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§17 SGB VIII - Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung

Title: §17 SGB VIII - Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Mattausch (Author)

Social Work
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Infolge der Individualisierung und Modernisierung der Gesellschaft hat sich die Familienkonstellation zunehmend verändert. Von der klassischen Familie wird, man beobachtet dies an den Scheidungsraten, mehr und mehr Abstand genommen.
Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 194408 Ehen geschieden, was rund 1% aller bestehenden Ehen ausmacht. Das sind 58091 mehr im Vergleich zum Jahr 1991.
Dies macht deutlich, dass sich das Scheidungsrisiko erheblich erhöht hat aber auch noch weiter steigen wird und, laut Statistischem Bundesamt, davon ausgegangen werden muss, dass allein 37% der im Jahr 2000 geschlossenen Ehen mit einer Scheidung enden.
Von einer Scheidung sind aber häufig nicht nur die beteiligten Erwachsenen betroffen, sondern vor allem ihre Kinder. In 48,8% der Fälle der eben genannten geschiedenen Ehen hatten minderjährige Kinder unter den Folgen der Scheidung zu leiden.
Eine Trennung und Scheidung stellt für die betroffenen Kinder eine besonders belastende Umbruchsituation dar. Sie reagieren auf die Auflösung der vertrauten Familienatmosphäre, bedingt durch den Auszug eines Elternteils und durch den möglichen Verlust von (außer-)familiären Beziehungen, häufig mit Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen und Depressionen.
Aufgrund der Tatsache, dass damit zu rechnen ist, „dass rund ein Fünftel der in den 1990er Jahren geborenen Kinder von Ehepaaren (einschließlich vorehelich geborener Kinder) im Laufe der ersten beiden Lebensjahrzehnte mit der Scheidung der Eltern konfrontiert wird“ , lässt einen steigenden Bedarf im Rahmen der Partnerschafts-, Trennungs- und Scheidungsberatung erforderlich werden.
Trotz Trennung oder Scheidung behalten aber die Eltern ihre Elternfunktion und somit die Verantwortung für ihre Kinder.
Wie eine Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung dazu beiträgt, eine am Wohl des Kindes orientierte Elternverantwortung zu schaffen, soll im Folgenden erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kindschaftsrechtsreform

2. Die elterliche Sorge

2.1 Die Personensorge gemäß §1626 Abs. 1 Satz 2 BGB

2.2 Die Vermögenssorge gemäß §1626 Abs. 1 Satz 2 BGB

2.3 Die gesetzliche Vertretung des Kindes gemäß §1629 Abs. 1 Satz 1 BGB

3. Rechtsgrundlage: §17 SGB VIII Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung

3.1 Allgemeine Rahmenbedingungen

3.1.1 Anspruchsberechtigte

3.1.2 Zuständigkeit – Wunsch- und Wahlrecht

3.1.3 Kosten

3.1.4 Sozialdatenschutz

3.2 Zustandekommen der Beratung

3.3 Inhalte und Ziele einer Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung

3.4 Exkurs: Der Begriff Kindeswohl

3.4.1 Kontinuitätsgrundsatz

3.4.2 Förderungsgrundsatz

3.4.3 Bindungen des Kindes

3.4.4 Wille des Kindes

3.5 Zentrale Fragestellungen im Rahmen der Trennungs- und Scheidungsberatung

3.5.1 Umgangsrecht

3.5.2 Besuchsrecht

3.5.3 Mitentscheidungsrecht

3.5.4 Unterhaltsansprüche

3.5.4.1 Kindesunterhalt

3.5.4.2 Nachehelicher Ehegattenunterhalt

3.6 Methodisches Vorgehen

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung gemäß §17 SGB VIII mit dem Ziel aufzuzeigen, wie durch professionelle Beratung eine am Kindeswohl orientierte Elternverantwortung trotz Trennung aufrechterhalten werden kann.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen der elterlichen Sorge nach der Kindschaftsrechtsreform.
  • Anspruchsgrundlagen und Inhalte der Beratungsangebote für Eltern nach §17 SGB VIII.
  • Die zentrale Bedeutung des Kindeswohls als Orientierungslinie in Trennungssituationen.
  • Umgangs-, Besuchs- und Unterhaltsrecht als zentrale familienrechtliche Konfliktfelder.
  • Methodische Ansätze in der Beratungsarbeit, insbesondere die Bedeutung der Mediation.

Auszug aus dem Buch

3.6 Methodisches Vorgehen

Wie die Beratung nach §17 SGB VIII methodisch zu leisten ist, ist im Gesetz nicht geregelt. Die Mediation hat sich aber, neben systemisch- und ressourcenorientierten und interdisziplinär konzipierten Interventionen sowie einfachen Informationsgesprächen, als sehr hilfreiches Vorgehen im Zusammenhang mit der Trennungs- und Scheidungsberatung bewährt. Im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe stellt die Mediation eine Arbeitsform dar, die „die Parteien bei ihren Verhandlungs- und Lösungsversuchen unterstützt, jedoch über keine eigene (Konflikt-)Entscheidungskompetenz verfügt“.

Die Eltern sind stets selbst am besten geeignet, kindeswohlfördernde Vereinbarungen zu treffen, als die Entscheidung dem Familiengericht oder Dritten zu überlassen. Mittels Mediation haben sie, unter Hinzuziehung eines außenstehenden, unparteiischen Dritten, dem Mediator, die Möglichkeit, Verantwortung für die eigenen Lösungen zu übernehmen und somit ihre Entscheidungsautonomie beizubehalten. Indem der Mediator eine neutrale und vermittelnde Haltung einnimmt, die Inhalte des Gespräches nicht bestimmt und die Eltern ihre jeweiligen Interessen eigenverantwortlich wahrnehmen müssen, stärkt dieses Verfahren erheblich die Dialog-, Kooperations- und Gestaltungskompetenz der Beteiligten. Es trägt aber nicht zur Lösung von Problemen der Vergangenheit, sondern vielmehr zur Bearbeitung von Zukunftsfragen bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kindschaftsrechtsreform: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Neuregelungen zum Sorgerecht seit 1998 und betont die Entscheidungsautonomie der Eltern sowie das staatliche Wächteramt.

2. Die elterliche Sorge: Hier werden die inhaltlichen Bereiche der elterlichen Sorge – Personensorge, Vermögenssorge und gesetzliche Vertretung – definiert und ihre rechtliche Ausübung dargestellt.

3. Rechtsgrundlage: §17 SGB VIII Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung: Dieses zentrale Kapitel analysiert die gesetzlichen Anspruchsgrundlagen, Rahmenbedingungen, Ziele und die Bedeutung des Kindeswohls im Kontext der Beratungsarbeit.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Beratung und eines verbesserten Netzwerkausbaus zwischen Jugendamt und anderen beteiligten Stellen.

Schlüsselwörter

§17 SGB VIII, Kindschaftsrechtsreform, Elterliche Sorge, Trennungsberatung, Scheidungsberatung, Kindeswohl, Umgangsrecht, Besuchsrecht, Unterhaltsansprüche, Mediation, Jugendhilfe, Elternverantwortung, Familienberatung, Sorgerecht, Rechtsgrundlagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Grundlagen und die Bedeutung der Beratung für Eltern in Trennungs- und Scheidungssituationen gemäß §17 SGB VIII.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören das Sorgerecht, das Umgangs- und Besuchsrecht, Unterhaltsansprüche sowie die methodische Gestaltung der Beratungsarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Beitrag der Beratungsangebote zur Wahrung der Elternverantwortung und zum Schutz des Kindeswohls in krisenhaften Familiensituationen darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte juristische und sozialpädagogische Analyse der gesetzlichen Bestimmungen und fachlicher Beratungsansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kindschaftsrechtsreform, die Erläuterung der elterlichen Sorge sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Beratung nach §17 SGB VIII.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind §17 SGB VIII, Kindeswohl, Mediation, Sorgerecht, Umgangsrecht und elterliche Verantwortung.

Inwiefern beeinflusst das Kindeswohl die Beratungspraxis?

Das Kindeswohl bildet die zentrale Orientierungslinie, die alle Beratungsziele und rechtlichen Abwägungen dominiert und die Kinder vom Objekt zum Subjekt der elterlichen Sorge erhebt.

Welche Rolle spielt die Mediation bei Trennungskonflikten?

Die Mediation dient als hilfreiches methodisches Instrument, um die Eltern in ihrer Eigenverantwortung und Kooperationsfähigkeit zu stärken, anstatt Entscheidungen externen Institutionen zu überlassen.

Was bedeutet das "Recht auf Umgang" konkret?

Nach §1684 BGB hat das Kind ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen, was gleichzeitig eine Pflicht und ein Recht der Eltern darstellt, den Kontakt zum Wohl des Kindes zu fördern.

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Details

Title
§17 SGB VIII - Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Course
Rechtsfragen der Beratung - Beratungsrecht
Grade
1,3
Author
Melanie Mattausch (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V41066
ISBN (eBook)
9783638394178
ISBN (Book)
9783656739043
Language
German
Tags
VIII Beratung Fragen Partnerschaft Trennung Scheidung Rechtsfragen Beratung Beratungsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Mattausch (Author), 2004, §17 SGB VIII - Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41066
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