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E-Democracy - Möglichkeiten und Grenzen des Internets als Mittel zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene

Title: E-Democracy - Möglichkeiten und Grenzen des Internets als Mittel zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl.-Journ. Korinna Dieck (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Das Internet eröffnet als zusätzlicher Kommunikationskanal neuartige Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements und der breit angelegten Willensbildung. Die Politik wird im Internet zwar nicht neu erfunden, doch sie wird in den nächsten Jahren immer mehr im Internet stattfinden und über das Netz gemacht werden. 1 Von daher sind die Funktionen, die Erfolgs- und Gütekriterien, die Chancen und Gefahren zunächst dieselben wie auch bei der traditionellen Politik. Das Internet beeinflusst jedoch den Abstand zwischen den Politikern und der Bevölkerung und den gesamten politischen Prozess. In Deutschland ist der Begriff „E-Democracy“ das beherrschende Schlagwort, wenn es aus der Perspektive der Bürgerbeteiligung um Internet und Politik geht. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit die Nutzung des Internets durch die Bürger darauf zielt, am politischen Prozess teilzunehmen, ob Online-Nutzung also die Motivation und die Fähigkeit zu politischer Partizipation positiv beeinflusst. Besonders sinnvoll erscheint der Einsatz des Internets in der Demokratie auf der kommunalen Ebene. In der Sphäre seiner alltäglichen Lebenswelt verfügt der Bürger über ein größeres Problembewusstsein und eine höhere Problemlösungskompetenz und –bereitschaft. Die kommunale Ebene ist jener Bereich, in dem eine verstärkte politische Einbindung des Bürgers erstrebenswert und am ehesten möglich ist.2 Auf kommunaler Ebene lassen sich die Potentiale des Internets besonders gut ausschöpfen: Hier kann das Internet nicht nur Prozesse der sozialen Vernetzung unterstützen, die realen Begegnungen einleiten und rein virtuelle Kontakte überwinden, sondern auch konkret für die Organisation politischer Projekte und Programme angewendet werden, so dass Informationen und Gesprächen Handlungen folgen können. 3 In dieser Seminararbeit soll geklärt werden, welche Chancen und Risiken, welche Vor- und Nachteile der Einsatz des World Wide Webs auf der kommunalen Ebene birgt. Wie wirkt sich die Internetnutzung auf den Willensbildungsprozess aus? Kann das Internet das bürgerschaftliche Engagement stärken? In einem Exkurs sollen die Ergebnisse der Studie „Elektronische Bürgerbeteiligung in deutschen Großstädten 2004“ der Initiative EParticipation vorgestellt werden, die aufzeigt, welche Tendenzen die „E-Participation“ in der Kommunalpolitik zeigt. In einem abschließenden Ausblick werden zukünftige mögliche Entwicklungen dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung „bürgerschaftliches Engagement“ und „E-Democracy“

3. Nutzungsformen des Internets in der Kommunalpolitik: Kommunale Informations- und Interaktions-Systeme

3.1. Typen kommunaler IuI-Systeme

3.2. Organisation und Funktion der IuI-Systeme

3.3. Möglichkeiten der politischen Beteiligung via kommunalem IuI-System

4. Grenzen und Risiken des Internets in der Bürgerbeteiligung

4.1 Das Informationspotenzial

4.2 Das Kommunikationspotenzial

4.3 Das Partizipationspotenzial

5. Exkurs: Ergebnisse der Studie der Initiative E-Participation: „Elektronische Bürgerbeteiligung in deutschen Großstädten 2004“

6. Ausblick

7. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Limitierungen des Internets als Instrument zur Förderung der Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern E-Democracy-Angebote tatsächlich zur politischen Partizipation motivieren und den Willensbildungsprozess stärken können.

  • Strukturen und Typen kommunaler Informations- und Interaktionssysteme
  • Chancen und Risiken der digitalen Bürgerbeteiligung
  • Evaluation der Studie „Elektronische Bürgerbeteiligung in deutschen Großstädten 2004“
  • Analyse des Informations-, Kommunikations- und Partizipationspotenzials
  • Empfehlungen für eine nachhaltige Implementierung digitaler Beteiligungsformate

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Informationspotenzial

Für viele Menschen ist das World Wide Web ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags und hat sich neben den „alten“ Medien – Presse, Hörfunk und Fernsehen – einen nahezu gleichberechtigten Platz erkämpft. Wird es jedoch die politische Beteiligung der Bürgerschaft fördern und mehr direkte Demokratie ermöglichen können?

Das Internet trägt das Potenzial, mit seinen spezifischen Vorzügen Verfügbarkeit, Aktualität, Kapazität sowie die Verknüpfung von Informationen, die Informationslage der Bürger und Bürgerinnen zu verbessern. Es ist jedoch fraglich, ob diese Vorzüge allein zu einem besseren Informationsstand der Bevölkerung führen, denn allein das Vorhandensein von mehr Informationen bedeutet nicht den Anstieg der Zahl gut informierter Menschen.

Obwohl sich der Anteil der Internetnutzer an der bundesdeutschen Bevölkerung von 1997 bis 2001 um 38,8 Prozent erhöht hat, wird mit einer deutlichen Abschwächung des Wachstums des Internetsektors gerechnet; es werden geringere Steigerungsraten erwartet. Nach realistischen Einschätzungen dürfte sich der Anteil der Internetnutzer bei etwa der Hälfte der Bevölkerung (aktuelle Zahl: 53 % der Deutschen sind online) einpendeln. Im Vergleich zu den klassischen Medien Fernsehen, Zeitung und Radio mit einer Gesamtreichweite von 90 Prozent kann man das Internet keineswegs als Massenmedium bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Internets als neuen Kommunikationskanal in der Politik und definiert die kommunale Ebene als besonders geeignetes Feld für verstärkte Bürgerbeteiligung.

2. Begriffsklärung „bürgerschaftliches Engagement“ und „E-Democracy“: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und ordnet politische Partizipation in verschiedene Typen ein, während E-Democracy von E-Government abgegrenzt wird.

3. Nutzungsformen des Internets in der Kommunalpolitik: Kommunale Informations- und Interaktions-Systeme: Hier werden technische und soziale Aspekte kommunaler Netzwerke (IuI-Systeme) analysiert und verschiedene Betriebstypen sowie ihre Organisationsstrukturen erläutert.

4. Grenzen und Risiken des Internets in der Bürgerbeteiligung: Das Kapitel kritisiert die hohen Erwartungen an die digitale Demokratie anhand von Informations-, Kommunikations- und Partizipationspotenzialen sowie sozio-ökonomischen Barrieren.

5. Exkurs: Ergebnisse der Studie der Initiative E-Participation: „Elektronische Bürgerbeteiligung in deutschen Großstädten 2004“: Der Exkurs wertet die Praxisbeispiele deutscher Großstädte aus und leitet konkrete Empfehlungen für eine transparentere und dialogorientierte E-Participation ab.

6. Ausblick: Der Ausblick thematisiert zukünftige Entwicklungen und notwendige politische Strategien zur Überwindung technischer und sozialer Hürden der digitalen Bürgerbeteiligung.

7. Literaturliste: Die Literaturliste umfasst die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen zum Thema E-Democracy.

Schlüsselwörter

E-Democracy, Bürgerbeteiligung, Kommunalpolitik, E-Participation, Online-Partizipation, Informationssysteme, Digitale Demokratie, Internetnutzung, Politische Teilhabe, Soziotechnische Systeme, Bürgernetze, Public-Private-Partnership, Medienkompetenz, Willensbildung, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie das Internet die Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik verbessern kann und wo dabei die Grenzen liegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Definitionen bürgerschaftlichen Engagements, die verschiedenen technischen Ausprägungen von IuI-Systemen in Kommunen sowie eine kritische Analyse der Potenziale und Risiken der Online-Partizipation.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, welche Chancen und Risiken durch den Einsatz des World Wide Webs in der lokalen Politik entstehen und ob dies die politische Motivation der Bürger tatsächlich steigert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung einer empirischen Studie der „Initiative E-Participation“ aus dem Jahr 2004.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung von Typen und Organisation kommunaler Netzwerke sowie eine detaillierte Diskussion der Möglichkeiten und Barrieren (Informations-, Kommunikations- und Partizipationspotenzial).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind E-Democracy, Bürgerbeteiligung, Kommunalpolitik, E-Participation sowie die kritische Reflexion des „Digital Divide“.

Welche Rolle spielt die „Initiative E-Participation“ in der Arbeit?

Die Initiative dient als Grundlage für einen Exkurs, der mittels eines Website-Rankings die Qualität der Beteiligungsangebote deutscher Großstädte bewertet und Optimierungspotenziale aufzeigt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Public-Private Partnerships?

Sie sieht darin ein zukunftsorientiertes Modell, das kommunales Know-how mit privaten Investitionen verbindet und so die finanzielle Belastung für die Städte reduziert, während gleichzeitig hohe technische Standards erreicht werden können.

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Details

Title
E-Democracy - Möglichkeiten und Grenzen des Internets als Mittel zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politologie)
Course
Hauptseminar Aktuelle Fragen der Kommunalpolitik
Grade
2,0
Author
Dipl.-Journ. Korinna Dieck (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V41017
ISBN (eBook)
9783638393782
ISBN (Book)
9783638692564
Language
German
Tags
E-Democracy Möglichkeiten Grenzen Internets Mittel Bürgerbeteiligung Ebene Hauptseminar Aktuelle Fragen Kommunalpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Journ. Korinna Dieck (Author), 2005, E-Democracy - Möglichkeiten und Grenzen des Internets als Mittel zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41017
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