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Heinrich der Löwe und der Wendenkreuzzug 1147

Title: Heinrich der Löwe und der Wendenkreuzzug 1147

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Sandra Tauer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Mit dem Ausdruck „Wendenkreuzzug“ wird das Nebenunternehmen 1147 des Zweiten Kreuzzuges bezeichnet, welches zum Ziel hatte, die heidnischen Slawen, die jenseits der Elbe lebten, zu missionieren, obwohl keine genaue Vorstellung über die Ausbreitung der „Heiden des Nordens“ bestand.
In der vorliegenden Hausarbeit wird die Ereignisgeschichte des Wendenkreuzzugs skizziert und nach der Rolle Heinrich des Löwen darin gefragt. Dabei zeigt der erste Teil der Arbeit die Voraussetzungen und die politischen Verhältnisse, während sich der Hauptteil der Arbeit der Ereignisgeschichte des Wendenkreuzzuges und der Rolle Heinrich des Löwen zuwendet. Gefragt wird insbesondere, welche Rolle Heinrich beim Zustandekommen und der Durchführung des Wendenkreuzzuges tatsächlich eingenommen hat. Zum Abschluss wird ein Ausblick auf die weitere „Ostpolitik“ Heinrich des Löwen gegeben und eine Bewertung des Wendenkreuzzuges im Rahmen dieser Politik stehen.

Im Vergleich zum Orientzug sind wenig Quellen überliefert, die uns über den Wendenkreuzzug berichten, eine Zeichnung fehlt gänzlich. Die wichtigste Quelle, die über den Wendenkreuzzug berichtet, ist die Slawenchronik von Helmold von Bosau, die in ihrem ersten Buch die Slawenbekehrung von Otto dem Großen bis 1163 behandelt. Ferner dienten als Quellengrundlage für diese Arbeit die Magdeburger und Pöhlder Annalen, die Sachsengeschichte des Widukind von Korvei, die Kreuzzugsbulle Divini dispensatione Eugens III., die Briefe von Bernhard von Clairvaux, die Chronik von Siegbert von Gembloux, die Annalen des Vinzens von Prag, die Chronik des Thietmar von Merseburg und die Taten Friedrich I. von Otto von Freising, der Brief Nr. 150 von Wibald von Stablo und die Annalen von Rolduc.
Als maßgebliche Literatur seien neben der aktuellen Dissertation von Hans-Otto Gaethke „Herzog Heinrich der Löwe und die Slawen nordöstlich der unteren Elbe“ die Abhandlungen von Friedrich Lotter und Hans-Dietrich Kahl genannt.
Offen bleiben bei dieser Hausarbeit eine Reihe von Fragen, die es wert gewesen wären, weiter verfolgt zu werden, den Rahmen einer Hausarbeit aber gesprengt hätten:
Welcher Zusammenhang bestand zwischen der Beteiligung Heinrichs des Löwen am Wendenkreuzzug und seinem Pilgerzug 1172 ins Heilige Land? Welche Rolle im Missionswerk Heinrich des Löwen spielte der Wendenkreuzzug?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Voraussetzungen und Ausgangsbedingungen

1.1 Die kriegerische Politik der sächsischen Herrscher gegenüber den Elbslawen

1.2 Die politische Situation an der südlichen Ostseeküste bis Anfang des 12. Jahrhunderts

2. Aufruf, Verlauf und Ergebnis des Wendenkreuzzuges

2.1 Der Aufruf und die Organisation des Wendenkreuzzuges und die Rolle Heinrichs des Löwen dabei

2.2 Bernhards von Clairvaux und die Devise „Tod oder Taufe“ und die Vorstellungen Eugens III. zum Wendenkreuzzug

2.3 Die Motive Heinrichs des Löwen zur Teilnahme am Wendenkreuzzug

2.4 Die Reaktion Niklots auf den Aufruf zum Wendenkreuzzug

2.5 Die Spaltung des Heeres: Die Belagerungen von Dobin, Demmin und Stettin

2.6 Zum Ergebnis und der Bewertung des Wendenkreuzzuges

2.7 Die Gründe für das Scheitern des Wendenkreuzzuges

3. Ausblick und Fazit

3.1 Ausblick auf die Ostpolitik Heinrich des Löwen nach 1147: der sächsisch-oboritische Konflikt 1160

3.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Ereignisgeschichte des Wendenkreuzzuges von 1147 und untersucht kritisch die Rolle Heinrichs des Löwen bei diesem Unternehmen. Ziel ist es, seine Motivationen zu hinterfragen, die tatsächliche Durchführung zu beleuchten und den Kreuzzug in den größeren Kontext seiner späteren Ostpolitik einzuordnen.

  • Historischer Ablauf des Wendenkreuzzuges im Rahmen des Zweiten Kreuzzuges
  • Die Rolle Heinrichs des Löwen und machtpolitischer Kalkül
  • Religiöse Rechtfertigung und die Devise "Tod oder Taufe"
  • Reaktionen des Oboritenfürsten Niklot und militärische Konflikte
  • Bewertung des Kreuzzuges als historisches Ereignis und dessen Scheitern

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Motive Heinrichs des Löwen zur Teilnahme am Wendenkreuzzug

Als Motive der Teilnehmer am Wendenkreuzzug teilzunehmen – wie in Quellen wie den Pöhlder Annalen dargestellt wird – werden in erster Linie Rache und Hass gegen die Wenden genannt, um ihre Überfälle an den Dänen zu vergelten.

Eodem modo et significatione qui remanserant principes populorum congregati sunt, uti Slavorum trans fluvium Abiam commoratium nefarios ausus inhiberent quibus Danorum gentes infinita strage detriverant, cultui divino nichilominus artius eos adplicarecupientes a quo propemodum exorbiaverant.

Eine ritterliche Massenbewegung zur Erlangung von Ablass oder Seelenheil geht aus dem Pöhlder Annalen und dem Bericht Helmolds nicht hervor. Wibald von Stablo hingegen spricht, wenn auch nur recht unbestimmt, von der beabsichtigten Niederwerfung der Feinde des Christentums und der Verwüster der Kirche.

Für Heinrich dem Löwen sind die Gründe für eine Teilnahme am Wendenkreuzzug aber zum einen in machtpolitischem Kalkül und zum anderen im welfisch-staufischen Konflikt zu suchen.

Rückschlüsse über die Einstellung Heinrich des Löwen zum Wendenkreuzzug sind am ehesten den Anhaltspunkten zu entnehmen, die Helmold uns bietet. Er hebt die pekuniären Vorteile der Slawenzüge hervor und spricht dem Herzog gleichzeitig das wahrhafte Interesse an einer Mission ab: In variis autem expedicionibus, quas adhuc adolescens in Slaviam profectus exercuit, nulla de Chrisianitate fuit mentio, sed tantum de pecunia.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umriss des Themas, der Fragestellung zur Rolle Heinrichs des Löwen sowie eine Vorstellung der wichtigsten Quellen und Literatur.

1. Voraussetzungen und Ausgangsbedingungen: Darstellung der historischen kriegerischen Beziehungen sächsischer Herrscher zu den Elbslawen und der politischen Lage im 12. Jahrhundert.

2. Aufruf, Verlauf und Ergebnis des Wendenkreuzzuges: Analyse der Organisation, religiöser Hintergründe, Motive, der Ereignisgeschichte der Feldzüge sowie der Bewertung des Scheiterns.

3. Ausblick und Fazit: Einordnung in die spätere Ostpolitik Heinrichs des Löwen bis 1160 und abschließende Zusammenfassung der Forschungsergebnisse.

Schlüsselwörter

Wendenkreuzzug, Heinrich der Löwe, Niklot, Zweiter Kreuzzug, Ostpolitik, Oboriten, Christianisierung, Bernhard von Clairvaux, Machtpolitik, Elbslawen, Helmold von Bosau, Heidenmission, Mittelalter, sächsische Herrscher, Territorialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wendenkreuzzug von 1147 als Teilaspekt des Zweiten Kreuzzuges mit speziellem Fokus auf die Rolle Heinrichs des Löwen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die politischen Voraussetzungen, die Motivation der beteiligten sächsischen Fürsten, der Verlauf des Kreuzzuges sowie die langfristigen Auswirkungen auf die slawischen Gebiete.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Rolle Heinrichs des Löwen beim Zustandekommen und der Durchführung des Kreuzzuges kritisch zu hinterfragen und seine Machtansprüche im Kontext der Ostpolitik zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse zeitgenössischer Quellen, insbesondere der Slawenchronik von Helmold von Bosau sowie diverser Annalen und Briefe, ergänzt durch moderne historische Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufrufe und Organisation des Kreuzzuges, die Motive der Akteure, die Reaktionen der Slawen unter Niklot sowie die detaillierte Darstellung der militärischen Auseinandersetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wendenkreuzzug, Heinrich der Löwe, Ostpolitik, Machtpolitik, Christianisierung und Elbslawen sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.

Welche Rolle spielt die Devise "Tod oder Taufe"?

Die Parole wird als radikale religiöse Rechtfertigung Bernhard von Clairvaux' interpretiert, wobei die Arbeit deren Rolle als ideologisches Instrument hinterfragt.

Wie bewertet der Autor den Erfolg des Kreuzzuges?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Kreuzzug militärisch und missionarisch weitgehend erfolglos blieb, jedoch für Heinrich den Löwen als Einstieg in eine konsequentere Machtausübung im slawischen Raum diente.

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Details

Title
Heinrich der Löwe und der Wendenkreuzzug 1147
College
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Course
Die Kreuzzüge
Grade
1,7
Author
M.A. Sandra Tauer (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V41041
ISBN (eBook)
9783638393959
Language
German
Tags
Heinrich Löwe Wendenkreuzzug Kreuzzüge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Sandra Tauer (Author), 2004, Heinrich der Löwe und der Wendenkreuzzug 1147, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41041
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