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Zeichengebrauch von Mensch und Tier. Die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs

Titel: Zeichengebrauch von Mensch und Tier. Die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs

Hausarbeit , 2016 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Leonie Seegert (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da immer mehr Tiere zu therapeutischen Zwecken und als Helfer im Alltag eingesetzt werden, ist es wichtig zu wissen, inwieweit Tiere den Menschen verstehen können und was einem Tier beigebracht werden kann. Daraus ergibt sich in der Hausarbeit folgende Forschungsfrage: Wo liegen die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs? Um diese Frage beantworten zu können, wird zunächst näher auf die drei Teilgebiete der Zoosemiotik (Zoopragmatik, Zoosemantik, Zoosyntax) eingegangen.

Die Zoosemiotik ist das Studium animalischer Kommunikationssysteme hinsichtlich ihrer Strukturen und Prozesse sowie der animalischen Zeichenbildung und Verwendung. Nachdem damit ein Überblick geschaffen wurde, wie vielfältig tierischer Zeichengebrauch sein kann und welche Arten und Eigenschaften von tierischem Zeichengebrauch unter natürlichen Gegebenheiten stattfinden, komme ich zu der Frage, ob sie auch Teile des menschlichen Zeichengebrauchs erlernen und verstehen können. Dazu führe ich ausgewählte Beispiele von Hunden und Affen an, die Antworten auf diese Fragen bringen sollen. Vor allem Hunde sind sehr beliebte Begleiter des Menschen und assistieren schon heute oft Menschen mit Behinderung. Allein deshalb ist es wertvoll zu erfahren, was ein Hund alles erlernen kann, um dem Menschen zu helfen. Auch Menschenaffen eignen sich hervorragend zur Ergründung der Antwort, da der Mensch ihnen am nächsten verwandt ist und es somit auf den ersten Blick naheliegend erscheint, am ehesten einem Affen menschlichen Zeichengebrauch beibringen zu können.

Abschließend wird auch ein Beispiel von Delphinen angeführt, da sie sich in ihrem Zeichengebrauch von an Land lebenden Säugetieren stark unterscheiden und sich deshalb auch andere Möglichkeiten des menschlichen Zeichengebrauchs daraus ergeben. Der tierische Zeichengebrauch steht klar im Vordergrund dieser Hausarbeit, doch werden auch Bestandteile des menschlichen Zeichengebrauchs angeführt, um Unterschiede herauszuarbeiten und damit die Grenzen aufzeigen zu können. Thematisiert werden die Zeigegeste, die ikonischen Zeichen des Menschen, die linguistischen Symbole sowie die von Menschen verwendete Syntax.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Zoopragmatik

2.1 Kognition oder Kommunikation

2.2 Die verschiedenen Kanäle

3. Die Zoosemantik

4. Die Zoosyntaktik

4.1 Meerkatzen bilden die Ausnahme

5. Zeichenarten des menschlichen Zeichengebrauchs

5.1 Die Zeigegeste

5.1.1 Die Affen und die Zeigegeste

5.1.2 Die Hunde und die Zeigegeste

5.2 Ikonische Zeichen des Menschen

5.2.1 Die Affen und die ikonischen Markierungen

5.2.2 Die Hunde und die ikonischen Zeichen

5.3 Linguistische Symbole

5.3.1 Affen lernen Zeichen einer Zeichensprache

5.3.2 Hunde lernen Symbole

5.4 Syntax

5.4.1 Delphine verstehen Syntax

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs, insbesondere im Hinblick auf die Fähigkeit von Tieren, Teile des menschlichen Zeichensystems zu verstehen und anzuwenden. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Tiere kommunikative Absichten des Menschen erfassen und wie sie auf verschiedene Zeichenarten wie Zeigegesten, ikonische Markierungen und Symbole reagieren.

  • Grundlagen der Zoosemiotik (Zoopragmatik, Zoosemantik, Zoosyntaktik)
  • Vergleich von tierischer und menschlicher Kommunikation
  • Analyse des Zeichenverständnisses bei Hunden und Menschenaffen
  • Untersuchung von Syntax-Verständnis bei Delphinen
  • Einfluss von Motivation und Training auf das Zeichenlernen

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Die Hunde und die Zeigegeste

Andere Tiere sind hingegen durchaus in der Lage, die Zeigegeste im Objektwahl-Test für sich zu nutzen. Dazu zählen beispielsweise Katzen, Pferde, Schweine, Ziegen oder trainierte Delphine, am besten versteht aber der Haushund die Zeigegeste (vgl. Bräuer 2014, S. 145). Selbst 6 Wochen junge Welpen tapsen schon zu dem richtigen Becher, was bedeutet, dass die Zeigegeste nicht antrainiert sein kann. Da der Hund vom Menschen domestiziert wurde, um zu helfen, ist er durchaus in der Lage kooperativ zu sein. Dadurch kann er vielleicht auch dem Menschen eine helfende Absicht unterstellen. Man könnte auch annehmen, dass sie die Zeigegeste nicht als Hilfestellung, sondern als Befehl ansehen, dort hinzugehen. Dieser Frage ging die Biologin Juliane Kaminski nach, indem sie Kinder, die für den Hund offensichtlich keine Autorität darstellten, den richtigen Becher zeigen ließ. Während der Hund auf die Kommandos der Kinder nicht reagierte, wählte er bei der Objektwahl-Aufgabe den richtigen Becher (vgl. Bräuer 2014, S. 148). Hunde scheinen die Zeigegeste also wirklich als helfende Absicht des Menschen zu verstehen. Nun bleibt noch die Frage, ob sie Zeigegesten auch selbst anwenden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Interesse am tierischen Zeichengebrauch und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Grenzen dieses Gebrauchs im Vergleich zum menschlichen System.

2. Die Zoopragmatik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Zoopragmatik, unterscheidet zwischen Kognition und Kommunikation sowie den verschiedenen Kanälen der Signalübertragung.

3. Die Zoosemantik: Hier werden die Bedeutungs- und Objektbeziehungen animalischer Zeichen (Ikon, Index, Symbol) sowie deren Vorkommen in der Tierwelt behandelt.

4. Die Zoosyntaktik: Dieses Kapitel untersucht, ob und wie Tiere Zeichen kombinieren, wobei insbesondere die Syntax-ähnlichen Strukturen bei Meerkatzen analysiert werden.

5. Zeichenarten des menschlichen Zeichengebrauchs: Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Hunde, Affen und Delphine auf menschenspezifische Zeichen wie Zeigegesten, ikonische Markierungen und Symbole reagieren und diese verarbeiten.

6. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Grenzen des tierischen Zeichenverstehens sowie die Implikationen für die tiergestützte Therapie.

Schlüsselwörter

Zoosemiotik, Zeigegeste, Kommunikation, Tiersprache, Zoopragmatik, Zoosemantik, Zoosyntaktik, Symbol, Ikon, Index, Syntax, Hunde, Affen, Delphine, Zeichengebrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen des tierischen Zeichengebrauchs und untersucht, an welche Grenzen Tiere stoßen, wenn sie versuchen, menschliche Kommunikationssysteme zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Zoosemiotik mit ihren Teilgebieten Zoopragmatik, Zoosemantik und Zoosyntaktik sowie die Analyse von Kommunikation bei Tieren wie Hunden, Affen und Delphinen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die primäre Forschungsfrage lautet: Wo liegen die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien zur Zoosemiotik und Verhaltensforschung, insbesondere mit Blick auf Experimente (z. B. Objektwahl-Tests) mit Hunden, Affen und Delphinen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Zeichenarten (Zeigegesten, ikonische Zeichen, Symbole, Syntax) theoretisch definiert und ihre praktische Anwendung bzw. ihr Verständnis durch Tiere anhand zahlreicher Studien untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Zoosemiotik, Kommunikation, Zeichengebrauch, Syntax, Ikon, Index, Symbol sowie spezifische Tierarten wie Hunde, Affen und Delphine.

Warum schneiden Hunde beim Verstehen von Zeigegesten oft besser ab als Affen?

Hunde scheinen die kooperative und helfende Absicht hinter der Zeigegeste des Menschen besser erfassen zu können, da sie durch die Domestizierung stark auf den Menschen ausgerichtet sind, während Affen eher imperativ handeln und die kooperative Motivation des Menschen nicht nachvollziehen können.

Was macht das Ergebnis der Delphin-Studien so besonders?

Delphine sind nach heutigem Stand der Wissenschaft die einzigen Tiere, bei denen nachgewiesen werden konnte, dass sie nicht nur einzelne Symbole verstehen, sondern auch die Bedeutung der Reihenfolge von Wörtern (Syntax) in einer vereinfachten Grammatik erfassen können.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zeichengebrauch von Mensch und Tier. Die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs
Hochschule
Hochschule Hannover
Note
1,0
Autor
Leonie Seegert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V412014
ISBN (eBook)
9783668645912
ISBN (Buch)
9783668645929
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zoopragmatik Zoosemantik Zoosyntaktik tierischer Zeichengebrauch menschlicher Zeichengebrauch Zeigegeste Ikonische Zeichen Linguistische Symbole Syntax
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Seegert (Autor:in), 2016, Zeichengebrauch von Mensch und Tier. Die Grenzen des tierischen Zeichengebrauchs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412014
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Leseprobe aus  23  Seiten
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