Als übergeordnetes Interventionsziel ist die Steigerung der körperlich-sportlichen Akti-vität im Schulalltag von Kindern und Jugendlichen. Die Teilziele beinhalten die Ver-besserung der motorischen Fähigkeiten, die Förderung von Bewegung im Schulalltag sowie die Verbesserung der sozialen Kontakte. Das Teilziel Verbesserung der motori-schen Fähigkeiten soll die koordinativen und konditionellen Fähigkeiten fördern. Das Ziel Verbesserung der sozialen Kontakte soll die Teamfähigkeit und Fairness, die sozia-len Kompetenzen sowie die Zugehörigkeit zur Klasse und allgemein zur Schule selbst verbessern. Das letzte Teilziel soll die Schule als Setting positiv beeinflussen in dem beispielsweise Sport-AGs gefördert werden und Kleinsportgeräte in den großen Pausen zur Verfügung gestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Personengruppen im gewählten Setting
1.2.1 Personengruppe Lehrer
1.2.2 Personengruppe Schüler
1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten
1.3.1 Analyse gesundheitsbezogener Daten für die Personengruppe Lehrer
1.3.2 Analyse gesundheitsbezogener Daten für die Personengruppe Schüler
1.4 Ableitung von Handlungsschwerpunkten
1.4.1 Ableitung von Handlungsschwerpunkten für die Personengruppe Lehrer
1.4.2 Ableitung von Handlungsschwerpunkten für die Personengruppe Schüler
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING SCHULE
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die gesundheitsförderliche Optimierung des Schulalltags durch die Steigerung der körperlich-sportlichen Aktivität bei Schülern und Lehrern, um physische Belastungen sowie psychische Stressfaktoren nachhaltig zu reduzieren.
- Analyse der gesundheitlichen Belastungssituation im Setting Schule
- Ableitung spezifischer Handlungsschwerpunkte für Lehrer und Schüler
- Entwicklung eines zielgerichteten Gesundheitsförderungsprojekts
- Recherche und Evaluation von Modellprojekten zur Schulentwicklung
- Verknüpfung von Verhältnis- und Verhaltensprävention
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Personengruppe Lehrer
An dem Gymnasium sind 56 Lehrerinnen und Lehrer tätig. Die Schule beschäftigt 40 Lehrerinnen und 16 Lehrer. Der Altersbereich erstreckt sich zwischen 29 und 60 Jahren. Der Alltag eines Lehrers wird von einer sitzenden sowie stehenden Tätigkeit dominiert. Während des Unterrichts steht der Lehrer vor der Klasse und vermittelt Lerninhalte anschaulich an der Tafel, einem Overheadprojektor oder Beamer. Während den Pausenzeiten wird die Gewährleistung der Aufsichtspflicht im Schulgebäude und auf dem Schulhof gesichert. Für die Pausenaufsicht sind nur ein Teil der Lehrer verantwortlich, wobei im „Rotationsprinzip“ gewechselt wird. Die anderen Lehrkräfte ziehen sich zu den Pausenzeiten zum Essen zurück. Die Pausen und Freistunden werden sitzend Verbracht.
In den Freistunden werden Stunden vorbereitet, Klausuren und Leistungskontrollen korrigiert und benotet. Nach Unterrichtsschluss werden Dienstberatungen oder Elterngespräche durchgeführt. Einige Lehrer betreuen nach Schulschluss Arbeitsgemeinschaften. Oftmals werden Klausuren und Leistungskontrollen zum Korrigieren und Benoten mit nach Hause genommen. Die Stundenvorbereitung erfolgt ebenfalls überwiegend zu Hause. Das unterrichtende Personal hat eine dauerhafte Vorbildfunktion. Nicht zu unterschätzen ist die psychische Belastung, die durch Konflikte zwischen Eltern und Lehrern oder Schülern und Lehrern entstehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel identifiziert die Rahmenbedingungen sowie die Belastungsfaktoren für Lehrkräfte und Schüler, um darauf basierend konkrete gesundheitsrelevante Handlungsschwerpunkte abzuleiten.
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING SCHULE: Hier wird das spezifische Projekt zur Förderung körperlicher Aktivität vorgestellt, inklusive der Zielgruppenbestimmung und der konkreten Interventionsziele.
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT: Dieses Kapitel analysiert das Modellprojekt der DAK-Gesundheit „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ hinsichtlich seiner Struktur, Ergebnisse und praktischen Schlussfolgerungen für zukünftige Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Schule, Lehrergesundheit, Schüler, Bewegungsmangel, Stressmanagement, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, Schulentwicklung, körperliche Aktivität, Arbeitsplatz Schule, Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische Belastung, Adipositasprävention, Setting-Ansatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Gesundheitsförderung im Setting Schule durch die Implementierung von Maßnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität und Stressbewältigung für Lehrer und Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Handlungsfelder Bewegung, Ernährung, Stressmanagement sowie die Verbesserung des Schulklimas und der Arbeitsbedingungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die gesundheitsförderliche Optimierung des Schulalltags, um gesundheitliche Risiken wie Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Stresssymptome bei den Zielgruppen zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis relevanter Fachliteratur und die Auswertung von Modellprojekt-Berichten genutzt, um präventionsorientierte Strategien abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Analyse des Settings, die Planung eines eigenen Interventionsprojekts und die wissenschaftliche Recherche zu erfolgreichen, bestehenden Modellprojekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Gesundheitsförderung, Setting Schule, Bewegungsmangel, Verhältnisprävention und Schulentwicklung.
Wie unterscheidet sich die Belastungssituation zwischen Lehrern und Schülern?
Während Lehrer vor allem unter psychischem Druck durch Konflikte und einseitiger beruflicher Belastung leiden, ist der Alltag der Schüler durch Bewegungsmangel, Leistungsdruck und körperliche Inaktivität geprägt.
Warum ist das Modellprojekt der DAK-Gesundheit für die Arbeit relevant?
Es dient als praxisnahes Beispiel dafür, wie eine ganzheitliche Schulentwicklung durch Partizipation und systematische Prozesssteuerung erfolgreich gesundheitsfördernde Strukturen schafft.
Welche Rolle spielt die Partizipation in diesem Kontext?
Partizipation ist entscheidend, da sie die Identifikation der Schulmitglieder mit dem Projekt erhöht und die Nachhaltigkeit der gesundheitsförderlichen Maßnahmen sicherstellt.
- Arbeit zitieren
- Irina Wolinski (Autor:in), 2017, Gesundheitsförderung im Setting Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412033