„Die Sendung mit der Maus“ gehört eindeutig zu einer meiner Lieblingssendungen meiner Kindheit. Auch heute ist sie noch eine der Sendungen, die ich mir immer wieder mit Freude ansehe. Deshalb möchte ich in dieser Hausarbeit die Entstehung der Sendung erarbeiten, sowie eine Analyse einer der neueren Sendungen erstellen, um dann später subjektiv zu betrachten, weshalb dieses Format so erfolgreich war (und noch ist), weshalb es mich so beeinflusst und beeindruckt hat.
Dabei soll die Entstehungsgeschichte aufzeigen, in welcher Zeit „Die Sendung mit der Maus“ konzipiert wurde, welche Intentionen dahinter standen, wie es überhaupt zu der Idee einer Kindersendung kam. In der Analyse möchte ich genauer auf die Sendungsstruktur eingehen, die Inhalte beschreiben und aufzeigen, wie sie aufgebaut sind und was sie so besonders interessant für Kinder macht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. „Sendung mit der Maus“: von der Entstehung bis heute
2.1 Fernsehen für Kinder? Öffentliche Meinung und Kindersendungen vor der Erstausstrahlung der „Sendung mit der Maus“
2.2 Von der Entwicklung zur Entstehung der „Sendung mit der Maus“
2.3 Die „Sendung mit der Maus“ bis heute
3. Analyse einer Sendung
3.1 Übersicht der Beiträge
3.2 Die Beiträge
3.2.1 Vorspann
3.2.2 Trickfilm: „Kalle beim Brotbacken“
3.2.3 Mausspot 1 „Maus, Elefant und Torte“
3.2.4 Sachgeschichte: „Armin im Internet“
3.2.5 Mausspot 2: „Maus und Telefon“
3.2.6 Bildergeschichte: „Das schönste Ei der Welt“
3.2.7 Mausspot 3: „Elefant und Ei“
3.2.8 Sachgeschichte: „Christoph auf dem Kopf“
3.2.9 Mausspot 4: „Maus geht an der Decke“
3.2.10 Käpt’n Blaubär: „Die Venus-Matrosen-Falle“
3.2.11 Abspann
3.3 Zusammenfassung der Analyse
4. Subjektive Betrachtung
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte sowie die strukturelle Zusammensetzung der „Sendung mit der Maus“. Ziel ist es, durch die medienwissenschaftliche Analyse einer konkreten Sendungsfolge und eine begleitende subjektive Betrachtung zu ergründen, welche Faktoren den langjährigen Erfolg dieses Formats begründen und wie die Balance zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung für die Zielgruppe der Kinder erreicht wird.
- Historische Entwicklung des Kinderfernsehens und der Entstehungsprozess der „Sendung mit der Maus“
- Strukturanalyse eines Magazin-Formates anhand einer exemplarischen Sendung
- Die Funktion und psychologische Wirkung der verschiedenen Beitragskategorien (Lach- und Sachgeschichten)
- Identifikationspotenzial und didaktische Reduktion als Erfolgsfaktoren für die junge Zielgruppe
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Sachgeschichte: „Armin im Internet“
In dieser ersten Sachgeschichte der Folge erklärt Armin Maiwald das Internet. Dabei stellt er erst die „Maushomepage“ vor und fängt aus dem Off an zu erzählen: „Die Maus hat eine eigene Internetseite, eine sogenannte Homepage. Wenn man z.B. www.wdrmaus.de eingibt, kommt man da rauf. So sieht sie aus und jeder, der Zuhause einen Computer hat und einen Internetanschluss, kann sich alles anschauen, was mit der Maus zusammenhängt.“
Armin Maiwald hat dabei eine sehr markante Art und Weise zu erzählen, sie ist für Kinder sehr leicht nachvollziehbar und vor allem leicht wiederzuerkennen. Er spricht dabei in einfachen Sätzen, sehr melodisch und verzichtet ganz bewusst auf Fremdwörter oder Fachbegriffe.
Danach erklärt er weiter wo diese Seite gespeichert ist und stellt dann die Frage, wie man da denn nun ran käme. So wird den Kindern erstmal Zeit gegeben, sich auf die Sachgeschichte einzustellen und ihr Interesse zu wecken.
Als nächstes beginnt er zu erklären, was man braucht um ins Internet zu kommen; er erklärt kurz das Modem und was ein Provider ist. Da es nun zu kompliziert wird, dem Theoretischen zu folgen, versucht Armin Maiwald das Ganze mit Menschen darzustellen. Der Provider wird als eine Art Laden dargestellt, wo man die Seite bestellt, die Signale werden von Menschen, die als Boten fungieren, gespielt, der Computer, auf denen die Seiten gespeichert sind, wird wieder als Laden dargestellt. Dabei springt die Handlung zwischenzeitlich immer wieder in die Wirklichkeit zurück, um zu verdeutlichen, welcher Schritt gerade vorgenommen wurde und um auf den gespielten Charakter der Erklärung zu verweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des persönlichen Interesses an der Sendung und Definition der Zielsetzung, die Entstehung sowie die Struktur der Sendung zu analysieren.
2. „Sendung mit der Maus“: von der Entstehung bis heute: Untersuchung des historischen Kontextes des Kinderfernsehens und der Entwicklung des Sendeformats von den ersten „Lach- und Sachgeschichten“ bis zum heutigen Erfolg.
3. Analyse einer Sendung: Detaillierte Untersuchung einer spezifischen Sendungsfolge hinsichtlich Struktur, Länge und didaktischer Gestaltung der einzelnen Beiträge.
4. Subjektive Betrachtung: Reflexion über die persönliche Wahrnehmung der Sendung als Kind und die anhaltende Faszination an der einfachen, kindgerechten Vermittlung komplexer Sachverhalte.
5. Schlussbetrachtung: Fazit über die Bedeutung der Sendung in der deutschen Fernsehlandschaft und die Gründe für ihre enorme Popularität über Generationen hinweg.
Schlüsselwörter
Sendung mit der Maus, Kinderfernsehen, Medienwissenschaft, Sachgeschichte, Lachgeschichte, Armin Maiwald, Christoph Biemann, WDR, Magazinform, didaktische Vermittlung, Erfolgsfaktoren, Identifikationsfigur, Medienanalyse, Kinderprogramm.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die „Sendung mit der Maus“ sowohl aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive als auch aus einer persönlichen, subjektiven Sicht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Mittelpunkt stehen die Entstehungsgeschichte des Formats, die strukturelle Aufteilung in Lach- und Sachgeschichten sowie die pädagogischen und unterhalterischen Intentionen der Macher.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Magazin-Format es schafft, ein Gleichgewicht zwischen Information und Unterhaltung zu halten und warum es auch nach Jahrzehnten noch bei Kindern und Erwachsenen so beliebt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse einer konkreten Sendungsfolge vom 24.04.2003, ergänzt durch eine historische Einordnung und eine subjektive Reflexion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Anfänge des Kinderfernsehens, eine detaillierte Inhaltsanalyse aller Beiträge der untersuchten Folge und die Darstellung der spezifischen Erzählweisen von Moderatoren wie Armin Maiwald und Christoph Biemann.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienkompetenz, kindgerechte Wissensvermittlung, Magazin-Struktur, Identifikation und die Bedeutung der sogenannten Mausspots als roter Faden der Sendung.
Wie unterscheidet sich die Rolle von Christoph Biemann von der von Armin Maiwald?
Während Armin Maiwald komplexe Sachverhalte eher klar und direkt erklärt, arbeitet Christoph Biemann nach dem „Try and Error“-Prinzip, probiert Dinge aus und mimt dabei einen tollpatschigen Charakter, was den Unterhaltungswert betont.
Warum spielt das "Kopfüber"-Motiv in der analysierten Folge eine besondere Rolle?
Das Motiv dient als roter Faden zwischen den Beiträgen; so spiegelt sich sowohl die Maus als auch Christoph im Löffel „kopfüber“, was die thematische Verknüpfung der einzelnen Einheiten verdeutlicht.
Welche Funktion erfüllen die Mausspots innerhalb der Sendung?
Die Mausspots fungieren als identifikationsstiftende Rahmenhandlung. Sie lockern die Sendung auf, bestätigen die Moderatorenrolle der Maus und bieten den Kindern eine Orientierungshilfe zwischen den längeren Beiträgen.
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- Thetje Sausel (Author), 2004, Lieblingssendung: Die Sendung mit der Maus - Eine Analyse und subjektive Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41013