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Angst, Ekel und Verachtung in der Sportpsychologie

Title: Angst, Ekel und Verachtung in der Sportpsychologie

Term Paper , 2004 , 9 Pages , Grade: 2

Autor:in: Dominik Lorenz (Author)

Sport - Sport Psychology
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Seit geraumer Zeit befaßt sich die Psychologie mit Emotionen; vor allem mit dem Thema Angst
haben sich Psychologen schon seit langem auseinandergesetzt – sei es mit der von Freud
angewandten Psychoanalyse, mit dem vom Mowrer praktizierten Behaviorismus oder mit der
von Eysenck betriebenen kognitiven Psychologie.
Im folgenden werde ich mich auf die Emotionen Angst, Ekel und Verachtung konzentrieren,
einen Einblick in die aufgeführten Emotionen geben und untersuchen, ob sich Gefühle,
Stimmungen, Begierden und Leidenschaften bei den Menschen auf gleiche Weise äußern, und
ob Piderits Theorie, die besagt dass „das Mienenspiel bei allen Menschen das selbe wäre, wobei
die Sprachen bei den Völkern sehr verschieden seien“ belegbar ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Angst

2.1. Unterschied zwischen Angst und Ängstlichkeit

2.2. Angst, selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz

2.3. Bereichsspezifität und Komponenten des Angsterlebens

2.4. Angst, Leistung und Effizienz

2.4.1. Angst und Leitung als Klassiker der Angstforschung

2.4.2. Theorie der Verarbeitungseffizienz

2.5. Angst und Angstbewältigung

2.5.1. Strategien der Angstbewältigung: „Erste Tradition“

2.5.2. Strategien der Angstbewältigung: „Zweite Tradition“

3. Ekel

3.1. Definition und Grundmechanismus

3.2. Entwicklung der Ekelemotion

3.3. Der mimische Ausdruck der Ekelemotion

3.4. Neuroanatomische Lokalisation der mimischen Ekelwahrnehmung

3.5. Psychobiologische Reaktionen nach Ekelinduktion

3.6. Die Frage nach der Ekelsensitivität

4. Verachtung

4.1. Definition und Einordnung in Emotionssysteme

4.2. Der mimische Ausdruck von Verachtung und seine Erkennbarkeit

4.3. Individuelle Differenzen

5. Resumé

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen der Emotionen Angst, Ekel und Verachtung. Ziel ist es, einen Einblick in die Funktionsweise dieser Emotionen zu geben und zu analysieren, inwieweit sich diese Gefühle bei Menschen äußern und welche Rolle die mimische Kommunikation sowie individuelle Unterschiede spielen.

  • Differenzierung zwischen Zustand und Eigenschaft bei der Emotion Angst
  • Kognitive Mechanismen und Bewältigungsstrategien bei Angsterleben
  • Biologische und neuroanatomische Grundlagen von Ekel und Ekelwahrnehmung
  • Einordnung und Erkennbarkeit der Emotion Verachtung
  • Vergleich mimischer Ausdrücke und deren interindividuelle Variabilität

Auszug aus dem Buch

2.3. Bereichsspezifität und Komponenten des Angsterlebens

Bedrohungen werden von unterschiedlichen Personen unterschiedlich empfunden. Person A hat z.B. Arachnophobie, Person B jedoch nicht, wogegen Person B Prüfungsangst hat, was Person A hingegen überhaupt keine Probleme bereitet.

Die meisten Ängste lassen sich zwei großen Bereichen zuteilen, nämlich der Selbstwertbedrohung oder der körperlichen Bedrohung.

In den letzten Jahren wurden verschiedene Angstinventare entwickelt, um verschiedene Ängste zu erfassen. Die Selbstwertbedrohung wurde in Sozialangst und Leistungsangst unterteilt, die Sozialangst wiederum in Publikumsangst und Schüchternheit, Leistungsangst ließe sich z.B. in Mathematikangst und Sportangst unterteilen. So läßt sich eine Vielzahl von Angstinventaren weiterentwickeln – mit praktisch unbegrenzten Möglichkeiten.

Angst wird unterschiedlich erlebt. Liebert und Morris unterschieden zwei Komponenten; die Aufgeregtheit (z.B. Schwitzen, Herzklopfen) und die Besorgnis (z.B. Zweifel, Sorgen). Die Erforschung der Besorgnis ist weitgehend unabhängig in zwei Traditionen verlaufen; die aus der klinischen Psychologie (welche sich mit Alltagsbesorgnissen und mit chronischer Überbesorgtheit befaßt) und die aus der pädagogischen Psychologie (die sich mit Besorgnissen, die mit Leistungsangst einhergehen, befaßt).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die psychologische Auseinandersetzung mit Emotionen ein und skizziert das Ziel der Untersuchung von Angst, Ekel und Verachtung.

2. Angst: Das Kapitel behandelt die Definition, die Unterscheidung von Angst und Ängstlichkeit sowie kognitive Aspekte wie die selektive Aufmerksamkeit.

2.1. Unterschied zwischen Angst und Ängstlichkeit: Hier wird das „Trait-State-Angstmodell“ erläutert, das zwischen dem emotionalen Zustand und der habituellen Angstneigung unterscheidet.

2.2. Angst, selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz: Dieser Abschnitt beschreibt, wie hochängstliche Personen ihre Umwelt auf Bedrohungen scannen und dabei auf automatische Aufmerksamkeitsmechanismen zurückgreifen.

2.3. Bereichsspezifität und Komponenten des Angsterlebens: Es wird erörtert, dass Ängste in Selbstwert- oder Körperbedrohung unterteilt werden können und Angst aus den Komponenten Aufgeregtheit und Besorgnis besteht.

2.4. Angst, Leistung und Effizienz: Dieses Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen Angst und Leistungseinbußen unter Berücksichtigung der Theorie der Verarbeitungseffizienz.

2.4.1. Angst und Leitung als Klassiker der Angstforschung: Hier werden klassische Ansätze beleuchtet, nach denen Angst durch Aufmerksamkeitsablenkung die Leistung mindert.

2.4.2. Theorie der Verarbeitungseffizienz: Dieser Abschnitt erläutert die Formel, dass Hochängstliche bei gleicher Leistung einen höheren Aufwand betreiben müssen als Niedrigängstliche.

2.5. Angst und Angstbewältigung: Die Arbeit diskutiert hier, wie Menschen versuchen, den belastenden Zustand der Angst zu reduzieren.

2.5.1. Strategien der Angstbewältigung: „Erste Tradition“: Es werden bewertungszentrierte, problemzentrierte und emotionszentrierte Bewältigungsformen nach Billings und Moos vorgestellt.

2.5.2. Strategien der Angstbewältigung: „Zweite Tradition“: Dieser Abschnitt beschreibt die Einordnung von Menschen in Bezug auf ihren Angstbewältigungsstil anhand von Persönlichkeitsdimensionen wie Repression und Sensitivierung.

3. Ekel: Das Kapitel definiert Ekel als fundamentale Emotion mit Schutzfunktion und untersucht dessen Entwicklung und neuroanatomische Korrelate.

3.1. Definition und Grundmechanismus: Ekel wird hier als Abwehrmechanismus gegen pathogene Substanzen oder als Schutz vor Grenzüberschreitungen verstanden.

3.2. Entwicklung der Ekelemotion: Es wird dargelegt, dass die Ekelemotion stark von Lernprozessen beeinflusst wird, die besonders im Kindesalter heranreifen.

3.3. Der mimische Ausdruck der Ekelemotion: Dieses Kapitel zeigt, wie unterschiedliche Reizmodalitäten spezifische mimische Reaktionen auslösen.

3.4. Neuroanatomische Lokalisation der mimischen Ekelwahrnehmung: Hier wird die Rolle der Amygdala bei der Verarbeitung von Ekelreizen und den Folgen bei deren Schädigung erläutert.

3.5. Psychobiologische Reaktionen nach Ekelinduktion: Dieser Abschnitt listet physiologische Messgrößen auf, die bei einer Ekelreaktion beobachtet werden können.

3.6. Die Frage nach der Ekelsensitivität: Es wird diskutiert, wie interindividuelle Unterschiede in der Ekelsensitivität den Umgang mit Phobien beeinflussen.

4. Verachtung: Das Kapitel widmet sich der Definition von Verachtung und ihrer Abgrenzung bzw. Einordnung in bestehende Emotionssysteme.

4.1. Definition und Einordnung in Emotionssysteme: Verachtung wird als komplexe Emotion beschrieben, die oft mit Ekel und Ärger verknüpft ist.

4.2. Der mimische Ausdruck von Verachtung und seine Erkennbarkeit: Es wird festgestellt, dass Verachtung mimisch schwer von anderen Emotionen abzugrenzen ist.

4.3. Individuelle Differenzen: Hier werden Unterschiede in der Verachtungsausprägung bei verschiedenen psychischen Störungen und zwischen den Geschlechtern aufgezeigt.

5. Resumé: Diese Zusammenfassung stellt fest, dass Angst, Ekel und Verachtung als primäre Emotionen überlebenswichtige kommunikative Funktionen erfüllen.

Schlüsselwörter

Angst, Ekel, Verachtung, Ängstlichkeit, Hypervigilanz, Verarbeitungseffizienz, Angstbewältigung, Emotionstheorie, Amygdala, Mimik, Ekelsensitivität, Psychobiologie, Trait-State-Modell, Emotionsforschung, Leistungsminderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Grundlagen der drei Emotionen Angst, Ekel und Verachtung sowie deren Funktionen und Ausdrucksformen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Definition der Emotionen, ihre kognitive Verarbeitung, neuroanatomische Grundlagen, Bewältigungsstrategien bei Angst sowie mimische Ausdrucksformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über diese Emotionen zu geben und zu untersuchen, wie sie sich bei Menschen äußern und steuern lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene psychologische Theorien und empirische Studien zusammenführt und kritisch analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Emotionen, wobei jeweils Definitionen, Entwicklungsaspekte, mimische Kommunikation und individuelle Unterschiede detailliert diskutiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Angst, Ekel, Verachtung, Trait-State-Modell, Hypervigilanz, Verarbeitungseffizienz und Ekelsensitivität.

Wie unterscheidet sich Angst von Ängstlichkeit?

Angst wird als situativer Zustand verstanden, während Ängstlichkeit eine stabile Persönlichkeitseigenschaft beschreibt, die die Neigung zur Angst in verschiedenen Situationen angibt.

Welche Rolle spielt die Amygdala bei Ekel?

Die Amygdala ist als Hirnregion essenziell für die Verarbeitung emotionaler Sinneseindrücke; Läsionen dort führen zu Defiziten bei der Wahrnehmung mimischer Ausdrücke wie Ekel.

Warum ist der Ausdruck von Verachtung schwer zu identifizieren?

Der mimische Ausdruck der Verachtung ähnelt dem von Ekel sehr stark, was eine eindeutige Unterscheidung oder Erkennung in empirischen Untersuchungen schwierig macht.

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Details

Title
Angst, Ekel und Verachtung in der Sportpsychologie
College
University of Freiburg  (Institut für Sport und Sportwissenschaft)
Course
Sportpsychologie
Grade
2
Author
Dominik Lorenz (Author)
Publication Year
2004
Pages
9
Catalog Number
V40804
ISBN (eBook)
9783638392310
ISBN (Book)
9783640862931
Language
German
Tags
Angst Ekel Verachtung Sportpsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Lorenz (Author), 2004, Angst, Ekel und Verachtung in der Sportpsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40804
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