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Die Theorie der komparativen Kostenvorteile in der klassischen Außenhandelstheorie

Title: Die Theorie der komparativen Kostenvorteile in der klassischen Außenhandelstheorie

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sven Diekmann (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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[...] Diese beiden Theorien machen jedoch nur Aussagen über die Auswirkungen des Freihandels auf die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt zweier Staaten. Was passiert jedoch, wenn die Prämissen nicht zutreffen? Welche Auswirkungen hat der Freihandel auf unterschiedliche Gruppen einer Gesellschaft? Was passiert, wenn in Staaten unterschiedliche Ausgangsbedingungen in Bezug auf die Industrialisierung beim Eintritt in den Freihandel herrschen? Auf diese Fragen wird im zweiten Teil der Arbeit mit der Darstellung des Stolper-Samuelson-Theorems, der Prebisch-Singer-These und des Leontief-Paradoxes eingegangen. Die klassische Außenhandelstheorie geht von konstanten Skalenerträgen, der totalen Faktormobilität innerhalb und der Kapitalimmobilität zwischen Staaten aus und versucht den interindustriellen Handel zwischen Staaten erklären. Die neue Außenhandelstheorie sucht hingegen nach Erklärungen für den intraindustriellen Handel mittels steigenden Skalenerträgen und unterschiedlichen Präferenzen der Nachfrager. Die neue Außenhandelstheorie ist nicht Thema dieser Hausarbeit, es wird jedoch an einigen Stellen auf sie hingewiesen, wenn die klassische Theorie an ihre Grenzen stößt und ich den Verweis für notwendig halte. Die leitende Fragestellung dieser Hausarbeit lautet somit: Welche Vorteile ergeben sich aus dem Freihandel in Bezug auf den volkswirtschaftlichen Wohlstand verschiedener Staaten und welche Auswirkungen hat der Freihandel auf unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft? Es wird in dieser Hausarbeit demnach einerseits nach den Effizienzeffekten und andererseits nach den Verteilungseffekten von Handel gefragt. Die Bestimmungsgründe für den Außenhandel werden dargestellt, ohne jedoch die oben bereits angerissenen Probleme, bedingt durch die bei theoretischen Modellen notwendige Komplexitätsreduktion, auszuklammern. Da es sich um eine sehr kurze, überblicksartige Hausarbeit handelt, werden nur die relevantesten Teilaspekte der Theorien dargestellt und in Zusammenhang gebracht. Als Literaturgrundlage dienen Lehrbücher und Aufsätze.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Komparative Kostenvorteile

2.1 Ricardos Modell

2.2 Heckscher-Ohlin-Theorem

3. Probleme, Grenzen und Kritik

3.1 Probleme durch vereinfachte Annahmen

3.2 Stolper-Samuelson-Theorem

3.3 Prebisch-Singer-These

3.4 Leontief-Paradox

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der klassischen Außenhandelstheorie, insbesondere die Effizienz- und Verteilungseffekte des Freihandels. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf den Nutzen des Freihandels für den volkswirtschaftlichen Wohlstand verschiedener Staaten sowie dessen Auswirkungen auf gesellschaftliche Gruppen.

  • Modell der komparativen Kostenvorteile nach David Ricardo
  • Faktorproportionentheorem nach Heckscher und Ohlin
  • Verteilungseffekte und protektionistische Tendenzen
  • Strukturelle Nachteile von Entwicklungsländern durch Terms of Trade
  • Empirische Überprüfung und Kritik theoretischer Modelle

Auszug aus dem Buch

2.1 Ricardos Modell

Nach Adam Smiths Theorie der absoluten Kostenvorteile ist der weltweite Außenhandelsgewinn am größten, wenn sich die Staaten auf die Produktion derjenigen Güter spezialisieren, bei denen sie aufgrund ihrer Faktorausstattung oder ihrer Produktivitätsvorteile am produktivsten sind. Die Theorie Ricardos von 1817 aus seinem Werk „On the principles of political economy and taxation“ besagt, dass Handel auch für beide Staaten vorteilhaft sein kann, wenn ein Staat bei keinem der Güter absolute Kostenvorteile hat. Dazu muss sich dieser Staat bei der Produktion auf die Güter spezialisieren, bei der er vergleichsweise einen geringeren Produktivitätsnachteil, das heißt einen komparativen Kostenvorteil hat. Der Staat mit den absoluten Kostenvorteilen bei allen Produkten profitiert durch den Handel ebenfalls. Warum dies so ist, werde ich im Folgenden anhand der Produktionsmöglichkeitsgrenze (auch Transformationskurve) und der Konsummöglichkeitskurve, welche aus dem Handel entsteht, darstellen.

Die Theorie der komparativen Kostenvorteile nach David Ricardo ist ein Zwei-Staaten-Zwei-Güter-Modell mit nur einem Produktionsfaktor, der Arbeit, welcher die Preise reflektiert. Diese Theorie über den intersektoralen Handel homogener Güter macht einige radikal vereinfachende Annahmen. So wird von Vollbeschäftigung, Faktorimmobilität zwischen den Staaten, friktionsloser Faktormobilität innerhalb der Staaten und einer ausgeglichenen Handelsbilanz ausgegangen. Des Weiteren bleiben die Transportkosten unberücksichtigt und es wird von einem perfekten Markt ausgegangen. Die Produktionsmöglichkeitsgrenze eines Staates zeigt, welches Verhältnis von zwei Gütern eine Volkswirtschaft mit ihren Ressourcen herstellen kann (Abb. 1). Sie lässt sich durch die Formel L = ax Qx + ay Qy bestimmen, wobei L die Ressourcen, a der Arbeitsverbrauchskoeffizient und Q die Menge ist. Der Arbeitsverbrauchskoeffizient gibt an, wie viele Einheiten Arbeit für die Produktion einer Einheit eines Gutes benötigt werden, er ist daher der Kehrwert der Produktivität. Die Steigung der Transformationskurve ergibt sich aus der Produktivität der Staaten bei den beiden Gütern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der klassischen Außenhandelstheorie ein, erläutert die Bedeutung des Ricardoschen Modells und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2. Komparative Kostenvorteile: Hier werden das Modell von David Ricardo und das Heckscher-Ohlin-Theorem als theoretische Fundamente für den zwischenstaatlichen Handel und die Spezialisierung vorgestellt.

3. Probleme, Grenzen und Kritik: Dieser Abschnitt beleuchtet die Defizite der klassischen Modelle, diskutiert Verteilungseffekte und analysiert kritische Ansätze wie die Prebisch-Singer-These und das Leontief-Paradox.

4. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der klassischen Theorie und reflektiert über die politische Dimension des Freihandels.

Schlüsselwörter

Freihandel, komparative Kostenvorteile, Ricardo, Heckscher-Ohlin, Faktorproportionentheorem, Stolper-Samuelson, Prebisch-Singer, Leontief-Paradox, Terms of Trade, Wohlfahrt, Spezialisierung, Außenhandelstheorie, Faktorausstattung, Protektionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der klassischen Außenhandelstheorie und deren Erklärungsgehalt für internationale Handelsbeziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Modelle der komparativen Kostenvorteile, das Faktorproportionentheorem sowie kritische Gegenpositionen zur Handelsliberalisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Vorteile des Freihandels für den nationalen Wohlstand zu untersuchen und gleichzeitig zu klären, welche Auswirkungen diese Prozesse auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich klassischer ökonomischer Modelle sowie deren kritischer Überprüfung anhand weiterführender Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundmodelle von Ricardo sowie Heckscher-Ohlin und die anschließende kritische Diskussion mittels Stolper-Samuelson, Prebisch-Singer und dem Leontief-Paradox.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Komparative Kostenvorteile, Spezialisierung, Freihandel, Wohlfahrtseffekte und Terms of Trade.

Wie unterscheidet sich das Heckscher-Ohlin-Theorem vom Ricardoschen Modell?

Während bei Ricardo Produktivitätsunterschiede als Handelsursache gelten, erklärt Heckscher-Ohlin den Handel primär durch unterschiedliche Faktorausstattungen der beteiligten Staaten.

Welche Bedeutung hat das Leontief-Paradox?

Es fungiert als empirischer Gegenbeweis zur klassischen Theorie, da es aufzeigte, dass die USA, ein kapitalreiches Land, paradoxerweise arbeitsintensive Güter exportierten.

Warum wird die Prebisch-Singer-These als kritisch eingestuft?

Sie postuliert, dass sich die Terms of Trade für Entwicklungsländer strukturell verschlechtern, da sie für den Import von Industriegütern immer größere Mengen an Rohstoffen exportieren müssen.

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Details

Title
Die Theorie der komparativen Kostenvorteile in der klassischen Außenhandelstheorie
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Course
Konkurrierende Theorien der internationalen Wirtschaftspolitik
Grade
1,3
Author
Sven Diekmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V40817
ISBN (eBook)
9783638392433
Language
German
Tags
Theorie Kostenvorteile Außenhandelstheorie Konkurrierende Theorien Wirtschaftspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Diekmann (Author), 2005, Die Theorie der komparativen Kostenvorteile in der klassischen Außenhandelstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40817
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