Den Menschen ein besseres Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu vermitteln und mehr Entscheidungsfreiheit in Bezug auf die eigene Gesundheit zu ermöglichen ist der wesentliche Ansatz einer Gesundheitsförderung. Kurskonzepte können nach § 20 SGB V auch in Kooperation mit Krankenkassen angeboten werden, insofern definierte Anforderungskriterien an Konzeptinhalte, Konzeptanbieter sowie Konzeptorganisation erfüllt werden (§ 20 SGB V). Diese werden dann als Präventionskurse in den Handlungsfeldern Stressmanagement, Ernährung und Bewegungsgewohnheiten angeboten. Folgend wird ein Kurskonzept nach § 20 SGB V entwickelt.
Inhaltsverzeichnis
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursangebots
1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
1.3 Bedarf
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Maßnahme
2 INHALTLICHE-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMES
3 INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMES
4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMES
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein strukturiertes Präventionskonzept für einen Wirbelsäulengymnastik-Kurs zu entwickeln, das den Anforderungen des § 20 SGB V entspricht und die Wirksamkeit durch evidenzbasierte Ansätze, wie die European Guidelines for Prevention in Low Back Pain, sicherstellt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich auf die Planung einer zielgruppengerechten Maßnahme zur Reduktion von Bewegungsmangel und zur Förderung der Rückengesundheit.
- Entwicklung eines evidenzbasierten Wirbelsäulengymnastik-Konzepts
- Analyse des Bedarfs an Präventionsmaßnahmen bei Muskel-Skelett-Erkrankungen
- Planung inhaltlicher und organisatorischer Aspekte für ein 8-wöchiges Kursprogramm
- Implementierung von Methoden zur Beweglichkeits- und Kraftdiagnostik
- Dokumentation und Evaluation der Kursziele und des Teilnehmerfortschritts
Auszug aus dem Buch
1.3 Bedarf
Körperliche Inaktivität ist ein großes gesundheitliches Risiko und wird mit ihren Folgen als das zentrale Gesundheitsproblem des 21 Jahrhunderts bezeichnet (Blair, 2009, S. 1-2). 80% der erwachsenen Bevölkerung erreichen nicht die Empfehlungen der World Health Organization (Empfehlung WHO: mind. 150 min/Woche moderat-intensive körperliche Aktivität) (WHO, 2010).
Laut Vuori (2001, S. 551–586) ist Bewegungsmangel einer der wesentlichen Risikofaktoren für die Entstehung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und Rückenleiden. Körpergewebe wie Muskeln und Bänder brauchen regelmäßige Belastung, um leistungsfähig zu bleiben. Dauernder Bewegungsmangel wie langes Sitzen am Schreibtisch lässt die Strukturen des Bewegungsapparats verkümmern. Wie die folgenden Darstellungen zeigen, nehmen Muskel-Skelett Erkrankungen einen exponierten Stellenwert in den Statistiken ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Präventionskursen nach § 20 SGB V und stellt den Bedarf sowie die wissenschaftliche Evidenz für Wirbelsäulengymnastik dar.
2 INHALTLICHE-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMES: Hier werden die Rahmenbedingungen des Kurses festgelegt, darunter Kursinhalte, Dauer, Zielgruppe und die benötigten räumlichen sowie personellen Ressourcen.
3 INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMES: Dieses Kapitel beschreibt den 8-wöchigen Ablaufplan mit spezifischen Lernzielen, Inhalten und methodischen Umsetzungen für jede Kurseinheit.
4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMES: Der Abschnitt definiert messbare Interventionsziele und erläutert die Methoden zur Erhebung und Überprüfung des Fortschritts durch Krafttests und Fragebögen.
Schlüsselwörter
Präventionsmaßnahme, Wirbelsäulengymnastik, Bewegungsmangel, Muskel-Skelett-Erkrankungen, § 20 SGB V, Gesundheitsförderung, Rückenschmerzen, Krafttraining, Beweglichkeitstraining, Evaluation, European Guidelines, Trainingslehre, Bewegungsprofil, Interventionsziel, Gesundheitsressourcen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten Planung eines Präventionskurses im Bereich der Wirbelsäulengymnastik, um individuelle Gesundheitsressourcen zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Handlungsfelder der Bewegungsgewohnheiten, die Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen und die praktische Umsetzung eines Kurskonzepts.
Was ist das primäre Ziel der entwickelten Maßnahme?
Das Hauptziel besteht in der Stärkung der Muskulatur, der Steigerung der Beweglichkeit und der Reduktion von Bewegungsmangel bei der Zielgruppe.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden evidenzbasierte Leitlinien herangezogen sowie standardisierte Testverfahren wie Krafttests und Beweglichkeitstestungen nach Janda angewendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine organisatorische Grobplanung sowie eine inhaltlich-methodische Detailplanung über acht Wochen hinweg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Präventionsmaßnahme, Wirbelsäulengymnastik, Bewegungsmangel, Gesundheitsförderung und evidenzbasierte Trainingslehre.
Warum wird im Kurs auf englische Begriffe verzichtet?
Durch den Verzicht auf Begriffe wie „Back Check“ soll die Zielgruppe – insbesondere die ältere Generation – durch eine klare, verständliche Benennung direkt angesprochen werden.
Wie erfolgt die Evaluation des Kurserfolgs?
Die Evaluation basiert auf einem Re-Test der Eingangsdaten (Krafttests, Beweglichkeitstests und Fragebögen zur körperlichen Aktivität) nach acht Wochen.
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- Aline Leyking (Author), 2018, Planung einer Präventionsmaßnahme zur Gesundheitsförderung nach dem individuellen Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412292