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Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen? Eine Analyse der Kontakthypothese in Bezug auf den Wohnungsmarkt

Titel: Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen? Eine Analyse der Kontakthypothese in Bezug auf den Wohnungsmarkt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lea Pohlmann (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine grundsätzliche Frage, die sich bei der Integration von Asylsuchenden stellt, ist, wie diese Menschen untergebracht werden sollen. Abgesehen von Wohnungsknappheit und Zeitmangel, der aufgrund des schnellen Anstiegs der Anzahl von Flüchtlingen auftritt, muss geklärt werden, ob die Menschen in separaten Unterkünften untergebracht werden sollten. Oder funktioniert eine Integration besser, wenn die Asylsuchenden möglichst verteilt in den Städten wohnen und dadurch in direkten Kontakt mit den Einheimischen kommen?

Um diese Frage zu diskutieren werden im ersten theoretischen Teil dieser Hausarbeit die Begriffe „Integration“ und „Kultur“ erläutert und für diese Arbeit definiert. Zudem werden die Ziele von Integration dargelegt und die Kontakthypothese wird vorgestellt. Im Anschluss erfolgt eine Analyse der Kontakthypothese, die verschiedene Sichtweisen auf die Auswirkungen von Kontakt zwischen unterschiedlichen Gruppen diskutiert. In einem Fazit werden die aus der Analyse gewonnenen Schlussfolgerungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zusammengefasst. Am Ende der Arbeit folgt ein kurzer Schlussteil, der zu beantwortende Frage aufgreift und ein Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Integration und Kultur

2.2 Ziele von Integration

2.3 Die Kontakthypothese

3. Analyse der Kontakthypothese

3.1 Die Auswirkung von Intergruppenkontakt

3.2 Schlussfolgerungen für die Unterbringung von Flüchtlingen

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Kontakthypothese für die Unterbringung von Flüchtlingen und analysiert, inwieweit räumliche Nähe und intergruppaler Kontakt den Abbau von Vorurteilen sowie eine erfolgreiche Integration fördern können.

  • Theoretische Grundlagen von Integration und Kultur
  • Dimensionen der sozialen Integration
  • Kritische Analyse der Kontakthypothese nach Gordon W. Allport
  • Einfluss von Intergruppenkontakt auf Sprache und Bildung
  • Herausforderungen der dezentralen vs. zentralen Unterbringung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Auswirkung von Intergruppenkontakt

Befürworter der Kontakthypothese sind sich einig, dass die Übernahme von Verhaltensweisen, die Ausbildung kultureller Kompetenzen und das Erlernen der Sprache nur dann stattfinden, wenn Zugewanderte auch in direkten Kontakt mit der einheimischen Gesellschaft kommen. Werden Immigranten stattdessen in Wohnvierteln untergebracht, die nur aus Menschen mit dem gleichen kulturellen Hintergrund bestehen, so argumentiert beispielsweise Caballero (2009: 45), besteht nicht die Notwendigkeit, die Kultur des Aufnahmelandes anzunehmen und es findet keine Integration statt.

Diese Thesen wurden in zahlreichen Untersuchungen geprüft und bestätigt. So zeigt beispielsweise eine Studie von Borja Martinovic, Frank van Tubergen und Ineke Maas (2009a), dass der Kontakt zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen die Integration fördert. Indikatoren für eine erfolgreiche Integration stellen in dieser Studie bessere sprachliche Kompetenzen, der Kontakt zu Einheimischen und ein höherer Bildungsabschluss dar. Die sprachliche Kompetenz und der Kontakt zu Einheimischen lassen sich in der Dimension der kulturellen Integration einordnen, während ein höherer Bildungsabschluss auf erfolgreiche strukturelle Integration schließen lässt (Martinovic et al. 2009a: 315-316). Das Ergebnis der Studie weist eine Tendenz auf, nach welcher Kontakt zu Einheimischen die genannten Faktoren begünstigt. Der Kontakt zu Einheimischen kann zum Beispiel durch das Leben in einem gemischten Viertel oder dem Besuch der gleichen Schule entstehen. Es wird darauf verwiesen, dass der Kontakt zu Einheimischen die bessere sprachliche Kompetenz und den besseren Bildungsabschluss positiv beeinflusst und die Faktoren somit zusammenhängen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und stellt die Frage, wie eine erfolgreiche Unterbringung zur Integration beitragen kann.

2. Theoretischer Hintergrund: Es werden grundlegende Begrifflichkeiten wie Integration und Kultur definiert sowie die Dimensionen der Sozialintegration und die Kontakthypothese vorgestellt.

3. Analyse der Kontakthypothese: Dieses Kapitel prüft wissenschaftliche Erkenntnisse zu Intergruppenkontakten und leitet daraus konkrete Empfehlungen für die Wohnraumpolitik ab.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Notwendigkeit dezentraler Unterbringungsformen betont, um langfristige Integrationserfolge zu sichern.

Schlüsselwörter

Integration, Flüchtlinge, Kontakthypothese, Wohnungsmarkt, Intergruppenkontakt, Vorurteile, Sozialintegration, Segregation, Wohnunterbringung, kulturelle Kompetenz, Asylsuchende, Migrationsforschung, Aufnahmegesellschaft, dezentrale Unterbringung, soziale Kohabitation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Integration von Flüchtlingen unter besonderer Berücksichtigung der Kontakthypothese und deren Anwendung auf die Wohnsituation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Integration und Kultur, die psychologischen Bedingungen von Intergruppenkontakt sowie die wohnungspolitischen Strategien zur Flüchtlingsunterbringung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, wie die Unterbringung von Flüchtlingen gestaltet werden muss, damit diese durch den Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung schneller und nachhaltiger in die Gesellschaft integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion einschlägiger Literatur, Fallstudien und psychologischer sowie soziologischer Hypothesen zur Integrationsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, die Auswirkungen von Kontakt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen untersucht und Schlussfolgerungen für die Unterbringungsform von Flüchtlingen gezogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Integration, Kontakthypothese, räumliche Segregation, interethnischer Kontakt und gesellschaftliche Partizipation.

Warum reicht die bloße Anwesenheit von Einheimischen nicht immer aus, um Integration zu fördern?

Die Arbeit verdeutlicht, dass beispielsweise soziale Benachteiligung bei Einheimischen dazu führen kann, dass diese Flüchtlinge eher als Konkurrenz wahrnehmen, was den intergruppalen Kontakt belastet statt ihn zu fördern.

Welche Rolle spielt die dezentrale Unterbringung?

Die dezentrale Unterbringung wird als entscheidender Faktor angesehen, um den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung von Beginn an zu ermöglichen und eine langfristige soziale Segregation zu vermeiden.

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Details

Titel
Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen? Eine Analyse der Kontakthypothese in Bezug auf den Wohnungsmarkt
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Lea Pohlmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V412264
ISBN (eBook)
9783668646254
ISBN (Buch)
9783668646261
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flüchtlinge Kontakthypothese Integration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Pohlmann (Autor:in), 2016, Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen? Eine Analyse der Kontakthypothese in Bezug auf den Wohnungsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412264
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Leseprobe aus  13  Seiten
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