Das Thema Cybermobbing spielt in der heutigen Gesellschaft eine große Rolle und nimmt auch in verschiedensten Weisen im Unterrichtsgeschehen eine große Rolle ein. Dadurch, dass wir in den modernen Medien und im Besonderen in den sozialen Plattformen über dieses Problem in Kontakt kommen und somit informiert werden, ist im Grunde jeder in der Lage, etwas über diesen Themenbereich zu erzählen. Jeder tritt damit in Kontakt, egal ob man es möchte oder nicht. Mobbing ist generell gesagt ein sehr großes Thema und Cybermobbing ein Unterthema davon.
Im Pädagogikunterricht wurde dieses Thema ausführlich genug behandelt, um feststellen zu können, dass viel mehr Leute betroffen sind als man es glaubt. Das Ganze geschieht sehr häufig in den sozialen Plattformen und die Mittel sind wirklich interessant. Als Außenstehender kann man denken, dass heutzutage in einer komplett anderen Sprache geschrieben wird. Aber doch, es handelt sich um die deutsche Sprache, zwar ist diese etwas verfremdet, dennoch kann man sie verstehen. Die Sprache des Internets löst momentan die geregelte deutsche Sprache zumindest im Internet ab, um eine schnellere Kommunikation zu ermöglichen.
Auch diese Art von Problemstellung fasziniert mich, da der Sprachwandel und in gewissen Zügen auch der Sprachverfall ein hoch interessanter Fall ist, welches uns alle betrifft und somit sehr aktuell ist. Dem Thema Mobbing liegt also der Sprachwandel und die Sprache des Internets zugrunde. Meinen Überlegungen zufolge habe ich also zwei ansprechende Themen gefunden, welche eine Verbindung haben und es sich daher lohnt, diese zwei Bereiche zu kombinieren.
Da die Welt nie aufhört zu funktionieren und daher der Kreislauf nicht gestoppt wird, ist folgende Fragestellung entstanden: Wie ist die deutsche Sprache zu wahren? Muss man dazu erst die Sprache des Internets "eliminieren" oder reicht simples Aufklären?
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Cybermobbing – was ist das eigentlich?
Die Sprache des Internets
Problemfrage: Wie ist die deutsche Sprache zu wahren?
Fazit und eigene Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Cybermobbing im Kontext der sich wandelnden Sprache im Internet. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, ob und wie die deutsche Sprache in Zeiten der digitalen Kommunikation bewahrt werden sollte oder ob die sprachliche Entwicklung als natürlicher, positiver Prozess zu betrachten ist.
- Analyse der Dynamik von Cybermobbing in sozialen Netzwerken
- Untersuchung der Sprache des Internets und ihrer Merkmale
- Diskussion über Sprachwandel versus Sprachverfall
- Anwendung der Theorie der konzeptionellen Mündlichkeit und Schriftlichkeit nach Koch und Oesterreicher
- Kritische Reflexion der Erhaltung der deutschen Sprache
Auszug aus dem Buch
Die Sprache des Internets
Nach einer kurzen Beschreibung von Cybermobbing wird nun das Mittel besonders wichtig: Die Sprache. Genauer: Die Sprache des Internets. Es handelt sich hierbei weder um die Alltagssprache der Erwachsenen, noch um die Sprache der Jugendlichen, es handelt sich hierbei um eine eigene Sprache, eine Sprache, welche auf der Basis der insgesamt 5,3 Millionen deutschen Wörtern entstanden ist. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um die Basis, den Kern dieser Sprache bilden jedoch mehrere Elemente, wie zum Beispiel das Benutzen von Wörtern anderer Sprachen oder von eigens kreierten Wörtern. Diese Elemente setzen sich aus sprachlichen Mitteln zusammen. Ob Neologismen, Metaphern, Personifizierungen, Hyperbeln oder Klimax, die Liste an sprachlichen Mitteln der deutschen Sprache und der des Internets ist sehr lang.
Man sagt, dass die Hauptsprache im Internet Englisch sei, das Internet wurde schließlich auch in Amerika entdeckt, trotzdem kommen immer mehr Sprachen dazu, das Internet erreicht immer mehr Menschen und somit mehrere Kulturen, welche ihre eigene Sprache einbringen. 82 Sprachen. Das ist die Anzahl der Sprachen, die die Suchmaschine „Google“ unterstützt. Die Sprache des Internets ist jedoch von Land zu Land individuell und somit gibt es unzählig verschiedene Abwandlungen. Unsere Sprache besteht zu einem Großteil aus dem Deutschen, der Rest wird von anderen Sprachen, vor allem von der englischen Sprache, gebildet. Es wäre falsch zu sagen, dass diese Sprache leicht verständlich ist und somit jeder Zugriff auf diese hat, denn genau dies ist nicht der Fall. Die Sprache des World Wide Web wird meist von Jugendlichen problemlos verstanden, diese sind schließlich die Zielgruppe der Benutzer und selbst die stärksten Konsumenten. Erwachsene hingegen, vor allem Personen, welche sich im Rentenalter befinden, haben hingegen große Schwierigkeiten, sich im World Wide Web zurecht zu finden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor führt in die Thematik des Cybermobbings ein und verknüpft diese mit dem Wandel der deutschen Sprache in den digitalen Medien, woraus die zentrale Problemfrage resultiert.
Cybermobbing – was ist das eigentlich?: Dieses Kapitel definiert Cybermobbing als verdeckte Form des Mobbings in sozialen Netzwerken und beleuchtet die Rolle der digitalen Kommunikation bei der Ausgrenzung von Opfern.
Die Sprache des Internets: Hier wird der Charakter der Internetsprache analysiert, die auf Basis des Deutschen durch Anglizismen und neologische Elemente eine eigene Dynamik entwickelt hat.
Problemfrage: Wie ist die deutsche Sprache zu wahren?: Unter Einbeziehung linguistischer Theorien, wie der "Sprache der Nähe" und "Sprache der Distanz", wird kritisch hinterfragt, ob eine erzwungene Bewahrung der deutschen Sprache sinnvoll ist.
Fazit und eigene Stellungnahme: Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Wandel der Sprache durch das Internet eine positive Ausweitung darstellt und eine künstliche Einschränkung kontraproduktiv wäre.
Schlüsselwörter
Cybermobbing, Sprache des Internets, Sprachwandel, Jugendsprache, Soziale Medien, Konzeptionelle Mündlichkeit, Konzeptionelle Schriftlichkeit, Sprachverfall, Anglizismen, Kommunikation, Digitale Medien, Linguistik, Spracherhaltung, Internetforen, Web 2.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Cybermobbing und dem Wandel der deutschen Sprache durch die Nutzung moderner digitaler Kommunikationsplattformen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die Mechanismen von Cybermobbing, die linguistischen Besonderheiten der Internetsprache sowie die Frage nach dem Erhalt der Standardsprache.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob die deutsche Sprache aktiv vor Einflüssen aus dem Internet bewahrt werden sollte oder ob dieser Wandel als Entwicklung zu akzeptieren ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit sprachwissenschaftlichen Ansätzen, insbesondere das Kontinuum von Sprache der Nähe und Sprache der Distanz nach Koch und Oesterreicher.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Cybermobbing, die detaillierte Beschreibung der Internetsprache und die kritische Analyse der Spracherhaltung im schulpädagogischen und linguistischen Kontext.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?
Wichtige Begriffe sind Cybermobbing, Sprachwandel, Internet, Soziale Netzwerke, Jugendsprache und konzeptionelle Mündlichkeit.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Schule bei der Sprachentwicklung?
Unter Berufung auf Jutta Christine Schork wird diskutiert, wie Lehrer durch offene Ansätze und die Vermittlung linguistischer Kompetenzen auf den Sprachwandel reagieren können.
Was ist das konkrete Ergebnis bezüglich der Erhaltung der deutschen Sprache?
Der Autor kommt zu einem klaren Ergebnis: Er lehnt Versuche der aktiven Bewahrung der Sprache ab, da er den Sprachwandel als notwendige und positive Erweiterung zur Verbesserung der globalen Kommunikation sieht.
- Arbeit zitieren
- Leon Riemer (Autor:in), 2018, Cybermobbing und die Sprache des Internets, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412388