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Dolmetscherin und interkulturelle Vermittlerin. Die Rolle der Malinche während der Eroberung Mexikos 1519-1521

Title: Dolmetscherin und interkulturelle Vermittlerin. Die Rolle der Malinche während der Eroberung Mexikos 1519-1521

Term Paper , 2016 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christiane Martina Schunke (Author)

Cultural Studies - Caribbean Studies
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Das Ziel der Hausarbeit ist es, Malinche und ihre spezifische Rolle im Zusammenhang mit der Eroberung Mexikos zu untersuchen. Als Untersuchungsmethode wird die historisch-kritische Quelleninterpretation sowie die ikonographische Methode gewählt. Es ist geplant, Antworten auf die folgenden Fragen zu geben: Welche Umstände führten dazu, dass Malinche Cortés' Dolmetscherin wurde? Inwiefern wurde Malinche durch ihre Tätigkeit für Cortés zu einer kulturellen Vermittlerin? Welche Bedeutung hat Malinche in den verschiedenen geschichtlichen Epochen in der mexikanischen Gesellschaft, wie wird wie von diversen sozialen Gruppen wahrgenommen?

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Malinche

2.1 Biographische Informationen

2.2 Die Herkunft des Namens

3 Malinche und Hernán Cortés

3.1 Biographische Informationen zu Hernán Cortés

3.2 Malinche als Hernán Cortés' Dolmetscherin

3.3 Malinche als Hernán Cortés' Sprecherin

3.4 Umstände für Malinches Tätigkeit für Hernán Cortés

3.5 Die persönliche Beziehung zwischen Malinche und Hernán Cortés

3.6 Malinche als interkulturelleVermittlerin

4 Die Wahrnehmung der Malinche in der mexikanischen Gesellschaft

4.1 Die Wahrnehmung der Malinche in der mexikanischen Gesellschaft vom 16. - 18. Jahrhundert

4.2 Die Wahrnehmung der Malinche in der mexikanischen Gesellschaft ab dem 19. Jahrhundert

5 Fazit

6 Quellen- und Literaturliste

6.1 Quellen

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der spezifischen Rolle Malinches während der Eroberung Mexikos (1519-1521) unter Anwendung der historisch-kritischen Quelleninterpretation sowie der ikonographischen Methode, um ihr Wirken als Dolmetscherin und interkulturelle Vermittlerin sowie ihre wechselhafte Wahrnehmung in der mexikanischen Geschichte aufzuarbeiten.

  • Biographische Einordnung Malinches und Bedeutung ihres Namens
  • Analyse der Zusammenarbeit mit Hernán Cortés und ihrer Funktion als interkulturelle Vermittlerin
  • Untersuchung der Umstände ihrer Tätigkeit für die spanischen Eroberer
  • Reflexion über die historische Wahrnehmung der Malinche in verschiedenen Epochen
  • Deutung von Malinche als "Verräterin" versus "Vermittlerin" in der mexikanischen Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

3.6 Malinche als interkulturelleVermittlerin

Malinche hatte Cortés nicht nur als Dolmetscherin, sondern ebenso als „faraute“ gedient (vgl. Kapitel 3.3). Malinches Funktion und Leistung habe nicht nur darin bestanden, Worte von einer Sprache in eine andere zu übersetzen, sondern ebenso zwischen den unterschiedlichen Denkweisen zweier verschiedener Kulturen zu vermitteln (Hartau 1994, S. 33).

Todorov und die Politikwissenschafterlin J. Ehrmann stellen fest, dass Malinche nicht nur die Sprache, sondern ebenso das Verhalten und die sozialen Praktiken der Azteken (Götzendienste, Menschenopfer) für die Spanier verständlich übersetzt habe. Auf diese Weise habe Malinche Cortés das Wissen vermittelt, dass er für die Eroberung und Unterwerfung des Aztekenreiches benötigt habe (Todorov 1985, S. 123-125; Ehrmann 2012, S. 116; Greenblatt 1998, S. 201).

Der Kulturwissenschaftler S. Greenblatt ist überzeugt, dass vor allem die aztekische Praxis der Menschenopfer für die Spanier hinsichtlich eines Kontakts zu den Azteken eine kulturelle und kommunikative Blockade dargestellt habe. Cortés habe dennoch mit den Azteken kommunizieren müssen, um sein Ziel, die Eroberung Mexikos zu erreichen (Greenblatt 1998, S. 201; Franco 2010, S. 42). Greenblatt hält Malinche für die “einzige Person” im Zusammenhang mit der Eroberung Mexikos, in welcher sich - bedingt durch die Taufe - beide Kulturen getroffen hätten und die deshalb sowohl die Mesoamerikaner - nicht nur dieAzteken - als auch die Spanier verstanden hätte. Malinche sei deshalb gleichsam „das Paradebeispiel für den Vermittler [die Vermittlerin] in der Neuen Welt“ gewesen (Greenblatt 1998, S. 217 f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Eroberung Mexikos und die zentrale Rolle der Malinche, inklusive der methodischen Vorgehensweise.

2 Malinche: Darstellung der spärlichen biographischen Daten über die Person Malinche und die linguistische Herkunft ihres Namens.

3 Malinche und Hernán Cortés: Analyse der Beziehung zwischen beiden Akteuren, mit Fokus auf ihre Aufgaben als Dolmetscherin, Sprecherin und interkulturelle Vermittlerin sowie die Beweggründe ihrer Zusammenarbeit.

4 Die Wahrnehmung der Malinche in der mexikanischen Gesellschaft: Untersuchung der historischen Rezeption Malinches vom 16. Jahrhundert bis zur modernen Identitätsdebatte, insbesondere der Wandel zur „Verräterin“.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Malinches Leistung als interkulturelle Brücke und der historischen Instrumentalisierung ihrer Person.

6 Quellen- und Literaturliste: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Malinche, Hernán Cortés, Eroberung Mexikos, Azteken, Dolmetscherin, interkulturelle Vermittlung, Neuspanien, Geschichte Mexikos, Identitätsbildung, Verrat, Nahuatl, Spanische Eroberung, Quelleninterpretation, kulturelle Räume, Mestizaje.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die historische Figur der Malinche und ihre maßgebliche Rolle während der Eroberung Mexikos durch die Spanier zwischen 1519 und 1521.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen Malinches biographischen Hintergrund, ihre spezifische Funktion als sprachliche und kulturelle Vermittlerin für Hernán Cortés sowie die jahrhundertelange Wandlung ihrer Wahrnehmung in der mexikanischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Leistungen Malinches objektiv zu untersuchen und nachzuvollziehen, inwiefern sie durch ihre Tätigkeit zu einer Schlüsselfigur zwischen den spanischen Eroberern und mesoamerikanischen Völkern wurde.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt die historisch-kritische Quelleninterpretation sowie die ikonographische Methode, um zeitgenössische Berichte und bildliche Darstellungen in Codices zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst Hernán Cortés vorgestellt, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Malinches Tätigkeit als Dolmetscherin, Sprecherin ("faraute") und ihrer persönlichen Beziehung zu Cortés.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Malinche, interkulturelle Vermittlung, die Eroberung Mexikos, Identitätsbildung und die historische Rezeption als Verräterin oder Mutter der Mestizen.

Warum wird das Massaker von Cholula als zentrales Ereignis hervorgehoben?

Das Ereignis dient in der Arbeit als Beispiel für Malinches Loyalität gegenüber den Spaniern, wird aber in der späteren mexikanischen Geschichtsschreibung häufig als Beweis für ihren angeblichen "Verrat" am eigenen Volk angeführt.

Welchen Einfluss hatte der mexikanische Nationalismus auf das Bild der Malinche?

Der Nationalismus ab dem 19. Jahrhundert konstruierte Malinche zur "Verräterin" um, da man zur Stärkung einer eigenständigen nationalen Identität eine Feindfigur benötigte, die den Untergang der präkolonialen Welt personifizierte.

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Details

Title
Dolmetscherin und interkulturelle Vermittlerin. Die Rolle der Malinche während der Eroberung Mexikos 1519-1521
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Christiane Martina Schunke (Author)
Publication Year
2016
Pages
31
Catalog Number
V412078
ISBN (eBook)
9783668642775
ISBN (Book)
9783668642782
Language
German
Tags
dolmetscherin vermittlerin rolle malinche eroberung mexikos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Martina Schunke (Author), 2016, Dolmetscherin und interkulturelle Vermittlerin. Die Rolle der Malinche während der Eroberung Mexikos 1519-1521, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412078
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