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Die Eroberung Englands und die Folgen für die Stadt - Eine Untersuchung zum Städtewesen Englands vor und nach 1066 mit besonderer Berücksichtigung Londons

Title: Die Eroberung Englands und die Folgen für die Stadt - Eine Untersuchung zum Städtewesen Englands vor und nach 1066 mit besonderer Berücksichtigung Londons

Term Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martin Meingast (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Als Wilhelm der Eroberer die Streitkräfte Harolds II bei Hastings 1066 besiegt hatte, war seine Herrschaft im eroberten England bei weitem noch nicht gesichert. In vielen Regionen im Land wehrte sich der alteingesessene Adel gegen den neuen König und Wilhelm musste schon kurz nach seiner Thronbesteigung einsehen, dass seine sanfte Politik der Schaffung einer englisch-normannischen Aristokratie nicht funktionierte. Er musste zu härteren Mitteln greifen, um seine Macht zu festigen. Der Aufbau eines strengen feudalen Systems, wie es auf dem europäischen Festlands gang und gebe war, schien da als wirksamstes Mittel. Die Burg und die Kirche spielten zusammen mit der Stadt in dieser Maßnahme zur Herrschaftssicherung eine Schlüsselrolle – um die wechselseitigen Beziehungen zwischen den Institutionen Kirche und Burg auf der einen Seite, und der Stadt auf der anderen, wird es hier gehen.
Um das Wesen der Stadt im England des 11. Jahrhunderts zu verstehen, werde ich im ersten Abschnitt dieser Arbeit ein Modell von Grenville präsentieren, das die Stadt nach ihrer Funktion entschlüsselt. Dieses Modell werde ich dann auf die Shire-Towns anwenden, um daraufhin die Veränderungen herauszufiltern, die durch die Mechanismen der Herrschaftssicherung der Normannen nach 1066 entstehen. Dieser allgemeinen Beschreibung der Auswirkungen der Eroberung Englands wird dann ein Überblick über die Entwicklungen in London folgen, um anschließend nach Ähnlichkeiten und Unterschieden zu suchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Quellenlage

2. Die Stadt

2.1. Was ist eine Stadt?

2.2. Die drei Funktionen einer Stadt – Ein Modell

3. Die allgemeine Entwicklung des Städtewesens in England vor und nach 1066

3.1. Das Städtewesen in England vor 1066

3.1.1. Ein Überblick über die Städte Englands vor der normannischen Invasion

3.1.2. Das Innenleben einer Stadt und Stadtentstehung

3.1.3. Das Beispiel der Shire-Towns

3.2. Das Städtewesen in England nach 1066

3.2.1. Herrschaftssicherung durch Burgen

3.2.2. Herrschaftssicherung durch die Kirche

4. Der Fall London

4.1. Eine kurze Geschichte Londons bis 1066

4.2. London im Vergleich zur allgemeinen Entwicklung nach 1066

4.2.1. Die politische Dimension im Vergleich

4.2.2. Die religiöse Dimension im Vergleich

4.2.3. Die ökonomische Dimension im Vergleich

5. Resümee

7. Anhang

7.1. Wichtige Städte in England um 1086

7.2. Die Stadt und die Burg

7.2.1. Die Städte und Burgen Englands um 1100

7.2.2. Das Beispiel Pembroke

7.2.3. Das Beispiel Caernarfon

7.3. Die Stadt und die Klöster

7.4. London

7.4.1. London um 120 n. Chr.

7.4.2. London um 250 n. Chr.

7.4.3. London um etwa 700-900

7.4.4. London um 1300

7.4.5. Der Tower of London

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066 auf das Städtewesen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie die normannische Herrschaftssicherungspolitik, insbesondere durch den Bau von Burgen und die Rolle der Kirche, die Entwicklung englischer Städte beeinflusste und inwiefern sich London als Sonderfall von dieser allgemeinen Entwicklung unterschied.

  • Strukturelle Analyse der mittelalterlichen Stadt anhand eines funktionalen Modells.
  • Untersuchung der herrschaftssichernden Rolle von Burgen und Kirchen.
  • Vergleich des Städtewesens vor und nach 1066.
  • Spezifische Fallanalyse von London als bereits etabliertem Handelszentrum.
  • Bewertung des Einflusses der normannischen Eroberung auf wirtschaftliche und administrative Prozesse.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Herrschaftssicherung durch Burgen

“In Normandy there was a tradition of strongly built stone castles in which the basic defence lay in a freestanding stone keep. […] Almost impregnable against direct assault, such strongholds could hold out against everything except starvation […]. The Conqueror and his sons built such castles in England: the Tower of London, Colchester and Rochester are the best examples […].”

Wilhelm erkannte bereits kurze Zeit nach seiner erfolgreichen Invasion in England die Bedeutung der Stadt in einem anglo-normannischen Reich – und wie er sie nutzen konnte. Die zentrale Funktion der einzelnen Städte für das jeweilige Umland führte nachvollziehbar zu dem Schluss, dass die Sicherung der Städte auch gleichzeitig die Sicherung der Region bedeutete. Hier spielte die Burg eine zentrale Rolle. Durch den Bau von Burgen wollte man das strenge feudale System der Normandie in England installieren, wobei die Burg und das feudale System hier in manchen Regionen, beispielsweise Schottland, noch fast völlig unbekannt waren: „The word and the idea of the burgh were here imported – like the feudal institutions that were introduced into Scotland at the same time.” Auch war die Bildung eines Städtewesens überhaupt in diesen Regionen ein relativ seltenes Phänomen.

In diesen Gegenden darf davon ausgegangen werden, dass die Normannen kaum Burgen in Städten bauten – hier war die Entwicklung wohl eine umgekehrte: Eine Burg wurde an einem günstigen Ort errichtet, woraufhin sich eine Ortschaft um diese Burg herum ansiedelte. Diese Ortschaft wiederum wurde fest in das feudale System eingebunden und mit bestimmten Rechten und Pflichten ausgestattet. Auf diese Weise konstruierten die Normannen in den abgelegeneren Gebieten erst die „föderale“ Struktur, die es vor allem im Süden und Osten des Landes schon vor 1066 gab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die politische Instabilität nach 1066 und die Notwendigkeit der normannischen Herrschaftssicherung, wobei sie die Rolle von Kirche und Burg thematisiert.

2. Die Stadt: Dieses Kapitel definiert den Begriff der mittelalterlichen Stadt anhand funktionaler Kriterien und präsentiert ein Modell zur Erklärung ihrer politischen, religiösen und ökonomischen Dimensionen.

3. Die allgemeine Entwicklung des Städtewesens in England vor und nach 1066: Hier wird der Wandel der Städtelandschaft durch die normannische Eroberung beschrieben, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Burgen und Kirchen als Instrumente der Macht festlegung liegt.

4. Der Fall London: Dieses Kapitel kontrastiert die Entwicklung Londons als bereits bedeutendes, relativ autonomes Handelszentrum mit der allgemeinen, durch die Normannen angestoßenen Stadtentwicklung in England.

5. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass die normannische Eroberung zwar den meisten Städten einen Impuls gab, London jedoch aufgrund seiner bereits bestehenden wirtschaftlichen Sonderstellung nur indirekt durch den gewonnenen Frieden profitierte.

Schlüsselwörter

Normannische Eroberung, England 1066, Städtewesen, London, Domesday Book, Herrschaftssicherung, Burgenbau, Kirche, Feudalsystem, Stadtentwicklung, Fernhandel, Shire-Towns, politische Dimension, ökonomische Dimension, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der normannischen Eroberung Englands ab 1066 auf die Entwicklung und Struktur der englischen Städte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktion der Stadt im Mittelalter, der Rolle von Burgen und Kirchen zur Sicherung normannischer Herrschaft sowie der wirtschaftlichen und administrativen Entwicklung von Städten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der normannischen Machtpolitik auf das Städtewesen zu analysieren und zu prüfen, ob die Eroberung einen ursächlichen Entwicklungsschub für die Städte darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein funktionales Modell nach Astill Grenville zur Analyse, wertet historische Quellen wie das Domesday Book aus und zieht Vergleiche zwischen verschiedenen Stadttypen sowie dem spezifischen Fall London.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Modell der mittelalterlichen Stadt und die Situation vor 1066 betrachtet, danach die gezielte Nutzung von Burgen und Kirchen durch die Normannen als Steuerungsinstrumente, gefolgt von einer detaillierten Fallstudie zu London.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Normannische Eroberung, Herrschaftssicherung, Burgenbau, London und die funktionale Analyse der mittelalterlichen Stadt.

Warum nimmt London eine Sonderstellung im Vergleich zu anderen englischen Städten ein?

London war bereits vor 1066 ein sehr wohlhabendes, politisch bedeutendes Zentrum mit einer entwickelten Bürgerstruktur und Handelsbeziehungen, weshalb die normannischen Maßnahmen dort weniger als bei kleineren Städten als direkter Auslöser für einen Aufschwung gelten können.

Welche Bedeutung hatten Burgen für die englischen Städte nach 1066?

Burgen dienten als Instrumente königlicher Kontrolle, förderten jedoch in vielen Orten auch die Wirtschaft durch die Schaffung neuer, nicht landgebundener Arbeitsplätze.

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Details

Title
Die Eroberung Englands und die Folgen für die Stadt - Eine Untersuchung zum Städtewesen Englands vor und nach 1066 mit besonderer Berücksichtigung Londons
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Course
Die Eroberung Englands 1066
Grade
2,0
Author
Martin Meingast (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V40857
ISBN (eBook)
9783638392709
ISBN (Book)
9783656854296
Language
German
Tags
Eroberung Englands Folgen Stadt Eine Untersuchung Städtewesen Englands Berücksichtigung Londons Eroberung Englands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Meingast (Author), 2005, Die Eroberung Englands und die Folgen für die Stadt - Eine Untersuchung zum Städtewesen Englands vor und nach 1066 mit besonderer Berücksichtigung Londons, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40857
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