Thema dieser Hausarbeit sind die Symboliken der Freimaurer in der „Zauberflöte“. Ich möchte hier versuchen, die „Zauberflöte“ einmal aus dem „freimaurerischen Blickwinkel“ zu betrachten und einen kleinen Überblick über die zahlreichen Symboliken geben.
Um erst einmal einen Einstieg in das Thema „Freimaurerei“ zu gewährleisten, beginne ich mit einem allgemeinen Überblick, was denn Freimaurerei überhaupt ist, gehe dann dazu über, allgemeine Notizen zur Freimaurerei in der „Zauberflöte“ aufzuführen und teile dann die Symboliken in Zahlensymbolik und weitere freimaurerische Symbolik ein. In den jeweiligen Unterkapiteln möchte dann auf ausgewählte Symbole näher eingehen.
Hauptquelle dieser Hausarbeit ist das „Internationale Freimaurer Lexikon“ von Eugen Lennhoff, Oskar Posner und Dieter A. Binder.
Und gemäß der großen Bedeutung der Zahl 18 in der „Zauberflöte“, umfaßt sogar diese Hausarbeit nach ihrer Fertigstellung 18 Seiten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Was ist „Freimaurerei“?
Allgemeine Notizen zum freimaurerischen Inhalt der Oper
Freimaurerische Zahlensymbolik
Drei, Dreizahl, 3
Achtzehn, 18
Dreißig, 30, und Dreiunddreißig, 33
Weitere freimaurerische Symboliken
Die drei Damen
Die drei Knaben
Beziehungen zwischen den drei Damen und den drei Knaben
Die Priester
„Bewahret Euch vor Weibertücken!“
„Wann also wird die Decke schwinden?“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältige freimaurerische Symbolik in W.A. Mozarts „Zauberflöte“ und analysiert das Werk unter einem spezifisch freimaurerischen Blickwinkel, um die Hintergründe der musikalischen und inhaltlichen Gestaltung zu erhellen.
- Grundlagen der Freimaurerei und ihre Definition.
- Die Bedeutung der freimaurerischen Zahlensymbolik (insbesondere 3, 18, 30 und 33).
- Symbolische Deutung zentraler Figuren wie der drei Damen, der drei Knaben und der Priester.
- Verknüpfung von opernhaften Handlungen mit rituellen Elementen der Freimaurerei.
- Die Rolle der Geschlechterrollen und die Thematik des Einweihungsrituals.
Auszug aus dem Buch
Die drei Damen
Zu Beginn der Oper wird Tamino von einer Schlange bedroht. Drei schwarz verschleierte Damen treten ein und töten die Schlange, aber nur, um selbst Tamino in Versuchung zu führen. Wie eine Hydra besitzt die scheinbar besiegte Schlange „drei Köpfe“. Jede „Dame“ ist ein solches Schlangenhaupt - aber im negativen Sinne: die Unwissenheit (Verschleierung der Wahrheit), die Häßlichkeit (Gegensatz zur Schönheit) und die Schwäche (Gegensatz zur Stärke). Wahrheit, Schönheit und Stärke aber sind die „drei Stützen“ des Tempels der Maurer. Tamino gegenüber treten sie erneut als Verführerinnen auf, umgaukeln ihn mit falschen Vorstellungen, erwecken in ihm ein Bild der Tochter „der Königin der Nacht“ - die er befreien und zur Mutter zurückbringen soll - damit sie ihm begehrenswert erscheine. Alle Vorstellungen entstammen der Phantasie, deren Symbol esoterisch der Mond und die ein Produkt der Astralwelt ist. Der Mond stellt die astrale Region dar, von der die bösartigen Einflüsse ihren Ursprung haben sollen. Darum also erhält der Prinz von drei Damen das Bildnis der Tochter der Königin der Nacht, die in der Oper auf einer Mondsichel thronend erscheint. Tamino als zur Einweihung bestimmter, rechtschaffener Mann wird aber nicht wie geplant durch den Sinnenreiz der drei Damen umstrickt, fühlt nicht Verlangen, sondern wahrhafte Liebe für Pamina.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung steckt das Ziel ab, die „Zauberflöte“ als freimaurerisches Werk unter besonderer Berücksichtigung zahlreicher Symboliken zu betrachten.
Was ist „Freimaurerei“?: Dieses Kapitel gibt einen historischen und inhaltlichen Überblick über die Freimaurerei, ihre Ideale der sittlichen Veredelung und ihre Bedeutung für Mozart.
Allgemeine Notizen zum freimaurerischen Inhalt der Oper: Hier werden erste Verbindungen zwischen der Opernhandlung und freimaurerischen Riten, etwa dem Kampf zwischen Licht und Finsternis, aufgezeigt.
Freimaurerische Zahlensymbolik: Dieses Kapitel erläutert die tiefe Bedeutung der Zahlen Drei, Achtzehn, Dreißig und Dreiunddreißig innerhalb der freimaurerischen Ritualistik.
Weitere freimaurerische Symboliken: Es wird die symbolische Bedeutung einzelner Charaktere, wie der drei Damen, der drei Knaben und der Priester, detailliert analysiert.
Schlüsselwörter
Zauberflöte, W.A. Mozart, Freimaurerei, Symbolik, Zahlensymbolik, Einweihung, Sarastro, Tamino, Pamina, Freimaurerlogen, Ritual, Humanität, Weisheit, Schönheit, Stärke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der „Zauberflöte“ von W.A. Mozart unter einem freimaurerischen Aspekt, wobei der Fokus auf der Entschlüsselung zahlreicher im Werk verborgener Symbole liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die allgemeine Definition der Freimaurerei, die Bedeutung der Zahlensymbolik und die symbolische Deutung der handelnden Figuren in der Oper.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, nachzuweisen, wie tiefgreifend das Textbuch und die Musik der „Zauberflöte“ von freimaurerischen Ideen und Ritualen durchdrungen sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Analyse, gestützt auf Fachliteratur wie das „Internationale Freimaurer Lexikon“, um musikalische und inhaltliche Elemente der Oper in den Kontext freimaurerischer Lehren zu stellen.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Zahlensymbolik (3, 18, 30, 33) sowie eine symbolische Interpretation der Rollencharaktere und ritueller Szenen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben dem zentralen Begriff der Freimaurerei sind Begriffe wie Einweihung, Symbolik und die spezifischen Zahlenbedeutungen für die Arbeit maßgeblich.
Welche besondere Bedeutung hat die Zahl 18 in der Arbeit?
Die Zahl 18 wird als zentrales Element identifiziert, das Mozart durch seine Verbindung zum 18. Grad des schottischen Freimaurerrituals (Ritter vom Rosenkreuz) gezielt in das Werk integriert hat.
Wie interpretiert die Autorin das Verhältnis zwischen den drei Damen und den drei Knaben?
Die Autorin sieht in ihnen zwei Seiten einer Medaille: Die drei Damen repräsentieren als Gegenstück zu den Knaben die negativen Aspekte wie Verführung und Falschheit, während die Knaben für die freimaurerischen Tugenden stehen.
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- Corinna Schumann (Author), 2003, Die Symbolik der Freimaurer in Mozarts "Die Zauberflöte", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40890