Die Bedeutung der Marke für den Konsumenten


Hausarbeit, 2005

25 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
1.3. Definitorische Grundlagen
Marke
Markenidentität

Funktionen der Marke
1.4. Marke aus entwicklungspsychologischer Sicht
1.5. Marke aus Konsumentensicht
Allgemeingültige Betrachtung
Betrachtung der High-Involvement Produkte

Wahrnehmung der Marke
1.6. Markenimage
1.7. Markenpersönlichkeit
Bedeutung der Markenpersönlichkeit
Beeinflussung durch produktbezogene Quellen
Beeinflussung durch nicht produktbezogene Quellen
1.8. Markenpersönlichkeit und Selbstbild
Selbstbild des Konsumenten
Kaufmotive aufgrund der Markenpersönlichkeit

Erfassung der Markenidentität
1.9. Anforderungen
1.10. Ansätze
1.11. Bewertung

Resümee

Quellenangabe

Darstellungsverzeichnis

Tabelle 1: Fünf Phasen der Markenwahrnehmung

Abbildung 1: Ralph Lauren Markenzeichen

Abbildung 2: Markenidentitätssystem nach Aaker

Abbildung 3: Identitäsprisma nach Kapferer

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

1.1. Problemstellung

In der Vergangenheit beruhte der Erfolg vieler starker Marken auf einem klar funktionalen Vorteil. In den letzten Jahren haben funktionale Produktunterschiede jedoch bedeutend abgenommen, weshalb eine Differenzierung durch das Produkt selbst in vielen Bereichen nur sehr eingeschränkt möglich ist. Blindtests belegen immer wieder, dass Konsumenten zwischen einzelnen Produkten keine Unterschiede mehr feststellen können.[1] Die logische Schlussfolgerung aufgrund der verschwindenden funktionalen Vorteile ist die Differenzierung durch die Marke - aber was ist die Marke?

Eine Möglichkeit, sich von den Angeboten der Konkurrenz abzusetzen, ist der Aufbau einer starken Markenidentität.[2] In den letzten Jahren wurde hierbei vor allem einem Teilaspekt der Markenidentität zunehmend Beachtung geschenkt – der Markenpersönlichkeit. Es stellt sich die Frage: Was bedeutet die Marke für den Konsumenten und warum kauft er welche Marke.

1.2. Gang der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Bereiche. Nach der definitorischen Klärung der Begriffe Marke und Markenidentität beleuchtet der zweite die Funktion der Marke für den Konsumenten und wie es aus entwicklungspsychologischer Sicht dazu kam. Wie die Marke vom Konsumenten warum wahrgenommen wird, ist der inhaltliche Fokus des dritten Bereiches. Abschließend wird die Frage unter Zuhilfenahme der zurzeit bekanntesten Modelle behandelt, wie man eine starke Marke schaffen kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

1.3. Definitorische Grundlagen

Marke

Das Wort Marke leitet sich vom französischen Kaufmannswort „marque“, was „ein auf der Ware angebrachtes Zeichen“ bedeutet, ab.[3]

Bereits 1939 schrieb Domitzlaff, dass ausschließlich Fertigwaren als markierungsfähig anzusehen sind. Darauf aufbauend schrieb Mellerowicz 1963 eine Markendefinition. Allerdings sind auch in seiner Definition nur Fertigwaren Markenartikel. Das heißt, dass Vorprodukte und Dienstleistungen nach dieser Definition nicht als Marken anerkannt sind.[4] Heutzutage wird niemand mehr bestreiten, dass Intel eine Marke für Prozessoren, also Vorprodukte, oder Sixt eine für Dienstleistungen ist.

Eine juristische Definition liefert das MarkenG unter § 3 (1): „Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“

Als Basis für diese Arbeit dient die Definition von Bruhn. Er beschreibt die Funktionen des Markenartikels aus Konsumentensicht als eine „Orientierungshilfe beim Einkauf, Informations- und Identifikationsfunktion, Entlastungsfunktion (…) durch hohen Distributionsgrad, Qualitätssicherungsfunktion, Minderung des Risikos einer Fehlentscheidung, Darstellung der individuellen Zusatznutzenbedürfnisse, Prestigefunktion.“[5]

Markenidentität

Markenidentität, wird definiert als „die in sich widerspruchsfreie Summe aller Merkmale einer Marke (…), die diesen Gegenstand dauerhaft von anderen unterscheidet und damit seine Markenpersönlichkeit ausmacht.“[6]

Die Markenidentität entsteht durch die wechselseitige Beziehung zwischen internen (Selbstbild) und externen (Fremdbild) Zielgruppen. Aus dem Fremdbild der Markenidentität formt sich das Markenimage.[7]

Funktionen der Marke

1.4. Marke aus entwicklungspsychologischer Sicht

Die Entwicklung der Markenwahrnehmung beginnt bereits sehr früh. Bereits 68% der Drei- bis Vierjährigen erkennen das Markenlogo Milka.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unterteilt wird die Entwicklung in fünf Phasen[8], die sich wie folgt unterscheiden.

Tabelle 1: Fünf Phasen der Markenwahrnehmung[9]

Eine Entwicklung von Markenbildern beginnt bereits in der ersten Phase im Alter von zwei bis drei Jahren. Die Kleinkinder wollen morgens keine Nuss-Nougat-Creme auf ihr Brot, sondern Nutella. Margarine heißt Rama und Taschentücher heißen Tempos. Auch lernen Kinder nicht primär den Begriff Auto kennen, sondern die Eltern fahren VW oder Golf.

In der zweiten Phase nutzt das Kind Markennamen um Produkte zu erfragen. Es möchte ein Duplo oder Twix und nicht nur einen Schokoriegel.

Die jetzt folgende dritte Phase markiert die Unterscheidung zwischen Märkten und Marken. Es entstehen Rangordnungen auf Basis konkreter Eigenschaften. Das Kind empfindet beispielsweise Kinder Schokolade süßer als Balisto.

Eine starke Selektion der Marken folgt in der vierten Phase. Die im Evoked Set des Heranwachsenden verbleibenden Marken bekommen einen spezifischen Status. Die Marke spielt eine Rolle in der eigenen sozialen Gruppe. Marken können „in“ sein und somit einen Prestigewert haben.

In der fünften Phase tritt eine Distanzierung ein. Der Status der Marke verliert an Wichtigkeit. Entscheidender ist der Ausdruck des eigenen Ichs und der eigenen Persönlichkeit durch die Marke.[10]

[...]


[1] Vgl. Biel (1996), S. 2.

[2] Vgl. Kapferer ( 1992), S. 43.

[3] Vgl. Bruhn (2001), S. 14.

[4] Vgl. Meffert (2000), S. 846 f.

[5] Bruhn (1994), S. 24.

[6] Vgl. Meffert (2000), S. 878 f.

[7] Vgl. Bruhn/Homburg (2001), S. 398.

[8] Vgl. Le Bigot (1996), o.S.

[9] In Anlehnung an Sommer (1998), S. 17 f.

[10] Vgl. Sommer (1998), S. 16.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung der Marke für den Konsumenten
Hochschule
Hochschule Bremen
Veranstaltung
Konsumentenverhalten
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V40783
ISBN (eBook)
9783638392136
Dateigröße
698 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Hausarbeit stellt die Bedeutung der Marke aus Sicht des Konsumenten dar.
Schlagworte
Bedeutung, Marke, Konsumenten, Konsumentenverhalten
Arbeit zitieren
Andree Ziemann (Autor), 2005, Die Bedeutung der Marke für den Konsumenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40783

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