Harry Potter: Die Welt der Menschen und die Welt der Magie


Hausarbeit, 2003
19 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Handlungsaufbau

III. Die Darstellung der „Muggelwelt“

IV. Die Beschreibung der magischen Welt

V. Die Wirkung auf jugendliche Leser

VI. Zusammenfassung

VII. Bibliographie

I. Einleitung

Die Harry Potter - Serie der britischen Autorin Joanne K. Rowling begeistert und fesselt jugendliche sowie erwachsene Leser auf der ganzen Welt. Die Romane erzählen von einem Waisenjungen, der bei seinen unfreundlichen Verwandten, den Dursleys, aufwächst und an seinem elftem Geburtstag erfährt, dass er der Sohn eines Zauberers und einer Hexe ist. Die Faszination, die von diesen Romanen ausgeht, lebt zu einem großen Teil auch von dem Kontrast der Welt der Menschen - die von den Zauberern „Muggel“ genannt werden - zu der magischen Welt. In dieser Arbeit möchte ich mit Hilfe der Harry Potter Bände I - IV untersuchen, mit welchen Mitteln die beiden unterschiedlichen Welten beschrieben werden und warum die magische Welt solch eine große Faszination auf die Leser ausübt.

Zuerst werde ich den Aufbau der Handlung in den Harry Potter Romanen hinsichtlich der Welt der „Muggel“ sowie der Welt der Zauberer und Hexen analysieren.

Im Anschluß hieran werden die wesentlichen Merkmale der Welt der „Muggel“ geschildert und darauf aufbauend die exotische Welt und Lebensweise der Zauberer. Vor diesem Hintergrund werde ich im darauf folgenden Kapitel darstellen, warum dieser Kontrast zwischen menschlicher und magischer Welt so interessant und fesselnd – nicht nur für jugendliche Leser – ist.

II. Handlungsaufbau

Die Geschichte von Harry Potter beginnt mit der Beschreibung seines Lebens bei seinem Onkel Vernon, seiner Tante Petunia und deren verwöhntem Sohn Dudley, von denen Harry nach dem Tod seiner Eltern – wenn auch widerwillig – aufgenommen wurde. An Harrys elftem Geburtstag tritt jedoch schlagartig eine Veränderung in sein tristes und freudloses Leben ein, denn er erfährt, dass er der Sohn eines Zauberers und einer Hexe ist und seine Eltern von einem bösen Zauberer getötet wurden als er ein Jahr alt war. Da er als einziger nicht von diesem bösen Magier namens Lord Voldemort getötet wurde, ist er in der ihm bis dato unbekannten Welt der Magier und Hexen eine große Berühmtheit. Mit diesem neuen Wissen tritt jedoch auch eine entscheidende Veränderung in Harrys Leben ein: Von nun an darf er das Schulinternat Hogwarts für angehende Zauberer und Hexen besuchen und kann somit einen neuen Lebensabschnitt fernab der ihn schlecht behandelnden Pflegeeltern beginnen.

Das Schuljahr startet immer Anfang September, doch bereits vorher wird Harry zum ersten Mal mit der exotischen Welt der Zauberei bekannt gemacht, nämlich als er und Hogwarts Wildhüter Hagrid in die Winkelgasse in London gehen um Harrys Schulutensilien zu kaufen. Im Anschluss daran beginnt die abenteuerliche Reise nach Hogwarts, nachdem Harry, wie auch seine zukünftigen Mitschüler, an einem Muggelbahnhof durch eine Absperrung zwischen Gleis 9 und Gleis 10 geht und sich dann auf dem magischen Gleis Neundreiviertel vorfindet, von wo aus der Hogwart - Express alle Schüler zum Internat fährt.

Hier verlebt Harry dann die folgenden neun Monate ohne Kontakt zu der Welt der Muggel und kann gänzlich in die magische Welt eintauchen. Das Einführen der Leser in die Welt der Magie wird dadurch erleichtert, dass sie auch für Harry neu ist und dass der Leser gemeinsam mit Harry über die Sonderheiten des Lebens als Zauberer staunen kann.

Auch der zweite Band, Harry Potter und die Kammer des Schreckens beginnt, wie auch die beiden Folgebände, bei den Dursleys, denn Harry muss bei seinen Verwandten immer einen großen Teil seiner Ferien verbringen. So wird er in Band II von seinem Freund Ron befreit, um den Rest der Ferien bei dessen Zaubererfamilie verbringen zu dürfen. Im Band III, Harry Potter und der Fluch von Askaban, flieht Harry selbst von den Dursleys und verbringt vor der Fahrt nach Hogwarts einige Tage in der Winkelgasse und in Band IV wird er wiederum von Rons Familie eingeladen, sie zu einem großen Quidditch Spiel zu begleiten, was Vernon Dursley, wenn auch unter Zwang, erlaubt. Im Anschluss hieran folgt dann immer ein neunmonatiger Aufenthalt in Hogwarts, bei dem Harry und seine Freunde keinerlei Kontakt zu der Welt der Muggel haben. Diese Regelmäßigkeit zieht sich mit einigen kleinen Abweichungen durch alle vier Bände.

Außerdem wird die Welt der Menschen aus der Sicht von Zauberern beschrieben, nämlich aus der Sicht von Mister Weasley, der zum einen auf Grund seiner Arbeit im Ministerium für Zauberei mit Menschen konfrontiert wird, zum anderen ein sehr an den Muggeln und ihrer Welt interessierter Zauberer ist. So fragt er Harry des öfteren nach bestimmten Gegenständen und derenen Funktion und besucht in Band IV sogar die davon wenig begeisterten Dursleys.

Obwohl in Hogwarts keinerlei Kontakt zur Menschenwelt besteht, halten sich dort einige Menschen auf, denn auch sogenannte „Muggelkinder“, also Kinder die keine magischen Eltern haben, werden im Internat aufgenommen, wenn eine entsprechende Begabung vorliegt. So ist eine von Harrys besten Freunden und einer der Hauptprotagonisten, Hermine Granger, ein Kind von menschlichen Eltern und beweist im Verlauf der Handlung, dass auch Menschen begabte Zauberer sein können. Auf diese Art und Weise wird durch Hermine auch die Gegensätzlichkeit der beiden Welten überbrückt, denn auch wahre Muggel können Eintritt in die Zauberwelt erhalten.

Handlungen, die in beiden Welten von Bedeutung sind, werden parallel anders wahrgenommen. So ist zum Beispiel die Flucht von Sirius Black, dem vermeintlichen Menschenmörder und Verräter an Harry Eltern, sowohl in der Tageszeitung der Zauberer als auch in denen der Menschen, wobei in den Menschenzeitungen nur von der Flucht eines Schwerverbrechers aus einem Gefängnis die Rede ist, im magischen „Tagespropheten“ aber die Wahrheit steht, nämlich dass ein verbrecherischer Zauberer aus der Verbrecherfestung Askaban entfloh. Nur die Zaubererwelt ist also über die Wahrheit informiert, während die Muggel sich mit Fehlinformationen wissend fühlen.

Dass die Zauberer von den Menschen wissen, jedoch umgekehrt verborgen bleiben, haben sie eben ihrer Zauberkraft zu verdanken. Sehen Menschen etwas Verdächtiges, so kann ihr Gedächtnis modifiziert werden, Orte wie zum Beispiel Hogwarts sind mit Zauberbannen belegt, so dass menschliche Augen statt des feudalen Schlosses nur eine alte Ruine sehen können. Die Zauberer versuchen in der Menschenwelt möglichst wenig aufzufallen, können sich jedoch prinzipiell in deren Welt frei bewegen, wohingegen die Menschen von der Welt der Zauberer grundsätzlich ausgeschlossen sind.

III. Die Darstellung der „Muggelwelt“

Die einzigen Muggel die in der Romanreihe ausführlich beschrieben werden sind Harrys menschliche Verwandte, die Dursley Familie, bestehend aus Onkel Vernon, Tante Petunia und deren Sohn Dudley.

Ganz zu Beginn der Reihe werden bereits die entscheidenden Charakterzüge der Dursleys deutlich gemacht, sind sie doch: „stolz darauf , ganz und gar normal zu sein, sehr stolz sogar.“[1] Dieses Wahren der Normalität wollen sie auch unter allen Umständen gegen den durch Harrys Erscheinen drohenden Einbruch der magischen Welt in ihr Leben verteidigen. Denn als Harry Eltern von Lord Voldemort getötet werden wird der einjährige Harry Potter zu den Dursleys gebracht, obwohl Harry Mutter schon lange keinen Kontakt mehr mit ihrer Schwester hatte. Vor Harrys Erscheinen nimmt Vernon Dursley einige seltsame Dinge wahr, zum Beispiel eine Katze die eine Straßenkarte liest, aber aus Ignoranz gegenüber allem, was nicht in sein normales Weltbild passt, redet er sich ein er hätte eine Sinnestäuschung gehabt.[2]

Zwar nehmen die Dursleys Harry auf, verschweigen dem Jungen jedoch, dass seine Eltern Zauberer waren und stoßen ihn wegen seiner Andersartigkeit, seiner „Abnormität“, gänzlich aus dem familiären Leben aus. Ständig bevorzugen sie ihren eigenen Sohn Dudley, den sie reich beschenken und dem sie jeden Wunsch erfüllen, während Harry unter einer Kellertreppe schlafen muss. Diese Welt der Menschen ist für Harry eine Qual, denn auch in der Schule wird er von Dudley oder dessen Freunden gepiesackt und zu Hause wird er regelrecht seelisch mißhandelt. Die Dursleys sind verzweifelt bemüht, nicht aufzufallen und anderen Leuten zu gefallen und dieses Bemühen ist für sie weitaus wichtiger als das, was sie Harry damit antun. Allein weil seine Eltern Zauberer waren wird Harry immer als Sündenbock bestraft und ausgestoßen, ganz egal wie er sich auch bemüht, das Richtige zu tun, obwohl Harry nicht einmal weiß, dass seine Eltern Magier waren.

[...]


[1] Rowling, Joanne, K.: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998. S. 5. Im Folgenden steht die Sigle HP I für Zitate aus diesem Band, die Ziffer gibt die entsprechende Seitenzahl an.

[2] vgl. ebd. S.6 f.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Harry Potter: Die Welt der Menschen und die Welt der Magie
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Veranstaltung
Kinder- und Jugendliteratur
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V41038
ISBN (eBook)
9783638393928
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
"Die Faszination, die von den Harry Potter-Romanen ausgeht, lebt zu einem großen Teil auch von dem Kontrast der Welt der Menschen zu der magischen Welt. In dieser Arbeit möchte ich mit Hilfe der Harry Potter Bände I - IV untersuchen, mit welchen Mitteln die beiden unterschiedlichen Welten beschrieben werden und warum die magische Welt solch eine große Faszination auf die Leser ausübt."
Schlagworte
Harry, Potter, Welt, Menschen, Magie, Kinder-, Jugendliteratur
Arbeit zitieren
Kerstin Orth (Autor), 2003, Harry Potter: Die Welt der Menschen und die Welt der Magie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41038

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