Die Bedeutung von Alice Salomon für die Soziale Arbeit


Hausarbeit, 2005
26 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Historische Ausgangslage

3) Biographie Alice Salomons
3.1) Alice Salomons Werke
3.2) Mary Richmond – eine Vordenkerin
3.3) Jeannette Schwerin – eine Wegbegleiterin

4) Soziale Arbeit als Frauenberuf – die Soziale Frauenschule in Berlin

5) Soziale Arbeit während des Ersten Weltkriegs

6) Soziale Arbeit in der Weimarer Republik

7) Wohlfahrtspflege statt Sozialer Arbeit

8) Entwicklung einer Theorie der Sozialen Arbeit

9) Professionalisierung der Sozialen Arbeit

10) Resümee

11) Literaturverzeichnis

1) Einleitung

Im Folgenden lesen sie eine Hausarbeit im Rahmen der Diplomprüfung des Studiengangs Erziehungswissenschaft, zum Thema: „Die Bedeutung von Alice Salomon für die Soziale Arbeit“

In der heutigen Zeit haben viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, die Möglichkeit einen sozialen Beruf zu erlernen. Dieses ist zum einen auf dem klassischen Weg einer Ausbildung, die sowohl Theorie- als auch Praxisanteile beinhaltet, wie beispielsweise die Ausbildung zum Sozialassistenten, Erzieher, Heilerziehungspfleger, etc. möglich. Zum anderen aber auch auf dem akademischen Weg, bei dem man sowohl an einer Fachhochschule oder einer Universität die Chance hat, einen sozialen Bereich, wie z.B. Pädagogik, Sozialarbeit, Soziologie, etc. zu studieren. Eine solche, wie auch immer geartete Ausbildung, wie wir sie jetzt kennen, hat sich allerdings erst in den letzten Jahrzehnten richtig entwickelt und etabliert, wobei sowohl Forschung als auch Erkenntnisstand immer weiter voran schreiten. Die „Grundsteine“ für diesen Berufsbereich wurden allerdings bereits vor mehr als hundert Jahren gelegt und eine der bedeutenden „Vorreiterinnen“ auf diesem Feld war Alice Salomon.

Salomon hatte bereits am Ende des 19ten Jahrhunderts die ersten Schritte in Richtung einer sozialen Berufsausbildung gemacht. Sie arbeitete selbst einige Jahre ehrenamtlich im sozialen Bereich, war die „Drahtzieherin“ bei der Eröffnung einer Ausbildungsstätte und daran beteiligt, die Ausbildung zu professionalisieren. Im Laufe ihres Lebens hatte sie nicht nur zahlreiche Ämter und Funktionen inne, sie veröffentlichte auch eine Reihe von Schriften für den sozialen Bereich.

Es wäre allerdings zu umfangreich ihr gesamtes Lebenswerk in diesem Rahmen wiederzugeben und in allen Details zu beschreiben. Dennoch werde ich die Kernpunkte ihrer Tätigkeit - die das Helfen zum Beruf werden ließen - im Folgenden darlegen.

2) Historische Ausgangslage

Das ausgehende 19. Jahrhundert war von einer massiven Umbruchphase geprägt. Rapide Industrialisierung und Urbanisierung waren das Zeichen der Zeit und sollten Deutschland zur Industriegesellschaft werden lassen.[1] Durch die Industrialisierung vergrößerte sich das Angebot, die Konkurrenz und der Druck zur Rationalisierung stiegen, die Löhne sanken und das zog sinkende Preise nach sich. Viele Menschen flohen vom Land in die Städte, in der Hoffnung Arbeit in den Industriebetrieben zu finden.[2] Die Arbeiter mussten sich danach richten, wo die Arbeit angeboten wurde. Es entstand eine konjunkturabhängige Massenarbeitslosigkeit im Land und damit eine Verarmung und Verelendung vieler Bürger. In den Ballungszentren wurden ärmlich wirkende Arbeiterquartiere gebaut, in denen die Arbeiter in großen Zahlen „eingepfercht“ wurden.[3]

Traditionelle Familienzusammenhänge verloren immer mehr ihre Bedeutung. Die traditionelle Familie stellte bisher, zum größten Teil, die soziale Absicherung dar. Im Zuge der Binnenwanderung wurden viele Familien durch die unterschiedlichen Arbeitsorte getrennt. „Wissenschaft, Technik und Industrie wurden nicht nur als Motoren von Fortschritt und Wohlstand, sondern auch als Ursache der Zerstörung traditioneller sozialer Zusammenhänge, der gesellschaftlichen Erkaltung und Vereinzelung wahrgenommen.“[4]

Die Folge der Umbruchphase war eine neue Form von Armut – es waren nicht mehr nur Einzelfälle betroffen, sondern ganze Bevölkerungsschichten. Der Betroffene hatte in den meisten Fällen keinen Einfluss auf den Notstand, denn die Ursachen für diesen waren oft durch die Gesellschaft bedingt.[5] Es entwickelte sich zum einen eine neue gesellschaftliche Unterschicht und zum anderen eine bürgerliche Mittelschicht, die von der Industrialisierung profitierte und zunehmend wohlhabender wurde. Eine bedrohliche Spaltung der Gesellschaft war die Folge.[6]

Eine Neuregelung des Armenwesens war notwendig. Es entstanden Vereine und Bewegungen, die sich mit sozialen Problemen auseinandersetzten. Auch die Kommunen versuchten ihrerseits das Problem in den Griff zu bekommen. Es kam die Diskussion über eine Arbeitslosenversicherung, die vor allem von den „ausbeutenden“ Betrieben zu zahlen sein sollte, auf. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden nach und nach Krankenversicherung, Unfallversicherung, sowie Invaliditäts- und Altersversicherung. „Die große Masse der Lohnabhängigen, die ihre in körperlicher und geistiger Hinsicht intakte Arbeitskraft bereitwillig zur Ausbeutung anbietet, wurden erstmals mit einem Rechtsanspruch auf die notdürftigste Unterstützung im Falle von Krankheit, Invalidität und Alter ausgestattet.“[7] Die Grundzüge dieser Sozialgesetzgebung bestehen noch heute.

In den 1890er Jahren wurde von den Sozialdemokraten eine neue Politik eingeläutet (1893 stärkste Partei). Durch ihren hohen Stimmanteil bei der Wahl hatten sie ein Forum, um ihre politischen Forderungen nachdrücklicher zu vertreten. Die soziale Frage war seitdem von der politischen Tagesordnung nicht mehr zu verbannen.[8]

3) Biographie Alice Salomons

Alice Salomon wurde am 19.04.1872 in Berlin als Tochter von Albert Salomon und Anna Salomon, geb. Potocky-Nelken, geboren. Sie wuchs mit vier Geschwistern - einem älteren Bruder, einer älteren und zwei jüngeren Schwestern - auf. Ihre Mutter hatte noch zwei weitere Kinder, die kurz nach der Geburt starben und zwei Fehlgeburten. Ihre Mutter war Hausfrau, hatte aber keine Hausarbeit zu verrichten, da die Familie einige Hausangestellte hatte. Ihr Vater war Inhaber eines gut gehenden Lederhandels, ein Familienbetrieb, der sogar eine Außenstelle in London hatte.[9] Der Familie ging es finanziell sehr gut. Salomons Eltern waren beide jüdischer Herkunft, die damit verbundenen Traditionen und der Glaube wurden aber in der eigenen Familie nicht weiter gelebt. Das Elternhaus Salomons galt als bürgerlich-liberal, so Kuhlmann.

Salomon besucht ab ihrem fünften Lebensjahr eine so genannte „Höhere-Töchtern-Schule“ in Berlin, welche christlich-protestantisch ausgerichtet war. Salomon ging gerne zur Schule und wollte Karriere als Lehrerin machen, dieses vereitelte die Familie allerdings, da ein solcher Berufswunsch für ein Mädchen aus gutem Hause zu der Zeit nicht standesgemäß war.[10]

Als Salomon 14 Jahre alt war, starb ihr Vater und die Mutter zog mit ihren Kindern in ein kleineres Haus, ihr Bruder übernahm die Vaterrolle. Ihr Onkel wurde als ihr Vormund eingesetzt, da es Frauen zu der Zeit nicht erlaubt war, eine Vormundschaft zu übernehmen.[11] Zwei Jahre später starb eine ihrer jüngeren Schwestern. Salomon musste die Sterbende, zusammen mit ihrer älteren Schwester pflegen, da ihre Mutter nicht dazu in der Lage war. Später kümmerte sie sich um ihre Mutter, da diese den Tod ihrer Tochter nie ganz überwand. Das Mutter-Tochter Verhältnis drehte sich um und Salomons Kindheit war damit vorbei.[12]

Salomon las sehr viel und half bei Arbeiten im Haus mit. Außerdem besuchte sie Vorlesungen und belegte Sprachkurse im Viktoria-Lyzeum (eine Art weibliche Volkshochschule), weiterhin nahm sie an Stickereikursen im Kunstgewerbemuseum teil. Sie verdiente mit der Stickerei etwas Geld, was aber nicht zum Leben ausreichte. Salomon war unglücklich mit ihrer Lebenssituation.[13]

Zu Beginn der 1890er Jahre kam die Frauenbewegung in eine neue Phase und es entstand eine breite Bewegung. Junge Frauen gründeten Bildungs- und Berufsvereine und erste sozialpolitisch orientierte Gruppen. Die Anzahl der Mitglieder erhöhte sich so schnell, dass 1894 bereits der Bund deutscher Frauenvereine (BDF), nach dem amerikanischen Vorbild des International Council of Woman (ICW), gegründet wurde.[14] In dieser Zeit, genauer gesagt im Dezember 1893, erhielt Salomon eine Einladung zur Gründungsversammlung der „Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“, was ihr Leben verändern sollte. Die mittlerweile volljährige Salomon kam zum ersten Mal mit einer sozialen Organisation in Kontakt und trat dieser bei. Die Gründerin war Jeannette Schwerin, die später auch Salomons Mentorin wurde. Von da an half sie in einem Mädchenhort aus und übernahm, unter Anleitung, Hausbesuche bei der ärmeren Bevölkerung. Sie lernte Not und Elend der Arbeiterfamilien kennen.[15]

Ferner besuchte sie ab 1893 Vorträge und Vorlesungen in Soziologie und Staatsbürgerkunde in Berlin, wodurch sie in Kontakt zu Professoren wie Max Weber und Gustav Schmoller kam; beide gehörten zur Elite der Nationalökonomie. Diese Professoren eröffneten Salomon den Zugang zur Berliner Universität, wo sie ein Studium in Nationalökonomie begann. 1906 promovierte sie, als eine der ersten Frauen in Deutschland, zum Doktor der Philosophie.[16]

Im Jahre 1896 reiste Salomon für einige Wochen nach England, wo sie mit Vertretern der Settlement-Bewegung[17] in Kontakt kam. Ein Jahr später traten die „Gruppen“ („Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“) dem BDF bei. Salomon gründete eine Art „Klub“ für junge Fabrikarbeiterinnen, in dem diese sich bilden, erholen, etc. konnten. Weiterhin wurde eine Ferienkolonie für blinde Kinder, eine Leihbibliothek für Blinde und eine Art Krankenhausfürsorge eingerichtet.[18] Als ihre Mentorin Schwerin 1899 starb, wurde Salomon die Nachfolgerin und damit auch die Vorsitzende der „Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“, welche mittlerweile eine große Organisation geworden war. Gekoppelt damit übernahm sie auch eine führende Rolle in der Frauenbewegung, in der sie bereits nationale und internationale Kontakte geknüpft und Erfahrungen gesammelt hatte. Salomon reiste 1899 nach Amerika und nahm dort an einer Konferenz des ICW teil, in dessen Vorstand sie 1909 als Schriftführerin und 1920 als Vizepräsidentin gewählt wurde. Allerdings verhinderten die deutschen Delegierten, aus rassepolitischen Gründen 1928, dass sie als Präsidentin gewählt wird. 1900 wurde sie in den Vorstand des BDF gewählt, wo sie bis 1910 als Schriftführerin und bis 1920 als stellvertretende Vorsitzende tätig war.[19] Dann wurde sie aufgefordert, das Amt aufgrund ihrer jüdischen Herkunft niederzulegen, so Eggemann.

Im Jahre 1908 eröffnete Salomon in Berlin die erste überkonfessionelle Soziale Frauenschule Deutschlands. In dieser Schule sollten die Schüler etwas über die sozialen Probleme der Zeit, gesellschaftliche Zusammenhänge, wirtschaftliche Entwicklungen, etc. lernen. Sie ebnete damit den Weg für die Verberuflichung der Sozialen Arbeit.[20] In dieser Schule war sie einige Jahre als Lehrerin und Direktorin tätig.

1914 konvertierte Salomon zum evangelisch-lutherischen Glauben. Sie bereiste gerade Irland, als der Krieg ausbrach und ihr wurde infolgedessen sechs Wochen die Ausreise verwehrt.[21] Im selben Jahr starb Salomons Mutter nach mehrwöchigem leiden an Altersschwäche.[22]

Einige Jahre später, genauer gesagt 1917, gründete sie die „Konferenz sozialer Frauenschulen Deutschlands“, zu deren Vorsitzenden sie gewählt wurde. Außerdem wurde sie im selben Jahr zur Leiterin der Frauenabteilung im Kriegsamt ernannt. 1925 trat Salomon als Direktorin der sozialen Frauenschule zurück und gründete im selben Jahr die „Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit“. Damit sollten Aufstiegschancen für Frauen im sozialen Feld geschaffen werden, indem sie ein „hochschulmäßiges“ Studium absolvieren konnten.[23] 1926 erfolgte ihre Berufung in einen Ausschuss des internationalen Arbeitsamtes. 1928 nahm sie an der ersten internationalen Konferenz für Sozialarbeit in Paris teil und wurde ein Jahr später als Vorsitzende des internationalen Komitees sozialer Schulen gewählt.[24]

Zu ihrem 60. Geburtstag erhielt Salomon die Ehrendoktorwürde in Medizin. Außerdem wurde sie mit einer silbernen Staatsmedaille durch das preußische Staatsministerium geehrt und die soziale Frauenschule wurde in „Alice-Salomon-Schule“ umbenannt.[25]

Mit Beginn der NS-Herrschaft 1933 musste Salomon alle öffentlichen Ämter niederlegen und sie begann ihre Arbeit in einem Hilfskomitee für jüdische Emigranten. Im Jahr 1937 wurde sie aus Deutschland ausgewiesen und emigrierte in die USA, wo sie sieben Jahre später die amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb.[26] Ein Jahr später wurde sie Ehrenpräsidentin des ICW und des internationalen Komitees sozialer Schulen. Am 30.08.1948 starb Salomon in New York.[27]

3.1) Salomons Werke

Zu Salomons Tätigkeit gehörte auch das Verfassen literarischer Werke. Sie publizierte von 1896 bis 1937, geschrieben hatte sie allerdings bis 1944. Sie schrieb über 300 Artikel für ca. 50 verschiedene Zeitschriften, veröffentlichte an die 20 Lehrbücher, Monographien und Vortragssammlungen und über 30 Aufsätze in Sammelbänden.[28] Eine Vielzahl ihrer Publikationen ist jedoch nur schwer erreichbar, da die Nazis ihren Namen aus der Geschichte der Sozialarbeit so gründlich auslöschten, dass sie auch noch nach dem Krieg vergessen blieb, weshalb es auch noch mehr Werke gewesen sein könnten.[29]

Im Jahre 1926 erschien eines ihrer wohl wichtigsten Bücher, welches den Titel „Soziale Diagnose“ trägt. „Diese Publikation gilt als erster Ansatz einer »Theorie des Helfens«“[30] Sie stellt in diesem Buch eine Beziehung zwischen Ermittlungstätigkeit und pädagogischer Arbeit her, so Berger. Neben diesem Buch soll noch ein weiteres wichtiges Werk genannt werden, dass zum Verständnis ihrer Person, Zeit, Gedanken, Gefühle und Lebensumstände beiträgt. Zu Lebzeiten hatte sie es nicht geschafft, ihre ursprünglichen Lebenserinnerungen zu veröffentlichen. Erst 1983 wurde ihr Buch mit dem Titel: „Charakter ist Schicksal“ in Deutschland publiziert.[31]

3.2) Mary Richmond – eine Vordenkerin

Alice Salomon wurde von Mary Richmond geprägt, wie von keiner zweiten Person. Sie lehnte ihr Buch „Soziale Diagnose“ an Richmonds („Social Diagnosis“) an.

Mary Richmond (1861-1928) arbeitete in der Charity Organization Society (COS), deren Prinzip der Hilfe nicht auf einer materiellen Unterstützung beruhte, sondern einer Clearingstelle, die Bedarf ermittelte und Hilfe vermittelte – also eine Art Koordinationsstelle. Richmond war in der COS zunächst Schatzmeisterin und wurde später zur Geschäftsführerin. Sie übernahm dort auch die Aufgaben eines „friendly visitors“, welcher auf ehrenamtlicher Basis Familien besuchte, um deren Hilfsbedürftigkeit festzustellen.[32]

Mit ihrem Werk „Social Diagnosis“ erstellte Richmond erste methodische Prinzipien der Sozialen Arbeit. Sie sah Not nicht als etwas, dass von Gott gewollt war, sondern als etwas, dass aus individuellen Lebensgeschichten und Netzwerken sozialer Beziehungen und durch soziales Lernen gelindert, bzw. beseitigt werden könnte.[33] Es sollten individuelle Lösungen gefunden werden, die auf die soziale Umwelt des Hilfsbedürftigen eingehen und diese verändern; eine andere Möglichkeit wäre der Wechsel des sozialen Umfeldes, so Müller.

3.3) Jeanette Schwerin – eine Wegbegleiterin

Ein weiteres Vorbild im Leben von Alice Salomon war Jeannette Schwerin (1852-1899). Schwerin, geborene Abarbanell, war ebenfalls jüdischer Abstammung und heiratete in Berlin den Arzt Ernst Schwerin und wurde Mutter eines Sohnes.[34] Salomon und Schwerin lernten sich auf der Gründungsversammlung der „Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“ kennen und sie standen in regelmäßigem Kontakt bei der Arbeit, der später auch auf den privaten Bereich ausgeweitet wurde. „Frau Schwerin mochte mich bald sehr gern und wurde mir eine liebende Freundin“[35]

Schwerin war Vorbild für Salomon, da sie gegen konfessionelle Engstirnigkeit kämpfte, am internationalen Austausch interessiert war und die Frauenfrage mit der Arbeiterfrage verband. Sie war weiterhin Gründungsmitglied des BDF gewesen, wo sie auch im Vorstand (zusammen mit Salomon) mitarbeitete und die „Arbeiterinnenschutz-Komission“ leitete.[36] Durch Schwerin kam Salomon in ersten Kontakt mit führenden Personen der Frauenbewegung, so Kuhlmann.

[...]


[1] Vgl.: Sachße, Tennstedt 1988, S. 15

[2] Vgl.: Müller 1988, S.132

[3] Vgl.: Baron 1983, S. 27

[4] Zitat: Sachße, Tennstedt 1988, S. 15

[5] Vgl.: Salomon 1983, S. 32f

[6] Vgl.: Sachße, Tennstedt 1988, S. 15

[7] Zitat: Baron 1983, S. 39

[8] Vgl. Kuhlmann 2000, S. 53

[9] Vgl.: Kuhlmann 2000, S. 47f

[10] Vgl.: Maier 1998, 341

[11] Vgl.: Kuhlmann 2000, S. 51f

[12] Vgl.: Peyser 1958, S. 18f

[13] Vgl.: Kuhlmann S.52

[14] Vgl.: ebd. S. 53f

[15] Vgl.: Peyser 1958, S. 23

[16] Vgl.: Eggemann 1999, S. 161

[17] Die Settlement-Bewegung brachte arme und reiche Menschen zusammen, und diente dem Zweck, den Armen zu helfen und die Reichen sollten die ärmeren Lebensverhältnisse durch Anschauung kennen lernen.

[18] Vgl.: Maier 1998, 342

[19] Vgl.: Eggemann 1999, S. 160f

[20] Vgl.: Peyser 1958, S.59f

[21] Vgl.: Maier 1998, S. 343

[22] Vgl.: Salomon 1983, S. 139

[23] Vgl.: Eggemann 1999, S. 163

[24] Vgl.: Maier 1998, S. 343

[25] Vgl.: ebd. S. 343

[26] Vgl.: Eggemann 1999, S. 164

[27] Vgl.: Maier 1998, S. 343

[28] Vgl.: Kuhlmann 2000, S. 39f

[29] Vgl.: Eggemann 1999, S. 164

[30] Zitat: Berger 1998, S.69

[31] Vgl. Salomon 1983, S. 5f

[32] Vgl.: Müller 1994, S. 99f

[33] Vgl.: ebd., S. 119

[34] Vgl.: Wenzel 1999, S. 46f

[35] Zitat: Salomon 1983, S. 41

[36] Vgl.: Kuhlmann 2000, S. 61f

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung von Alice Salomon für die Soziale Arbeit
Hochschule
Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta-Diepholz-Oldenburg; Abt. Vechta  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
2
Autor
Jahr
2005
Seiten
26
Katalognummer
V40869
ISBN (eBook)
9783638392785
Dateigröße
634 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Hausarbeit im Rahmen der Diplomprüfungen im Studiengang Erziehungswissenschaft, Fachbereich: Allgemeine Sozialpädagogik / Klassiker der Sozialpädagogik
Schlagworte
Bedeutung, Alice, Salomon, Soziale, Arbeit
Arbeit zitieren
Carina Richard (Autor), 2005, Die Bedeutung von Alice Salomon für die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40869

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