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Vergleich der Romane 'Emil und die Detektive' und 'Als ich ein kleiner Junge' war mit dem Schwerpunkt auf der Untersuchung der Kindheit von Erich Kästner in beiden Romanen

Title: Vergleich der Romane 'Emil und die Detektive' und 'Als ich ein kleiner Junge' war mit dem Schwerpunkt auf der Untersuchung der Kindheit von Erich Kästner in beiden Romanen

Term Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Andrea Kuschel (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Frage, der ich mich in der vorliegenden Arbeit widmen möchte, bezieht sich auf Erich Kästners autobiographische Anteile in seinem Kinderroman „Emil und die Detektive“. Meiner These zu Folge ist der Roman ein autobiographisches Werk, wobei hier geklärt werden soll, warum Kästner dann 29 Jahre später, im Jahre 1957, seine Autobiographie „Als ich ein kleiner Junge war“, ebenfalls als Kinderbuch verfasst, veröffentlichen lässt. Ich möchte meinen Schwerpunkt auf die Herausarbeitung der autobiographischen Teile in „Emil und die Detektive“ legen und dann versuchen zu klären, worin die grundlegenden Unterschiede zu seiner Autobiographie liegen, und diese somit notwendig machten. Aus meiner Sicht ist es äußerst interessant das Leben des Erich Kästner zu erforschen, denn er war ein besonders mutiger und erfolgreicher Schriftsteller, insbesondere in der Zeit des deutschen Reiches. Das „Zusehen müssen“ bei der öffentlichen Verbrennung seiner Bücher in Dresden und die zweimalige Festnahme durch die Gestapo hielten ihn jedoch nicht von seiner großen Leidenschaft, dem Schreiben, ab. Aufgrund seiner teilweise tragischen und intensiven Kindheitserlebnissen, insbesondere durch die Mutter geprägt, entsteht die Vermutung Kästner hätte dies in seinem ersten Kinderroman einfließen lassen. Der Schriftsteller wandte sich schnell einem jungen Publikum zu, den Kinder.
„Ihr Gewissen ist noch nicht korrumpiert. Ihnen dieses reine Gewissen bewahren zu helfen, gehört zu den großen Aufgaben der Erzieher und Lehrer.“
Da es Kästners ursprünglicher Wunsch war Lehrer zu werden, setzte er seine pädagogischen Ziele in seinen Büchern um, denn „[n]ur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch!“ Eine weitere Besonderheit in Kästners Biographie ist die außergewöhnlich intensive Beziehung zu seiner Mutter, der ein auffällig schwacher Bezug zu seinem Vater gegenüber steht. Dies prägte Kästner nachhaltig und lässt sich in den oben genannten Werken herausarbeiten, wie es auch mein Ziel in dieser Arbeit sein wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was versteht man unter dem Begriff Autobiographie?

3. Die Kindheit des Erich Kästner

3.1 Erich Kästners Kindheit in seinem Roman „Emil und die Detektive“

3.1.1 Die Mutterrolle

3.1.2 Die Musterknaben

4. Autobiographie in „Emil“ und „Als ich ein kleiner Junge war“

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die autobiographischen Anteile in Erich Kästners Kinderroman „Emil und die Detektive“ und setzt diese in Bezug zu seinem späteren autobiographischen Werk „Als ich ein kleiner Junge war“, um die Unterschiede in der literarischen Aufarbeitung seiner Kindheit und der familiären Prägung, insbesondere durch die Mutter, zu analysieren.

  • Untersuchung der Mutter-Sohn-Beziehung im Leben und Werk Kästners
  • Analyse des autobiographischen Romans im Vergleich zur reinen Autobiographie
  • Bedeutung des kleinbürgerlichen Milieus der Weimarer Republik für Kästners Erzählungen
  • Pädagogische Intentionen von Erich Kästner als Autor für Kinder

Auszug aus dem Buch

Die Mutterrolle

Wie schon häufiger in meiner Arbeit erwähnt, hatte Erich eine besonders intensive Beziehung zu seiner Mutter, die ihn sein ganzes Leben lang geprägt hat. Sie war lange der Mittelpunkt seines Lebens und gab sich für das Leben ihres Sohnes fast völlig auf. Jede engere zwischenmenschliche Beziehung Kästners, sei es die Beziehung zu Frauen oder die Verbindung zu seinem 1957 geborenen Sohn Thomas litt unter den, durch die Mutter hervor gerufenen Bindungsängsten. Er verehrte sie, denn sie tat ihrerseits alles für ihn. Sie gab ihm ihre ganze Liebe und vergaß sich darüber selbst. Ihr Leben bestand nur aus Arbeit und ihrem Sohn. Er allein gab ihr in dunklen Momenten der Selbstzweifel Kraft weiterzuleben und zeigte ihr wie wichtig sie war. Es ist nicht verwunderlich, dass Frau Kästner schließlich in den letzten Kriegsjahren, in denen auch der Briefkontakt der beiden abbricht, aus Angst um Erich den Verstand verliert. Kordon beschreibt das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis von Mutter und Sohn sehr treffend.

Ida Kästner und ihr Sohn haben ein Ziel und wachsen, um es zu erreichen, über sich hinaus. Die Mutter, weil das Dasein ihres Erich [sic!], seine Zukunft und sein Glück ihr Lebensinhalt geworden sind, der Sohn weil er nicht wagt die Mutter zu enttäuschen. Sie lebt nur durch ihn - also muss er für sie leben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die These ein, dass „Emil und die Detektive“ autobiographische Züge trägt, und stellt die Forschungsfrage nach den Unterschieden zu Kästners expliziter Autobiographie.

2. Was versteht man unter dem Begriff Autobiographie?: Dieses Kapitel definiert die literarischen Gattungen der Autobiographie sowie des autobiographischen Romans und arbeitet deren Merkmale heraus.

3. Die Kindheit des Erich Kästner: Hier werden die biografischen Hintergründe von Erich Kästner, insbesondere die prägende und belastende Beziehung zu seiner Mutter, beleuchtet.

3.1 Erich Kästners Kindheit in seinem Roman „Emil und die Detektive“: Das Kapitel vergleicht die im Roman geschilderten Lebensumstände der Figur Emil mit den realen Kindheitserfahrungen des Autors.

3.1.1 Die Mutterrolle: Dieser Abschnitt analysiert die tiefe psychologische Abhängigkeit zwischen Mutter und Sohn und deren literarische Spiegelung.

3.1.2 Die Musterknaben: Hier wird das Verhaltensmuster des pflichtbewussten Schülers untersucht, das sowohl Erich als auch seine Romanfigur Emil auszeichnete.

4. Autobiographie in „Emil“ und „Als ich ein kleiner Junge war“: Ein Vergleich der beiden Werke zeigt auf, wie Kästner verschiedene Intentionen und Distanzen in der Erzählweise nutzt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt, dass „Emil und die Detektive“ durch reale Kindheitserlebnisse inspiriert ist, während die spätere Autobiographie eine explizitere Reflexion des Lebens darstellt.

Schlüsselwörter

Erich Kästner, Autobiographie, autobiographischer Roman, Kindheit, Weimarer Republik, Mutter-Sohn-Beziehung, Emil und die Detektive, Als ich ein kleiner Junge war, Kleinbürgertum, Kinderliteratur, Bindungsangst, Rollenbild, Erziehung, Schuldgefühl, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die autobiographischen Elemente in Erich Kästners Roman „Emil und die Detektive“ und vergleicht diese mit seiner 1957 erschienenen Autobiographie „Als ich ein kleiner Junge war“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die psychologische Prägung Kästners durch seine Mutter, die Unterschiede zwischen fiktionalem und autobiographischem Erzählen sowie die soziale Milieustudie im Kontext der Weimarer Republik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den autobiographischen Gehalt von „Emil und die Detektive“ nachzuweisen und zu erläutern, warum Kästner dennoch ein separates autobiographisches Werk verfasste.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse und ein komparatistischer Vergleich der beiden genannten Primärwerke unter Einbeziehung von Sekundärliteratur zu Kästners Biografie angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den biographischen Fakten zu Kästners Kindheit, analysiert die Mutterrolle und das Motiv des „Musterknaben“ in seinen Texten und stellt einen direkten Vergleich zur Romanstruktur an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Autobiographie, Mutter-Sohn-Beziehung, Kindheit, Erich Kästner und der literarische Vergleich.

Warum spielt die Rolle der Mutter eine so zentrale Rolle für die Analyse?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Kästners Kindheit maßgeblich durch die Aufopferung und die hohen Erwartungen seiner Mutter bestimmt war, was zu Schuldgefühlen und Bindungsängsten führte, die sich in seinen Werken widerspiegeln.

Wie unterscheidet sich laut der Autorin der Roman „Emil und die Detektive“ von einer klassischen Autobiographie?

Der Roman nutzt fiktionale Handlungselemente, um erzieherische Absichten zu verfolgen und „Wunschverhalten“ darzustellen, während die Autobiographie den Anspruch erhebt, das Leben reflektiert aus einheitlicher Perspektive zu beschreiben.

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Details

Title
Vergleich der Romane 'Emil und die Detektive' und 'Als ich ein kleiner Junge' war mit dem Schwerpunkt auf der Untersuchung der Kindheit von Erich Kästner in beiden Romanen
College
University of Cologne  (EZW Fakultät)
Course
Großstadterzählungen für Kinder der Weimarer Republik
Grade
2,7
Author
Andrea Kuschel (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V40971
ISBN (eBook)
9783638393508
Language
German
Tags
Vergleich Romane Emil Detektive Junge Schwerpunkt Untersuchung Kindheit Erich Kästner Romanen Großstadterzählungen Kinder Weimarer Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Kuschel (Author), 2004, Vergleich der Romane 'Emil und die Detektive' und 'Als ich ein kleiner Junge' war mit dem Schwerpunkt auf der Untersuchung der Kindheit von Erich Kästner in beiden Romanen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40971
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