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Die Konferenz von Jalta

Title: Die Konferenz von Jalta

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Sternberg (Author), In-Hae Lee (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Aus der retrospektiven Betrachtung wird die Jalta-Konferenz zumeist der Entstehungsphase des Kalten Krieges zugeordnet, da hier deutlich wurde, dass es unüberbrückbare Differenzen zwischen den Alliierten bezüglich entscheidender Fragen der Nachkriegsordnung gab.

Gleichzeitig gibt es Stimmen, die der Konferenz das Potential zusprechen, eine Grundlage für eine „working relationship“ zwischen Westalliierten und UdSSR gewesen zu sein, da hier bedeutende Einigungen wie bspw. bezüglich der Gründung der Vereinten Nationen und einer endgültigen Festlegung der polnischen Ostgrenze erzielt werden konnten.

Im Folgenden soll dargestellt werden, wie diese diametral entgegengesetzten Aussagen miteinander zu vereinbaren sind.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Militärische und politische Ausgangslage der Konferenz von Jalta

3. Ungelöste Konflikte und Verstimmungen zwischen den Alliierten vor Februar 1945

3.1 Verspätete Errichtung der Zweiten Front

3.2 Bindung amerikanischer Kredite für die Sowjetunion an politische Bedingungen

3.3 Nachkriegsordnung für Deutschland

3.4 Widerstrebende Interessen der UdSSR und der USA in Osteuropa

4. Ziele und Motivation der „Big Three“ für die Konferenz von Jalta

4.1 Sowjetisches Bedürfnis nach Sicherheit und Klarheit über die US-Außenpolitik

4.2 Amerikanische „One World Policy“

4.3 Großbritanniens Bemühen um einen Platz unter den Weltmächten

5. Die Konferenz von Jalta

5.1 Verlauf der Konferenz

5.2 Unstrittige Themen

5.3 Streitpunkte

5.3.1 Kontroversen über Deutschlands Besetzung und Reparationszahlungen

5.3.2 Die Polenfrage

5.4 Bewertung der Konferenz von Jalta und Konsequenzen

5.4.1 Roosevelts und Stalins Bewertung der Jalta-Konferenz

5.4.2 Stalins Konsequenzen aus der Jalta-Konferenz

6. Schlussfolgerungen: Jalta-Konferenz im Kontext des Kalten Krieges

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Jalta-Konferenz im Spannungsfeld zwischen ihrer Funktion als notwendige Kooperationsgrundlage des Weltkriegsbündnisses und ihrem Status als Vorbote der bipolaren Blockkonfrontation, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie diese gegensätzlichen Einschätzungen in Einklang zu bringen sind.

  • Militärische und politische Rahmenbedingungen vor Februar 1945
  • Widerstrebende Interessen der Alliierten in Bezug auf Deutschland und Osteuropa
  • Die unterschiedlichen Zielsetzungen und Motive der "Big Three"
  • Analyse des Konferenzverlaufs und der zentralen Streitpunkte (insb. Polenfrage und Reparationen)
  • Bewertung der Konferenz als Wendepunkt im Entstehungsprozess des Kalten Krieges

Auszug aus dem Buch

3.1 Verspätete Errichtung der Zweiten Front

Die Errichtung einer zweiten Front in Kontinentaleuropa durch britische und amerikanische Heeresverbände ist im Mai 1942 durch US-Präsident Roosevelt und den sowjetischen Außenminister Molotow bei einem Treffen in Washington als besonders dringlich eingestuft worden. Stalin war hierbei besonders an einer möglichst schnellen Entlastung der Roten Armee interessiert, die unter großen Verlusten die Hauptlast des Landkrieges zu tragen hatte. Roosevelt wollte vor allem das wachsende Misstrauen der Sowjetführung gegenüber den westlichen Alliierten zerstreuen und somit einen deutsch-sowjetischen Separatfrieden verhindern. Außerdem sah sich die Roosevelt-Administration zunehmendem innenpolitischen Druck ausgesetzt und beabsichtigte, die amerikanische Öffentlichkeit für die Bedeutung des Krieges mittels eines Eintritts in den Landkrieg zu sensibilisieren und von einer Abkehr vom traditionellen amerikanischen Isolationismus zu überzeugen.

Die politische Notwendigkeit einer Invasion der Nordatlantikküste im Jahr 1942 musste allerdings hinter militärische Überlegungen zurücktreten, die es nahe legten, eine Invasion aufgrund der bis zu diesem Zeitpunkt unzureichenden britischen Rüstung auf das Frühjahr 1943 zu verschieben. Nachdem Churchill den Vorschlag, kleine Truppenverbände an der französischen Küste landen zu lassen, aus Angst vor massiven Verlusten durch ein übereiltes Eingreifen abgelehnt hatte, entschloss sich Roosevelt, einer Invasion Nordafrikas zuzustimmen.

Der unerwartet starke Widerstand der deutschen Truppenverbände in Nordafrika und der Entschluss Roosevelts und Churchills in Casablanca, Sizilien anzugreifen, führten zu einer weiteren zeitlichen Verschiebung der Errichtung einer zweiten Front in Nordfrankreich bis zum 6.Juni 1944. Zu diesem späten Invasionszeitpunkt kam es nicht zuletzt auch durch die Überlegungen der Roosevelt-Administration, einen Fehlschlag der „Operation Overlord“ innenpolitisch nicht rechtfertigen zu können, weshalb die USA enorme Mengen an Kriegsmaterial bereitstellen mussten, um einen Erfolg der Invasion zu garantieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die gegensätzlichen Sichtweisen auf die Jalta-Konferenz vor und skizziert die Fragestellung nach deren Rolle als Kooperationsbasis oder Konfliktherd.

2. Militärische und politische Ausgangslage der Konferenz von Jalta: Beschreibt den militärischen Zusammenbruch des Deutschen Reiches und die Notwendigkeit der Konferenz zur Regelung strittiger Nachkriegsfragen.

3. Ungelöste Konflikte und Verstimmungen zwischen den Alliierten vor Februar 1945: Analysiert das Misstrauen durch Verzögerungen bei der Zweiten Front, ökonomische Differenzen und ungeklärte Vorstellungen zur deutschen Nachkriegsordnung.

4. Ziele und Motivation der „Big Three“ für die Konferenz von Jalta: Untersucht die divergenten nationalen Interessen der Sowjetunion, der USA und Großbritanniens hinsichtlich Sicherheit, Welthandel und politischem Einfluss.

5. Die Konferenz von Jalta: Dokumentiert den Verlauf, die Einigungen in organisatorischen Fragen sowie die tiefgreifenden Kontroversen bei der Polenfrage und den Reparationen.

6. Schlussfolgerungen: Jalta-Konferenz im Kontext des Kalten Krieges: Führt aus, dass Jalta kurzfristig die notwendige Kooperation sicherte, langfristig jedoch die bipolare Blockbildung durch unvereinbare ideologische Grundwerte vorzeichnete.

Schlüsselwörter

Jalta-Konferenz, Kalter Krieg, Alliierte, Sowjetunion, USA, Großbritannien, Nachkriegsordnung, Polenfrage, Reparationen, One World Policy, Sicherheitsbedürfnis, Einflusssphären, Zweite Front, Roosevelt, Stalin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Jalta-Konferenz von 1945 als entscheidendes Ereignis, das sowohl das Ende des Zweiten Weltkriegs prägte als auch den Beginn des Kalten Krieges einleitete.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die militärische Ausgangslage, das gegenseitige Misstrauen der Alliierten, ihre unterschiedlichen Nachkriegsvisionen sowie die konkreten Streitpunkte während der Konferenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Jalta eine erfolgreiche Grundlage für eine Zusammenarbeit der Großmächte oder bereits der Ausgangspunkt der Blockbildung war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine historische Analyse auf Basis einschlägiger Literatur und Dokumentensammlungen, um die Entwicklungen und Motivationen der beteiligten Akteure zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Vorgeschichte, die unterschiedlichen Interessenlagen der „Big Three“ sowie eine detaillierte Auswertung des Konferenzverlaufs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Jalta-Konferenz, Kalter Krieg, Einflusssphären, Polenfrage, Sicherheitsinteressen und die „One World Policy“ stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

Warum war die "Polenfrage" für den Erfolg der Konferenz so kritisch?

Polen diente als Pufferstaat zwischen Deutschland und der Sowjetunion; die konkurrierenden Regierungsansprüche machten sie zum Sinnbild für die Unvereinbarkeit sowjetischer Sicherheitsinteressen und westlicher Demokratievorstellungen.

Wie bewerteten Roosevelt und Stalin das Ergebnis von Jalta jeweils?

Roosevelt sah in den Einigungen (insb. UNO) einen Erfolg für den Traum einer „Einen Welt“, während Stalin die Konferenz als weitgehend ergebnislos empfand, da seine Kerninteressen an Sicherheit in Osteuropa nicht ausreichend abgesichert wurden.

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Details

Title
Die Konferenz von Jalta
College
University of Mannheim
Course
Übung: Englischsprachige Texte zur Entstehung des Kalten Krieges
Grade
1,0
Authors
Tobias Sternberg (Author), In-Hae Lee (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V41035
ISBN (eBook)
9783638393898
Language
German
Tags
Konferenz Jalta Englischsprachige Texte Entstehung Kalten Krieges
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Sternberg (Author), In-Hae Lee (Author), 2005, Die Konferenz von Jalta, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41035
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