalten kann. Ziel dieses Entfaltens sind die Tugenden bester Menschlichkeit. Im Individuum muss deshalb die Veränderung beginnen und von ihm aus auf das Zusammenleben einwirken. Das kann wiederum gefördert werden durch eine entsprechende Erziehung, die zwar von außen gelenkt wird, aber vom Erziehenden selbst ausgehen muss durch seine Einsicht, sein nützliches Handeln und seine Menschenliebe. Dies soll im Folgenden durch Nathan am Tempelherrn gezeigt werden.

[...]


[1] Müller Nielaba, D.: Die Wendung zum Besseren. Zur Aufklärung der Toleranz in Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise. Würzburg 2000, S. 11.

[2] vgl. Der Brockhaus. Die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. 19. völlig neubearbeitete Aufl. Band 20: TEP - UR. Mannheim 1993, S. 266f.

[3] ebenda, S. 267.

[4] Desch, J.: Taktische und praktische Toleranz: Lessings Haltung zur Wahrheit des Glaubens. In: Freimark, P.; u.a. (Hrsg): Lessing und die Toleranz: in Hamburg vom 27. bis 29. Juni 1985. Sonderband zum Lessing yearbook. Detroit 1986 (Beiträge der internationalen Konferenz der Lessing Society; 4), S. 159.

[5] zit. nach: Desch, S. 159.

[6] Kant zit. bei: Bahr, E.: Was ist Aufklärung? Thesen und Definitionen. Stuttgart 1964. Bibliographisch ergänzte Ausgabe 1996. (Reclam UB 9714), S. 15 f.

[7] Desch, S. 159.

[8] vgl. ebenda, S. 158-173.

[9] vgl. ebenda, zum Begriff taktische Toleranz vgl. auch Fischer, B.: Nathans Ende? Von Lessing bis Tabori: Zur deutsch-jüdischen Rezeption von „Nathan der Weise“. Göttingen 2000, S. 31-45.

[10] Barner, W.; u.a. (Hrsg.): Lessing. Epoche-Werk-Wirkung. 5., neubearb. Aufl. München 1987 (Arbeitsbücher zur Literaturgeschichte), S. 316.

[11] Die Zitate aus Nathan der Weise werden im folgenden direkt im Text belegt und zwar in Klammern unter Angabe des Aktes (römisch) und der Versnummer (arabisch), hier (II, 486). Betrifft ein Sachverhalt einen ganzen Auftritt, so steht anstelle der Versnummer der Verweis auf die Szene und die dazugehörige Nummer (arabisch).

[12] Heller, P.: Dialektik und Dialog in Lessings „Nathan der Weise“. In: Heller, P.: Dialektik und Dialog in Lessings „Nathan der Weise“. In: Bohnen, K. (Hrsg.): Lessings „Nathan der Weise“. Darmstadt 1984 (Wege der Forschung, Bd. 587), S. 221.

[13] Kloepfer, R.: Grundlagen des „dialogischen Prinzips“ der Literatur. In: Lachmann, R. (Hrsg.): Dialogizität. München 1982 (Theorie und Geschichte der Literatur und der schönen Künste; Reihe A Hermeneutik, Semiotik, Rhetorik; Bd. 1), S. 88.

[14] ebenda.

[15] Spitz zit. bei: Kloepfer, S. 99.

[16] Eibl, K.: Identitätskrise und Diskurs. Zur thematischen Kontinuität von Lessings Dramatik. In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 21 (1997), S. 186.

[17] Müller Nielaba, D.: Die Wendung zum Besseren. Zur Aufklärung der Toleranz in Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise. Würzburg 2000, S. 35.

[18] Koebner, Th.: Nathan der Weise (1779). Ein polemisches Stück? In: Lessings Dramen. 1994 Ditzingen (Interpretationen, Reclam UB 8411), S. 174.

[19] ebenda., vgl. auch Heller, S. 226.

[20] vgl. ebenda, S. 36.

[21] Die Erziehung des Menschengeschlechts § 4 In: Schilson, A.; Schmitt, A. (Hrsg.): Gotthold Ephraim Lessing. Werke 1778-1781. Bd. 10. Frankfurt a. M. 2001, S. 75. Darin liegt die eigentliche Provokation der Theologie, insbesondere der Orthodoxie, dass Lessing damit die Offenbarungswahrheiten in reine Vernunftwahrheiten auflöst. Der historische Fortschritt des menschlichen Erkenntnisvermögen ist nicht anderes als die „Ausbildung geoffenbarter Wahrheiten in Vernunftwahrheiten.“ (ebenda § 76, S. 94)

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes 'Nathan der Weise'
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Lessings Theater
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
35
Katalognummer
V40679
ISBN (eBook)
9783638391351
ISBN (Buch)
9783640203482
Dateigröße
586 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lessings, Toleranzgedanke, Beispiel, Gedichtes, Nathan, Weise, Theater, Thema Nathan der Weise
Arbeit zitieren
Susan Grüßner (Autor), 2004, Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes 'Nathan der Weise', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40679

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