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Chancen und Risiken von Schulbegleitung

Am Beispiel des Asperger-Autismus

Titel: Chancen und Risiken von Schulbegleitung

Hausarbeit , 2017 , 25 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Tansila Raja (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schulbegleitung - ein Begriff, der noch nicht ausreichend geklärt zu sein scheint, aber dennoch bereits in einigen Bereichen Gehör findet. Die Idee von Inklusion und Integration in Schulen ist es, allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Förder- und Sonderschulen wurden geschlossen und jedes stigmatisierte Kind darf auf eine Regelschule gehen. Dies eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten, sondern birgt auch einige Gefahren, so stößt auch der große inklusive Gedanke an seine Grenzen. Ein großer Kernpunkt der Inklusion ist die individuelle Schulförderung jedes Einzelnen. Doch kann diese auch körperlichen und geistig behinderten Schülern gerecht werden? An welchen Stellen stoßen - sowohl Lehrkräfte als auch Schüler - an ihre Grenzen? Inwiefern ist individuelle Förderung durch eine Schulbegleitung tatsächlich hilfreich? Welche Chancen und Probleme ergeben sich aus ihnen? Diese und weitere Fragen werden am Beispiel des Asperger-Autismus in der vorliegenden Arbeit diskutiert.

Grundlage hierfür ist die persönliche Arbeit in einer integrierten Gemeinschaftsschule als Schulbegleitung mit einem Schüler mit Asperger-Autisten, der in der Arbeit in Beispielen erwähnt wird. Daran schließt sich ein persönlicher Standpunkt für die Arbeit an, sowie der Entwurf der inklusiven Pädagogik, die vor allem mit inklusiver Schule in Beziehung gebracht wird. Als Überblick folgt ein Ausschnitt der historischen Entwicklung der Schulbegleitung.

In Hinblick auf den Asperger-Autismus wird dieser zunächst erklärt und anschließend die Individualität, Erscheinungsformen, sowie kurz das Thema Therapie aufgegriffen und erläutert. Anhand dieser Grundlagen werden Chancen und Probleme der Arbeit einer Schulbegleitung diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Betrachtung der Schulbegleitung

3. Asperger-Autismus

3.1 Individualität

3.2 Erscheinungsformen

3.3 Mögliche Therapie

4. Probleme bei der Integration

5. Chancen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Wirksamkeit der Schulbegleitung als Form der individuellen Unterstützung für Schüler mit Asperger-Autismus im schulischen Alltag, mit dem Ziel, den Beitrag zur erfolgreichen Inklusion und zur Förderung der Selbstständigkeit der Betroffenen kritisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Grundlagen der Schulbegleitung
  • Klinische und pädagogische Einordnung des Asperger-Autismus
  • Herausforderungen der Inklusion und Integrationsprobleme im Schulalltag
  • Potenziale und notwendige Bedingungen für eine gelingende Schulbegleitung
  • Methoden der Motivationsförderung und Beziehungsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1 INDIVIDUALITÄT

Jeder Mensch ist einzigartig. Somit dürfen auch alle Asperger-Autisten nicht über einen Kamm geschoren werden. Jedes Kind mit einer Autismus-Spektrum-Störung hat unterschiedliche Schwierigkeiten in unterschiedlichen Ausprägungen des Syndroms (vgl. Krämer,2016:23). Jedes Kind ist unterschiedlich begabt, intelligent, sportlich oder talentiert. Nicht jeder Autist ist wie ,,Rainman1‘‘. Einige wenige, sie werden ,,Savants‘‘ genannt, haben eine ,,Inselbegabung‘‘ (vgl. Bahr,2016:19).

Den Kindern wird früher oder später bewusst, dass sie nicht der Normalvorstellung der Gesellschaft entsprechen, weil sie anders sind. Es entsteht ein Konflikt zwischen dem Ich und dem Ideal-Ich2, aufgrund ihres Perfektionsdranges. Diese Spannung kann beim Kontakt mit Normalen, aber auch mit der eigenen Auseinandersetzung schmerzlich sein (vgl. Engelhardt, 2010: 130).

Einige Kinder überlappen sich mit ihren Problemen, während andere keine Schwierigkeiten haben dem Schultag zu folgen, daher ist es sehr wichtig zu berücksichtigen, dass jedes Kind ein eigenes Tempo hat, dem sich die Schulbegleitung fügen muss (vgl. Krämer.2016:18).

Unabhängig von der Ausprägung des Syndroms, muss sich der Autist, wie auch alle anderen Schüler, an schulinterne Regeln halten (vgl. Krämer, 2016:18). So müssen sie sich auch selber organisieren und strukturieren, was je nach Beeinträchtigung einem Autisten leichter, dem anderen wiederum schwerer fällt, da es zu anspruchsvoll sein könnte (vgl. Krämer, 2016:24-25).

Jede Zusammenarbeit zwischen der Schulbegleitung und ihrem Schützling ist somit individuell. Jeder hat abgestimmte Ziele und angepasste Methoden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Schulbegleitung im Kontext inklusiver Beschulung und führt in die Fragestellung ein, inwieweit diese für Schüler mit Asperger-Autismus hilfreich ist.

2. Historische Betrachtung der Schulbegleitung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Finanzierung durch das Jugendamt sowie die grundsätzliche Funktion der Schulbegleitung als Einzelfallhilfe.

3. Asperger-Autismus: Es erfolgt eine medizinisch-pädagogische Definition des Störungsbildes und eine Einordnung in das Autismus-Spektrum unter Berücksichtigung historischer und diagnostischer Aspekte.

3.1 Individualität: Der Abschnitt betont die Einzigartigkeit der betroffenen Kinder und die Notwendigkeit, individuelle Förderbedarfe zu berücksichtigen.

3.2 Erscheinungsformen: Hier werden typische Symptome, Verhaltensweisen und die spezifischen Wahrnehmungsschwierigkeiten bei Kindern mit Asperger-Syndrom dargelegt.

3.3 Mögliche Therapie: Das Kapitel stellt die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als bewährte Methode zur Bewältigung von sozialen und emotionalen Anforderungen vor.

4. Probleme bei der Integration: Die Herausforderungen im Schulalltag, wie Reizüberflutung, mangelnde Routine und die Rolle der Schulbegleitung als Konfliktmanager, werden analysiert.

5. Chancen: Das Kapitel diskutiert das Potenzial einer veränderten Lernkultur und die Rolle der Schulbegleitung bei der Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit qualifizierter Unterstützung zur Erreichung schulischer und persönlicher Unabhängigkeit der Schüler.

Schlüsselwörter

Schulbegleitung, Asperger-Autismus, Inklusion, Eingliederungshilfe, Autismus-Spektrum-Störung, Individuelle Förderung, Kognitive Verhaltenstherapie, Sozialkompetenz, Schulerfolg, Teilhabe, Selbstständigkeit, Schulalltag, Herausforderungen, Pädagogische Beihilfe, Theorie of Mind.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung der Schulbegleitung für Schüler mit Asperger-Autismus an Regelschulen, eingebettet in den größeren Kontext der Inklusion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schulbegleitung, das klinische Verständnis des Asperger-Syndroms, die alltäglichen Probleme bei der schulischen Integration sowie die Chancen für die persönliche Entwicklung der Kinder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob eine individuelle Förderung durch eine Schulbegleitung für Schüler mit Asperger-Autismus sinnvoll und zielführend ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und den gesetzlichen Rahmenbedingungen, ergänzt durch Fallbeispiele aus der Praxis einer Schulbegleitung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Asperger-Autismus, die Darstellung von Integrationshindernissen im Schulalltag sowie die Analyse der Chancen, die durch eine professionelle Schulbegleitung entstehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inklusion, Schulbegleitung, Asperger-Autismus, Eingliederungshilfe und Sozialkompetenz definiert.

Warum ist das Thema "Theory of Mind" für diese Arbeit relevant?

Das Verständnis der "Theory of Mind" erklärt, warum Asperger-Autisten Schwierigkeiten haben, die Gefühle und Perspektiven anderer intuitiv zu erfassen, was die Notwendigkeit der Unterstützung durch eine Schulbegleitung unterstreicht.

Welche Bedeutung hat das "Hilfe zur Selbsthilfe"-Prinzip für die Schulbegleitung?

Es bildet den Kern der Arbeit: Die Schulbegleitung soll den Schüler nicht dauerhaft abhängig machen, sondern ihn Schritt für Schritt zur eigenständigen Bewältigung des Schultages und des Lebens führen.

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Details

Titel
Chancen und Risiken von Schulbegleitung
Untertitel
Am Beispiel des Asperger-Autismus
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
2,3
Autor
Tansila Raja (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V412345
ISBN (eBook)
9783668634879
ISBN (Buch)
9783668634886
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulbegleitung inklusion asperger autismus integration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tansila Raja (Autor:in), 2017, Chancen und Risiken von Schulbegleitung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412345
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Leseprobe aus  25  Seiten
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