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Sport im Nationalsozialismus. Leibeserziehung an den NS-Ausleseschulen

Title: Sport im Nationalsozialismus. Leibeserziehung an den NS-Ausleseschulen

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Silja Becker (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung des Sports in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie behandelt den Schulsport im Dritten Reich, den Sport an nationalsozialistischen Ausleseschulen und den Sport in den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten.

In der heutigen Zeit ist Sport für viele eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Viele Menschen treiben aktiv Sport, sind Mitglied in einem Sportverein oder Fitness-Studio, schauen sich ein Spiel in der städtischen Sporthalle an oder verfolgen zum Beispiel die Bundesliga oder Biathlon im Fernsehen. Sport ist somit zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens geworden. Immer mehr Menschen treiben Sport, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Wohnort. Doch was ist der Grund dafür? Wenn man die Entwicklung in den Lehrplänen betrachtet, so hat die Bedeutung des Sports als Unterrichtsfach offensichtlich abgenommen. Gerade Veränderungen im Schulsystem wie G8 bringen oft eine Kürzung jener Fächer mit sich, deren Bedeutung oft strittig ist. Wie viel Sportunterricht Schüler/innen in welchem Alter und in welcher Intensität brauchen, wird wahrscheinlich immer ein Diskussionspunkt bleiben.

Doch angesichts der Problematik, dass Deutschland immer dicker wird und auch die deutschen Kinder ein Adipositasproblem haben, wird dem Sport meiner Meinung nach in der heutigen Zeit eine sehr große Bedeutung beigemessen. Auch die Attraktivität spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. So haben sich das Sporttreiben an sich und sein Equipment zu einer ganz eigenen Kultur entwickelt. Fitness-Studios, Fitness-Bekleidung, Fitness-Ernährung. Fitness boomt.

Doch welche Bedeutung hatte der Sport vor 70 Jahren? Zur Zeit des dritten Reiches, als die Politik versuchte, in alle Bereiche, vor allem auch in den Sport, Einfluss zu nehmen? Gab es Unterschiede, was die Bedeutung des Sports in unterschiedlichen Institutionen anbelangt? Diese Fragen möchte ich in dieser Hausarbeit versuchen, zu beantworten. Dafür werde ich zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Formen des Sports geben. Anschließend werde ich dann den Fokus auf die Ausleseschulen des NS-Regimes richten. Im Anschluss daran soll in der Zusammenfassung reflektiert, welche Bedeutung der Sport im Nationalsozialismus hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sport in der Zeit des Nationalsozialismus

2.1 Der öffentliche Sport

2.2 Formationssport

2.3 Die Hitlerjugend

3. Das Schulsystem im Dritten Reich

3.1 Schulsport

4. Sport an nationalsozialistischen Ausleseschulen

4.1 Leitmotive in der politischen Leibeserziehung

4.1.1 Natürlichkeit

4.1.2 Mut

4.1.3 Gesundheit

4.1.4 Kraft

4.1.5 Ehre

4.2. Sport an Adolf-Hitler-Schulen

4.3. Sport in den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napolas)

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung des Sports im Nationalsozialismus, mit einem besonderen Fokus auf die Leibeserziehung an den spezifischen NS-Ausleseschulen. Dabei wird analysiert, wie Sport als politisches Instrument zur Erziehung und Indoktrination der Jugend instrumentalisiert wurde.

  • Strukturen des Sports während der NS-Zeit
  • Die Rolle der Hitlerjugend in der körperlichen Erziehung
  • Leitmotive der politischen Leibeserziehung (u.a. Mut, Kraft, Ehre)
  • Sport an Adolf-Hitler-Schulen (AHS)
  • Körperliche Ausbildung in den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napolas)

Auszug aus dem Buch

4.1 Leitmotive in der politischen Leibeserziehung

Das Motiv der Natürlichkeit ist gewissermaßen der Gegenbegriff zum „Künstlichen“ des NS-Pädagogen Alfred Baeumler. Er hat für das Konzept einer politischen Leibeserziehung im nationalsozialistischen Sinne fundamentale Arbeit geleistet, auch wenn er sich selber nicht als Begründer einer politischen Leibeserziehung sehen will.

Baeumler sieht die Überwindung von Hindernissen als eine natürliche Bewegung, allerdings lehnt er künstliche Bedingungen im Sport generell ab. So sei es nicht Sinn der Übung Sprungtechniken zu erlernen, sondern zum Beispiel natürliche Hindernisse wie Gräben und Bäche zu überwinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die allgemeine Bedeutung von Sport und führt in die Fragestellung ein, wie Sport im Nationalsozialismus als Mittel der politischen Beeinflussung eingesetzt wurde.

2. Sport in der Zeit des Nationalsozialismus: Dieses Kapitel erläutert die ideologische Vereinnahmung des Sports, die Unterordnung von Sportvereinen und die Rolle von NS-Formationen wie der Hitlerjugend.

3. Das Schulsystem im Dritten Reich: Hier wird der Kontext des damaligen Schulwesens dargestellt und die besondere Bedeutung der Leibeserziehung im schulischen Lehrplan analysiert.

4. Sport an nationalsozialistischen Ausleseschulen: Dieser Hauptteil widmet sich den Leitmotiven der Leibeserziehung und der spezifischen sportlichen Ausbildung an Adolf-Hitler-Schulen und Napolas.

5. Zusammenfassung: Das Fazit reflektiert die Instrumentalisierung des Sports zur Ausbildung einer NS-konformen Generation und zieht einen kritischen Vergleich zur heutigen Bedeutung des Sports.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Leibeserziehung, Sportpolitik, Hitlerjugend, Ausleseschulen, Adolf-Hitler-Schulen, Napolas, Wehrertüchtigung, Ideologie, Schulwesen, Propaganda, Körperkultur, Erziehung, NS-Regime, Volksgesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle der Sport und die Leibeserziehung als politisches Instrument im Nationalsozialismus spielten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Gleichschaltung des Sports, die Rolle der Hitlerjugend, das NS-Schulsystem sowie die spezifische körperliche Ertüchtigung an Eliteschulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung des Sports als Erziehungsaufgabe durch den NS-Staat zu klären und zu beleuchten, wie Sport zur politischen Indoktrination genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Analyse historischer Dokumente, zeitgenössischer Quellen und wissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Leitmotive der NS-Leibeserziehung und vergleicht die sportliche Ausbildung an Adolf-Hitler-Schulen mit der in Nationalpolitischen Erziehungsanstalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Leibeserziehung, NS-Eliteschulen, Wehrertüchtigung und politische Instrumentalisierung charakterisieren.

Wie unterschieden sich die AHS von den Napolas in der sportlichen Ausbildung?

Während in beiden Formen die Leibeserziehung zentral war, legten die Napolas einen noch stärkeren Fokus auf den Wehrsport, während an den AHS oft versucht wurde, ein Gleichgewicht zwischen geistiger und körperlicher Bildung zu wahren.

Welche Bedeutung hatte das Motiv der "Natürlichkeit" für die NS-Pädagogen?

Es fungierte als Gegenbegriff zum „Künstlichen“; sportliche Übungen sollten nicht technisch perfektioniert, sondern im natürlichen Gelände zur Überwindung von Hindernissen durchgeführt werden.

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Details

Title
Sport im Nationalsozialismus. Leibeserziehung an den NS-Ausleseschulen
College
University of Marburg  (Sportwissenschaften)
Grade
3,0
Author
Silja Becker (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V412399
ISBN (eBook)
9783668644403
ISBN (Book)
9783668644410
Language
German
Tags
sport nationalsozialismus leibeserziehung ns-ausleseschulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silja Becker (Author), 2008, Sport im Nationalsozialismus. Leibeserziehung an den NS-Ausleseschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412399
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