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J.W. v. Goethe: Prometheus - Dramenfragment und Ode

Title: J.W. v. Goethe: Prometheus - Dramenfragment und Ode

Term Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kerstin Orth (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Der Schwerpunkt der Interpretation liegt auf der Ode, auch im Hinblick auf inhaltliche Unterschiede zum fragmentarischen Drama. Die Arbeit beinhaltet auch die Wirkungsgeschichte und Rezeptionsgeschichte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Entstehungsgeschichte

III. Interpretation des Dramenfragments

IV. Interpretation der Ode

V. Wirkungsgeschichte

VI. Schlussbetrachtung

VII. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 1773 entstandene Dramenfragment Prometheus sowie die kurz darauf verfasste, gleichnamige Ode von Johann Wolfgang von Goethe. Ziel der Untersuchung ist es, die Entstehungsgeschichte der beiden Werke unter Berücksichtigung neuerer Forschungserkenntnisse zu klären, die inhaltlichen Schwerpunkte und Unterschiede der Werke durch eine Interpretation herauszuarbeiten und abschließend die spektakuläre Rezeptionsgeschichte der Ode zu skizzieren.

  • Entstehungszusammenhang und zeitliche Priorität von Dramenfragment und Ode
  • Interpretation des Dramenfragments unter Berücksichtigung zentraler Motive
  • Analyse der Prometheus-Ode im Kontext der Genieästhetik und des Sturm und Drang
  • Rezeptionsgeschichte der Ode und der Spinozismusstreit
  • Die Rolle von Verselbstung und Entselbstung in Goethes Prometheus-Bild

Auszug aus dem Buch

IV. Ode

Bereits die äußere Form des Gedichtes ist typisch für den Sturm und Drang, denn die Ode ist ohne Reime und in einem unregelmäßigen Versmaß gehalten.

Schon in der ersten Strophe wird der revolutionäre Charakter der Dichtung deutlich, wenn das lyrische Ich, offenbar Prometheus, fordert „Bedecke deinen Himmel Zeus / Mit Wolkendunst“ (P.1 f.), denn hier wird nicht eine Annäherung, sondern eine Loslösung von dem Göttlichen angestrebt, indem eine klare Grenze zwischen Himmel und Erde gezogen werden soll. In den folgenden Zeilen „Und übe, dem Knaben gleich, / Der Disteln köpft, / An Eichen dich und Bergeshöhn;“( P. 3-5) wird Zeus dazu aufgefordert, seine Kräfte in sinnlose Tätigkeiten, die keinen Einfluss auf das Weltgeschehen haben, zu investieren. Außerdem werden zwei klassische Symbole von Zeus göttlicher Macht verhöhnt: zum einen die Eiche, sein Lieblingsbaum, zum anderen kann man die „Bergeshöhn“ auch als Anspielung auf den Olymp selbst betrachten, wonach Zeus also seine eigene Macht zerstören soll. Die beiden Aufforderungen sind Imperative, das lyrische Ich stellt dem zu Folge keine Bitten, sondern gibt Befehle. In den nächsten Zeilen der ersten Strophe „Mußt mir meine Erde / Doch lassen stehen“ (P. 6 f.) ergeht weniger eine Aufforderung an Zeus als eine Feststellung, die durch die Alliteration („Mußt mir meine“) und durch den Beginn der nächsten Zeile mit „Doch“ als Kennwort der Selbstbehauptung gegen Autorität schlechthin noch zusätzlich bekräftigt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die Entstehung sowie Interpretation der beiden Prometheus-Werke Goethes zu untersuchen und die Rezeptionsgeschichte der Ode zu beleuchten.

II. Entstehungsgeschichte: In diesem Kapitel wird dargelegt, dass das Dramenfragment vor der Ode entstand und letztere eine eigenständige Rettung der Essenz des gescheiterten Dramas darstellt.

III. Interpretation des Dramenfragments: Das Kapitel analysiert die inhaltliche Struktur des Dramenfragments, insbesondere den Konflikt des Prometheus mit den Göttern und seine Rolle als Schöpfer eigener „Kinder“.

IV. Interpretation der Ode: Diese Interpretation untersucht die Prometheus-Ode als Ausdruck des Sturm und Drang, wobei das lyrische Ich eine klare Abgrenzung und Loslösung vom Schöpfergott fordert.

V. Wirkungsgeschichte: Hier wird der durch die Publikation der Ode ausgelöste Spinozismus- bzw. Pantheismusstreit und Goethes Einfluss auf die spätere Rezeption durch die Koppelung mit der Hymne Ganymed thematisiert.

VI. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die Untersuchungsergebnisse und betont die Bedeutung des individuellen Schöpfers als zentrales Motiv, welches in der Ode seine konsequente Ausgestaltung findet.

VII. Bibliographie: Die Bibliographie listet die verwendete Primär- und Sekundärliteratur zur Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Prometheus, Johann Wolfgang von Goethe, Sturm und Drang, Dramenfragment, Ode, Schöpfungskraft, Verselbstung, Entselbstung, Spinozismus, Rezeptionsgeschichte, Genieästhetik, Pantheismus, Individualität, Zeus, Auflehnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem von Johann Wolfgang von Goethe 1773 verfassten Dramenfragment Prometheus und der kurz darauf entstandenen gleichnamigen Ode.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte der Werke, ihre Interpretation im Kontext des Sturm und Drang sowie die bewegte Rezeptionsgeschichte der Ode.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Priorität des Dramenfragments gegenüber der Ode zu belegen, die inhaltliche Entwicklung der Prometheus-Gestalt zu interpretieren und den historischen Skandal um die Veröffentlichung der Ode zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer literaturwissenschaftlichen Interpretationsmethode, die Textanalysen der Primärwerke mit der Berücksichtigung forschungsgeschichtlicher Erkenntnisse und biographischer Hintergründe verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung zur Entstehungsgeschichte, eine detaillierte Interpretation des Dramenfragments und der Ode sowie eine Darstellung der Wirkungsgeschichte der Ode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Prometheus, Sturm und Drang, Schöpfungskraft, Verselbstung, Entselbstung, Spinozismus und Rezeptionsgeschichte.

Warum wird das Dramenfragment heute als Vorstufe der Ode betrachtet?

Die Forschung zeigt, dass Goethe das Fragment als „Steinbruch“ für die Ode nutzte und letztere die Essenz des Dramas in eine konzentriertere und harmonischere Form überführte.

Inwiefern steuerte Goethe selbst die Rezeption der Ode?

Goethe steuerte die Rezeption, indem er die Prometheus-Ode in späteren Publikationen konsequent mit der gegensätzlichen Hymne Ganymed koppelte, um einen ausgleichenden Effekt zu erzielen.

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Details

Title
J.W. v. Goethe: Prometheus - Dramenfragment und Ode
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Course
Prometeus-Motiv
Grade
1,0
Author
Kerstin Orth (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V41037
ISBN (eBook)
9783638393911
Language
German
Tags
Goethe Prometheus Dramenfragment Prometeus-Motiv Thema Prometheus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Orth (Author), 2002, J.W. v. Goethe: Prometheus - Dramenfragment und Ode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41037
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