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Suizid bei Jugendlichen

Title: Suizid bei Jugendlichen

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Christiane Klein (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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„Etwas Besseres als den Tod findest du überall“. Dieser Satz aus dem Märchen der
„Bremer Stadtmusikanten“ überzeugt nicht alle Menschen. Immer wieder kommt es
vor, dass junge Menschen am Leben verzweifeln, dass der Suizid als Lösung
betrachtet wird, dass das Leben selbst schlimmer als der Tod empfunden wird.
In Todesanzeigen liest man oft „Für uns plötzlich und unerwartet…“. Dabei denken
wir an plötzliche Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Wenn wir dann weiterlesen,
erschrecken wir über das junge Alter des Verstorbenen und vermuten einen
Verkehrsunfall.
Verkehrsunfälle sind zwar die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen,
insgesamt sterben in Deutschland aber mehr Menschen am Suizid, als bei Unfällen.
Im Suizid begegnen wir dem Leben und dem Tod. Sie liegen hier ganz nah
beieinander. Doch haben Menschen das Recht, sich das Leben zu nehmen? Gott zu
spielen? Und welche Grenzen halten diese Menschen für unüberwindbar, dass sie
so resignieren und keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich zu töten? Bedeutet
„Freitod“, dass jeder Mensch frei ist, über sein Leben und somit auch über seinen
Tod zu entscheiden?
In dieser Studienarbeit möchte ich mich mit dem Thema Suizid bei Jugendlichen
auseinandersetzen, Definitionen liefern, drei Suizidtheorien darstellen, Zahlen,
Fakten und Statistiken nennen, den Suizid aus moralischer und ethischer Sicht
beleuchten und mich den eben genannten Fragen widmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Suizidtheorien

3.1. Die psychoanalytische Theorie der Aggression

3.2. Der Ansatz des Narzissmus

3.3. Die gelernte Hilflosigkeit

4. Zahlen, Statistiken, Fakten

5. Gründe

6. Streitfrage Suizid

7. Der Suizid in der stoischen Philosophie

8. Jean Améry

9. Resumée

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die Problematik des Suizids bei Jugendlichen unter Berücksichtigung psychologischer Theorien, statistischer Fakten sowie moralischer und ethischer Perspektiven, um ein tieferes Verständnis für die Hintergründe dieser Verzweiflungstaten zu gewinnen.

  • Analyse wissenschaftlicher Suizidtheorien (Psychoanalyse, Narzissmus, gelernte Hilflosigkeit)
  • Darstellung von Zahlen und Fakten zur Suizidalität im Jugendalter
  • Untersuchung der psychischen und biographischen Ursachen für Suizidhandlungen
  • Ethische und philosophische Reflexion über das Recht auf den Freitod
  • Auseinandersetzung mit der Position Jean Amérys zum Thema Freitod

Auszug aus dem Buch

3.1. Die psychoanalytische Theorie der Aggression

Hierbei handelt es sich um eine psychologische Theorie, die auf der Grundlage ärztlicher Beobachtungen an Patienten entwickelt wurde. Ihr Begründer ist Sigmund Freud (1856- 1939).

Freud sieht den Suizid in Zusammenhang mit der Depression und interpretiert ihn als Wendung der Aggression gegen die eigene Person. Der zentrale Grund der Suizidhandlung ist für Freud ein Liebesverlust durch eine frühe Bezugsperson, der mit Aggression beantwortet wird, und auf den dann Trauer, Schuldgefühle und Strafbedürfnis folgen mit der Konsequenz des Suizids.

„Der Selbstmord ergibt sich für Freud konsequent aus der Psychologie der Depression, in deren zentralem Mittelpunkt eben der Verlust steht; aus dem sich ein Ambivalenzkonflikt zwischen Liebe und Hass ergibt.“ (vgl. Pohlmeier, S. 59)

Die Interpretation der Wendung der Aggression konnte in vielen Beobachtungen bestätigt werden.

Für die Suizidverhütung ist diese Aggressionstheorie von großer Bedeutung, da mit diesem Wissen versucht werden kann, die Aggressionen anders zu kanalisieren und die Wendung gegen die eigene Person rückgängig zu machen. (Vgl. Pohlmeier, S. 58ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Suizid bei Jugendlichen und formuliert die zentralen Fragestellungen der Arbeit hinsichtlich ethischer und psychologischer Aspekte.

2. Definitionen: Dieses Kapitel klärt die unterschiedliche Verwendung von Begriffen wie Suizid, Selbsttötung und Freitod und definiert den Begriff jugendlicher Suizid.

3. Suizidtheorien: Es werden drei zentrale psychologische Ansätze – die psychoanalytische Theorie der Aggression, der Ansatz des Narzissmus und die gelernte Hilflosigkeit – erläutert.

4. Zahlen, Statistiken, Fakten: Das Kapitel liefert Daten zur Häufigkeit von Suiziden im Jugendalter und diskutiert die Problematik der hohen Dunkelziffer bei Suizidversuchen.

5. Gründe: Hier werden die entwicklungspsychologischen Herausforderungen der Adoleszenz und die Bedeutung von Beziehungserfahrungen als potenzielle Krisenfaktoren analysiert.

6. Streitfrage Suizid: Eine Untersuchung des Suizids aus ethischer und philosophischer Perspektive unter Einbeziehung religiöser und klassisch-philosophischer Positionen.

7. Der Suizid in der stoischen Philosophie: Dieses Kapitel betrachtet die historische Bewertung des Suizids innerhalb der Stoa, die diesen unter spezifischen Bedingungen für vertretbar hielt.

8. Jean Améry: Eine Darstellung der Thesen Jean Amérys, der den Freitod als freie Willensentscheidung und Ausdruck menschlicher Freiheit begreift.

9. Resumée: Die Autorin zieht ein persönliches Fazit zur moralischen Bewertung des Suizids und reflektiert die Offenheit der philosophischen Debatte.

Schlüsselwörter

Suizid, Jugendalter, Adoleszenz, Depression, Aggressionstheorie, Narzissmus, gelernte Hilflosigkeit, Freitod, Ethik, Philosophie, Jean Améry, Krise, Prävention, psychische Störung, Selbstbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Suizidproblematik bei Jugendlichen und untersucht, welche Faktoren junge Menschen zu diesem extremen Schritt treiben können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der psychologischen Theorienbildung stehen die ethische Debatte über das Recht auf Suizid sowie die spezifische Lebensphase der Adoleszenz im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität des jugendlichen Suizids aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und eine ethische Einordnung der Problematik vorzunehmen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende psychologische Theorien, philosophische Positionen und statistische Daten zusammenführt und analysiert.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsmodelle, statistische Einordnungen, eine Analyse von Krisenursachen und eine ethisch-philosophische Betrachtung der Suizidfrage.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Suizid, Adoleszenz, Depression, Ethik, Freiheit, Krise und Selbsttötung.

Warum wird die Adoleszenz als besonders kritisch betrachtet?

Die Adoleszenz ist eine Phase der Neuorientierung, in der Jugendliche mit Sinnfragen, Identitätsentwicklung und einer erhöhten emotionalen Instabilität konfrontiert sind.

Wie bewertet Jean Améry den Freitod?

Améry sieht im Freitod die höchste Form menschlicher Freiheit und eine bewusste Willensentscheidung gegen ein aus seiner Sicht unwürdiges oder unfreies Leben.

Welche Rolle spielt die Religion in der Arbeit?

Die Religion wird vor allem im Kapitel zur Streitfrage Suizid behandelt, wobei die Ablehnung des Suizids als Sünde gegen Gott der stoischen Auffassung gegenübergestellt wird.

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Details

Title
Suizid bei Jugendlichen
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
2,1
Author
Christiane Klein (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V41222
ISBN (eBook)
9783638395229
Language
German
Tags
Suizid Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Klein (Author), 2004, Suizid bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41222
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