Planung einer Präventionsmaßnahme zur Gesundheitsförderung nach dem individuellen Ansatz


Hausarbeit (Hauptseminar), 2018

30 Seiten, Note: 0,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRAVENTIONSMAfiNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursangebots
1.2 Handlungsfeld und Praventionsprinzip
1.3 Bedarf.
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Mafinahme

2 INHALTLICHE-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMES

3 INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMES

4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMES...

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 TABELLENVERZEICHNIS

7 ABBILDUNGSVERZEICHNIS
7.1 Anhang 1: Siebenstufige Skala zur Ermittlung des Subjektiven Belastungsempfindens
7.2 Anhang 2: Tabelle zur Ermittlung des Subjektiven Belastungsempfindens
7.3 -Anhang 3: Durchfuhrung der vereinfachten Beweglichkeitstestung (Muskelfunktionsuberprufung) in Anlehnung an Janda (2000; zitiert nach Eifler, 2016, S. 48)
7.4 Anhang 4: Bewertung der Testergebnisse nach Janda
7.5 Anhang 5: Freiburger Fragebogen zur korperlichen Aktivitat
7.6 Anhang. 6. Freiburger Fragebogen Teil II
7.7 Anhang: 7 Energieverbrauch in MET

1 Grundlegende Informationen zurPraventionsmafinahme

Den Menschen ein besseres Bewusstsein fur die eigene Gesundheit zu vermitteln und mehr Entscheidungsfreiheit in Bezug auf die eigene Gesundheit zu ermoglichen ist der wesentliche Ansatz einer Gesundheitsforderung. (Franzkowiak, 1993, S. 15-101). Kurs- konzepte konnen nach § 20 SGB V auch in Kooperation mit Krankenkassen angeboten werden, insofern definierte Anforderungskriterien an Konzeptinhalte, Konzeptanbieter sowie Konzeptorganisation erfullt werden (§ 20 SGB V). Diese werden dann als Pra- ventionskurse in den Handlungsfeldern Stressmanagement, Ernahrung und Bewegungs- gewohnheiten angeboten. Folgend wird ein Kurskonzept nach § 20 SGB V entwickelt.

1.1 Bezeichnung des Kursangebots

Das Kursprogramm tragt den Namen „Wirbelsaulengymnastik“. Der Kunde erfahrt durch den Namen unmittelbar womit sich dieser Kurs befasst und spricht durch den Nichtgebrauch von englischen Begriffen wie Back Check die altere Generation an, die die Zielgruppe darstellt.

1.2 Handlungsfeld und Praventionsprinzip

Das Handlungsfeld bezieht sich auf die „Bewegungsgewohnheiten“ und beinhaltet das Praventionsprinzip „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme“.

1.3 Bedarf

Korperliche Inaktivitat ist ein grofies gesundheitliches Risiko und wird mit ihren Folgen als das zentrale Gesundheitsproblem des 21 Jahrhunderts bezeichnet (Blair, 2009, S. 1­2). 80% der erwachsenen Bevolkerung erreichen nicht die Empfehlungen der World Health Organization (Empfehlung WHO: mind. 150 min/Woche moderat-intensive kor- perliche Aktivitat) (WHO, 2010).

Laut Vuori (2001, S. 551-586) ist Bewegungsmangel einer der wesentlichen Risikofak- toren fur die Entstehung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und Ruckenleiden. Korper- gewebe wie Muskeln und Bander brauchen regelmafiige Belastung, um leistungsfahig zu bleiben. Dauernder Bewegungsmangel wie langes Sitzen am Schreibtisch lasst die Strukturen des Bewegungsapparats verkummern. Wie die folgenden Darstellungen zei- gen, nehmen Muskel-Skelett Erkrankungen einen exponierten Stellenwert in den Statis- tiken ein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Anteil der haufigsten Krankheitsarten in Deutschland in den Jahren 2011 bis 2015 (BKK, 2016, S. 45)

Die Erhebung des BKK-Dachverbands (2016, S. 45) zeigt auf, dass die Anzahl der Muskel-Skelett Erkrankungen in den Jahren 2011 bis 2015 abnahm (2011=26,5%- 2015=24,7%). Uber die Grunde wird kontrovers diskutiert. Ein Grund wird vermutet in der Verlagerung hin zu der psychischen Storung als Diagnose. Bei Beschaftigten die fruher mit Muskel-Skelett-Erkrankungen krankgeschrieben waren, wird heute ofter eine psychische Erkrankung diagnostiziert (Badura, Ducki, Schroder, Klose & Meyer, 2016, S. 279). Trotz der Abnahme befinden sich Muskel-Skelett-Erkrankungen vier Jahre in Folge auf Platz eins der haufigsten Einzelfalldiagnosen in Deutschland. Die Folgen zeigt eine Erhebung der DAK-Gesundheit (2016). Sie ermittelt fur das Jahr 2016 den

Anteil an AU-Tagen anhand der wichtigsten Einzeldiagnosen. Diese Erhebung stellte fest, dass Ruckenschmerzen (M54, mehrere Lokalisationen der Wirbelsaule) bei den Einzelfalldiagnosen mit 5,6% einen grofien Anteil an den Arbeitsunfahigkeitstagen in Deutschland ausmacht. Nur die akuten Infektionen der oberen Atemwege verdrangen mit einem Anteil von 6,2% Ruckenschmerzen auf Platz zwei. (DAK-Gesundheit, 2016). Die daraus resultierenden Ausfallkosten fur die Volkswirtschaft liegen im zweistelligen Milliardenbereich.

Die Anteile der wichtigsten Einzeldiagnosen an Arbeitsunfahigkeitstagen (AU-Tage) und -fallen (AU-Falle) in Deutschland im Jahr 2016 werden in folgender Statistik dar- gestellt.

Tab. 1: Anteile der wichtigsten Einzeldiagnosen an Arbeitsunfahigkeitstagen (AU-Tage) und -fallen (AU-Falle) in Deutschland im Jahr 2016 (DAK-Gesundheit, 2016).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie man in nachfolgender Darstellung erkennen kann, verursachten Ruckenschmerzen in Deutschland im Jahr 2015 Krankheitskosten in Hohe von 4494 Millionen Euro (Statistisches Bundesamt , 2017).

Tab. 2: Krankheitskosten: Ruckenschmerzen (Mill. EUR) (Statistisches Bundesamt, 2017). (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das macht 10% der gesamten Krankheitskosten im Jahr 2015 aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Krankheitskosten 2015 (Statistisches Bundesamt, 2017)

Um diese Kosten zu minimieren wurden Leitlinien fur evidenzbasierte Therapien er- stellt. Eine dieser Leitlinie ist die EUROPEAN GUIDELINES FOR PREVENTION IN LOW BACK PAIN. Diese Leitlinie konzentriert sich vorrangig auf die Verringerung der Auswirkungen und die Konsequenzen von leichtem Ruckenschmerz, insbesondere von rezidivierenden Ruckenschmerzen (teilweise wiederkehrend, nicht eine Ver- schlimmerung von anhaltenden Kreuzschmerzen) (Burton et al. 2006, S. 2). Diese wird im Folgenden dargestellt.

1.4 Wirksamkeit

Tab. 3: Evidenzbasierung (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Zielgruppe

Im Nachfolgenden wird die Zielgruppe des Praventionskurses „Wirbelsaulengymnastik“ dargestellt.

Tab.4: Zielgruppe (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.6 Ziele der Madnahme

Nach den wissenschaftlichen Erhebungen und Empfehlungen der EUROPEAN GUI­DELINES FOR PREVENTION IN LOW BACK PAIN wurden drei ubergeordnete Zie- le definiert:

- Starkung der Muskulatur
- Steigerung der Beweglichkeit
- Reduktion von Bewegungsmangel bzw. Steigerung der sportlichen Aktivitat

Der Praventionskurs „Wirbelsaulengymnastik“ soil den Teilnehmer die Auswirkungen von Bewegungsmangels darlegen und die benotigten Fahigkeiten fur die spatere Umset- zung vom korperlichen Training vermitteln.

Diese Kompetenzen werden in Form von Theorie- und Praxisschulungen im Beweg- lichkeitstraining und Krafttraining vermittelt. Der Empfehlung der EUROPEAN GUI­DELINES FOR PREVENTION IN LOW BACK PAIN wird so entsprochen. Diese empfiehlt bei rezidivierenden (teilweise wiederkehrend) Ruckenschmerzen intensive Programme anzubieten, „die einerseits die Schulung von Fahigkeiten als auch korperli- ches Training verbinden“ (Burton et al. 2006, S. 3). Auch einzelne Studien zeigen, dass die Starkung der Muskulatur gegen Ruckenschmerzen helfen kann. Denn erst eine mus- kulare stabilisierte Wirbelsaule garantiert einen optimalen Einsatz der Extremitaten. (Freiwald, 1989; zitiert nach Kramer, Wilcke, Kramer, 2005, S. 26-27). Ebenso gelingt durch zielgerichtetes Krafttraining und der daraus resultierenden Zunahme der Rumpf- muskulatur eine Reduzierung von lumbalen Ruckenschmerzen (Leggett, 1992; Nelson, 1993; zitiert nach Kramer, Wilcke, Kramer, 2005, S. 26-27).

Eine weitere Empfehlung zur Pravention von leichten Ruckenschmerzen ist die Reduk- tion von Bewegungsmangel bzw. der Steigerung von korperlicher Aktivitat (Burton et al. 2006, S. 3). Korperliches Training ist nach Bourchard et al., (2012, S. 12) eine ge- plante, strukturierte und regelmafiig wiederholte Ausfuhrung von korperlicher Aktivitat. Somit ist Training eine Subkategorie der freizeitbezogenen korperlichen Aktivitat.

Die Kombination von Muskelaufbau und Beweglichkeitstraining ist eine Komponente der korperlichen Aktivitat. Auf Grund dessen sind die Reduktion von Bewegungsman- gel bzw. die Steigerung der Beweglichkeit weitere wesentliche Ziele.

2 Inhaltliche-organisatorische Grobplanung des Kursprogrammes

Tab. 5: Inhaltliche-organisatorische Grobplanung des Kursprogrammes (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Planung einer Präventionsmaßnahme zur Gesundheitsförderung nach dem individuellen Ansatz
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,8
Autor
Jahr
2018
Seiten
30
Katalognummer
V412292
ISBN (eBook)
9783668639867
ISBN (Buch)
9783668639874
Dateigröße
1047 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
planung, präventionsmaßnahme, gesundheitsförderung, individuellen, ansatz
Arbeit zitieren
Aline Leyking (Autor), 2018, Planung einer Präventionsmaßnahme zur Gesundheitsförderung nach dem individuellen Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412292

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