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Der Islamische Staat. Rekrutierung von jungen Europäern für den Dschihad

Titel: Der Islamische Staat. Rekrutierung von jungen Europäern für den Dschihad

Bachelorarbeit , 2015 , 58 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: Josi Julitz (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Bachelorarbeit wird sich mit einem der besorgniserregendsten Entwicklungen in unserer heutigen Gesellschaft, nämlich der fanatischen Proklamierung des Heiligen Krieges durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“, befassen. Seit Beginn des Jahres 2014 berichten die Medien nun schon über diese Organisation, deren Ausbreitung international mit großer Beunruhigung beobachtet wird. Der Westen ist mit seinen säkularen Nationalstaaten, demokratischen Grundsätzen und Menschenrechten zum Feindbild von extrem radikalen Salafisten erklärt worden. Ziel der terroristischen Bewegung ist es, im Nahen Osten einen Gottesstaat (Kalifat) mit dem geltenden Recht der menschenrechtsverletzenden Scharia zu errichten. Als zukunftsweisende Idee hat die Vereinigung Islamischer Staat eine neue Weltordnung nach islamischem Recht formiert. Genauere Ausführungen und Erläuterungen hierzu folgen im Verlauf der vorliegenden Arbeit.

„Dschihad“, „IS-Terrormiliz“, „Salafisten“ und „Heiliger Krieg in Syrien“ sind nur einige Begriffe, die in Zusammenhang mit diesem gesellschaftlichen Phänomen immer wieder fallen und mit denen man sich eingehend beschäftigen sollte, um die radikalen Entwicklungen, die weltweit vonstattengehen, verstehen und einschätzen zu können. Das gesamte Themengebiet „Islamischer Staat“ ist so komplex und vielschichtig, dass es in Form einer Bachelorarbeit nicht gelingen würde, eine umfassende Analyse der gesamten Thematik zu erfassen. Aufgrund dessen wird innerhalb dieser Arbeit der Fokus auf die Rekrutierung von Anhängern aus Europa gelegt. Es ist nahezu unmöglich nachzuvollziehen, weshalb sich bis dato circa 7000 Europäer, darunter 680 Deutsche, auf den Weg nach Syrien gemacht haben, um dort für einen Gottesstaat unter Einsatz ihres Lebens zu kämpfen.

Die Beweggründe und Motive dieser Menschen sind sehr unterschiedlich und lassen sich nur schwer pauschalisieren. Der Hauptteil der Arbeit soll deshalb darin bestehen, die Vorstellungen und Visionen dieser Individuen ausfindig zu machen. Was erwarten diese Leute von ihrem Eintritt in die Terrormiliz? Was geben sie in Europa auf und warum?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fanatismus

2.1 Religiöser Fanatismus

2.2 Islamischer Fundamentalismus

3. Begriffserläuterungen

3.1 Islamisten

3.2 Salafisten

3.3 Dschihadisten

4. Der Islamische Staat in seinen Grundzügen

4.1 Der Irakkrieg als Nährboden für die Entstehung der IS-Terrororganisation

4.2 Camp Bucca als „Terror-Universität“

4.3 Der Aufstieg zur mächtigsten Terrororganisation weltweit

4.3.1 Die Ausrufung des Kalifats

4.3.2 Die personelle Struktur der IS-Terrororganisation

4.4 Ideologie und Rechtsordnung im Islamischen Staat

4.4.1 Die Rechtsordnung

4.4.2 Legitimations- und Rechtfertigungsversuche

4.5 Mittel und Maßnahmen der IS-Kämpfer

4.6 Propaganda

4.6.1 Die mediale Inszenierung

4.6.2 Pop-Dschihadismus

5. Rekrutierung von potenziellen Anhängern

5.1 Faszination von Europäern für den Dschihad

5.1.1 Die Reden der Prediger

5.1.2 Manipulation schwacher Charaktere

5.1.3 Der vermeintliche Weg aus der Krise

5.2 Europäische Frauen im Islamischen Staat

6. Der Umgang mit Rückkehrern aus Syrien und dem Irak

6.1 Programme zur Re-Integration von Rückkehrern

6.2 Präventionsprogramme

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rekrutierung europäischer Anhänger durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“. Im Zentrum stehen die Beweggründe dieser Personen, die psychologischen Mechanismen der Radikalisierung sowie die Bedeutung von Ideologie und Propaganda.

  • Faszination des Fanatismus und islamistischer Fundamentalismus
  • Struktur, Ideologie und Propaganda des „Islamischen Staates“
  • Rekrutierungsmethoden in sozialen Netzwerken und durch Prediger
  • Rolle von Frauen und Umgang mit Rückkehrern

Auszug aus dem Buch

4.6.2 Pop-Dschihadismus

Ein weiteres erwähnenswertes, fast schon als Phänomen zu bezeichnendes Merkmal der neuartigen Terrorpropaganda, ist die Kuriosität von niedlichen Katzen, die entweder auf dem Arm der Kämpfer oder um die Waffen derjenigen liegen und einen starken Kontrast hierzu hervorrufen.

Diese Bilder haben sogar einen eigenen, ständig mehr Anhänger für sich beanspruchenden Hashtag – die Markierung #catsofjihad erfreut sich im Netz auf der Plattform Instagram großer Beliebtheit.73

Diese Modernität, die natürlich vor allem junge Menschen direkt anspricht, ist ein ganz essentieller Teil der so erfolgreichen Inszenierung des Terrors.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der fanatischen Proklamierung des Heiligen Krieges durch den „Islamischen Staat“ ein und definiert den Fokus auf die Rekrutierung europäischer Anhänger.

2. Fanatismus: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Fanatismus als allgemeines Phänomen und grenzt den religiös geprägten Fundamentalismus im Kontext des Islam ein.

3. Begriffserläuterungen: Hier werden zur begrifflichen Klarheit die Definitionen von Islamisten, Salafisten und Dschihadisten voneinander abgegrenzt.

4. Der Islamische Staat in seinen Grundzügen: Es wird die Entstehung der Organisation, ihre Führungskultur, Ideologie sowie ihre Propagandamaschinerie und Finanzierung dargestellt.

5. Rekrutierung von potenziellen Anhängern: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Faszination, die der „Islamische Staat“ auf Europäer ausübt, und beleuchtet die Mechanismen der Anwerbung sowie die Rolle von Frauen.

6. Der Umgang mit Rückkehrern aus Syrien und dem Irak: Das Kapitel behandelt die Herausforderungen für westliche Regierungen beim Umgang mit Rückkehrern und stellt bestehende Reintegrations- sowie Präventionsprogramme vor.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung über die anhaltende Gefahr durch die Terrormiliz und die Schwierigkeit, zukünftige Entwicklungen vorherzusagen.

Schlüsselwörter

Islamischer Staat, Dschihadismus, Salafismus, Radikalisierung, Fundamentalismus, Propaganda, Rekrutierung, Online-Radikalisierung, Pop-Dschihadismus, Identitätssuche, Rückkehrer, Terrorismus, Scharia, Kalifat, Fanatismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit analysiert, warum sich Menschen aus Europa der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anschließen, welche Motive sie antreiben und wie die Organisation diese Menschen rekrutiert.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Zentral sind die ideologischen Grundlagen des Fundamentalismus, die Propagandastrategien des IS, Methoden der Rekrutierung sowie der staatliche Umgang mit radikalisierten Rückkehrern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe und Visionen von Europäern zu verstehen, die in den Heiligen Krieg ziehen, und die Mechanismen aufzudecken, die sie in die radikale Szene führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Fachliteratur, Medienberichten, Experteninterviews sowie Dokumenten von Sicherheitsbehörden und Institutionen zur Deradikalisierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des IS, der Bedeutung seiner Ideologie, der medienwirksamen Propaganda und den konkreten Wegen der Anwerbung von Anhängern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit arbeitet intensiv mit den Begriffen Salafismus, Dschihadismus, Fundamentalismus und Pop-Dschihadismus.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Radikalisierung?

Das Internet dient als zentrale Plattform für Propagandavideos und sozialen Austausch, wodurch Jugendliche schnell und überregional mit extremistischen Inhalten in Kontakt kommen.

Warum schließen sich auch Frauen dem „Islamischen Staat“ an?

Frauen suchen oft nach Zugehörigkeit, einem idealisierten Partnerbild oder einer religiösen Sinnstiftung; zudem übernimmt der IS sie für administrative oder reproduktive Aufgaben.

Was hat es mit dem Begriff „Pop-Dschihadismus“ auf sich?

Dieser Begriff beschreibt die Vermischung von dschihadistischen Inhalten mit Elementen der Popkultur, um insbesondere bei jungen Menschen ein „cooles“ oder modernes Image der Miliz zu erzeugen.

Welche Probleme bestehen bei der Reintegration von Rückkehrern?

Die größte Schwierigkeit liegt in der mangelnden Beweislage für konkrete Straftaten sowie der komplexen Aufgabe, traumatisierte oder weiterhin radikalisierte Personen in die Gesellschaft einzugliedern.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Islamische Staat. Rekrutierung von jungen Europäern für den Dschihad
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
2,2
Autor
Josi Julitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
58
Katalognummer
V412047
ISBN (eBook)
9783668637450
ISBN (Buch)
9783668637467
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik IS Islamischer Staat Dschihad
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josi Julitz (Autor:in), 2015, Der Islamische Staat. Rekrutierung von jungen Europäern für den Dschihad, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412047
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Leseprobe aus  58  Seiten
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