Auswirkungen von Ressourcenverbrauch


Hausarbeit, 2002
24 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Überblick über Globalisierung

3. Ressourcen und Senken (Begriffsbestimmung)

4. Verteilung der Ressourcen in der Welt

5. Weltweite Expansion

6. Nachfrage steigt weiter- Stoffströme der Metallurgie

7. Eingriffe in die Landschaft durch den Bergbau
7.1 Goldbergbau
7.2 Umweltzerstörung durch den Uranabbau

8. Einfluss des Ölabbaus auf die Umwelt
8.1 Ölförderung in Südamerika – Eine Pipeline für Ecuador
8.2 Ölabbau in Nigeria – multinationale Konzerne und die Umwelt

9. Der Treibhauseffekt

10. Globale Ökologische Folgen und Probleme
10.1 Saurer Regen
10.2 Ozonloch

11. Nachhaltigkeit

12. Umweltschutzmaßnahmen beim Ressourcenverbrauch und –abbau

13. Quellen und weiterführende Literatur

1. Einleitung

Der Lebensstandard in den Industrieländern ist in den vergangenen Jahrzehnten ständig gestiegen. Allerdings hat die Verbesserung der Lebensqualität, worunter die meisten Menschen die Nutzung möglichst vieler Konsum- und Dienstleistungsangebote verstehen, auch einen Preis, der über dem Konsumieren oft vergessen wird: den Verbrauch natürlicher Ressourcen und seine ökologischen Folgen. Unbestreitbar hat das wirtschaftliche Wachstum vielen Menschen vor allem in den Industrieländern ein hohes Maß an Wohlstand gebracht. Gleichzeitig aber wurde und wird der Planet Erde durch Wachstum, Produktion, Dienstleistungen und Konsum ausgebeutet, die einen verstärkten Zugriff auf Quellen und Senken der Natur mit sich bringen. Heute wird zwar über Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung geredet, doch ein umfassender Strukturwandel bleibt aus.

Auch wenn das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung gewachsen ist und weiter wächst, werden weiterhin natürliche Lebensgrundlagen extensiv genutzt und teilweise zerstört.

2. Überblick über Globalisierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Definitionen des Begriffs Globalisierung

Der Begriff „Globalisierung“ erscheint in den letzen Jahren in den unterschiedlichsten Wissenschaften und ist ein neuer Leitbegriff in tagespolitischen Debatten, daher variieren Inhalt und Verwendung dieses Begriffs sehr stark.

„Allgemein bezeichnet Globalisierung die Tendenz zu einer sich verstärkenden weltweiten wirtschaftlichen politischen und kulturellen Verflechtung, die weitreichende Veränderungen der Rahmenbedingungen nationaler wie internationaler Politik zur Folge hat.“

Da Globalisierung für die zunehmende Internationalisierung der Produktion, der Beschaffungsmöglichkeiten und des Absatzes von Waren und Dienstleistungen steht, ist es nicht verwunderlich, dass globale, ökologische Probleme wichtige Merkmale des Globalisierungsprozesses sind. Durch den hohen Abbau von Ressourcen kommt es zu vielfältigen Umweltproblemen wie Treibhauseffekt, Zerstörung der Ozonschicht, Desertifikation, Verlust der Artenvielfalt, sowie vielen regionalen ökologischen Problemen. Die meisten dieser Probleme können nicht durch einzelstaatliche Maßnahmen gelöst werden, vielmehr werden oft diese Auswirkungen im wirtschaftlichen Wettbewerb in Kauf genommen, vor allem in den Entwicklungsländern. Schon im Jahr 1987 machte der Brundltandbericht auf die globalen Umweltprobleme aufmerksam. Seit diesem Zeitpunkt steht die Nachhaltigkeitsforschung ganz oben auf der Themenliste von politischen Debatten. Politiker und verschiedene Organisationen stellen sich die Frage, wie Nachhaltigkeit auf globaler Ebene erreicht werden kann und welche Prozesse notwendig sind, um die Nachhaltigkeit sowohl in den nördlichen als auch in den Entwicklungsländern zu erreichen.

Im Juni 2001 wurde beim EU-Gipfel in Göteborg über die Strategien für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Union diskutiert. Es wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die Produktion und der Konsum der Güter innerhalb Europa negative Auswirkungen auf andere Regionen -vor allem Entwicklungsländer- haben und damit der langfristige Erhalt der globalen Ressourcen gefährdet ist. Demnach kann man in Europa die nachhaltige Entwicklung realisieren, wenn diese gleichzeitig auch in den Entwicklungsländern aktiv gefördert wird.

3. Ressourcen und Senken (Begriffsbestimmung)

Unter Ressourcen versteht man nutzbare stoffliche Substanzen und Energien, einschließlich aller chemophysikalischen und biologischen Prozesse. Der Begriff Rohstoffe wird oft als Synonym für Ressourcen benutzt und bedeutet vor allem Stoffe, die in der Natur vorkommen und zu Gebrauchsstoffen verarbeitet werden (wie z.B. Erz zu Metall, Kohle zu Koks und Holz zu Möbeln). Diese Produktionsmittel und Hilfsquellen sind in ihrer natürlichen Form meistens für den täglichen Gebrauch nicht verwendbar. Erst durch Veredelung und Verarbeitung ist es möglich, Rohstoffe und lebensbedeutsame Umweltgüter für die wirtschaftlichen und versorglichen Tätigkeiten des Menschen zu nutzen.

Man unterscheidet zwischen pflanzlichen, tierischen und mineralischen Rohstoffen.

Es gibt:

1. Vermehrbare (regenerierbare) und erneuerbare Ressourcen: dazu gehören u.a. Sonnen- und Windenergie, nachwachsende Rohstoffe wie z. B. Holz, aber auch das Wasser.
2. Nicht vermehrbare (nicht regenerierbare) und nichterneuerbare Ressourcen: dazu gehören u.a. Erze und fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl, Erdgas.

Die Probleme der globalen Rohstoffversorgung liegen nicht nur in einem ausreichenden Volumen oder in ausreichenden Lagerstätten, sondern auch in ihrer ungerechten Verteilung und technisch möglichen bzw. wirtschaftlich tragbaren Ausbeutung. Weiterhin führt der Ressourcenverbrauch zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen.

Rohstoffe, die sich nicht neu bilden können, dürfen der Natur nicht schneller entnommen werden, als ihr Verbrauch durch dauerhaft verfügbare Alternativen (z.B. nachwachsende Rohstoffe) ersetzt werden kann.

Von den erneuerbaren Ressourcen darf nicht mehr genutzt werden, als in der gleichen Zeit regeneriert werden kann.

Der Begriff Senke bezieht sich innerhalb der ökologischen Stoffkreislauf- und Prozessforschung für jene Bereiche, in denen Stoffe oder Energie sich sammeln bzw. durch Verbrauch „verschwinden“.

Unterschieden werden muss außerdem zwischen Ressourcen und Reserven, denn diese Begriffe werden folgend definiert:

Als Ressourcen bezeichnet man nachgewiesene, aber zur Zeit noch nicht wirtschaftlich nutzbare und/oder noch nicht gewinnbare Rohstoffvorkommen. Zu den Ressourcen gehören ferner noch nicht nachgewiesene Vorkommen, die sich aber in geologischen möglichen Lagerstätten befinden. Die Abschätzungen von Ressourcen sind mit großen geologischen Unsicherheiten behaftet. Ressourcen werden gesteigert, indem neue mögliche Felder entdeckt werden.

Definiert werden die Reserven als die mittels heute existierender Technologie gewinnbare Menge an Rohstoffen. Da die meisten Rohstoffe nicht frei verfügbar angetroffen werden, sondern in verschiedenen geologischen Formationen eingeschlossen sind, müssen sie durch verschiedene Verfahren herausgelöst werden. Reserven können durch Neubewertung von Ressourcen bewertet werden. Durch neue Technologien oder bloße Erhöhung der Verkaufspreise rücken bisher nicht wirtschaftlich gewinnbare Ressourcen in die Kategorie der Reserven auf.

4. Verteilung der Ressourcen in der Welt

Nach gängigem Verständnis werden Lebensqualität und Sicherung von Arbeitsplätzen durch ständiges Wirtschaftswachstum garantiert. Einmal davon abgesehen, dass die aktuelle Entwicklung belegt, dass dieser Wirkungsmechanismus nur mit Einschränkungen greift, findet das Wirtschaftswachstum in großem Umfang zu Lasten der Umwelt statt. Als unbestritten gilt, dass Produktion und Konsum als sich wechselseitig bedingende Bestimmungsfaktoren von Umweltbelastungen zu betrachten sind.

Aus Statistiken wird deutlich, dass in den Ländern mit hohem Lebensstandard der Ressourcenverbrauch ungleich höher ist als in solchen mit niedrigem.

Etwa 20% der Erdbevölkerung lebt im reichen „Norden“ (Industrieländer) und verbraucht um die 80% der Gesamtressourcen, die vorwiegend im armen Süden (Entwicklungsländer) abgebaut werden, womit auch die Umwelt dieser Länder verschmutzt und im schlimmsten Fall gar zerstört wird.

Diese Ungleichverteilung der Ressourcen und deren Verbrauch führen zu ökologischen sozialen Folgen.

Konsumieren erfolgt zum einen auf Kosten natürlicher Ressourcen, wenn diese zur Produktion von Konsumgütern benötigt werden. Zum anderen wird die Umwelt durch Müll, Abgase und Gifte belastet und - teilweise irreversibel - verunreinigt oder zerstört (Luft, Boden, Wasser).

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen von Ressourcenverbrauch
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Seminar: Global Change
Note
2
Autor
Jahr
2002
Seiten
24
Katalognummer
V4110
ISBN (eBook)
9783638125468
ISBN (Buch)
9783638777131
Dateigröße
983 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung, weltweite Expansion, Ökologie, Bergbau, Ölabbau, Treibhauseffekt, Nachhaltigkeit
Arbeit zitieren
Arthur Benisch (Autor), 2002, Auswirkungen von Ressourcenverbrauch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4110

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