Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Regulierungsmechanismen des Arzneimittelmarktes - Auswirkung preis- und mengenpolitischer Regulierungsinstrumente auf die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung

Title: Regulierungsmechanismen des Arzneimittelmarktes - Auswirkung preis- und mengenpolitischer Regulierungsinstrumente auf die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung

Diploma Thesis , 2005 , 87 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Matthias Seidlitz (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Analysiert wird die Auswirkung regulatorischer Eingriffe in Form politisch motivierter Gesundheitsreformen auf die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung in den Jahren 1989 bis 2003.

Im Mittelpunkt stehen hierbei preispolitische und mengenpolitische Regulierungsansätze. Vor allem der Einfluss der Festbetragsregelung, der Arzneimittelbudgets, der generischen Substitution und der Negativliste werden anhand der Ausgabenentwicklung für erstattungsfähige Arzneimittel auf ihr Kostendämpfungspotenzial analysiert.

Des weiteren wird der deutsche Arzneimittelmarkt auf vorhandene Marktmängel und Marktversagen untersucht, aus deren Diskussion abgeleitet wird, inwiefern staatliche Eingriffe überhaupt gerechtfertigt sind und worauf diese Eingriffe abzielen.

In einem weiteren Schritt wird auf die begriffliche Abgrenzung von Regulierung eingegangen. Es wird erörtert, worum es sich bei Regulierung handelt, wie diese vorgenommen werden kann und welche Ziele verfolgt werden. Im Zuge dessen folgt die Diskussion dreier Hauptregulierungs-Mechanismen.

Der empirische Teil der Arbeit befasst sich einleitend mit einer aktuellen Analyse des deutschen Pharmamarktes (Marktgröße, Umsatz, Unternehmen, Anzahl Arzneimittel usw.). Ferner wird ein kurzer historischer Abriss politischer Reformen der Jahre 1989 bis 2003 gegeben und die aktuelle Situation des GMG geschildert.

Nachfolgend wird die o.g. Wirkungsanalyse anhand realer Zahlen des GKV-Arzneimittelindex vorgenommen.

Neben einer Vielzahl selbsterklärender Grafiken und Abbildungen enthält die Diplomarbeit umfangreiches Zahlenmaterial zur Ausgabenentwicklung, zur Preisentwicklung, zu den Festbeträgen und zur Zusammensetzung der GKV-Arzneimittelausgaben (Komponentenzerlegung). Ein umfangreiches Literatur- und Rechtsquellenverzeichnis erleichtert die weitergehende Recherche.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Charakteristika des Marktes für Arzneimittel

2.1 Arzneimittel als besonderes Gut

2.1.1 Begriffliche Einordnung

2.1.2 Klassifikationsmethoden von Arzneimittel

2.2 Marktmängel als Grundlage staatlicher Einflussnahme

3 Instrumente staatlichen Handels

3.1 Gegenstand und Richtung der Regulierung

3.2 Preispolitische Instrumente

3.3 Distributionspolitische Instrumente

3.4 Mengenpolitische Instrumente

4 Wirkungsanalyse preis- und mengenpolitischer Regulierungsmaßnahmen am Beispiel der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland

4.1 Der deutsche Arzneimittelmarkt

4.2 Geschichtlicher Rückblick und aktuelle Rahmenbedingungen der GKV

4.3 Wirkungsanalyse preispolitischer Instrumente

4.3.1 Einfluss der Festbetragseinführung

4.3.2 Einfluss der generischen Substitution

4.4 Wirkungsanalyse mengenpolitischer Instrumente

4.4.1 Arzneimittelbudget

4.4.2 Negativliste

5 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen politisch motivierter Regulierungsmaßnahmen auf die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland zwischen 1989 und 2003, um zu bewerten, inwieweit preis- und mengenpolitische Steuerungsinstrumente zur Kostendämpfung beitragen können.

  • Analyse der Besonderheiten des Arzneimittelmarktes und staatlicher Markteingriffe.
  • Untersuchung preispolitischer Instrumente wie Festbeträge und generische Substitution.
  • Bewertung mengenpolitischer Steuerungsansätze wie Arzneimittelbudgets und Negativlisten.
  • Historischer Rückblick auf die Gesundheitsreformen von 1989 bis 2003.
  • Empirische Wirkungsanalyse basierend auf Daten des GKV-Arzneimittelindex.

Auszug aus dem Buch

2.2 Marktmängel als Grundlage staatlicher Einflussnahme

Die Eigenarten von Arzneimitteln, die sie als besonderes Gut charakterisieren, führen auch dazu, dass der Markt für Arzneimittel ebenfalls einige Besonderheiten aufweist. Als Markt wird im allgemeinen ein Mechanismus verstanden, der die Angebots- und Nachfrageseite zusammenführt und für einen selbständigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage sorgt, dessen Ergebnis das Marktgleichgewicht ist. Schafft der Markt es nicht, Angebot und Nachfrage zu koordinieren, spricht man von Marktversagen. Ursache dafür sind Unvollkommenheiten in der Systematik des Marktes, d.h. es fehlen die Voraussetzungen für einen funktionierenden marktwirtschaftlichen Prozess.

Die Grundanforderung an die Funktionsfähigkeit von Märkten sind in der volkswirtschaftlichen Theorie rational handelnde Individuen, die ihr Verhalten nach nutzenmaximierenden Aspekten ausrichten. Entscheidend dafür sind Markttransparenz und vollständige Informationen, d.h. sowohl Anbieter als auch Nachfrager müssen sich einen umfassenden Überblick über die Güter, deren Produktionskosten und Qualitätsunterschiede verschaffen können. Vollkommene Konkurrenz auf dem Markt führt ferner dazu, dass ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage eine pareto-optimale Allokation darstellt. Diese Anforderungen an einen vollkommenen Markt werden vom Arzneimittelmarkt nicht hinreichend erfüllt. So fehlt zum Beispiel die Voraussetzung der Informationstransparenz, so dass der Nachfrager in die Situation versetzt wird, nicht die für ihn optimale Entscheidung treffen zu können, da ihm nicht alle für die Entscheidungsfindung relevanten Informationen zur Verfügung stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit staatlicher Regulierung im deutschen Arzneimittelmarkt aufgrund steigender GKV-Ausgaben und der besonderen Marktstruktur.

2 Charakteristika des Marktes für Arzneimittel: Dieses Kapitel definiert Arzneimittel als besonderes Gut und untersucht Marktmängel als Rechtfertigungsgrund für staatliche Eingriffe.

3 Instrumente staatlichen Handels: Hier werden die theoretischen Ansätze der staatlichen Regulierung, unterteilt in preis- und mengenpolitische Instrumente, systematisch vorgestellt.

4 Wirkungsanalyse preis- und mengenpolitischer Regulierungsmaßnahmen am Beispiel der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland: Dieser Hauptteil analysiert die empirischen Auswirkungen der Reformen von 1989 bis 2003 auf Basis des GKV-Arzneimittelindex.

5 Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Effektivität und die Grenzen staatlicher Eingriffe im Kontext der Arzneimittelmarktregulierung.

Schlüsselwörter

Arzneimittelmarkt, Gesetzliche Krankenversicherung, Gesundheitsreform, Festbetragsregelung, Arzneimittelbudget, generische Substitution, Negativliste, Arzneimittelausgaben, Preispolitik, Mengenregulierung, Marktversagen, Arzneimittelgesetz, Pharmaindustrie, Aut-Idem-Substitution, Kostendämpfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den Regulierungsmechanismen im deutschen Arzneimittelmarkt und analysiert, wie staatliche Eingriffe die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Preis- und Mengensteuerung, die Analyse von Marktmängeln bei Arzneimitteln sowie die historische Bewertung der Gesundheitsreformen zwischen 1989 und 2003.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Wirksamkeit verschiedener Instrumente, wie beispielsweise Festbeträge oder Arzneimittelbudgets, hinsichtlich ihrer Fähigkeit, die Arzneimittelausgaben der GKV zu dämpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Wirkungsanalyse auf Basis empirischer Daten des GKV-Arzneimittelindex und des Arzneiverordnungsreports durchgeführt, ergänzt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit ordnungspolitischen Grundlagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Rückblick auf die deutschen Gesundheitsreformen sowie eine detaillierte Analyse preis- und mengenpolitischer Instrumente und deren Auswirkungen auf den Markt und die Ausgaben präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Arzneimittelmarkt, Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), Festbetragsregelung, generische Substitution und Arzneimittelbudget.

Wie bewertet der Autor den Effekt der Arzneimittelbudgetierung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Budgetierung kurzfristig zu Einsparungen führte, langfristig jedoch keinen durchschlagenden Erfolg brachte, da sie durch Ausweichstrategien der Industrie und Akteure unterlaufen wurde.

Welche Rolle spielt die "Negativliste" im Kontext der Kostendämpfung?

Die Negativliste dient als qualitätssicherndes Instrument, das den Rahmen der erstattungsfähigen Arzneimittel begrenzt, wobei der direkte Ausgabeneffekt im Verhältnis zu den Gesamtausgaben als eher gering eingestuft wird.

Excerpt out of 87 pages  - scroll top

Details

Title
Regulierungsmechanismen des Arzneimittelmarktes - Auswirkung preis- und mengenpolitischer Regulierungsinstrumente auf die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Öffentliche Finanzen und Institutionenökonomik)
Grade
2,3
Author
Matthias Seidlitz (Author)
Publication Year
2005
Pages
87
Catalog Number
V40736
ISBN (eBook)
9783638391832
ISBN (Book)
9783638706353
Language
German
Tags
Regulierungsmechanismen Arzneimittelmarktes Auswirkung Regulierungsinstrumente Arzneimittelausgaben Krankenversicherung Regulierung Gesundheitssystem Gesetzliche Krankenversicherung Finanzierung Gesundheitssystem Generika Apotheke Medikament Zuzahlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Seidlitz (Author), 2005, Regulierungsmechanismen des Arzneimittelmarktes - Auswirkung preis- und mengenpolitischer Regulierungsinstrumente auf die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40736
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  87  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint