Wie können Arbeitsvermittlungen, insbesondere im Bereich der Integration von älteren Arbeitslosen, effizienter arbeiten?


Diplomarbeit, 2005

127 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Herleitung des Themas
1.2 Ziel der Arbeit

2 Begriffe und Definitionen

3 Struktur der Arbeitslosigkeit
3.1 Ursachen von Arbeitslosigkeit in Deutschland
3.2 Formen der Arbeitslosigkeit
3.3 Problemgruppen
3.3.1 Jugendliche bis 25 Jahren
3.3.2 Ältere ab 50 Jahre

4 Folgen von Arbeitslosigkeit
4.1 Wirtschaftliche Folgen
4.2 Gesellschaftliche Folgen
4.3 Folgen für die Politik
4.4 Folgen der Arbeitslosigkeit für den Einzelnen

5 Arbeitsvermittlung in Deutschland
5.1 Entwicklung
5.2 Arbeitsvermittlung aktuell
5.3 Private Arbeitsvermittlung
5.4 Öffentliche Arbeitsvermittlung
5.4.1 Job-AQTIV- Gesetz
5.4.2 Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt - Bericht der Hartz- Kommission

6 Vermittlungstätigkeit
6.1 In der Bundesagentur für Arbeit
6.1.1 Experteninterview
6.1.2 Erkenntnisse aus den Interviews
6.1.3 Kritik
6.2 In einer privaten Arbeitsvermittlung
6.2.1 Angaben zum Beispielobjekt
6.2.2 Das Konzept „Börse für Arbeitsmarkthilfen“
6.2.3 Ablauf der Vermittlung
6.2.4 Kritik

7 Maßnahmen der Arbeitsagenturen
7.1 Marktnahe Maßnahmen der Arbeitsagenturen
7.1.1 „Profiling“ und Eingliederungsvereinbarung
7.1.2 Unterstützungsleistungen der Arbeitsagentur
7.1.3 Bildungsgutschein für berufliche Weiterbildung
7.1.4 Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahme (TM)
7.1.5 Engeltsicherung (ehemals Lohnversicherung)
7.1.6 Eingliederungszuschuss
7.2 Beschäftigung fördernde Maßnahmen der Arbeitsagenturen
7.2.1 Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM)
7.2.2 Strukturanpassungsmaßnahme (SAM)
7.2.3 Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung / Ein-Euro-Job
7.3 Maßnahmen im Auftrag der Arbeitsagenturen
7.3.1 Beauftragen von Dritten mit der Vermittlung
7.3.2 Beauftragen von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen
7.3.3 Vermittlungsgutschein
7.3.4 PersonalServiceAgenturen (PSA)

8 Interview mit der Zielgruppe
8.1 Vorbemerkungen zur Gruppe
8.2 Auswertung

9 Verbesserung der Vermittlungstätigkeit

10 Resümee

Quellenverzeichnis

Anhang

1 Einleitung

Arbeitslosigkeit und deren Folgen sind heute eines der Hauptprobleme in den Ländern der Europäischen Union. Arbeit ist in den westlichen Industrienationen zu einem knappen Gut geworden. Besonders in der Bundesrepublik Deutschland ist auch fünfzehn Jahre nach der Wiedervereinigung die Arbeitslosenquote (Stand: März 2005) mit 12,5 % bedrohlich hoch. Deshalb muss die Verringerung der ho­hen Arbeitslosigkeit der Ausgangspunkt aller Überlegungen der Bundesregierung sein und auch bleiben.

1998 stellte der damalige Kanzlerkandidat Schröder die Arbeitslosigkeit in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes und wollte ihre Reduzierung zur Messlatte seiner Regierungstätigkeit machen. Die Schaffung einer Kommission zum Abbau der Ar­beitslosigkeit und zur Umstrukturierung der Bundesanstalt für Arbeit unter Leitung von Dr. Peter Hartz im Jahr 2002 war der erste Schritt der neuen Bundesregie­rung, Arbeitslosigkeit zu verringern und zukünftig zu vermeiden.

Anlass für die Gründung dieser Kommission war die Prüfung der Bundesanstalt für Arbeit durch den Bundesrechnungshof im Januar 2002. Aus der anschließenden Mitteilung ging hervor, dass jahrelang die Vermittlungszahlen verschönt wurden. Dieser Skandal führte dazu, dass der Behördenleiter Bernhard Jagoda zurücktrat. Die gesamte Bundesanstalt für Arbeit wird momentan umstrukturiert und die Ar­beitsvermittlung reformiert.

Es wurde festgestellt, dass innerhalb der Bundesanstalt für Arbeit zu viele Mitar­beiter in der Verwaltung und zu wenige in der Vermittlung tätig sind. Entspre­chende Zahlen veröffentlichte Robert Leicht (2002) in der Zeitung „Die Zeit“ im August 2002. In der gesamten Bundesanstalt für Arbeit, so Leicht (ebd.), sind 93.000 Menschen beschäftigt. Davon sind nur 8.000 in der Vermittlung tätig. Leicht (ebd.) bemerkt außerdem, dass die Bundesanstalt für Arbeit offenbar „ein unabhängiges, externes und effektives Controlling“ benötigt. Die so genannten Hartz- Reformen beinhalten unter anderem, dass die Arbeitsvermittler nur noch wenige bürokratische Aufgaben wahrnehmen. Dazu sagt ein Geschäftsführer einer Arbeitsgemeinschaft aus Baden- Würtemberg im „Stern“ (2005), dass sie in E-Mails und Handlungs­empfehlungen der Nürnberger Verwaltung ersticken. Einen Großteil der Arbeitszeit seien die Vermittler damit beschäftigt, bürokratische Vor­gaben der Bundesagentur umzusetzen: "Statt sich um die Vermittlung von Ar­beitslosen zu kümmern, tippen die Arbeitsamtsmitarbeiter stundenlang Krankmel­dungen von Arbeitslosen und andere Statistiken in ihre Computer“, so der Ge­schäftsführer im „Stern“ (2005).

Arbeitsvermittler der Bundesagentur für Arbeit sind weder Wettbewerb ausgesetzt noch erhalten sie einen Anreiz zur Vermittlung. Deshalb glauben Fachleute, dass private Vermittler effizienter und innovativer arbeiten könnten. Es besteht aller­dings die Gefahr, dass die privaten Vermittler die Arbeitslosen selektieren, bei denen sie die geringsten Vermittlungskosten zu erwarten haben.

Bevor die fehlerhafte Ermittlung der Vermittlungszahlen im Jahr 2001 bekannt wurde, konnten etwa 3,8 Millionen Menschen von der öffentlichen Arbeitsvermitt­lung in einen neuen Job vermittelt werden. Die tatsächliche Zahl der vom Ar­beitsamt Vermittelten ist deutlich geringer. „Der Spiegel“ (2002) berichtet, dass die Zahl auf nur etwa 1,1 Millionen korrigiert werden muss. Schmid, Mosley und Schütz (2002) definieren dazu die gesetzlichen Vorgaben: Diese 1,1 Millionen vermittelten Tätigkeiten wurden tatsächlich vom Arbeitsamt ausgewählt und vor­geschlagen. Ein Drittel der ausgewiesenen Vermittlungen befanden „sich in der Grauzone des Interpretationsspielraums“, so Schmid, Mosley und Schütz (2002). Bei diesen Vermittlungen haben die Arbeitsämter nur mitgewirkt. Das letzte Drittel war nicht nachvollziehbar oder gar fingiert. (ebd.)

In der rezessiven wirtschaftlichen Lage gestaltet sich die Arbeitsvermittlung schwierig. Davon besonders betroffen sind ältere Arbeitslose, denn Betriebe tun sich nach wie vor schwer, ältere Arbeitssuchende einzustellen. Einige Betriebe sehen Ältere als Träger von Innovationen, andere haben gegenüber älteren Ar­beitslosen Vorurteile hinsichtlich ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit. Trotz der demographischen Entwicklung werden die Leistungsfähigkeit und das Potential älterer Arbeitnehmer immer noch nicht ausreichend anerkannt. Die Politik, die Tarifparteien und die Medien fordern eine bessere Eingliederung Älterer in Beschäftigung.

Wie Funk (2004, S. 7) berichtet, hat Deutschland im internationalen Vergleich eine sehr niedrige Erwerbstätigenquote Älterer. Im Jahr 2002 betrug diese Quote ledig­lich 38,4 Prozent. Der OECD[1] - Durchschnitt lag dagegen bei 49,4 Prozent. Diese Differenz hat sich seit 1990 nur um einen Prozentpunkt verringert, da in Deutschland immer noch die Ausgliederung Älterer eine große Rolle spielt. Trotzdem ist es notwendig, diese Quote zu steigern, da erstens die Lebenserwartung in Deutschland sowohl bei Männern als auch bei Frauen gestiegen ist, und zweitens der „Nachwuchs“ an Erwerbstätigen in den nächsten Jahren fehlen wird. (ebd.)

Deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die öffentliche und die private Ar­beitsvermittlung hinsichtlich ihrer Effizienz, besonders ihrer Möglichkeiten aus der aktuellen Arbeitsmarktpolitik, zu untersuchen. Schwerpunkt dieser Diplomarbeit liegt bei der Integration von älteren Arbeitslosen.

Anmerkungen der Diplomandin:

Die Untersuchung der Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer beginnt ab dem 55. Lebensjahr. Als „Ältere“ werden deshalb, wenn nicht ausdrücklich anders definiert, die 55- bis 64-Jährigen verstanden.

Wenn im Folgenden von Arbeitslosen gesprochen wird, sind unfreiwillig Arbeits­lose gemeint. Nach Kirchler (1993, S. 19) sind damit Personen angesprochen, die trotz kontinuierlich deklarierter Bereitschaft zu einer bezahlten Erwerbstätigkeit keine für sie akzeptable Arbeitsstelle finden können. Üblicherweise ist der Großteil der Arbeitslosen unfreiwillig beschäftigungslos, so Kirchler (ebd.). Deshalb sind aus grammatikalischen Gründen die Arbeitsuchenden mit den Arbeitslosen in der vorliegenden Diplomarbeit gleichzusetzen.

Die Umstrukturierung der Bundesanstalt für Arbeit beinhaltete unter anderem die Änderung des Namens in „Bundesagentur für Arbeit“. Zitiere ich aus Quellen vor dem 01.01.2004, verwende ich den alten Namen „Bundesanstalt für Arbeit“; aus Quellen ab dem 01.01.2004 den neuen Dienstleistungs- Namen „Bundesagentur für Arbeit“. Da die gleiche Behörde gemeint ist, gebrauche ich meist das Kürzel „BA“.

Diese Diplomarbeit wurde mit dem Stand vom 31.03.2005 erstellt.

1.1 Herleitung des Themas

Das Thema Arbeitslosigkeit beschäftigt mich jetzt schon seit mehreren Jahren. Allerdings haben sich meine Ansichten und Meinungen darüber im Laufe dieser Zeit grundlegend geändert. So dass ich heute glaube, einen menschlichen aber auch realistischen Standpunkt zu diesem Problem der Gesellschaft zu vertreten. Die Situation der Arbeitslosen hat mich in dem Beschluss bestärkt, gerade dieses Problem zu thematisieren.

Meine Praxissemester absolvierte ich in einer Berufsbildungsstätte in Apolda. Ein­gesetzt wurde ich im Lernstudio EASy, ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, welches Arbeitslose bei der Suche nach Arbeit unterstützte. Nach den beiden Praxissemestern konnte ich, bis zur Einstellung des Projektes im Mai 2004, in der Arbeitsvermittlung arbeiten.

In dieser Zeit betreute ich überwiegend ältere Arbeitsuchende, so dass ich zu dem Entschluss kam, diese Problemgruppe zu thematisieren.

Damals vertrat ich die Auffassung, dass alle die arbeiten wollen, auch Arbeit be­kommen. Heute sehe ich das ein wenig anders. Natürlich ist die Lage in Deutsch­land im Hinblick auf das Problem der hohen Arbeitslosigkeit sehr schwierig, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass viele Arbeitslose nicht genug tun, um sich aus ihrer prekären Lage zu befreien. Sie lassen eher tun. Es ist an der Zeit, dass die Menschen selbst die Verantwortung dafür tragen, was mit ihnen geschieht.

1.2 Ziel der Arbeit

Die aktuelle Diskussion über die Arbeitsvermittlung ist Grundlage der Frage­stellung: Wie können Arbeitsvermittlungen, insbesondere im Bereich der Integra­tion von älteren Arbeitslosen, effizienter arbeiten?

In meiner Diplomarbeit stehen mögliche Maßnahmen und Dienstleistungen zur nachhaltigen Steigerung der Erwerbstätigenquote „Älterer“ im Mittelpunkt.

Dabei werde ich sowohl die öffentliche als auch die private Arbeitsvermittlung hin­sichtlich ihrer Arbeitsweise unter die Lupe nehmen.

Folgende Fragen stehen im Zentrum meiner Arbeit:

Werden die gesetzlichen Möglichkeiten genutzt?

Können private Arbeitsvermittler eventuell effizienter arbeiten als die Mitarbeiter der örtlichen Arbeitsagenturen?

Was können Ältere selbst dazu beitragen, eine Integration in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen?

Im zweiten Kapitel werden zunächst wichtige Grundbegriffe mit Hilfe des Dritten Sozialgesetzbuches (SGB III) erklärt.

Das dritte Kapitel befasst sich mit den Ursachen und den Formen von Arbeits­losigkeit. Die altersabhängigen Problemgruppen der Jugendlichen unter 25 Jahren und der Älteren ab 55 Jahren werden definiert.

Warum ist es für den Menschen wichtig, eine Arbeit zu haben? Die Folgen von Arbeitslosigkeit kann fast jeder aufzählen. Sie werden aus verschiedenen Blick­richtungen betrachtet. Politiker sehen andere Folgen als die Gesellschaft, die Wirtschaft und der Einzelne selbst. Deshalb werden diese getrennt im Kapitel vier betrachtet.

Die ersten Kapitel sind für eine weitere Betrachtung der Problematik sehr bedeut­sam, so dass ich erst im fünften Punkt die Arbeitsvermittlung aufgreife. Wie ent­wickelte sie sich in Deutschland? Wie sieht es aktuell aus? Welche Bedeutung hat das Job-AQTIV- Gesetz? Was sind die berühmten Vorschläge der Hartz- Kommission und was bewirken sie aktuell auf dem Arbeitsmarkt?

Im nächsten Abschnitt erfolgt eine Untersuchung der öffentlichen und der privaten Arbeitsvermittlung. Wie arbeiten die Arbeitsvermittler? Um einen Einblick in die Arbeitsweise und die Einstellung eines Arbeitsvermittlers der regionalen Arbeits­agenturen zu bekommen, führte ich Experteninterviews mit zwei Arbeitsvermittlern der Arbeitsagentur Erfurt, Geschäftsstelle Weimar. Im Gegensatz dazu stelle ich aus eigenen Erfahrungen eine private Arbeitsvermittlung vor. Was ist der Unter­schied in der Arbeitsweise? Auf welcher Grundlage basiert diese Vermittlung und wie ist der Ablauf? Welche Hintergrundinformationen benötigt der Leser?

Im Punkt sieben beschäftige ich mich mit den verschiedenen Maßnahmen und Dienstleistungen, die die Arbeitsagenturen anbieten können. Die Aufteilung erfolgt in marktnahe, beschäftigungfördernde und in Maßnahmen im Auftrag der Arbeits­agenturen. Sie werden aufgrund ihrer Einteilung untersucht und auf ihre Eignung für ältere Arbeitsuchende überprüft.

Im achten Kapitel ist die Position der Arbeitsuchenden von Bedeutung. In einer Gruppendiskussion mit drei arbeitslosen Frauen über 50 Jahren bekam ich durch gezielte Fragen einen Einblick in ihr bisheriges Berufsleben. Wie würden sie Ar­beitsvermittlung besser oder anders machen? Welche Fördermöglichkeiten kennen die Frauen? Und was halten sie von den Vorschlägen der Hartz- Kommis­sion?

Mein letztes Kapitel beinhaltet Anregungen, wie die Arbeitsvermittler effizienter arbeiten können, um ältere Arbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Diese Vorschläge basieren auf Erkenntnissen, die ich aus den verschiedenen Kapiteln und den Interviews ziehen konnte. Es erfolgt ein kurzes Resümee.

2 Begriffe und Definitionen

Das Thema Arbeitslosigkeit enthält viele Begriffe, die zwar umgangssprachlich verwendet werden, aber von betroffenen Personen oft nicht richtig definiert wer­den können. Deshalb ist es besonders wichtig, einige von ihnen genauer zu defi­nieren, um Falschaussagen auszuschließen. Dazu zählen Arbeit, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosigkeit, Arbeitslose und Arbeitslosenquote.

Arbeit

„Um kaum einen Begriff ranken sich so viele kontroverse Theorien, Diskussionen, Welt- und Leitbilder. Und mit kaum einem anderen Begriff waren und sind so viele Emotionen der Menschheit und Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Ethik verknüpft“, schreibt Meier (o. J.) im Lexikon eines Internetportals.

Fröhlich (2000, S. 68) definiert Arbeit als eine „Zweckgerichtete, planvolle und organisierte Tätigkeit, die an materiellen ... oder immateriellen Zielen ... orientiert ist und zur Deckung des eigenen Bedarfs oder zum eigenen Gewinn bzw. dem anderer dient“.

Mikl-Horke (1991, S. 1) differenziert verschiedene Dimensionen von Arbeit. Zum einen gibt es die “naturale Dimension” von Arbeit, welche bedeutet, dass “Arbeit als Sicherung des Lebensunterhalts und der Daseinsvorsorge” gesehen wird, zum zweiten die “soziale Dimension, d.h. die Tatsache, daß Arbeit immer in sozialen Bezügen der Zusammenarbeit, der Arbeitsteilung, der Wechselwirkung, der Bezo­genheit auf andere steht”, zum dritten die “personale Dimension, d.h. die Bedeu­tung der Arbeit für die Person, die Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten, das Bewusstsein und der Identität”.

Im Laufe der Geschichte hat sich der Begriff Arbeit grundlegend gewandelt. Während Arbeit in der griechischen Antike als Praxis und damit gegenüber der Theorie als minderwertig galt, erfuhr sie durch die Reformation und insbesondere durch den Philosophen Hegel eine Aufwertung. Bei Karl Marx wird sie sogar zur Grundbestimmung des Menschen. (http://www.chancenfueralle.de/Lexikon/A/Arbeit.html)

In der Alltagssprache wird das Wort Arbeit mehrdeutig verwendet, heißt es bei Röhrig (2003, S. 23). So werden beispielsweise sowohl Tätigkeiten, die Mühe bereiten, wie Gartenarbeit, auch Tätigkeiten, die man nicht um ihrer selbst willen, sondern aus einer Verpflichtung heraus tut, wie Schularbeiten, als Arbeit bezeich­net. Auch wird Arbeit nicht nur auf Tätigkeiten, sondern auch auf das Produkt dieser Tätigkeiten, wie Magisterarbeit, angewandt, klärt Röhrig (ebd.) auf. Arbeit wird durch Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt geschaffen. (ebd.)

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt wird als die zentrale Institution der Industriegesellschaft verstan­den. Die Existenz und das Funktionieren eines freien Arbeitsmarktes werden im Allgemeinen als eine wichtige Voraussetzung und Grundlage der marktwirtschaft­lichen Ordnung angesehen. (Mikl-Horke 1991, S. 68)

Auf dem Arbeitsmarkt treffen Angebot und Nachfrage nach Arbeitsleistungen aufeinander. Das Arbeitskräfteangebot wird durch die demographische Entwick­lung, die Altersstruktur der Bevölkerung, die Erwerbsneigung von Männern und Frauen in den einzelnen Altersjahrgängen, die Zu- und Abwanderungen von Ar­beitskräften aus dem und in das Ausland sowie durch ökonomische Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Löhne, Sozialabgaben, Steuern, Sozialtransfers und Ar­beitsbedingungen. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeit wird vor allem durch die Arbeitskosten, die Produktivität sowie durch die Gewinnerwartungen und die Nachfrage auf den Gütermärkten bestimmt. (http://www.chancenfueralle.de/Lexikon/A/Arbeitsmarkt.html)

Der Arbeitsmarkt ist ein unvollkommener Markt, weil das Arbeitsangebot nicht gleichartig ist (z.B. Arbeitsleistung von Ungelernten und von Facharbeitern), die Arbeitsmobilität beschränkt ist und Arbeitsanbieter und Arbeitsnachfrager keine vollständigen Informationen über die Marktbedingungen besitzen. Dadurch zerfällt der Arbeitsmarkt in zahlreiche qualifikatorische und regionale Teilarbeitsmärkte. Vielfach kommt es daher auch zu Arbeitslosigkeit und offenen Stellen in ein und denselben Branchen und Berufen gleichzeitig (siehe Ursachen von Arbeitslosig­keit). In einigen Regionen kann es deshalb faktisch Vollbeschäftigung geben, während in anderen Regionen jede fünfte Erwerbsperson offen oder verdeckt arbeitslos ist. (http://www.chancenfueralle.de/Lexikon/A/Arbeitsmarkt.html)

Um die Existenz und das Funktionieren eines freien Arbeitsmarktes kümmert sich die Arbeitsmarktpolitik.

Arbeitsmarktpolitik

Ziel der Arbeitsmarktpolitik ist es, Vollbeschäftigung zu erhalten bzw. wiederher­zustellen und so die zahlreichen negativen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit zu vermeiden, z.B. Verlust von Einkommen und Selbstwertgefühl bei Arbeitnehmern oder auch hohe Kosten für die öffentlichen Haushalte durch Gewährung von Ar­beitslosenunterstützung. Neben diesem quantitativen Ziel der Vollbeschäftigung hat die Arbeitsmarktpolitik auch noch folgende inhaltliche bzw. qualitative Ziel­setzungen: ein ausreichendes Angebot an Teilzeitarbeitsplätzen schaffen, Inhalte der Arbeit sollen der jeweiligen Qualifizierung der Arbeitnehmer und Arbeitnehme­rinnen entsprechen und optimale Arbeitsbedingungen (Sicherheit am Arbeitsplatz herstellen, keine Gesundheitsgefährdung usw.) werden gefördert. (Braun o. J.)

Die Arbeitsmarktpolitik hat aber nach Lampert (1998, S. 179) nicht nur die Voll­beschäftigung zum Ziel, sonders wie Zerche, Schönig und Klingenberger (2000, S. 45) betonen ebenso die Arbeitsbedingungen, wie Arbeitsentgelt, Arbeitszeit und Arbeitsschutz, die gleichberechtigt neben diesem Ziel stehen.

Es werden diejenigen Aktivitäten der Arbeitsagenturen als aktive Arbeitsmarkt­politik bezeichnet, die über die bloße Zahlung von Arbeitslosengeld hinausgehen. Dazu zählen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM), Strukturanpassungsmaß­nahmen (SAM), Förderung der Berufsausbildung und Weiterbildung sowie Leis­tungen zur beruflichen Rehabilitation, die von der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit bezahlt werden. Ergänzend finanziert wird die Arbeitsförderung von Län­dern, Kommunen und Europäischem Sozialfond. (Braun o. J.)

Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik sind letztlich Rettungsprogramme, die zur Hilfe genommen werden, wenn eigentlich alles zu spät ist. Deshalb nennt Siebert (1998, S. 258) diese Politik auch die Reparaturpolitik. (ebd.)

Gut zwei Drittel aller direkten Ausgaben für die Arbeitsmarktpolitik machen Zahlungen für Arbeitslosengeld und –hilfe (Anmerkung: Seit 01.01.2005 Arbeitslo­sen- und Sozialhilfe zusammengefasst in Arbeitslosengeld II) sowie arbeitsmarkt­politisch motivierte Frühverrentungen aus, die unter den Begriff passive Arbeits­marktpolitik fallen. (Braun o. J.)

Arbeitslosigkeit

Nach § 118 SGB III ist ein Arbeitnehmer arbeitslos, wenn er vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht (Beschäftigungslosigkeit) und eine ver­sicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäfti­gung sucht (Beschäftigungssuche).

Von Arbeitslosigkeit spricht man, wenn ein Teil der arbeitsfähigen und zum gege­benen Lohnniveau arbeitswilligen Arbeitnehmer einer Volkswirtschaft keine Be­schäftigung findet, so Braun (o. J.) im Lexikon eines Internetportals.

Von den einschlägigen Statistiken werden nur diejenigen erfasst, die erstens beim Arbeitsamt als arbeitsuchend gemeldet und registriert sind, zweitens unter 65 Jahre alt sind und drittens keine Ausbildung machen oder sich in einem Studium befinden. (Braun o. J.)

Je nach Ursache unterscheidet man verschiedene Formen der Arbeitslosigkeit: konjunkturell, strukturell, saisonal und friktionell (vgl. Punkt 3.2 Formen der Ar­beitslosigkeit). Alles in allem ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland zu etwa drei Vierteln strukturell bedingt. (Braun o. J.)

Arbeitslose

Nach § 16 SGB III sind Arbeitslose Personen, die wie beim Anspruch auf Arbeits­losengeld erstens vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, zweitens eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und dabei den Ver­mittlungsbemühungen des Arbeitsamtes zur Verfügung stehen und drittens sich beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet haben.

Eine Form struktureller Arbeitslosigkeit ist die Langzeitarbeitslosigkeit. Das sind nach § 18 SGB III Arbeitslose, die ein Jahr und länger arbeitslos sind.

Arbeitslosenquote

Die offizielle Arbeitslosenquote drückt das Verhältnis von registrierten Arbeitslosen zur Gesamtzahl aller zivilen Erwerbspersonen aus. Zu den zivilen Erwerbsper­sonen zählen alle abhängigen Erwerbstätigen, Selbständige sowie registrierte Ar­beitslose. (Meyers Großes Taschenlexikon 1999)

Die Arbeitslosenquoten verschiedener Länder lassen sich nicht ohne weiteres vergleichen, da die Definition dieser Quote überall unterschiedlich gehandhabt wird. (http://chancenfueralle.de/Lexikon/A/Arbeitslosenquote.html)

3 Struktur der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote (vgl. Tabelle 1) in Deutschland ist bedrohlich hoch. Die nachstehende Tabelle belegt, dass seit 1992 die Arbeitslosenzahl stark angestie­gen ist. 1997 war sie auf einem damaligen Rekordhoch von über vier Millionen Arbeitslosen. Bis 2002 ging diese Zahl leicht zurück, um ab 2002 wieder anzustei­gen und zu Beginn des Jahres 2005 über fünf Millionen Arbeitslose zu verzeich­nen (vgl. Tabelle 2). Das entspricht einer Quote von 12,5 % im März 2005. Die Bundesregierung führt diese Zahl auf das Zusammenlegen von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zurück.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1

Quelle: Bundesanstalt für Arbeit (o. J.) Auszug aus Tabelle In: IAB Werkstattbericht Nr. 5/2003

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2

Quelle: http://www.destatis.de/indicators/d/arb210ad.htm

Laut der ersten Tabelle liegt das Rekordhoch der älteren Arbeitslosen ebenfalls im Jahr 1997. Seit dem sanken die absoluten Zahlen bis 2002 um fast 40 %. Das resultiert aus dem Rückgang der Erwerbspersonen in dieser Alterspanne, denn die geburtenschwachen Jahrgänge aus den letzten Kriegs- und ersten Nach­kriegsjahren wachsen in diese Alterspanne hinein, so Koller, Bach und Brixy (2003, S. 15f.).

Das ist nicht der einzige Grund, warum die Arbeitslosenzahl in Deutschland so hoch ist, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Im diesem Kapitel beschäftige ich mich mit den Ursachen und den verschiedenen Arten von Arbeitslosigkeit. Außer­dem spielen die Problemgruppen des Arbeitsmarktes in Deutschland eine große Rolle für meine Diplomarbeit.

3.1 Ursachen von Arbeitslosigkeit in Deutschland

Der Arbeitsmarkt unterliegt den gleichen Regeln wie andere Märkte. Sie bestehen aus Angebot und Nachfrage. Die menschliche Arbeit ist aus guten Gründen besonders geschützt (z. B. durch Kündigungsschutz und Sozialpläne, Mitbestim­mungsrechte für Arbeitnehmer und eine kollektive Form der Lohnfindung). Aber auch der Arbeitsmarkt ist einem Auf und Ab der Konjunktur unterworfen. Auf­schwung, Hochkonjunktur, Abkühlung und Rezession machen sich unmittelbar bemerkbar. Die Ursache hierfür sind nicht nur der technische Fortschritt, behaup­tet Schäfer (2001, S. 1) sondern auch die hohen Lohnkosten und Lohnneben­kosten, das „Mismatch“ (siehe Seite 17), die hohe Erwerbsbeteiligung und die Regulierung des Arbeitsmarktes. Zimmermann, Hinte und Thalmaier (1999, S. 73) beziehen aber auch die starken Geburtenjahrgänge nach dem Krieg mit in die Ur­sachen ein. (ebd.)

Technischer Fortschritt

Die USA, Großbritannien, die Niederlande und Dänemark zeigen, dass tech­nischer Fortschritt nicht automatisch das Ersetzen menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen und Roboter bedeutet, so Schäfer (2001, S. 1). Neue Produkte sorgen dafür, dass die menschliche Arbeitskraft im Produktionsprozess unersetzlich bleibt, denn auch neue Maschinen müssen konstruiert, gebaut, bedient und gewartet werden. (ebd.)

Lohnkosten und Lohnnebenkosten

Deutschland ist seit langer Zeit schon Weltmeister bei den Arbeitskosten. Je höher aber die Arbeitskosten sind, desto eher besteht die Gefahr, dass Arbeitsplätze wegen mangelnder Produktivität wegfallen, meint Schäfer (2001, S. 2). Die Deut­schen verdienen aber netto keineswegs mehr als amerikanische oder japanische Kollegen. In Deutschland werden vom Bruttoeinkommen noch die Steuern und die Beiträge zu Sozialversicherung abgezogen. Es sind also weniger die Stunden­löhne, die zu hoch sind, sondern die Personalzusatzkosten. (ebd)

Mismatch

Schäfer (2001, S. 3) behauptet, dass die Zahl der offenen Stellen in den 90er Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Geht man davon aus, dass nur etwa ein Drittel der offenen Stellen auch den Arbeitsämtern mitgeteilt werden, liegt die tat­sächliche Zahl der offenen Stellen bei 1,7 Millionen. Es muss also einen Grund geben, warum bei so hohen Arbeitslosenzahlen die offenen Stellen nicht besetzt werden können. Dieses Phänomen nennt man Mismatch. Es wird zwischen regio­nalem und qualifikatorischem Mismatch unterschieden. Wenn Arbeitslose nicht bereit oder in der Lage sind, für einen Arbeitsplatz den Wohnort zu wechseln, be­steht ein regionaler Mismatch. Deshalb wird auch immer wieder über die Zumut­barkeit einer bundesweiten Vermittlung diskutiert. Bei einem qualifikatorischen Mismatch sind die Arbeitsuchenden zu wenig qualifiziert für die Stellen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. (ebd.)

Auffallend finden Zimmermann, Hinte und Thalmaier (1999, S. 50), dass die Ar­beitslosenquote für Ungelernte in den letzten zehn Jahren überdurchschnittlich gestiegen ist. Sie führen das auf den technischen Fortschritt zurück. Es sind jetzt Tätigkeiten gefragt, die ein hohes Maß an Ausbildung erfordern. (ebd.)

Hohe Erwerbsbeteiligung

Die hohe Erwerbsbeteiligung führen Zimmermann, Hinte und Thalmaier (1999, S. 29) auf die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen zurück. Frauen erwerben immer häufiger einen hohen Bildungsabschluss, der sie zur Aufnahme einer Berufstätigkeit motiviert. Aber im Zuge arbeitsmarktpolitischer Unsicherheiten spielt auch die Gefährdung des Arbeitsplatzes des Mannes eine große Rolle, da der Lebensstandard der gesamten Familie aufrechterhalten werden soll. (ebd.)

Regulierung des Arbeitsmarktes

Umfangreiche Gesetze zum Arbeitsschutz sind notwendig, meint Schäfer (2001, S. 5). Staatliche Eingriffe können sich aber auch mehr negativ als positiv auf die Beschäftigung auswirken. Die OECD hat dazu einen arbeitsmarktpolitischen Regulierungsindikator festgelegt. Dieser Regulierungsindex fasst die Strenge des Kündigungsschutzes, die gesetzlichen Vorgaben für befristete Verträge und für die Arbeitnehmerüberlassung in einer Kennziffer zusammen. Schäfer (ebd.) demonst­riert, dass „je stärker der Staat die Arbeitsmärkte am Gängelband führt, desto weniger Menschen finden einen Job“. Das zeigt auch die Grafik der OECD über die Arbeitsmarktregulierung und Beschäftigungsperformanz (siehe Tabelle 3). Man vermutet, dass die Arbeitsmarktregulierung mit der Erwerbstätigenquote zusam­menhängt. Es fällt dabei auf, dass die Länder, die den Arbeitsmarkt wenig regulie­ren, eine überdurchschnittlich hohe Erwerbstätigenquote bei den Älteren aufwei­sen. (Funk 2004, S. 40)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3

Quelle: Funk (2004) S. 40

Demografischer Wandel

Der Altersaufbau wird sich zugunsten der älteren und alten Menschen verschie­ben. Besonders nach dem Jahr 2010 werden die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre zu den Älteren gehören, sagen Zimmermann, Hinte und Thalmaier (1999, S. 73). Demzufolge wird dann die Zahl der Erwerbspersonen stark sinken. Wobei dieser Trend die Arbeitslosigkeit nicht verschwinden lässt, da nicht nur dieser Faktor für den Arbeitsmarkt entscheidend ist. Nach Auslaufen der Frühver­rentungsprogramme und angesichts potenziell reduzierter Rentenerwartungen, meinen Zimmermann, Hinte und Thalmaier (ebd.), dass die Erwerbsquote Älterer zumindest ab dem Jahr 2010 wieder steigen wird. (ebd.)

3.2 Formen der Arbeitslosigkeit

Die gängigste Typisierung der Arbeitslosigkeit ist die Unterscheidung in saisonale, friktionelle, konjunkturelle und strukturelle Arbeitslosigkeit.

Die saisonale Arbeitslosigkeit unterliegt festen Rhythmen, da dies witterungs­abhängige Tätigkeiten im Baugewerbe, Landwirtschaft und Fremdenverkehr betreffen. Sie ist meist von kurzer Dauer. (Hradil 1999, S. 181f.)

Friktionelle Arbeitslosigkeit nennt man auch „Such“- Arbeitslosigkeit, die durch natürliche Umstiegs- oder Einstiegsprozesse auf dem Arbeitsmarkt entsteht. (ebd.)

Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit wird durch den Rückgang der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen ausgelöst. Unternehmen reagieren darauf durch Entlassungen oder Einstellungsstopps. Dieser Typ der Arbeitslosigkeit löst sich oft im konjunkturellen Aufschwung. (ebd.)

Die strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht nicht nur durch den Wandel von Wirt­schaftsstrukturen oder durch Verschiebung zwischen Branchen, sondern auch durch neue technologische Entwicklungen, durch Ungleichentwicklung einzelner Wirtschaftsräume (Ost- und Westdeutschland) und durch geringes Wirtschafts­wachstum. Sie dauert häufig sehr lange, da in der Regel ein rascher Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage nicht stattfindet. (ebd.)

3.3 Problemgruppen

Die Problemgruppen werden von allen Experten nahezu gleich definiert: Dazu ge­hören Frauen, Behinderte, Ausländer, Bewohner strukturschwacher Regionen, Jugendliche bis 25 Jahren und ältere Arbeitslose ab 50 Jahren. Man geht von einem unterschiedlichen Arbeitsmarktrisiko aus, so Mikl-Horke (1991, S. 220). Das würde bedeuten, dass in den Fällen weniger die Qualität der Arbeitskraft dieser Arbeitslosen entscheidend ist. Der eigentliche Kern der industriellen Arbeitswelt sind die erwachsenen, männlichen, gesunden Arbeitnehmer (Normalarbeit­nehmer), die weniger von Arbeitslosigkeit bedroht sind als die aufgeführten Problemgruppen. Die Qualität der Arbeitsplätze liegt für die Problemgruppen auch weit unter dem des „Normalarbeitnehmers“. (ebd.)

Weiterhin schreibt sie, dass diese Problemgruppen bestimmte Merkmale auf­weisen. Zum einen stehen sie dem Erwerbssystem nicht ständig, auf lange Sicht und in vollem Umfang zur Verfügung, zum zweiten werden sie als Risiko für den Arbeitgeber gesehen und zum dritten wird ihnen eine geringe Mobilitätsfähigkeit- und willigkeit nachgesagt. Das alles sind Merkmale, die die Arbeitsfähigkeit ein­schränken. Besonders Jugendliche vertreten die Auffassung, dass Arbeitslosigkeit mit begrenzter Dauer als „normale“ Unterbrechung des Berufslebens gesehen werden kann. (ebd.)

Man würde nun erwarten, dass Arbeitslose, die nicht zu diesen Problemgruppen gehören, es sehr leicht haben, wieder Arbeit zu finden. Es kommt aber vor allem auf die Qualifikation an. Eine gute Ausbildung, die anschließende Berufspraxis und eine gute Berufsqualifikation sind äußerst wichtig. Auch gute soziale Fähig­keiten werden erwartet, da solche Menschen als mobil, flexibel, aktiv, schulungs­willig und über das Arbeitsplatzangebot informiert gelten. Aber auch Personen, die sich beruflich verändern möchten, werden gute Reintegrationschancen zuge­schrieben. Selbstsicherheit und Durchsetzungsvermögen sind ebenfalls Eigen­schaften, die man haben muss, um schnell wieder eine Arbeit zu finden. (Kirchler 1993, S. 139)

3.3.1 Jugendliche bis 25 Jahren

Von Jugendarbeitslosigkeit war in den alten Bundesländern lange Zeit „nur“ eine kleine Gruppe betroffen. Jugendliche haben aber zunehmend Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz im beruflichen Bildungssystem zu erhalten. Deshalb gewinnt dieses Problem wieder an Bedeutung. Aber nicht nur diese Schwierig­keiten machen den Jugendlichen zu schaffen. Viele scheitern im Anschluss an ihre Berufsausbildung, da sie vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden (können). Deshalb fehlt ihnen die Berufserfahrung. (Friedrich, Wiedemeyer 1998, S. 36f).

Hinzu kommt noch, dass nach dem Bericht der Hartzkommission (2002, S. 106) jeder zweite arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss vor­weisen kann.

Jugendliche haben im Gegensatz zu den älteren Arbeitslosen meist ökonomische Probleme bei Eintritt in die Arbeitslosigkeit. Besonders betroffen sind unqualifi­zierte, sozial benachteiligte und ausländische Jugendliche, bemerkt Schmal (1994, S. 96).

3.3.2 Ältere ab 50 Jahre

Die Literatur zu diesem Thema beinhaltet oft einen Unterschied zwischen der Altersstruktur älterer Arbeitsloser. Einige Autoren definieren die Gruppe ab 50 Jahren, andere ab 55. Die Unterstützungsleistungen der Bundesagentur für Arbeit für die genannte Gruppe beziehen sich mehrheitlich auf die Arbeitslosen ab 55 Jahren. Die Einstufung in die Gruppe der älteren Arbeitnehmer wird durch die konkreten Beschäftigungsrisiken begründet. Diese Personengruppe ist mit alters­bedingten Schwierigkeiten bzw. Risiken in überdurchschnittlichem Maß konfron­tiert, da angeblich die berufliche Leistungsfähigkeit abnimmt.

Warum muss überhaupt die Erwerbstätigenquote älterer Arbeitsloser steigen?

Die neuesten Zahlen zeigen, dass im Jahre 2040 ein älterer Mensch über 64 Jahre auf zwei Personen im erwerbsfähigen Alter kommt. Das bedeutet, dass uns bis zum Jahr 2015 im ungünstigsten Fall rund 7 Millionen Erwerbspersonen (Er­werbstätige, registrierte Arbeitslose und „Stille Reserve“) fehlen (ausgehend von einem Anstieg des Arbeitskräftebedarfs von knapp drei Millionen). (Hartzkommis­sion 2002, S. 118).

Ursache hierfür ist einerseits die sinkende Geburtenrate. 1995 kamen durch­schnittlich auf jede Frau im geburtsfähigen Alter 1,24 Kinder, ermittelten Grünheid und Schulz (1996 in Clemens 2001, S. 45). Die zweite Ursache liegt in der Erhö­hung des Rentenalters auf 65 Jahre durch die Rentenreformen 1992 und 1999. Die dritte Ursache, meint Clemens (ebd.), besteht im Rückgang der Erwerbstätig­keit unter den Jüngeren. Grund hierfür ist das Ergebnis gestiegener Bildungsbe­teiligung mit deutlicher Zunahme höherer Bildungsabschlüsse. Der Anteil an jüngeren Arbeitskräften (bis unter 30 Jahre) wird in Zukunft deutlich abnehmen. (ebd.)

Die Erwerbsbeteiligung Älterer zu erhöhen, ist deshalb ein Hauptziel der euro­päischen Beschäftigungspolitik. Bis 2010 soll die Beschäftigungsquote Älterer auf 50% erhöht werden, so der Bericht der Hartzkommission (2002, S. 118). Dies ver­sucht die amtierende Bundesregierung durch gesetzliche Maßnahmen zu er­reichen.

In einem IAB- Beitrag berichten Koller, Bach und Brixy (2003, S. 23) über die Aus­gaben der Bundesanstalt für Arbeit. Für den Personenkreis der Älteren wurden im Jahr 2001 rund 13 Mrd. Euro für passive und aktive Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit ausgegeben. Nur knapp 10 % entfallen davon auf Beschäftigung schaf­fende Maßnahmen, Qualifizierung bzw. Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Das sind rund 100.000 Menschen. Nur 2 % davon sind Ausgaben für Bildungs­maßnahmen. (ebd.)

Tabelle 4 verdeutlicht die Ausgaben für die älteren Arbeitslosen im Jahr 2001. Durchschnittlich 25 % der gesamten Ausgaben für passive und aktive Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit entfielen auf die Älteren ab 55 Jahren. An den Aus­gaben für aktive Arbeitsmarktpolitik partizipieren die Älteren dagegen nur zu rund 9 %. Eine Umsteuerung von den rein passiven zu den aktiven Leistungen der Ar­beitsförderung sind wünschenswert. Die individuellen Leistungspotenziale und die Arbeitsmarktlage müssen natürlich berücksichtigt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4

Quelle: IAB Werkstattbericht Ausgabe Nr. 5 vom 16.04.2003, S. 23

Die Chancen auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt sind für ältere Ar­beitslose vergleichsweise gering, obwohl sich von 1970 bis 1980 der Anteil der Älteren (55- bis 65jährigen) bezogen auf die Gesamtzahl der Arbeitslosen von 31% auf 15,5 % halbierte, lag er im Jahr 2000 bereits wieder bei 37,4 %. Diese Halbierung ist zurückzuführen auf die tariflichen Schutzbestimmungen, wie ver­besserter Kündigungsschutz und auch auf verschiedene sozialpolitische Möglich­keiten. (Bonß, Heinze 1984, S. 112 f)

Arbeitslosigkeit bedeutet für Ältere in aller Regel Dauerarbeitslosigkeit, die meist mit einem endgültigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben einhergeht. Für über 50-jährige gilt: „Einmal arbeitslos, immer arbeitslos“, meint Kirchler (1993, S. 31). Das Hauptproblem liegt darin, aus der Arbeitslosigkeit heraus, ein neues und stabiles Beschäftigungsverhältnis zu finden. Dagegen ist das Risiko arbeitslos zu werden, gegenüber Jugendlichen bis 25 Jahren, vergleichsweise gering. (ebd.)

Arbeitslosigkeit entsteht nicht nur deshalb, weil jemand älter ist, sondern weil das Älterwerden mit weiteren Risikofaktoren behaftet ist. Viele Ältere (1992 waren es 47 %) weisen gesundheitliche Beeinträchtigungen auf (13 % schwerbehindert) oder haben keinen Beruf erlernt (52 %). Die positiven Leistungselemente älterer Arbeitnehmer zählen wenig. Es findet eine Entwertung der Berufserfahrung und des betriebsspezifischen Wissens statt, welches bei Neugründungen, Betriebs­wechseln und bei Produktionsumstellungen nicht gerade gefordert wird. (Bäcker 1994, S. 136)

Die Probleme älterer Arbeitsloser liegen im Gegensatz zu den jugendlichen Ar­beitslosen weniger im finanziellen als im psychosozialen Bereich, da Ältere durch hohe Löhne und Gehälter auch hohe Lohnersatzleistungen beziehen. Sie erhalten oft Leistungen vom ehemaligen Betrieb. Finanzielle Verpflichtungen durch Haus- und Wohneigentum sind bereits meist abgeschlossen. Dafür sind die psycho­sozialen Belastungen höher als bei jugendlichen Arbeitslosen. Ältere Arbeitslose haben Schamgefühle gegenüber der Familie und Freunden. Gefühle des Abge­schobenseins, Isolationstendenzen und Selbstwertzweifel machen sich breit. (Schmal 1994, S. 96f.)

Die Wahl des Arbeitslosengeldes bringt dagegen häufig Vorteile gegenüber der Rente. Das offizielle Eintrittsalter für die Altersrente liegt bei 65 Jahren. Falls ein Arbeitnehmer vor dieser Altersgrenze seine Arbeit verliert, bezieht er Arbeits­losengeld, welches er bis 65 Jahre bekommen kann, wenn er solange Anspruch darauf hat. Erst dann darf ihn die Arbeitsagentur in die Rente „entlassen“. Der Vorteil für vorzeitige Rentenbezieher liegt darin, dass sie nicht mehr von der Ar­beitsagentur abhängig sind. Allerdings kann das bedeuten, dass mit monatlichen Renteneinbußen bis zum Lebensende gerechnet werden muss. Deshalb ist es oftmals vorteilhafter, wenn zunächst die Leistungen der Arbeitsagentur gewählt werden. Die Versichertenrenten werden in Altersrenten und Renten wegen ver­minderter Erwerbsfähigkeit unterschieden. Altersrenten können frühestens im Alter von 60 Jahren beansprucht werden. Nach dem Alter 55 scheidet eine erhebliche Zahl der Erwerbspersonen aus dem Erwerbsleben aus, ohne sofort eine gesetz­liche Rente zu beziehen. Eine Möglichkeit in den Ruhestand zu gehen, bietet die betriebliche Vorruhestandszahlung oft auch in Kombination mit Arbeitslosenunter­stützung. (Reil-Held, Schnabel 2000, S. 108)

Allerdings sieht Funk (2004, S. 19f.) die Frühverrentung als zentrales Wachstums­hemmnis, ohne dessen Beseitigung Deutschland nicht vom Ende der internatio­nalen Wachstumsranglisten wegkommt. Auch Deutschland will jetzt dazu beitra­gen, die Erwerbstätigkeit Älterer zu erhöhen. Das Job-AQTIV- Gesetz machte 2002 den Anfang. Die Altersgrenze für die Gewährung von Eingliederungszu­schüssen für Ältere wurde auf das 50. Lebensjahr gesenkt. Aber auch die Vor­schläge der Hartz-Kommission befassen sich mit der Situation der Älteren auf dem Arbeitsmarkt. So wurde die Entgeltsicherung eingeführt. Ältere ab 50 Jahren kön­nen finanzielle Nachteile, die durch die Aufnahme einer niedriger entlohnten Be­schäftigung entstehen können, teilweise ausgleichen. (ebd.)

Im Jahre 2000 lag die Bevölkerungszahl in Deutschland bei rund 82 Millionen. Zum Erwerbspersonenpotential (Alter zw. 15-65 Jahren) wurden 55,6 Millionen gezählt. Davon sind nur 40,1 Millionen tatsächlich Erwerbspersonen (erwerbstätig oder erwerbslos, aber bereit eine Arbeit anzunehmen). (Behrend 2002, S. 12f.)

Die Erwerbsquoten der Männer in der Altersgruppe der 60 bis unter 65jährigen beliefen sich in Westdeutschland auf etwa ein Drittel (33,7%) und in den neuen Ländern sogar auf nur ein Fünftel (21,4%). Die Beteiligung der Frauen am Er­werbsleben fällt noch geringer aus. In den alten Bundesländern liegt die Quote bei 14,4% und in den neuen Ländern nur bei 6,2%. Seit Mitte der achtziger Jahre wies die Erwerbsquote der Männer in dieser Altergruppe eine gewisse Konstanz auf, während die der Frauen gestiegen ist. (Behrend 2002, S. 12f.)

Die OECD überprüfte die Erwerbsquoten der 55 – 64-jährigen von 1970 – 2000 (vgl. nachstehende Tabelle). Sie untersuchte die verschiedenen Jahrgänge und verglich die Erwerbsquoten in Deutschland mit denen anderer Länder sowie dem EG/EU- und OECD- Durchschnitt. Die Quoten der männlichen älteren Arbeitslosen verlaufen ähnlich wie die der weiblichen Arbeitslosen. Seit 1970 ist die Erwerbs­quote Älterer in Deutschland genauso wie der EG/EU- Durchschnitt ständig ge­sunken. (OECD o. J.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5

Quelle: OECD Employment Outlook, verschiedene Jahrgänge

Die gesetzliche Altersgrenze liegt bei 65 Jahren. Das durchschnittliche Renten­zugangsalter liegt aber schon seit Jahren weit unter dieser Grenze. Dabei gingen die Männer in den alten Bundesländern im Jahr 2000 im Durchschnitt mit 60,0 Jahren in Rente (in den neuen Bundesländern mit 58,6 Jahren). Bei den Frauen ist das durchschnittliche Rentenzugangsalter etwas höher: 61,0 Jahre (neue Bun­desländer: 58,7 Jahre). Das macht sich natürlich bei den staatlichen Einnahmen und Ausgaben bemerkbar. (OECD o. J.)

Die Nichterwerbstätigkeit Älterer führt unter anderem zu hohen Belastungen der sozialen Sicherungssysteme. Beiträge und direkten Steuern können nicht abge­führt werden. Ältere Arbeitslose empfangen Arbeitslosenunterstützung und/oder Rentenzahlungen. Die Kosten für die Entlastungsmaßnahmen der damaligen Bundesanstalt für Arbeit beliefen sich im Jahr 2002 auf insgesamt knapp 10,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung betrugen im gleichen Jahr für die unter 65-Jährigen 25,6 Milliarden Euro. Die Kosten sind in Tabelle 6 aufgegliedert. In dieser Tabelle wird deutlich, dass die direkten Ausga­ben für die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit die zweithöchste Position darstellt. (BA 2003)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6

Quellen: Bundesanstalt für Arbeit, 2003; Verband deutscher Rentenversicherungsträger, 2003; IW- Schätzungen

Ökonomisch gesehen, bedeutet Arbeitslosigkeit eine enorme Belastung sowohl für die Wirtschaft, für die Politik, aber auch für die Gesellschaft und natürlich für jeden Arbeitslosen selbst.

4 Folgen von Arbeitslosigkeit

„Wie ein gesellschaftliches Krebsgeschwür frißt sich die Arbeitslosigkeit weiter in die Ideologie der sozialen Marktwirtschaft“, so Heucher (o. J.).

Erwerbslosigkeit ist eines der dringendsten sozialen Probleme der heutigen Zeit. Die wirtschaftliche Einbuße jedes einzelnen Erwerbslosen pendelt sich bei 50 % des letzten verfügbaren Einkommens ein, ermittelte Jahoda (1983, S. 14f.). Die Zahlen dieser britischen Studie aus dem Jahr 1981 ist auch heute mit den Zahlen aus dem 20. und 21. Jahrhundert vergleichbar. (ebd.)

[...]


[1] OECD - Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dazu gehören alle Mitgliedsstaaten der EU, der EFTA und u.a. Australien, Japan, Kanada, Neuseeland, Türkei, die USA.

Ende der Leseprobe aus 127 Seiten

Details

Titel
Wie können Arbeitsvermittlungen, insbesondere im Bereich der Integration von älteren Arbeitslosen, effizienter arbeiten?
Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
127
Katalognummer
V41220
ISBN (eBook)
9783638395205
Dateigröße
2794 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die aktuelle Diskussion über die Arbeitsvermittlung ist Grundlage der Fragestellung: Wie können Arbeitsvermittlungen, insbesondere im Bereich der Integration von älteren Arbeitslosen, effizienter arbeiten? Werden die gesetzlichen Möglichkeiten genutzt? Können private Arbeitsvermittler eventuell effizienter arbeiten als die Mitarbeiter der örtlichen Arbeitsagenturen? Was können Ältere selbst dazu beitragen, eine Integration in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen?
Schlagworte
Arbeitsvermittlungen, Bereich, Integration, Arbeitslosen
Arbeit zitieren
Isabell Scharf (Autor), 2005, Wie können Arbeitsvermittlungen, insbesondere im Bereich der Integration von älteren Arbeitslosen, effizienter arbeiten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41220

Kommentare

  • Gast am 27.8.2005

    Produktivität Privater Arbeitsvermittler.

    Kompetente Private Arbeitsvermittler arbeiten durchaus effizienter als ebenfalls kompetente Mitarbeiter der Bundesagenturen. Fakt 1: Der Zeitfaktor! Mitarbeiter der BA haben z.B. 500 Arbeitslose zu verwalten/betreuen/vermitteln. Hingegen private AV der eigenen Leistungsfähigkeit entsprechend, sich die Kundenanzahl eingrenzen kann. Somit erfolgt konzentrierteres Arbeiten und persönliche Bindung, die bei persönlichen Empfehlungen der Arbeitssuchenden bei Arbeitgebern durchaus sehr hilfreich sein kann. Bei den Mitarbeitern der BA herrscht ein viel zu hoher Verwaltungsaufwand - Kundenkonzipiertes Handeln ist nur in einzelfällen möglich.

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